Zeugen können nicht nach Cottbus reisen - Berufungsprozess wegen Tötung ägyptischer Studentin wird ausgesetzt

Unfalltod Ägyptische Studentin Cottbus ungefährer Tatort (Foto: rbb/Schneider)
Bild: rbb/Schneider

Der Berufungsprozess gegen einen Cottbuser, der im Jahr 2017 eine ägyptische Studentin angefahren hat, wird ausgesetzt. Das teilte eine Sprecherin des Cottbuser Landgerichts dem rbb mit.

Der Grund für die Aussetzung sei, dass Zeugen aus Ägypten wegen der Corona-Pandemie aktuell nicht einreisen könnten. Vermutlich kann das Verfahren erst im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Es müsste dann aber wegen der langen Unterbrechung von vorne beginnen.

Dem Tatverdächtigen wird vorgeworfen, die Studentin im April 2017 angefahren zu haben und zudem mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen zu sein. Die Studentin war damals an ihren Verletzungen verstorben.

In erster Instanz hatte das Cottbuser Amtsgericht den Fahrer wegen fahrlässiger Tötung zu einem Jahr Bewährungsstrafe verurteilt. Dagegen hatte der Angeklagte Berufung eingelegt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 06.05.2021, 16:30 Uhr

12 Kommentare

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  1. 12.

    Vielleicht sollten die Kommentatoren mal den angegebenen Link lesen
    https://www.rbb24.de/studiocottbus/panorama/2020/01/prozess-unfalltod-aegyptische-studentin-cottbus.html
    Auch wenn damit manche Cottbuser klischees nicht aufrechterhalten werden

  2. 11.

    Erschreckend, dass für Sie anderer Meinung sind als das Gericht mit seinem erstinstanzlichen Urteil.
    Bestimmt haben Sie die besseren Beweise...

  3. 10.

    Es reicht, dass Sie sich nicht auf Fakten berufen und andere gegenteilige Vorhaltungen machen:
    Ihre Überheblichkeit bremse ich mal mit dem vorläufigen Urteil ein:
    https://www.lr-online.de/lausitz/cottbus/vor-der-cottbuser-stadthalle-unfalltod-einer-aegypterin-kommt-erneut-vor-gericht-54737522.html

  4. 9.

    Ich leugne nicht, ich halte mich an die rechtliche Feststellung der Staatsanwaltschaft im Prozess!
    "Demnach war das Auto zwar zu schnell, der Fahrer konnte das Unglück aber nicht abwenden."
    "Dort hatte sich die 22 Jahre alte Studentin der Polizei zufolge mit zwei Freunden unter eine Gruppe von Wartenden gemischt und trat plötzlich auf die Straße."
    ""Ermittlungen wegen angeblich rassistischer Beschimpfungen stellt die Staatsanwaltschaft ein""
    "Gleichzeitig sind die Ermittlungen wegen rassistischer Beleidigungen eingestellt worden, wie Oberstaatsanwalt Bernhard Brocher bestätigt."
    "Aber in der Vernehmung stellte sich dann heraus, dass die rassistischen Vorwürfe gar nicht aus eigenem Erleben gemacht wurden, so Brocher".

  5. 8.

    Warum leugnen Sie den Rassismus, der einer jungen Frau das Leben kostete? Wie kann man das Verleugnen? Die Frau ist tot und wurde kurz vorher rassistisch beleidigt, dann fuhr er hasserfüllt und beschleunigend auf sie zu, kennen Sie nicht die Berichte, die das eindeutig aussagen? Ein Mensch wurde Opfer einer Hasstat.

  6. 7.

    Das Relativieren von rassistischen Straftaten, die zum Tatzeitpunkt als solche benannt und erkannt wurden, ist ein leidiges und strukturelles Problem. Solange wir als Bürger uns nicht der Wahrheit stellen, sind wir nicht besser als unsere Vorfahren, die einfach wegschauten.

  7. 6.

    Ok, jetzt reicht es. Ich kann mich noch lebhaft an die Reportagen über diese furchtbare Tat erinnern. Es wurde "berichtet" dass er absichtlich m E zu dicht an den dort stehenden arabisch aussehenden Studenten vorbei raste. Anschließend die schwerst verletzte, noch lebende Frau in unfassbarer rassistischer Weise beschimpfte, statt Hilfe zu leisten.
    Ich war damals so fassungslos, dass zu lesen, deshalb erinnere ich mich an die Berichte über die Zeugenaussagen. Diese Tat konnte rassistischer und menschenverachtender garnicht sein. Ich hoffe die Zeugen können bald vor Gericht aussagen.

  8. 5.

    Noch einmal, dies war keine rassistische Tat!
    Das Opfer ist auf die Straße getreten und wurde vom Auto erfasst, welches mehr als 30kmh gefahren ist.
    Bleibt bei den Fakten und sinniert nicht eure Wunschmotive her!

  9. 4.

    Erschreckend, dass immer noch versucht wird rassistische Tötungsdelikte zu leugnen!

  10. 3.

    Weil eine rassistische Tat bisher nicht erkannt wurde. Bisher war es ein Unfall aufgrund überhöhter Geschwindigkeit. Nicht jeder, der überfahren wird, wird deswegen zum rassistisch Getöteten, nur weil er Ausländer ist.
    Einfach mal das Urteil abwarten und nicht immer gleich vorverurteilen.

  11. 2.

    Bei dieser Tat und diesem Urteil kann einem nur schlecht werden! ...wiedermal...
    Es sitzen Menschen die sich gegen Faschichsten engagiert haben seit über einem halben Jahr im Gefängnis, weil sie einen Hammer und eine Perücke gehabt haben! Und hier, wird eine ägyptische Studentin aus dem Leben gerissen und dieses Drschw bekommt eine Bewährungsstrafe!?
    Unsere Fussballer reisen um die WElt und wir bekommen das nicht hin, ein paar Zeugen aus Ägypten einzufliegen!?

  12. 1.

    Einen Menschen aus rassistischen Motiven töten und dann eine Bewährungsstrafe? Auch hier wird die rassistische Motivation gar nicht erwähnt, warum nicht?

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