05.06.2020, Berlin: Stephanie Llynch trägt Cocktails zu einem Tisch vor der Cocktailbar «Limonadier» im Stadtteil Kreuzberg. (Quelle: dpa/Carsten Koall)
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Video: rbb|24 | 05.06.2020 | Material: rbb|24 | Bild: dpa/Carsten Koall

Infos für Gäste und Gastwirte - Die aktuellen Regeln für Restaurants und Kneipen in Berlin

Die Sperrstunde für die Berliner Gastronomie ist weggefallen - Kneipen und Restaurants können wieder rund um die Uhr bedienen. Doch es gibt es weiterhin Einschränkungen: So ist der Bar-Tresen tabu und die Kontaktdaten zu hinterlassen bleibt Pflicht.

Wer öffnen darf:

Gaststätten und Schankwirtschaften dürfen öffnen. Das umfasst Restaurants, Bars, Cafés, Kneipen, Shisha-Bars und Rauchergaststätten. Clubs und Diskotheken sind weiter geschlossen, dürfen aber theoretisch Speisen und Getränke liefern.

Öffnungszeiten:

Vom 10. Juni an ist in Berlin die Sperrstunde in der Gastronomie aufgehoben. Damit verfällt die vorherige Regelung, dass die Gastronomen ihre Kunden nur zwischen 6 und 23 Uhr bewirten dürfen. Mit Wegfall der Sperrstunde dürfen Gastronomen ihre Öffnungszeiten wieder individuell rund um die Uhr planen. Eine zeitliche Aufenthaltsbeschränkung für Gäste gibt es nicht.

Personenanzahl:

Es dürfen sich nur so viele Personen in einem Gastgewerbe aufhalten, dass der Mindestabstand eingehalten werden kann. Zudem gelten die Kontaktbeschränkungen: nicht mehr als fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten oder zwei Haushalte unabhängig von der Personenanzahl.

Anwesenheitsliste:

Das Führen einer Besucherliste für Gastwirte wurde zu Beginn der Wiedereröffnungen von Restaurants und Cafés lediglich empfohlen, inzwischen ist es Pflicht. In der neunten Verordnung heißt es dazu: Es "gilt die Pflicht zum Führen einer Anwesenheitsdokumentation mit Informationen zur Kontaktnachverfolgung". Das heißt, es müssen Namen, Adressen und Telefonnummern notiert werden. Hinzu kommen Angaben zur Anwesenheitszeit und -dauer und gegebenenfalls Tisch- und Platznummern der Gäste. 

Diese Listen müssen vor einem Fremdzugriff geschützt aufbewahrt und auf Verlangen der Behörden ausgehändigt werden, sobald der Verdacht auf eine Corona-Infektion bei einer Person, die zu diesem Zeitpunkt vor Ort war, besteht. Nach einer Ablaufzeit von vier Wochen müssen die Kontaktlisten geschreddert oder anderweitig vernichtet werden.

Mund-Nasen-Bedeckung:

Gäste müssen eine Maske tragen, sobald sie ihren Tisch verlassen – also beim Betreten und Verlassen, sowie dem Gang auf die Toilette. Das Personal in Restaurants, Cafés und Kneipen muss Mund und Nase bedecken, sofern es Kontakt mit Gästen hat.

Tische:

Sowohl in Restaurants als auch in Kneipen müssen Gäste an festen Tischen Platz nehmen. Zwischen den Tischen einschließlich Stühlen muss der Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten werden. Selbstbedienungsbuffets sind nicht gestattet, das gilt auch für Hotels. Gemeinsames Abhängen am Tresen ist tabu.

Reinigung:

Tischdecken und Servietten müssen nach jedem Gast gewechselt werden. Zudem müssen Tische nach jeder Benutzung desinfiziert werden. Außerdem sind sämtliche Räume ausreichend zu lüften.

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87 Kommentare

  1. 87.

    Ähhh schnellglasreinigungsmaschine? Steht fast hinter jeden Tresen, gibt es schon seit ich 2009 in Ausbildung gegangen bin... ich würde nirgends wo was trinken gehen wo Gastronomen noch so beschränkt Gläser reinigen, selbst vor Corona nicht...

  2. 85.

    Tja, das werden noch viele Gastronomiebetriebe nicht überleben und die Zulieferbetriebe ebenfalls. So lange ich mich eintragen muss und riskieren übereifrig in Quarantäne gesteckt werde, halte ich das Geld zusammen...

  3. 84.

    Ja klar, damit die Daten elektronisch besser verarbeitet werden können... Das wird ja immer schlimmer. Schon mal was vom Datenschutz gehört? Irre, wie leichtfertig Sie hier Vorschläge machen. Wozu soll denn bitte etwas elektronisch verarbeitet werden, was nur wenige Wochen aufbewahrt werden darf? Die ganze Sache ist Schein mehr als unverhältnismäßig.

  4. 83.

    ...mit einer digitalen Anwesenheitsliste wie bei www.viguard.eu, hat niemand direkte Einsicht und es liegen keine Papierlisten auf den Tischen oder am Tresen.

  5. 82.

    ...und der schmierige Kellner vom Nachbartisch, der schon die ganze Zeit rübergeifert, hat sogleich meine Kontaktdaten?! Guten Appetit.

    Ich hatte mich echt gefreut, dass man seit Mitte Mai wieder essen gehen kann. Habe es einige Male sehr entspannt genossen und der Eindruck, dass sich die Gastronomen genauso freuten, nicht zuletzt über das großzügig angehobene Trinkgeld, täuschte glaube ich nicht.

    Solange ich nun gezwungen bin, entweder eine Ordnungswidrigkeit zu begehen (Falschangaben) oder Datenstriptease zu machen, bleibe ich dann doch lieber den Lokalen fern. Das werden andere eventuell auch so sehen und vielleicht den letzten Restaurants auf diese Weise den Todesstoß versetzen. Wirklich schade drum!

  6. 81.

    Stimmt. Und es gibt noch die Variante unleserliche Handschrift sowie Zahlendreher bei der Telefonnummer;-)

  7. 80.

    Ihrem Kommentar ist nichts hinzuzufügen...
    höchstens, dass einem bei diesen ganzen Corona-Regeln der Appetit vergeht, überhaupt noch im Restaurant zu essen.

  8. 79.

    Ist es den politischen Koryphäen in Berlin eigentlich bekannt, dass es eine DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) gibt? Was soll bewirken? Gast kommt ins Restaurant, hat 2 Möglichkeiten:

    1. Er gibt seinen korrekten Namen und Adresse an
    2. Er gibt einen Phantasienamen und ebensolche Adresse an

    Der Gastwirt hat nicht das Recht, sich die Legitiomationspapiere (ja, so drücken sich die Politiker auch aus) zeigen zu lassen. Weiterhin kann man nicht das eine Gesetz mit einem anderen Gesetz brechen. Dem Gastwirt ist nicht zuzumuten, hier 4 Wochen lang im Sinne der DSGVO sensible Daten sicher aufzubewahren. Wo soll er das machen? Einen Tresor der Klasse XYZ nur wegen der gesammelten Daten anschaffen? Mitnichten.

    Ich verweise noch mal auf die zahlreichen Demonstrationen mit und ohne Maske, mit und ohne Abstand mit zigtausenden Menschen hin. Wer führt dort solche Listen? Hier wird wieder wie immer der "kleine greifbare" Idiot maßgenommen, da die "anderen" ja nicht zu fassen sind.

  9. 78.

    Warum haben Sie aber den Prof. Drosden darauf nicht aufmerksam gemacht ? Der beklagte nämlich das Problem. Haben Sie Mut; fragen Sie den Prof., den nun jeder kennt.

  10. 77.

    Heute werden in der Gastronomie Gläser, Geschirr und Bestecke im Geschirrspüler gereinigt. Wilkommen im Jahr 2020.

  11. 76.

    Amazon bietet gerade preisreduzierte UV-Bestrahlungskisten an für schmierige und virenbelastete Smartphone etc. Die Käufer sind begeistert. Kosten jetzt über 60 € ! Meins ist keimfrei weil ich es nicht überall in der Hand halte. Es gibt tolle Feuchttücher etc. Hat nun der Gastwirt eine Trinkglas-Bestrahlungsanlage oder nicht ? :=))

  12. 75.

    ist schön hier zu lesen, wieviele noch Angst davor haben sich bei einem Restaurantbesuch anzustecken. In ganz Deutschland zur zeit knapp 7000 akut Infizierte, in Berlin unter 350 erfasste. Ja es gibt eine Dunkelziffer und ja, Aerosole können in der Raumluft schweben. Aber die Zeiträume sind nicht unter Alltagsbedingungen ermittelt worden, sondern kann Computern und in Laboren. Und ja Datenschutz ist PFLICHT und daher sollten man sorgsam damit umgehen. Ich spreche aus Erfahrung, siehe Anpassung der DSVO für Webseiten etc., naja , klar besteht immer ein Restrisiko beim Restaurantbesuch. Man kann sich auch verschlucken und ersticken, Luftröhre etc., wer essen eggen möchte soll es tun und unter Einhaltung der Kniggeregeln. Wer Angst hat sich anzustecken, bitte weiterhin das Essen bestellen, Ironie aus

  13. 74.

    Der Prof. Dr. Drosden erwähnte vor einiger Zeit die oberflächliche Trinkglasreinigung. Wir kennen alle die hochstehende Bürste und das Überlaufbecken. Wie werden heute die Gläser wirklich keimfrei gemacht ?

  14. 72.

    Gerne würde ich mich mit Ihnen über dieses Thema weiter austauschen, aber es sprengt leider das ursprüngliche Thema.

  15. 71.

    An alle, die sich hier so um die Sicherheit Ihrer Daten beim Restaurantbesuch sorgen:
    Wie ist Sie das eigentlich, wenn Sie mal telefonisch essen bestellen? Oder machen Sie das nie?

  16. 70.

    Wozu diese Regelungen, wenn ich mit 15000 ungeregelt demonstrieren darf?

  17. 68.

    Ja leider ist der Arbeitsschutz nicht mal das Papier wert, auf dem er verfasst ist. Und das sogar bei dem gleichen Arbeitgeber, der auch diese teilweisen sinnlosen CoronaPflichten anordnet ....

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