13.06.2020, Brandenburg, Grünheide: Einige Anhänger und Parteimitglieder der AfD Oder-Spree stehen auf dem Marktplatz der brandenburgischen Gemeinde Grünheide und protestieren gegen den geplanten Bau der Tesla-Fabrik (Quelle: dpa/Tesla)
Bild: dpa/Zinken

Angst um Grundwasser - AfD protestiert gegen Tesla-Fabrik in Grünheide

Die AfD hat in Grünheide mit einer Kundgebung gegen die geplante Ansiedlung des US-Elektroautoherstellers Tesla protestiert. Die Brandenburger AfD-Landtagsabgeordnete Kathleen Muxel sagte: "Es ist die falsche Standortwahl." Sie befürchtet, dass die Fabrik das Grundwasser gefährde. Ihr Fraktionskollege Lars Günther kritisierte, dass Tesla auf dem Gelände in einem Wasserschutzgebiet mit Pfählen bohre.

Die AfD fordert einen Baustopp des Projekts. Der Landtag debattiert am Mittwoch über den Antrag der AfD nach einem Sonderausschuss. Die Kundgebung vor einigen Zuhörern verlief laut Polizei friedlich.

Tesla hat neue Pläne eingereicht

Derzeit laufen in Grünheide nahe Berlin Arbeiten für das Fundament des Baus - auf eigenes Risiko von Tesla und mit vorläufigen Genehmigungen, denn das abschließende grüne Licht der
umweltrechtlichen Prüfung steht aus.

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hatte die Pfahlbohrungen am vergangenen Mittwoch im Wirtschaftsausschuss des Landtags verteidigt. Tesla reichte inzwischen einen geänderten Antrag für die Genehmigung ein. Darin beantragt das Unternehmen laut Landesregierung das Bauen mit Pfählen und gibt den nötigen Wasserverbrauch in der Spitze um ein Drittel niedriger an.

Kommentarfunktion am 15.06.2020, 22:00 Uhr geschlossen. Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt.

76 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 76.

    Stimmt, der Trend ist bei den "alten" Herstellern leider sehr schlecht. Bei Tesla geht der Trend in die andere Richtung. Sportwagen-> großer SUV, große Limousine -> kleinere Limousine, SUV.
    Das der Cybertruck den europäischen Markt sehen wird, wage ich zu bezweifeln. Der ist klar für den US Markt konizpiert. Und ist er im Vergleich zum dem was sich da auf den Straßen beweg ein riesen Fortschritt.

  2. 75.

    Ein modernes Mittelklasse BEV verbraucht im die 20 kW/100 km. Da entspricht dem Energiegehalt von knapp1/2 l Benzin. Um davon so viel aus Rohöl zu Rraffnieren, um mit einem Panda 100 km weit zu kommen, benötigt man eine Energiemenge, mit der das BEV um die 50 km weit kommt. Für eine Tesla werden keine 10 kg Li benötigt. Die dafür erforderlich Wassermenge wird auch für den Anbau von 3ü kg Kaffe benötigt oder acht Barrel Rohöl. Der Kaffe landet in der Kanalisation, das Rohöl wird energieaufwendig raffiniert und verbrannt. Die Batterien können recyclet werden, falls irgendwann der Bedarf besteht. Die Technik ist da, kleine BEV noch viel länger. Doch wer aus Rüdersdorf oder Grünheide verzichtete deshalb auf seinen Verbrenner? Sie etwa?

  3. 74.

    Ein modernes Mittelklasse BEV verbraucht im die 20 kW/100 km. Da entspricht dem Energiegehalt von knapp1/2 l Benzin. Um davon so viel aus Rohöl zu Rraffnieren, um mit einem Panda 100 km weit zu kommen, benötigt man eine Energiemenge, mit der das BEV um die 50 km weit kommt. Für eine Tesla werden keine 10 kg Li benötigt. Die dafür erforderlich Wassermenge wird auch für den Anbau von 3ü kg Kaffe benötigt oder acht Barrel Rohöl. Der Kaffe landet in der Kanalisation, das Rohöl wird energieaufwendig raffiniert und verbrannt. Die Batterien können recyclet werden, falls irgendwann der Bedarf besteht. Die Technik ist da, kleine BEV noch viel länger. Doch wer aus Rüdersdorf oder Grünheide verzichtete deshalb auf seinen Verbrenner? Sie etwa?

  4. 73.

    Anstatt immerbwoeder Ihre Ohantasie spielen zu lassen, sollten Sie den Bau in den sozialen Medien verfolgen. Der RBB hatte auch schon darüber berichtet. Dann sehen Sie auch Bilder von der Erkundung.

  5. 72.

    Die Übermotorisierung mit der Rekuperation, also der Bremsenergierückgewinnung zu begründen, ist ein interessanter Ansatz. Die Mehrzahl aller Bremsvorgänge dürfte aber bei Geschwindigkeiten unter ca. 100 km/h erfolgen (leider keine Quelle verfügbar), und hier können sie keine Bremsleistungen von 300 kW auf die Straße bringen, das gibt die Reifenhaftung nicht mehr her.
    Im Stadtverkehr benötigen Sie vielleicht 10 kW Antriebsleistung, das sind 3% Auslastung, damit dürfte der Motorwirkungsgrad in den Keller gehen.
    Die Rekuperationsrate beträgt nach meiner Kenntnis auch nur ca. 60..65%, d. h. Sie müssen sozusagen 35..40% der Fahrzeugmasse jedesmal mit "frischer" Energie beschleunigen, was gewichtsmäßig schon einem Kleinwagen entspricht, nur für den Fahrzeugmassen-Anteil 60..65% können Sie "recycelte" Bremsenergie nutzen.
    Kleinere und leichtere Fahrzeuge mit "angepasster" Motorisierung hätten m. E. noch ein erhebliches Einsparpotential.

  6. 71.

    In 20 Jahren haben sich auch einige rechtliche Rahmenbedingungen verändert, die den Bau einer Fahrzeugfabrik in einem Trinkwasserschutzgebiet nicht mehr ohne weiteres zulassen. Ob dieses Recht auch durchsetzbar ist - bleibt die große Frage.
    Verheerend für den Gedanken des Umweltschutzes ist einfach, dass die seit 20 Jahren stattfindende Aufrüstung auf den Straßen - immer größer, immer schwerer, immer leistungsstärker - nun elektrisch weitergeführt wird. Die Elektromobilität hätte die Chance geboten, hier neu zu beginnen, und diese Chance ist nun wohl endgültig vertan. Wenige Tage nach der Verkündung der GF-Pläne im November 2019 wurde auch noch der "Cybertruck" vorgestellt - dazu kann man sich hier wirklich jeden Kommentar verkneifen.

  7. 70.

    Und was sie anprangern, dass man doch lieber kleine BEV bauen sollte, ist richtig und wichtig. Funktioniert aber schlecht für einen Hersteller der nicht so breit aufgestellt ist, wie die großen und das nötige Kapital fehlt. Darum kommt Tesla aus der anderen Richtung. Mit einer Kleinstserie Sportwagen angefangen, über hochpreisige Limousine/SUV bis nun zum Model 3. Sicher wird man sich auch in Zukunft weiter nach unten orientieren.
    Ausbau der Öffis sollte natürlich Priorität haben. So verhindert man, dass Leute gezwungen werden mit dem Auto zu fahren, weil man sich am Arbeitsort kein Wohnraum leisten kann/verfügbar ist.
    Ich selbst fahre auch nur mit Rad. Aber eher aus Gründen der Zeit und Geldersparnis. Mit Bahn oder Auto müsste ich täglich mindestens 30 Min mehr einplanen.
    Aber wenn wir Berlin zukünftig verlassen und der Prius seinen geist aufgibt wird ein BEV angeschafft und am Hausstrom geladen, möglichst viel aus der Photovoltaikanlage. Denn Öl kann ich im Garten nicht förden.

  8. 69.

    Doch den gibt es. Denn der Verbrauch ist niedriger. Das kann man auch noch lang und breit vorrechnen. Dafür ist aber die Kommentarfunktion zu begrenzt.
    Der Energiebedarf im gesamten ist für eine fossile PKW-Flotte höher, der Energieträger ist nur ein anderer. Und für diesen muss sogar nochmal extra Energie aufgewendet werden, Förderung, Transport, Raffination.
    Was die Umweltschäden durch die Rohstoffförderung betrifft brauch sich ein Verbrenner nicht vor dem eines BEV verstecken. Wie z.B. das stark kritisierte Kobalt. Akkus werden recycelt/wiederverwendet. Stichwort stationäre Speicher.
    Davon ab zeigt sich ja jetzt schon das sie deutlich länger halten, als das durchschnittliche Autoleben lang ist.#

    Weiter im nächsten Kommentar

  9. 68.

    Herr Neumann, sie haben den Nagel auf dem Kopf getroffen. Wahrscheinlich weiß niemand, wie an welcher Stelle die Gigafabrik gegründet werden muss. Die Erkundungsdichte ist einfach viel zu gering. Soviel scheint nach dem Beseitigen der Bodenschicht klar geworden zu sein. Einfache Flachfundamente reichen nicht aus. Also wird gepfählt. Da anscheinend diese Gründungsart sich nicht sonderlich in den Baukosten niederschlägt, heißt es bestimmt je mehr je geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Gebäude schnell wieder Schaden nimmt. Hier zählt bestimmt nur das Motto: "Je mehr je besser." Es interessiert überhaupt nicht, was durch diese Verfahrensweise im Untergrund angerichtet wird. Da guckt später niemand mehr nach. Auf darf Teslas Gelände darf niemand mehr rauf, um nachzuschauen. Ab Zaun bestimmt nur noch Tesla. Da trauen sich später auch keine lokalen Umweltämter zu opponieren. Ich spreche aus Erfahrung.

  10. 67.

    Elektrogeschoß: Das ist es ja! Es gibt keinen Unterschied des Tesla SUV zu konventionellen SUVs, jedenfalls nicht, wenn man eine ehrliche Rechnung aufmacht, die Subventionen, CO2-Nullrechnung, Energiebedarf, Schäden durch die Lithiumproduktion, Nöte bei der Batterieentsorgung etc. einbezieht. Aber es soll doch besser werden mit durch die E-Mobilität! Warum im Sinne der Mobilitätswende nicht zuerst Öffis und das Rad (siehe Niederlande) fördern und dann kleine leichte E-Fahrzeuge bauen für Straßen, die nur Tempo 130 erlauben? Und warum nicht ein besserer Standort? Wer ist so naiv zu glauben, daß die Abprodukte Teslas nicht in 10 bis 30 Jahren in der Hohenbinder Wasserfassung landen? Uns Grünheidern wird immer vorgeworfen, wir würden nur unsere Altersruhesitze schützen wollen - wieso sind wir dann die, die sich um eine Zukunft sorgen, die wir nicht mehr erleben werden? Den Transhumanismus inbegriffen - da ist man tatsächlich froh, schon alt zu sein.

  11. 66.

    Es geht dabei gar nicht darum, ob blau die Alternative für Deutschland ist, sondern , fühlt man sich von den regierenden Parteien nicht verstanden, wird man in der Regel zum Prodestwähler und da wählt man als erstes eine Partei, von der man glaubt, ernstgenommen zu werden. Die Rechnung ging schon öfter auf. Ein Dreierbündnis oder eine Minderheitenregierung wird immer mehr zur Realität.

  12. 65.

    Die Erreichbarkeit von Tesla an der A10, finde ich aus ökologischer Sicht, sehr gut.

  13. 64.

    Ja genau die Braunkohletagebaue bleiben bestehen und eine Autofabrik an der A10 ist am falschen Standort. Das ist AfD Politik und Umweltschutz in einem. Der Verbrennungsmotor soll noch bis zum Jüngsten Tag umherstinken. Aber für was sind dann die vielen tausenden Windräder in Brandenburg gut, wenn die Elektro-Mobilität so schlecht sein soll ? Also Windstrom ja, E-Autos Nein ? Und die AfD sind jetzt die Grünen ? Oder sind die Grünen jetzt Blau/Braun ?

  14. 63.

    Das man hier vielleicht nicht den besten Standort aus ökoligischer Sicht hat, ist nachvollziebar. Aber man hatte viele Jahre Zeit den alten B-Plan abzuändern/außer Kraft zusetzten, wie auch immer man dazu im Fachsprech sagt. Nun haben viele europäische Länder darum gebuhlt das Werk bauen zu dürfen. Brandenburg den Zuschlag bekommen, weil seit fast 20 Jahren die rechtlichen Gegegebenheiten existieren und man so schneller mit der Produktion beginnen kann.

    Wenn ich mein Grundstück für bestimmte Dinge zu Verfügung stelle, muss ich mich auch nicht wundern wenn es dann mal jemand tatsächlich dafür nutzt.

    Zum Elektrogeschoss
    Was unterscheidet das jetzt von den aktuell so gefragten SUV? die wiegen alle viel, haben alle unnötig viel PS und nicht weniger schaffen sicher ohne Mühe 250 km/h. Die 2 Sekunden auf 100 schafft auch das Model Y nicht. Da sind es je nach Ausführung 3,7 bis 5,1 Sekunden. Maximal 217 bis 241 km/h. Für die Größe und Preis sicher kaum ungewöhnlich.

  15. 62.

    Umweltschüzter wie Greenpeace bezeichnen solche Monokulturen als Waldacker und haben deshalb gegen die Rodung keine grundsätzlichen Einwände, BUND und die Vorstände von NABU und Grüne Liga haben ebenfalls nicht. So mancher Fabrikgegner hat in der Vergangenheit mehrfach mit Tieren argumentiert, die die selbst Naturschutzverbände nicht vermuten. Fachleute haben in Studien belegt, dass der CO2-Fußabdrucks eines Mittelklasse-BEV über die Lebensdauer kleiner ist als der eines Verbrenners. Putzig nebenbei, dass mancher Gegner argumentiert, dass man mit so einem Auto nicht bei -20°C nicht an die Ostsee fahren könne, das Akku also zu klein wäre. Dass der Wagen dabei nicht schwerer ist ist ein ein vergleichbarer Verbrenner, wird geflissentlich ignoriert. Der nächste erfindet irgendwelche Horrorzahlen zu den zukünftigen Stromkosten, weil er die Elektromobilität grundsätzlich ablehnt und deshalb auch diese Fabrik. Motorleistung und Rekuperation gehen miteinander einher.

  16. 61.

    Frage mich gerade, welche Argumentation eigentlich besser ins AfD-Parteiprogramm passen würde: Die Verunglimpfung von Umwelt- und Naturschützern als rückwärtsgewandt, die Abwertung des üblichen Brandenburger Waldes als umweltschädliche Kiefern-Stangen-Monokultur, die Diskreditierung von vorgeschriebenen Naturschutzmaßnahmen als Suche nach Phantasiegebilden - oder die Äußerung der Befürchtungen, durch den Bau dieser Fabrik würden irreparable Schäden im Wasserschutzgebiet verursacht und der Bau dieser 2 Tonnen - 500 kg Batterie - 400 PS - 250 km/h - 0 auf 100 in 2,x Sekunden Elektrogeschosse würde vielleicht doch nicht so sehr dem Klimaschutz dienen, wie uns immer wieder weisgemacht werden soll?

  17. 60.

    Schade, bei “fridays for Future“geht's wohl nur darum den Dreck und die Abgase aus den Grossstädten zu bekommen. Was sonst so in Umfeld passiert ist scheinbar egal. Hauptsache Elektro oder Fahrrad, der Rest kann sterben. Anscheinend ist die die Zahl der FFF Anhänger nicht groß genug um der Afd Themen zu bieten, oder war sie auch schon dabei und es wurde nicht veröffentlicht um den eigentlichen Sinn dieser Veranstaltung zu gefährden? Also lieber nochmal drüber nachdenken bevor alle über den rechten Kamm geschert werden und Parolen nachgequatscht ...Rentner ...und weiß ich wer nicht alles. Hab da noch einen Vorschlag, die Grünflächen in Berlin ebnen und Solarfelder oder Windkraftanlagen errichten. Ist schließlich Umweltgerecht, der Strom ist“grün“ und kann sinnvoll für die Mobilität genutzt werden. Vielleicht hören dann die Vergleiche auf, dass Brandenburg schon so viele Windkraftanlagen und Solarfelder hat, dann könnten die restlichen Wälder für Fabriken und Industrie herhalten.

  18. 59.

    Erst schickt die AfD ihre brüllenden Statisten, die mit selbstgemalten Schildchen herum fuchtelten, verbitterten älteren Damen, die von steigender Kriminalität fabulieren, älteren Herrschaften, die vom Untergang des Deutschen Waldes quatschten, und jetzt trauen sie sich selbst aus der Deckung.

  19. 58.

    Die Bewohner Grünheides müssten sich über die eigenen Schlafmützigkeit grün und blau ärgern. Da die großen Umweltverbände die Fabrikansiedlung in disem Industriegebiet weitgehend wohlwollend, aber kritisch begleiten wollen und die Grüner in der Regierung sind, wird sich bei der nächsten Wahl zeigen, ob blau für die wirklich eine Alternative ist.

  20. 57.

    Na, das hat die AFD doch schon am Anfang vor Monaten probiert sich an den Protest anzuhängen. War nicht von Erfolg gekrönt. Haben ja auch damals gar nicht die Argumente verstanden. Haben nur gesehen, daß mehr Leute gegen als für Tesla protestierten. Ich dachte, als ich da einkaufen ging, es wäre was vom Karnevalsverein, die da was veranstalten. Allerdings sind die vom Karneval immer viel lustiger und da sind auch mehr Menschen. Viel sind ja nicht auf dem Foto und ich habe auch nicht mehr gesehen. Recht so !

Das könnte Sie auch interessieren