45. Parade - Hunderttausende ziehen am Christopher Street Day durch Berlin

So 23.07.23 | 12:53 Uhr
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Zahlreiche Menschen haben sich bei der 45. Berlin Pride-Parade zum Christopher Street Day (CSD) auf der Straße des 17. Juni vor dem Brandenburger Tor versammelt. Der Berliner CSD ist eine der größten Veranstaltungen der lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und queeren (LGBTIQ) Community in Europa. (Quelle: dpa/Hannes P. Albert)
Video: rbb24 Abendschau | 21.07.2023 | Nachrichten | Bild: Hannes P. Albert/dpa

Regenbogenfahnen, Glitter, Bässe und Protestplakate: Am Samstag haben mehrere Hunderttausend Menschen am CSD teilgenommen. Trotz dieser Massen gab es laut Polizei während der Parade nur wenige, kleinere Zwischenfälle.

  • Mehrere Hunderttausend Menschen nahmen friedlich am CSD teil
  • Rund 80 Strafanzeigen aufgenommen - auch mutmaßlich queerfeindliche Vorfälle
  • Auftritte von Tokio Hotel und Ton Steine Scherben

Der Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist weitestgehend friedlich verlaufen. Das teilte die Polizei dem rbb in der Nacht zu Sonntag mit. Mehrere Hunderttausend Menschen hatten über den Tag verteilt am Samstag für die Rechte der queeren Community demonstriert.

Nach Polizeiangaben vom Sonntag gab es 84 Strafanzeigen. Das sei jedoch bei einer Menge von mehreren Hunderttausend Teilnehmern nichts Außergewöhnliches, sagte ein Polizeisprecher. Demnach gab es auch keine größeren Zwischenfälle. Unter anderem notierten Polizisten 22 einfache und vier gefährliche Körperverletzungen, sechs Fälle von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, fünf Drogendelikte und fünf Beleidigungen. Bei den Strafanzeigen geht es laut Polizei teilweise auch um mögliche queerfeindliche Vorfälle, die nun geprüft werden sollen. Zudem sei es vereinzelt zu Handgreiflichkeiten unter Teilnehmenden gekommen.

Eine genaue Teilnehmerzahl war laut Polizei schwierig zu ermitteln, weil der Demonstrationszug sehr langgezogen sei. Sie sicherte die Veranstaltung mit 1.000 Einsatzkräften.

Highlights des Christopher Street Day in Berlin

Aufkommen "ähnlich wie im letzten Jahr"

Eine konkrete Teilnehmerzahl wollten auch die Veranstalter auf Nachfrage nicht nennen. "Wir hatten das Gefühl, dass es ähnlich war wie im letzten Jahr, gerade, was die Hauptbühne angeht und den Nollendorfplatz, die neuralgischen Punkte", sagte eine CSD-Sprecherin am Sonntagmorgen. Es seien in jedem Fall mehrere Hunderttausend gewesen. Im vergangenen Jahr hatten sich die Veranstalter auf etwa 600.000 Menschen festgelegt, die Polizei hatte von rund 350.000 gesprochen.

Auch nach Einschätzung der Veranstalter verlief der Tag friedlich. "Uns sind keine Vorfälle bekannt", sagte eine CSD-Sprecherin. In der Nähe der Hauptbühne am Brandenburger Tor sei auch nach Mitternacht noch gefeiert worden, ohne dass es zu Zwischenfällen gekommen sei.

Tokio Hotel auf der Bühne, Heidi Klum im Graben davor

Die Demo startete in der Leipziger Straße, von dort ging es zunächst zum Potsdamer Platz, dann weiter zum Nollendorfplatz in Schöneberg. Von dort liefen die Demonstrierenden zur Siegessäule über die Straße des 17. Juni zum Brandenburger Tor. Dort fanden dann die Abschlusskundgebungen statt. Was den CSD in diesem Jahr ausgezeichnet habe, sei der politische Charakter. "Unser Statement ist ganz klar: Wir sind nicht zum Spaß auf der Straße, sondern wir sind eine politische Demonstration", so die Sprecherin.

Zum Bühnenprogramm gehörten auch Auftritte der Bands Tokio Hotel und Ton Steine Scherben. Die Konzerte verliefen ohne Zwischenfälle. Noch am Freitag musste Tokio Hotel auf dem Deichbrand-Festival die Bühne nach wenigen Songs verlassen - laut einem Instagram-Beitrag der Organisatoren gab es bei dem Konzert einen "irreparablen technischen Defekt". Die Band zeigte sich "am Boden zerstört".

In Berlin bejubelten die Fans am Samstagabend vor allem Sänger Bill Kaulitz, wie ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Model Heidi Klum, Ehefrau von Gitarrist Tom Kaulitz, stand im Graben vor der Bühne vor dem Brandenburger Tor.

Wegner: Senat will Artikel 3 des Grundgesetzes ändern lassen

Der Berliner Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) versprach bei der Eröffnung, sich für eine Erweiterung des Artikels 3 im Grundgesetz einzusetzen. "Meine feste Zusage für diesen Berliner Senat ist: Wir wollen den Artikel 3 des Grundgesetzes ändern. Da muss die sexuelle Identität mit rein. Das ist mein Versprechen", sagte Wegner am Samstag.

Laut dem Grundgesetzartikel darf niemand wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Aus der queeren Community gibt es seit Langem die Forderung, den Artikel zu ergänzen.

Wegner warnte in seiner Eröffnungsrede außerdem vor der zunehmenden Diskriminierung queerer Menschen. Er ist der erste Berliner Regierende Bürgermeister der CDU, der einen CSD - gemeinsam mit Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) - eröffnet hat. Dafür gab es nicht nur Zustimmung: Mehrfach waren laute Buhrufe zu hören, zum Teil auch "Wegner muss weg"-Forderungen.

Regenbogenflagge vor dem Bundeskanzleramt

Bundestagspräsidentin Bas hatet dazu aufgerufen, gemeinsam gegen Diskriminierung aufzustehen. "Wir müssen ein deutliches Zeichen setzen für eine freie, vielfältige, diverse Gesellschaft. Wir haben viel erreicht, aber wir haben noch viel zu tun", sagte Bas. Auch in Deutschland nehme die Diskriminierung zu, "und dagegen müssen wir uns alle wehren und auch gemeinsam dagegen aufstehen und Haltung zeigen", so Bas.

Erinnerung an Aufstand der Homosexuellen-Community in New York

Das Motto des diesjährigen CSD lautete "Be their voice - and ours! für mehr Empathie und Solidarität!". Ziel des zweisprachigen Mottos ist nach Angaben der Veranstalter, auch nicht-deutschsprachige Menschen zu repräsentieren. Alle Identitäten und Lebensformen sollten in einer pluralen Gesellschaft mitbedacht und in ihrer Selbstbestimmung akzeptiert werden, hieß es.

Der Christopher Street Day (CSD) erinnert an einen Aufstand der Homosexuellen-Community im Umfeld der Bar Stonewall Inn in der Christopher Street im New Yorker Stadtteil Greenwich Village, der am 28. Juni 1969 begann. Auslöser waren wiederholte Polizeikontrollen, Übergriffe und anhaltende Diskriminierung.

Die Route des CSD 2023 in Berlin

CSD Route 2023

Sendung: rbb24 Abendschau, 22.07.23, 19:30 Uhr

100 Kommentare

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  1. 100.

    Was ist, wenn die sexuelle Orientierung auf Kinder und Jugendliche gerichtet ist, oder gewaltorientiert ist? Kann man pauschal die sexuelle Identität verfassungsrechtlich schützen?, nein.

    Übrigens, divers ist keine Geschlechtsidentität, sondern binär,usw.
    Im GG ist bis dato Geschlecht mänlich oder weiblich gemeint, und so wird es auch gesetzlich und behördlich weitgehend gehandhabt.

  2. 98.

    Ins Grundgesetz kann im Grunde alles, worauf die Mehrheit der Abgeordneten sich einigt. Ob es das auch sollte, ist dann ein anderes Thema. Der Schutz persönlicher Gefühle ist da schon mal mehr als fragwürdig, denn die können schlicht und ergreifend unrealistisch sein. Das Grundgesetz bietet heute bereits Schutz und Gleichstellung für Jeden, allein über Artikel 1. Es ist schlicht nicht dafür gedacht, jede Feinheit zu definieren. Dafür sind die darauf fußenden Gesetze da und die bieten allen Minderheitsgruppen einen rechtlichen Schutz. Mehr kann ein Staat rechtlich nicht tun. Einen absoluten tatsächlichen Schutz gibt es leider nicht. Es ist aber Aufgabe des Staates, das Recht bestmöglich durchzusetzen. Das dies nicht immer gelingt, erfährt jeder von uns im Alltag.

  3. 97.

    Werter Jim, wenn Sie Ihr profundes Wissen im Allgemeinen wie auch im Speziellen dem Bundestag mitteilen würden, so entspräche dies den derzeitigen deutschen demokratischen Regularien. Es kann aber auch das Aufsuchen einer Sexualberatungsstelle sein, wo man Ihnen u.a. die Grundpfeiler unserer deutschen Gesellschaft mitteilen und erklären wird - und das zur Friedenswahrung an diesen Grundpfeilern nicht gerüttelt werden darf.

  4. 96.

    Wann gibt es denn zu dem Thema keine breite Berichterstattung? Fälle von Angriffen und sogar gefühlter Benachteiligung sind doch täglich in den Medien zu lesen. Diese Veranstaltung ändert daran gar nichts, weder im positiven, noch im negativen Sinne. Sie soll sogar ein Stück weit bewusst provozieren, wenn man sich die Teilnehmer teilweise so ansieht. Ob das der Sache wirklich dient, kann auch hinterfragt werden, denn Toleranz ist keine Einbahnstraße. Sichtbarkeit ist ohne Frage wichtig, übersteigerte Selbstdarstellung dagegen fördert Toleranz nicht wirklich (und damit meine ich definitiv nicht die Gesamtheit der Teilnehmer).

  5. 95.

    Sie hat recht. Sexuelle Identität bezieht sich auf die sexuelle Orientierung. Allerdings irrt sie, wenn sie sagt, diese könne nicht ins GG. Denn genau wegen der sexuellen Orientierung darf niemand diskriminiert werden. Dagegen ist das Geschlecht schon im GG erfasst. Und Geschlecht wird schon in weiblich, männlich, divers unterschieden. Warum Sie einen derartig persönlichen Angriff fahren weiß ich nicht, aber im Zusammenhang mit dem Anliegen des CSD finde ich das mehr als kontraproduktiv.

  6. 94.

    Homophobie ist, wie jede andere Phobie auch, eine psychische Auffälligkeit. Da sollte man nicht gegen demonstrieren, sondern eher Hilfs- und Therapieangebote anbieten. Ich finde auch, dass die privaten sexuellen Präferenzen nicht zur Diskussion gestellt und andere nicht darüber informiert werden sollten. Kein Mensch diskutiert über die Missionarsstellung von Lieschen Müller und ihrem Mann mit Bierbauch. Nicht mal sie selbst. Warum sollte man dann beispielsweise als Lesbe auf der Arbeit mitteilen, dass man homosexuell ist? Geht keinen was an, will keiner wissen und spielt auch keine Rolle, außer für die Betroffenen selbst. Bestätigung kann man sich auch andernorts holen. Die ständige Diskussion und Reduzierung queerer Menschen auf ihre Sexualität sorgen doch erst für Anfeindungen.

  7. 93.

    "sexuelle Identität"gehört nicht in die Verfassung. Identität ist das, wie ich mich selbst subjektiv sehe und das nicht nur in sexueller Hinsicht. Ich kann eine Identität als leidenschafticher Motorradfahrer, als Schachspieler, Arzt, Bademeister, Kunstliebhaber usw. haben. Es ist immer wie ich mich selbst reflektiere und selbst sehe. Man kann sich subjektiv wie alles mögliche fühlen. Für viele spielt Sexualität keine große Rolle und sie definieren ihre Identität nicht sexuell oder gar nicht.
    Das Wichtigste ist dass niemand (!) physisch attakiert wird, oder bedroht wird, wegen seiner Art zu leben. Herabwürdigungen sind zwar auch nicht schön, aber die hat ja jeder schon mal im Leben erlebt, notfalls kann man wegen Beleidigung auch klagen. Achtung, Toleranz oder Akzeptanz kann man nicht erzwingen, obwohl es zum guten Ton gehören sollte, andere Lebensweisen zu tolerieren/ zu akzeptieren, aber das ist eben eine Frage guter bürgerlicher Erziehung.

  8. 92.

    Was die Demo bewirkt? Sie rückt das Thema Intoleranz wieder in den Fokus der Öffentlichkeit, durch breite mediale Berichterstattung. Wenn mehrere Hunderttausend unterwegs sind, kann keiner wegschauen. Ohne solche Veranstaltungen würde das Thema völlig in Vergessenheit geraten. Daher Danke für den gelungenen CSD!

    Wir reden hier über zum Teil brutalste Gewalt gegen Menschen. Nur weil anderen die sexuelle Identität oder das Aussehen nicht passen. Da kann man gar nicht genug drauf hinweisen. Besonders in Zeiten, in denen der Rechtsextremismus immer lauter wird. Aber die Liebe werden sie niemals kaputt machen können. Hass macht hässlich. Gehässige Leute fallen früher oder später auf die Nase.

  9. 91.

    Liebes Rbb Team,
    Schade das ihr nicht ansatzweise erwähnt wie viel Müll in Form von Glas Plastik und Kondome in den ganzen Nebenstraßen Lagen bin am Tag nach dem CSD von der Arbeit zur nächsten Arbeit und habe es nicht fassen können wie viel Dreck überall herum lag und ihr findet es nicht Mal erwähnenswert, schade das kein Foto eingefügt werden kann habe nämlich welche gemacht.

    Der Grund warum ich mich aufregen tue ist ganz einfach beim CSD ist Müll nicht erwähnenswert aber bei Rave the planet im Tiergarten schon, wo ist da die Gleichbehandlung weil Müll war fast genauso viel vorhanden aber hauptsächlich pro queer damit alles schön scheint schade denn mir ist egal wer wen liebt oder wie er sich identifizieren tut aber bei einem Rave sich beschweren und beim CSD nicht finde ich sehr abstrakt.

  10. 90.

    Diese Art von CSD Veranstaltungen sollten sich schnell von Party Stimmung verabschieden. Am Nollendorfplatz war es mehr als unschön. Alle wollen dicke Kasse machen und wir haben mitbekommen wie die Arabische Leute sich lustig machen und Schwuchtel rufen. Die Polizei sollte entlang der Strecke mehrere Gruppen aufstellen. Besonders Bülowstr. und Nollendorfplatz. Diese Ecke (Kiez) ist ohnehin auch ohne CSD nicht sicher.
    Der Berliner CSD wird sicherlich in Zukunft noch einiges an Gewalt erleben.

  11. 89.

    Hoffentlich wird das auch von den Betroffenen der Marschkolonne gelesen und verstanden. Danke für Ihre Zusammenfassung, sehr hilfreich. Liebe Grüße, die Anni.

  12. 88.

    So ein Wirrwarr habe ich ja noch nie gelesen. Wo haben Sie den denn her und was beanbsichtigen Sie damit? Geht es Ihnen gut? Benötigen Sie Hilfe?

  13. 87.

    Die vielen Gewaltvorfälle zeigen, wie dringend notwendig der CSD ist und auch in nächster Zeit bleiben wird...

  14. 86.

    Die Gescslechtsidentität und sexuelle Identität, sind ganz unterschiedliche "Dinge", wobei die sexuelle Identität = sexuelle Orientierung ist.
    Ergo, kann es nur um erweiterten verfassunsrechtlichen Schutz der Geschlechtsidentität gehen.

  15. 85.

    "Mein Motto lautet keine Toleranz der Intoleranz!"

    Also keine Toleranz mit Intoleranten wie ihnen?

  16. 84.

    "So ein mega sch... Bei Rave the planet darf nicht durch die Stadt gezogen werden und bei CSD mit 500 000 Leuten wird fleißig durch die Stadt gefeiert. Und der liebe Bürgermeister macht mit. Einfach nur Berlin zum Kot... "

    Evt. sollte man für euch Landeier Berlin mit einem Warnhinweis versehen:

    Achtung! Kann Spuren von Toleranz und Spaß enthalten.

  17. 83.

    Also homophobe diskrimierung geht grundsätzlich aufgrund persönlicher Gründen gegen die Betroffenen aus. Und was erwartet die Communtiy von den intolleranten Mitbürgern? Dass sie jetzt nach dem CSD ihrer persönliche Einstellung um 180 grad verkehren? Ich machs mal provokant -was hat sich seit den letzten CSD's in Berlin hinsichtlich der Akzeptanz anders orientierter Mitbürger geändert? Es hieße doch: Noch nie war die Situation so schlimm wie heute. Also für mich ändert so ein "Protest" nichts.

  18. 82.

    Das eigentliche " Können " dieser Band besteht bzw. bestand darin, relativ anspruchsloses musikalisches und handwerkliches Geschick und Talent tatsächlich zu verkaufen. Der Großteil des Erfolges in jungen Jahren ist auf das androgyne Aussehen, den Stil und das schrille Auftreten des Frontsängers zurück zu führen, weniger auf seine Gesangskünste oder die solistischen Kabinettstückchen der anderen Mitmusiker. Hierbei wurde besonders auf das junge und kindliche Publikum gezielt gesetzt. Mit zunehmendem Alter der Band bemerkt man deutlich die Defizite und auch die ausbleibenden Erfolge.

  19. 81.

    Solange Jemand, der gleichgeschlechtlich veranlagt ist, vorhätte, die Gesellschaft zu 100%ig Gleichgeschlechtlichen zu machen, wäre das in der Tat ein Problem. Ersichtlicherweise hat das aber immer nur in der gegn. Propaganda Jemand vor, ansonsten wüsste ich davon nichts.

    Also: Es gibt häufig vorkommende Prinzipien und es gibt weniger häufig vorkommende Prinzipien. Das Leben beinhaltet IMMER unabdingbare Prinzipien und weitere Prinzipien, die sich dem vordergründigen menschlichen Nutzenkalkül entziehen. Neben dem weißen Schwan gibt es auch den schwarzen, neben dem dreiblättrigen Kleeblatt gibt es auch das vierblättrige.

    Alles Leben leidet, soweit aus 95 %ig Vorkommendes in bloßer Einfalt 100 %ig Vorkommendes gemacht werden soll. Darum geht es. Und sei es psychisch. Solange sich männl. Fußballstars verstecken müssen, wenn sie gleichgeschlechtlich veranlagt sind, und mit Fistelstimmen erklärt wird, dass doch alles in Ordnung sei, besteht diese Schieflage.

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