Bundesministerium fördert Kurzurlaub - Ärmere Familien können eine Woche "Corona-Auszeit" buchen

Familie mit Kind am 10.03.2018 am Strand in Schleswig-Holstein. (Quelle: imago images/Guenter Nowack)
Bild: imago images/Guenter Nowack

Die Bundesregierung fördert für Familien einen Kurzurlaub, damit sie sich von den Strapazen der Corona-Zeit erholen. Wie das Familienministerium am Donnerstag mitteilte, gilt das Angebot für "Familien mit kleinen und mittleren Einkommen und Familien, die Angehörige mit einer Behinderung haben".

Für eine Woche Urlaub in einer Familien-Ferienstätte oder Jugendherberge müssen demnach nur zehn Prozent der üblichen Kosten gezahlt werden. Die Aufenthalte für eine "Corona-Auszeit" ab Oktober könne man jetzt buchen.

Corona-Zeit für Familien in kleinen Wohnungen "besonders hart"

"Für Familien mit kleinen Einkommen und kleinen Wohnungen waren die Monate mit geschlossenen Kitas und Schulen besonders hart", sagte Familienminister Christine Lambrecht (SPD). Genau für diese Menschen starte die "Corona-Auszeit für Familien". Das Programm kostet etwa 50 Millionen Euro.

Welche Voraussetzungen für den Anspruch auf die geförderte Familienzeit erfüllt sein müssen, welche Unterkünfte zur Auswahl stehen Und wie der einwöchige Urlaub gebucht werden kann, hat das Ministerium auf seiner Website aufgeführt.

Sendung: Radioeins, 23.09.2021 17:30 Uhr

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23 Kommentare

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  1. 23.

    "Augen auf bei der Berufswahl oder beim Kinder anschaffen."
    Sagt sich so einfach. Yuppie oder DINK? Kinder bewusst in die Welt zu setzen und ihnen die Regeln des Lebens verständlich zu machen - ist 'n bisschen was anderes als bloßes "Erziehen" - erfordert einen gewissen Mut, kostet mitunter Nerven - hat nicht jeder - oder? Haben / hatten sie dies? Phrasendreschen kann jeder "Stammtischmanager".

  2. 22.

    Von armen Leuten steht auf der Webseite nix, bei mir auch nicht und das Beispiel 1 gibt als Obergrenze "5576 Euro brutto im Monat," an ... mal zwölfe sind nunmal schlappe 67.000 per anno ... so Daumen mal Pi. Ich fügte lediglich an, das "Nicht wenige Familien werden selbst diese Grenze nicht erreichen.". Also - so what?
    Auf der Webseite ist übrigens auch ein Rechner verlinkt
    https://www.bag-familienerholung.de/einkommensrechner/
    Achja - Gemütszustand - prächtig, gut gelaunt, - da vergebe ich auch mal verbale Ausrutscher. Bei erhöhten Blutdruck aber den Rechner nicht ausprobieren ;-) .
    Schönes WE Franky

  3. 21.

    Wie kann man hier nur solche Äußerungen tätigen? Kinder sind EURE bzw unser aller Zukunft!! Hier kann ja wohl niemand behaupten zu wissen was für Arbeit Eltern leisten, der das nie gemacht hat weil er keine Kinder hat. Das hat doch nichts mit Berufswahl oder Wahl dass man Kinder hat zu tun. Sollen wir lieber aussterben oder was?? Und als Eltern muss man beim AG immer doppelt ackern..da gibts keine Ausnahmen..ich kenne kein Elternteil dass die angebliche Rücksichtnahme vom AG bekommt!!!
    Homeschooling ist was völlig anderes als „Zeit mit seinem Kind“ verbringen- warum muss man wohl sonst als Lehrer studiert haben!

  4. 20.

    Na und? Deren Entscheidung! Augen auf bei der Berufswahl oder beim Kinder anschaffen. Die Allgemeinheit kommt eh schon für diese Gruppe auf, oder vorher meinen Sie bekommen diese Zuschüsse, Vergünstigungen etc? Ich kann es nicht mehr hören

  5. 19.

    "....Jahresbrutto bei rd. 67.000 Euro...." Das sind arme Leute? Du hast sie doch nicht mehr alle. Dir drückts in Spandau wohl zusehr aufs Gemüt?

  6. 18.

    Kritik daran hat nichts mit Neid und Missgunst zu tun. Unterlassen Sie also solch diffamierende Äußerungen bezogen auf anderslautende Meinungen als die eigene.

  7. 17.

    Na, als "Besserverdiener", also deutlichst über Durchschnitt, müssten Sie solo bei etwa 75.000 Euro p.a. Unterkante liegen. Da brauchen sie über die zweifuffzig mehr "Gemeinschaftsobolus" nicht jammern. Wenn ich sehe, das mit meiner "Zwangsabgabe" was Schönes und Sinnvolles gemacht wird, zahle ich die gerne. Die Nutznießer dieser Aktion sind doch die, die schon seit Jahren nicht ans Verreisen denken können und das nicht nur Pandemiebedingt. Beim Beispiel 1 der gelinkten Seite liegt das Jahresbrutto bei rd. 67.000 Euro (Zwei Personen, zwei Kinder). Nicht wenige Familien werden selbst diese Grenze nicht erreichen. Nach Abzug von Steuern und Abgaben sind da noch die lfd. Unkosten für allg. Lebenshaltung (Miete,Energie,Lebensmittel,Kleidung usw.), "Sonderposten" wie Kita / Schulbedarf oder mal eben eine Zahnspange für so'n Kurzen - unglücklicherweise in KIG 2 - davon fahren andere in den Urlaub. Sie haben nie Kinder gehabt - oder?

  8. 16.

    Sie müssen einen merkwürdigen Arbeitgeber haben - bei uns gab es keine Extras für Familien. Weder extra HomeOffice noch sonst irgendwelche Extras. Ich habe genauso gearbeitet wie alle anderen - nur das ich Abends dann noch die Arbeit der Lehrer übernehmen durfte - das war mein Extra. Als ob sich Arbeitnehmer das leisten können einfach mal mit diesen dubiosen Kinderkranktagen zu Hause zu bleiben. Alles was es an Extras gab, gab es für einkommensschwache Familien. Bei uns fehlten irgendwelche alten Vorerkrankten in der Firma wir Eltern nicht!

  9. 15.

    Scheint ja für einige heftig zu sein, die Zeit mit seinen Kindern verbringen zu MÜSSEN. Ich kann / konnte auch nicht in Urlaub fahren oder in Home Office gehen. Muss ebenso wie andere hier die Arbeit der Kolleg*innen mitmachen, auch mit Überstunden (ohne Bezahlung). Da kräht auch kein Hahn nach. Das hat nichts damit zu tun, dass ich es niemandem gönne oder neidisch bin, aber mit Gerechtigkeit hat das schon lange nichts mehr zu tun. Extra frei für Leute mit Kindern, Extra Geld für Leute mit Kindern, Extra Urlaub für Leute mit Kindern, Extra Wurst beim Home Office für Leute mit Kindern (garantiert haben die keine mind. 8 Stunden am Stück ihre Arbeit verrichtet, wie denn auch, wenn ständig Kinder kommen und was wollen),... Wer keine Kinder hat (oder nicht mehr im Haushalt lebend) wird immer und immer wieder der/die Verlierer*in sein. Ich hab es so satt...

  10. 14.

    Was für ein Blödsinn! Wir haben voll gearbeitet und Abends Home Schooling gemacht. Wie wir Eltern behandelt werden ist einfach unglaublich! Diese ganzen Vergünstigungen gab es für Familien mit geringem Einkommen. Als ob wir uns das im Job hätten leisten können KK Tage zu nehmen! Unsere Kinder sollten immer schön brav auf die Alten Rücksicht nehmen, wir haben uns halb kaputt geackert und Hilfen sind in den Schulen bzw. bei den Kindern bisher nicht angekommen.

  11. 13.

    Ich wundere mich, was der Steuerzahler so alles finanziert. Hartz IV heißt Grundsicherung nicht Urlaubsfinanzierung.

  12. 12.

    Klasse Kommentar, vollste Zustimmung. Und genauso war/ist es. Das ganze Jahr über mussten wir die Arbeit von Eltern mit schulpflichtigen Kindern stemmen, teilweise mit unbezahlten Überstunden. Die Eltern haben 100% Lohn erhalten obwohl jeder wusste, dass sie nicht mal zu 50% verfügbar sind.

  13. 11.

    Keine Sorge, das Rundumsorglos-Paket haben nur einkommensschwache Familien bekommen. Für uns gab es nix - kein Bonus (haben wir schon zurückgezahlt), keine K-Tage (geht in manchen Jobs nicht) und auch kein Dankeschön!

  14. 10.

    Die ganzen Armins und Sebastians hier, sind wirklich bemitleidenswert.

  15. 9.

    Unverständlich, wie hier alle in der Kommentarspalte wieder schreien: "Und was ist mit mir und X und Y?" Sich einfach mal für diese Familien freuen, Punkt. Dieses Neidgehabe ist echt unerträglich.

  16. 8.

    Ich finde das eine richtig gute Sache! Wir, Ehepaar mit zwei jungen Kindern und je nach Auftragslage mehr oder weniger im Monat wären glaube ich berechtigt. Wir sind aber nach einer wilden Anfangszeit im ersten Lockdown ganz gut durchgekommen.

    Ich hoffe, dass möglichst viele Familien (damit meine ich natürlich auch Alleinerziehende, die werden ja auch genannt auf der Internetseite),die eine Auszeit und einen Tapetenwechsel bei knapper jetzt gut gebrauchen können, diese Aktion mitbekommen.

  17. 7.

    Ich fordere 3 Wochen Sonderurlaub für alle Eltern. Die Kinder und Eltern haben meistens doll unter der Mehrfachbelastung gelitten. Nicht nur die Einkommensschwachen!

  18. 6.

    Das kann ja wohl nicht war sein. Erst zusätzlich bezahlte K-Tage, dann Bonuszahlungen für Kinder und jetzt das noch. Was bekommen wir, die keine Kiner mehr im Haushalt haben, aber die letzten 2 Jahre für die Eltern mit Klein- und Schulkindern mit- und durchgearbeitet haben? Wann hört dieses in Watte legen endlich auf?

  19. 5.

    Oje, das gibt sicher viel Neid und Missgunst...

  20. 4.

    Oh doch wenn sie zum Beispiel 4 Kinder hat! Nicht immer nur in eine Richtung denken.

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