Beschränkungen wegen Corona - Was in Berlin jetzt erlaubt ist - und was verboten

Symbolbild: Basketballspieler im Berliner Mauerpark, Prenzlauer Berg. (Quelle: dpa/F. Sommer)
Bild: dpa/F. Sommer

Die Corona-Beschränkungen in Berlin werden weiter gelockert, die Testpflicht für den Einzelhandel und die Außengastronomie entfällt, auch in den Innenräumen von Gaststätten darf wieder gegessen und getrunken werden. Eine Übersicht über die Regeln.

Der Berliner Senat hat sich auf Öffnungsstufen in 14-Tage-Schritten verständigt, die seit dem 4. Juni und ab dem 18. Juni gelten.

Unten aufgelistet sind alle aktuell bestehenden Regelungen sowie Informationen zu den Lockerungsschritten. Der Senat hat die Geltungsdauer der Zweiten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung [berlin.de] außerdem bis zum 13.06.2021 verlängert.

Kontaktbeschränkungen

Im öffentlichen Raum und privaten Raum gelten weiterhin Kontaktbeschränkungen. Die Wohnung oder das Grundstück sollte nur aus wichtigen Gründen verlassen werden. Zu den triftigen Gründen zählen unter anderen:

- Sport und Bewegung an der frischen Luft
- Weg zur Schule, Kita, Arbeit oder einer ehrenamtlichen Tätigkeit
- Termine bei Gerichten und Behörden
- Arztbesuche
- Einkäufe
- Versorgung und Betreuung von Kindern mit Sorge- oder Umgangsrecht, Angehörigen oder Tieren
- Pflege des eigenen Gartens, zum Beispiel in einer Kleingartensiedlung
- Einkehr in Gotteshäusern

Im öffentlichen Raum dürfen sich im Freien zehn Personen aus fünf Haushalten treffen. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit. Die Beschränkung gilt nicht für Zusammenkünfte von Ehe- oder Lebenspartnern bzw. zur Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts.

Außerdem gelten Kontaktbeschränkungen nicht mehr für Geimpfte und Genesene. Damit werden zum Beispiel bei privaten Zusammenkünften geimpfte und genesene Personen nicht mehr mitgezählt.

In Innenräumen dürfen sich sechs Personen aus drei Haushalten treffen. Ab 18. Juni sind es zehn Personen aus drei Haushalten. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit. Ehe- oder Lebenspartner und Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht, sind davon ausgenommen, ebenso Geimpfte und Genesene.

Gemeinschaften aus zwei festen Haushalten dürfen für Kinder bis zwölf Jahre gemeinsam eine private Kinderbetreuung organisieren.

Öffentliche und private Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, unbürokratisch Home-Office für Büroangestellte und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ähnliche Tätigkeiten ausüben, zu ermöglichen. Maximal 50 Prozent der Büroarbeitsplätze dürfen besetzt bleiben. Ausgenommen sind laut Senat Tätigkeiten, die aus zwingenden Gründen in der Arbeitsstätte selbst ausgeführt werden müssen. Beschäftigte haben jetzt auch die Pflicht, Home-Office-Angebote wahrzunehmen, wenn es privat möglich ist.

Alle Bürger sind angehalten, sich vor privaten Treffen testen zu lassen oder sich mit sogenannten Selbsttests zu untersuchen, um eine Coronavirus-Infektion auszuschließen. Jeder ist angehalten, auf Reisen zu verzichten - und auch bei privaten Treffen eine FFP2-Maske zu tragen.

Testpflicht und verpflichtende Testangebote

Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, mindestens zwei Mal pro Woche einen kostenlosen Antigen-Schnelltest (Point-of-Care [PoC]-Antigen-Test) oder solche zur Selbstanwendung unter Aufsicht anzubieten.

Die Arbeitgeber müssen auf Wunsch eine Bescheinigung über das tagesaktuelle Testergebnis ausstellen, die dem von der Gesundheitsverwaltung zur Verfügung gestellten Muster entspricht.

Die Testpflicht entfällt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit körperlichem Kontakt zu Kundinnen und Kunden, wenn sie:

- vollständig geimpft sind und die zweite Impfung gegen Covid-19 mindestens 14 Tage zurückliegt,

- von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind und eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben,

- in den vergangenen sechs Monaten an Covid-19 erkrankt waren und genesen sind.

Die Ausnahmen gelten nicht für Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen sowie Pflegeeinrichtungen einschließlich ambulanter Pflegedienste.

Schreibt die Verordnung vor, dass ein negativer Test nötig ist, so gilt dies auch nicht für Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr.

Quarantänepflicht

Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss Quarantäne- und weitergehenden Testpflichten nachkommen:

- Bei einem positiven PoC-Schnelltest oder Selbsttest, der unter Aufsicht durchgeführt wurde (beim Arbeitgeber oder im Rahmen einer erweiterten Einlasskontrolle), müssen sich Betroffene unverzüglich einem PCR-Test unterziehen. Bis zur Vorlage des Testergebnisses gilt die Pflicht zur häuslichen Quarantäne.

- Bei einem positiven PoC-Selbsttest, der nicht unter Aufsicht durchgeführt wurde, gilt zunächst nur die Pflicht, unverzüglich einen PCR-Test durchführen zu lassen. In diesem Fall gilt zwar keine Quarantänepflicht, allerdings sollten sich Betroffene vorsorglich in häusliche Isolation begeben.

- Bei einem positiven PCR-Test muss die häusliche Quarantäne für mindestens 14 Tage in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt eingehalten werden. Für die Beendigung der Quarantäne ist ein negativer Corona-Test erforderlich.

Während der Quarantäne sind sämtliche Kontakte mit haushaltsfremden Personen verboten.

Wird die Quarantänepflicht nicht eingehalten oder nach einem positiven PoC-Test kein PCR-Test vorgenommen, droht ein Bußgeld von mindestens 1.000 Euro.

Quarantäne-Regelungen der Bezirke finden Sie hier [berlin.de].

Kontaktpersonen-Quarantäne

Von der Absonderungspflicht aufgrund eines engen Kontaktes zu einer positiv auf Covid-19 getesteten Person befreit sind:

- Personen, die vollständig geimpft sind,

- Personen, die von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind und die eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben,

- Personen, die in den letzten sechs Monaten an Covid-19 erkrankt waren und genesen sind.

Ausnahmen gelten bei Virusvarianten, bei Vorliegen von Symptomen sowie im Krankenhausbereich. Für den Pflegebereich sind bei hoher Durchimpfungsrate weitergehende Befreiungen von der Absonderungspflicht geregelt.

Mund-Nasen-Schutz

Die Maskenpflicht (Alltagsmaske oder medizinische Gesichtsmaske) im öffentlichen Raum gilt überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist, etwa in Warteschlangen oder auf Parkplätzen. Außerdem in Einkaufsstraßen und anderen belebten Straßen und Plätzen von 6 bis 24 Uhr. Dazu zählen etwa die Altstadt Spandau, der Hackesche Markt, das Kottbusser Tor, die Bergmannstraße, der Kurfürstendamm und der Lustgarten. Außerdem gilt die Maskenpflicht bei allen Veranstaltungen - außer bei solchen, die ausschließlich unter Nutzung von Fahrzeugen durchgeführt werden. Eine Übersicht aller Orte mit Maskenpflicht finden Sie hier [berlin.de].

Radfahrende sind davon ausgenommen.

Das Tragen einer FFP2-Maske ohne Ventil (oder vergleichbare Maske) ist verpflichtend an folgenden Orten, wobei Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren hier eine medizinische Gesichtsmaske tragen können:

- Supermärkten und Geschäften für Kundinnen und Kunden

- Gewerbebetrieben für Kundinnen und Kunden

- Bus, U-Bahn, S-Bahn, Tram und auf Fähren für Fahrgäste

- Fernbussen, Fern- und Regionalverkehrszügen für Fahrgäste sowie auf Bahnhöfen, Flughäfen und Fährterminals für Fahrgäste

- Taxen, (Charter-)Bussen und sonstigen Fahrzeugen

- Arztpraxen für Besucherinnen und Besucher sowie und Patientinnen und Patienten

- Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen für Besucherinnen und Besucher sowie Patientinnen und Patienten, die Besuch empfangen

- kulturellen Einrichtungen und Bibliotheken für Besucherinnen und Besucher

Das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (OP-Maske, KN95-Maske ohne Ventil oder FFP2-Maske ohne Ventil) ist verpflichtend an folgenden Stellen:

- Supermärkten und Geschäften für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

- Gewerbebetrieben für das Personal

- Gaststätten für Mitarbeiter sowie Gäste, die sich nicht an ihrem Platz aufhalten, inklusive der Außenbereiche

- der beruflichen Bildung und allgemeinen Erwachsenenbildung

- Bus, U-Bahn, S-Bahn, Tram und auf Fähren für das Personal

- Fernbussen, Fern- und Regionalverkehrszügen für das Personal sowie auf Bahnhöfen, Flughäfen und Fährterminals für das Personal

- Arztpraxen für das Personal

- Indoor-Sportstätten (nicht während der Sportausübung)

- In Schulgebäuden. Auf dem Schulgelände darf die Maske im Freien abgelegt werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird sowie

- bei privaten Fahrten für Personen aus einem fremden Haushalt (ausgenommen sind die Fahrerinnen und Fahrer selbst) und

- bei Gottesdiensten und religiösen Veranstaltungen

- bei Demonstrationen.

Eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske gilt auch in Büro- und Verwaltungsgebäuden: Die Mund-Nasenbedeckung muss immer dann getragen werden, wenn man sich von seinem Schreibtisch entfernt, also für den Gang zur Toilette, zum Ausgang, zur Kantine, im Fahrstuhl und wenn der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann. Bei der Arbeit am Schreibtisch muss keine Maske getragen werden.

Für Bedürftige stellt der Senat ein Kontingent an Masken bereit, die von den Bezirken verteilt werden.

Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, riskiert ein Bußgeld zwischen 50 und 500 Euro.

Schulen

Bis zu den Sommerferien werden die Schulen im pandemiebedingten Regelbetrieb wieder in vollen Lerngruppenstärken öffnen. Weiterhin gelten folgende Maßnahmen:

- Im Schulgebäude muss eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Die Maskenpflicht auf dem Schulhof wird aufgehoben.

- Es erfolgt regelmäßiges Lüften, außerdem werden wöchentlich zwei Mal Testungen durchgeführt.

- Die Präsenzpflicht bleibt weiterhin ausgesetzt.

- Es wird wieder die ergänzende Förderung und Betreuung (Hortbetreuung) angeboten.

Mit Beginn der Sommerferien wird in der Primarstufe dann wieder die reguläre Ferienbetreuung (ergänzende Förderung und Betreuung) angeboten.

Mit Beginn des Schuljahres 2021/22 sollen vorbehaltlich der Entwicklung des Infektionsgeschehens folgende Regelungen gelten:

- Vollständiger Präsenzunterricht in allen Jahrgangsstufen und Schularten.

- Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler.

- Außerunterrichtliche und ergänzende Förderung und Betreuung sowie außerunterrichtliche Ganztagsangebote finden in vollem Umfang statt.

- Die jeweils gültigen Hygienevorschriften sind einzuhalten.

- Die Testpflicht für Schülerinnen und Schüler und pädagogisches Personal wird bis auf Weiteres beibehalten.

- Für die ersten Unterrichtswochen nach den Sommerferien gelten besondere Infektionsschutzmaßnahmen, um eine erneute Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Das pädagogische Personal testet sich bereits während der Präsenztage. Schülerinnen und Schüler werden in ihrer ersten Schulwoche dreimal getestet, danach zweimal pro Woche.

- Es besteht eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung in allen Schulräumen.

Bei einer Inzidenz über 165 in Gesamt-Berlin an drei aufeinanderfolgenden Tagen findet kein Präsenzunterricht mehr in Schulen statt. Mögliche Ausnahmen:

Abschlussklassen der Schulen und beruflichen Schulen, die Jahrgangsstufe 6 und Förderschulen. Für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 wird eine Notbetreuung angeboten, wenn mindestens ein Elternteil in systemrelevanten Berufen arbeitet oder alleinerziehend ist. Die Notbetreuung gilt auch für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler sowie für Schülerinnen und Schüler, bei denen das Erreichen der Bildungsziele gefährdet ist.

Zudem gilt eine Testpflicht an den Schulen. In Berlin testen sich alle Schülerinnen und Schüler sowie auch alle Beschäftigten, die in regelmäßigem Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern sind, verpflichtend zweimal pro Woche selbst in der Schule. Diese Selbsttests sind nur gültig, wenn sie unter Aufsicht durchgeführt wurden. Auch können Selbsttest vorgelegt werden mit einer Bescheinigung, doch darf diese Erklärung nicht von den Eltern, den Erziehungsberechtigten noch sonstigen nahestehenden Personen erstellt werden. Schüler*innen können sich alternativ auch in öffentlichen Testzentren testen lassen. Alle Beschäftigte mit Kontakt zu Schülerinnen und Schülern müssen ebenfalls zweimal pro Woche einer Testpflicht nachkommen, können dies allerdings auch mit Selbsttests erfüllen, die ohne eine Aufsicht erfolgen. Für geimpfte oder genesene Schülerinnen, Schüler oder Lehrkräfte ist die Teilnahme am Präsenzunterricht an Schulen auch zulässig, ohne dass sie zweimal in der Woche getestet werden. Mehr Informationen zur Teststrategie an Schulen finden Sie hier [berlin.de].

Mündliche, schriftliche und praktische Prüfungen sind in Präsenzform möglich - unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen. Klassenarbeiten und Klausuren sind nicht zulässig, einzige Ausnahme stellen Übertritts- und Abschlussklassen dar.

Universitäten und Hochschulen

Angesichts stetig sinkender Inzidenzwerte gibt es nun erste Öffnungsschritte für die Berliner Hochschulen. Die geltenden Einschränkungen im Studien- und Lehrbetrieb wurden gelockert und unter Einsatz von Hygienekonzepten und Teststrategien ist nun wieder mehr Präsenz auf dem Campus ermöglicht. Für staatliche, private und konfessionelle Hochschulen einschließlich ihrer Einrichtungen sind folgende Öffnungsregeln vorgesehen:

Hochschulbibliotheken dürfen ihren Service erweitern. Neben den Online-Diensten ist auch die Nutzung der Dienste vor Ort nach vorheriger Terminbuchung wieder gestattet. - In den Bibliotheken oder PC-Pools der Hochschulen dürfen wieder Arbeitsplätze öffnen. Voraussetzung dafür ist die Einhaltung des Mindestabstands und die maximal für die jeweilige Fläche zugelassene Personenzahl. Außerdem ist eine Platzreservierung erforderlich.

Praxislehrveranstaltungen können in kleinen Gruppen mit bis zu 25 Personen in Präsenz durchgeführt werden.

Die Mensen des Studierendenwerks Berlin nehmen ihr Click&Collect-Angebot sukzessive wieder auf.

Ab dem 18. Juni 2021 sollen folgende Öffnungsregeln hinzukommen:

Die Erhöhung von Präsenzanteilen in Studium und Lehre wird ermöglicht. Neben Praxisformaten sind auch weitere Lehrveranstaltungen in kleinen Gruppen sowie Lehrveranstaltungen im Freien möglich. Die Obergrenze liegt bei 40 Personen.

Prüfungen können in Präsenz durchgeführt werden. Voraussetzung dafür ist die Einhaltung des Abstands von 1,5 Metern und die maximal für die jeweilige Fläche zugelassene Personenzahl.

Voraussetzungen für die Öffnungen sind:

Von Studierenden muss der Nachweis eines negativen Testergebnisses erbracht werden. Die Hochschulen regeln die Testung von Studierenden, die an den Hochschulen präsent sind.

Die Maßnahmen der Hochschul-Hygienekonzepte müssen durchgängig umgesetzt werden.

In allen geschlossenen Räumen gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

Es muss eine Anwesenheitsdokumentation zur Kontaktnachverfolgung umgesetzt werden. - Ergänzend zum Präsenzmodus gibt es für die Studierenden ein digitales oder hybrides Lehrangebot.

Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Beschäftigte werden gebeten, sich mit spezifischen Nachfragen an ihre jeweiligen Einrichtungen zu wenden. Hier finden Sie die Informationsseiten der Berliner Hochschulen zur Corona-Prävention.

Kitas

Berliner Kitas befinden sich im sogenannten "eingeschränkten Regelbetrieb". Alle Kinder erhalten ein Betreuungsangebot von mindestens sieben Stunden pro Tag. Die Betreuung muss in festen Gruppen erfolgen. Weiterhin bietet jede Kita für mindestens eine Gruppe eine tägliche Betreuung gemäß Ganztagesgutschein an.

Kinder mit Husten oder Schnupfen (auch ohne Fieber) werden in Berliner Kitas nicht betreut. Es sei denn, ein tagesaktueller Corona-Schnelltest weist ein negatives Ergebnis aus. Ein solcher Test kann auch als Selbsttest in der Kita durchgeführt werden. Auch Kinder, die eine überstandene Erkrankung mit dem Coronavirus vor mindestens 28 Tagen und höchsten 6 Monaten nachweisen können werden betreut.

Beschäftigte mit Kontakt zu Kindern müssen sich zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen.

Fahrschulen, Volkshochschulen und andere Bildungseinrichtungen

Fahr-, Boots und Flugschulen sowie ähnliche Einrichtungen dürfen nur von Kundinnen und Kunden aufgesucht werden, die negativ getestet sind. Seit der Öffnung müssen die Betriebe ihrem Personal regelmäßige Testangebote machen.

Volkshochschulen sowie weiteren Einrichtungen der allgemeinen Erwachsenenbildung, Musikschulen, Jugendkunstschulen, Jugendverkehrsschulen, Gartenarbeitsschulen sowie freien Einrichtungen im Sinne des Schulgesetzes dürfen wieder Präsenzunterricht durchführen.

Einkaufen

Für den gesamten Einzelhandel besteht keine Testpflicht mehr. Geschäfte mit einer Fläche von bis zu 800 Quadratmetern dürften ohne vorherige Terminvereinbarung einen Kunden pro zehn Quadratmeter Ladenfläche eintreten lassen. Für größere Geschäfte gilt die Regelung von 20 Quadratmeter pro Kunde.

Auch Wochenmärkte dürfen unabhängig vom Sortiment ohne negativen Test besucht werden.

In Innenräumen von Geschäften und Dienstleistungsbetrieben müssen Kundinnen und Kunden grundsätzlich eine FFP2-Maske tragen. Sogenannte OP-Masken sind nicht ausreichend.

Flohmärkte, Kunstmärkte sowie Spezialmärkte dürfen wieder öffnen.

Gastronomie und Körperpflege

Gaststätten dürfen die Innengastronomie für den Publikumsverkehr öffnen. Gäste benötigen einen aktuellen negativen Corona-Test oder einen Impf- bzw. Genesenennachweis. An einem Tisch dürfen nicht mehr als zehn Personen aus maximal fünf Haushalten gemeinsam sitzen. Kinder unter 14 Jahren sowie geimpfte und genesene Personen werden hierbei nicht mitgezählt. Gäste müssen eine medizinische Gesichtsmaske tragen, wenn sie sich nicht an ihrem Sitzplatz befinden.

Betreiberinnen und Betreiber sind dazu verpflichtet, ein Schutz- und Hygienekonzept zu erstellen, das die Regulierung der Gästeanzahl, die Kontaktnachverfolgung sowie die Einhaltung der Abstands- und Kontaktregeln sicherstellt.

Für die Außenbereiche von Restaurants, Cafés und Bars sowie die Benutzung derer sanitären Anlagen besteht keine Testpflicht mehr. In Außenbereichen von gastronomischen Betrieben dürfen Gruppen von bis zu zehn Personen aus maximal fünf Haushalten gemeinsam an einem Tisch sitzen. Nicht mitgezählt werden Kinder von bis zu 14 Jahren, vollständig geimpfte und genesene Personen. Sofern sich Gäste nicht an ihrem Sitzplatz aufhalten, müssen sie eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Auch für das Personal gilt eine Maskenpflicht.

Von 0 bis fünf Uhr darf kein Alkohol verkauft, ausgeschenkt oder abgegeben werden. In Grünanlagen sowie auf Parkplätzen ist der Verzehr von Alkohol bis zum Ablauf des 1. Juli 2021 nicht gestattet.

Unternehmenskantinen dürfen Speisen und Getränke in Innenräumen anbieten. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens entfällt die Pflicht, ein negatives Corona-Testergebnis vorzulegen.

Körpernahe Dienstleistungen – wie in Friseursalons, Solarien, Kosmetiksalons und ähnlichen Einrichtungen - ist erlaubt. Es muss ein Termin vereinbart und vor Ort eine FFP2-Maske getragen werden. Bei gesichtsnahen Behandlungen darf die Maske abgelegt werden.

Zwischen den Kundensitzen ist ein Sicherheitsabstand von zwei Metern zu gewährleisten, innerhalb dessen sich keine Kundinnen und Kunden aufhalten dürfen. Die Dienstleister müssen zudem sicherstellen, dass eine Kontaktnachverfolgung stattfinden kann. Kunden müssen außerdem einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden ist. Alternativ kann auch vor Ort unter Aufsicht ein Schnelltest durchgeführt werden.

Berliner und Berlinerinnen brauchen beim Friseurbesuch keinen Corona-Test mehr, wenn sie einen vollständigen Impfschutz besitzen, oder vor mehr als sechs Monaten von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind und mindestens eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben oder kürzlich an Covid-19 erkrankt waren und genesen sind.

Bei körpernahen Dienstleistungen, die aus medizinischen, therapeutischen oder seelsorgerischen Gesichtspunkten notwendig sind, entfällt die Testpflicht.

Prostitution bleibt weiterhin untersagt. Ab 18. Juni sollen sexuelle Dienstleistungen ohne Geschlechtsverkehr erlaubt werden. Prostitutionsstätten und Prostitutionsvermittlung benötigen ein Hygienekonzept. Außerdem sind Terminbuchung und Testpflicht erforderlich.

Kultur, Freizeit, Veranstaltungen

Unter Einhaltung strenger Hygienerichtlinien sind Veranstaltungen im Freien mit bis zu 500 Personen erlaubt. Ab 18. Juni sind Veranstaltungen im Freien bis zu 1.000 Personen zulässig. Bei einer Personenanzahl von 250 gilt generell eine Testpflicht. Liegt sie darunter, ist es vom Hygienekonzept abhängig.

Sofern sich Besucherinnen und Besucher nicht auf ihrem Platz aufhalten, müssen sie eine medizinische Gesichtsmaske tragen.

Veranstaltungen in geschlossenen Räumen bis zu 100 Personen sind rlaubt. Bei Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen müssen alle Beteiligten einen aktuellen negativen Corona-Test, einen vollständigen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen. Sofern das Hygienerahmenkonzept der zuständigen Senatsverwaltung eingehalten wird, dürfen Veranstaltungen in Innenräumen mit bis zu 500 Personen stattfinden.

Außerdem ist das Singen in geschlossenen Räumen nach Maßgabe des Hygienerahmenkonzepts Kultur wieder zulässig. Auch diese verschärften Regelungen von Zusammenkünften gelten grundsätzlich nur, wenn die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln gewährleistet werden kann. Außerdem müssen alle Innenräume gut belüftet werden. Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlegen. Die Betreiber sind verpflichtet, diese Daten nach vier Wochen zu vernichten.

Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser etc. dürfen wieder ihre Innenräume für Besucher öffnen. Es gelten die Regeln wie bei den Veranstaltungen.

Allen Besucherinnen und Besuchern muss bei Veranstaltungen ein fester Sitzplatz zugeordnet werden. Besucherinnen und Besucher, die sich nicht auf ihrem Platz aufhalten, müssen eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Eine Testnachweispflicht für Besucherinnen und Besuchern im Freien gilt etwa, wenn der Mindestabstand nicht sichergestellt werden kann, sowie prinzipiell ab einer Teilnehmendenzahl von 250 Personen. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen besteht ab zehn Personen eine Testpflicht für alle Besucherinnen und Besucher. Vollständig geimpfte und getestete Personen sind jeweils ausgenommen.

Museen, Galerien und Gedenkstätten dürfen unter Einhaltung folgender Regelungen öffnen: Die Einrichtung erstellt eine Anwesenheitsliste zur Kontaktnachverfolgung sowie ein Schutz- und Hygienekonzept, das auf Verlangen der zuständigen Behörde vorgelegt werden kann. In Innenräumen müssen Besucherinnen und Besucher eine FFP2-Maske ohne Ventil oder eine vergleichbare Maske tragen. Die Personenzahl wird auf eine Besucherin bzw. einen Besucher pro zehn Quadratmeter Ausstellung- bzw. Betriebsfläche begrenzt. Für Einrichtungen mit mehr als 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche gilt, dass bei der über 800 Quadratmeter übersteigenden Fläche nur eine Besucherin bzw. ein Besucher pro 20 Quadratmeter zugelassen ist.

Stadtrundfahrten und Führungen können wieder stattfinden. Auch hier muss vorher ein Termin gebucht werden und ein negativer Test bzw. Impf- oder Genesenen-Nachweis vorliegen.

Die Außenanlagen von Tierpark und Zoo sind für den Publikumsverkehr ohne Testpflicht geöffnet. Im Freien müssen Besucherinnen und Besucher mindestens eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Die Innenbereiche von Zoo, Tierpark und Botanischem Garten öffnen ebenfalls. Die Besucheranzahl muss reguliert werden und zum Betreten der geschlossenen Räume ist eine FFP2-Maske ohne Ventil erforderlich.

Freizeitangebote im Freien wie etwa Kletterwald etc. sind erlaubt. Besucherinnen und Besucher müssen vorab einen Termin vereinbaren und einen negativen Corona-Test, einen vollständigen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen. Ab 18. Juni sind dann Freizeitangebote außen ohne Terminbuchung und Test, unter der Voraussetzung eines Hygienekonzepts, erlaubt. Außerdem sind in Innenräumen Freizeitangebote mit Terminbuchung und Testpflicht möglich.

Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen müssen weiterhin geschlossen bleiben. Jahrmärkte und Volksfeste dürfen nicht stattfinden.

Clubs und Diskotheken dürfen weiterhin ihr reguläres Angebot nicht aufnehmen. Das heißt, die Ausrichtung von Tanzlustbarkeiten ist weiterhin verboten.

Der Leihbetrieb von Bibliotheken ist zulässig. Allerdings kann es Einschränkungen bei den Öffnungszeiten und der Anzahl der Standorte geben. Nutzer müssen bei dem Besuch von Bibliotheken grundsätzlich eine FFP2-Maske tragen.

Private Feiern und Veranstaltungen

Private Veranstaltungen aus besonderem Anlass wie Trauerfeiern, Hochzeiten, Taufen oder Geburtstagen sind mit bis zu 50 Personen im Freien und in geschlossenen Räumen erlaubt. Ab elf Personen besteht eine Testpflicht.

Eheschließungen finden weiterhin statt. Die konkrete Handhabung kann sich von Bezirk zu Bezirk jedoch unterscheiden. Die zulässige Teilnehmerzahl bei Eheschließungen und die für die einzelnen Eheschließungsstandorte geltenden Regelungen müssen deshalb beim jeweiligen Standesamt erfragt werden.

Geimpfte und genesene Menschen werden bei der Bestimmung der anwesenden Personenzahl bei privaten Veranstaltungen inklusive Beerdigungen nicht mitgezählt.

ÖPNV und Autofahrten

In allen öffentlichen Verkehrsmitteln besteht die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Bis dahin sind auch OP-Masken zulässig. Wenn möglich soll ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Das gilt auch für Fähren, Flughäfen, Taxis, Bahnhöfe und Züge. Wer in Bussen und Bahnen ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs ist, muss mit einer Geldstrafe rechnen (zwischen 50 und 500 Euro). Wer mit Freunden, Bekannten oder anderen Personen in einem Auto fährt, muss ebenfalls eine Maske tragen, wenn der Mitfahrer in einem anderen Haushalt lebt. Wichtig: In all diesen Fällen muss eine medizinische Gesichtsmaske getragen werden.

In Bussen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ist der Kontakt mit den Fahrerinnen und Fahrern zu vermeiden. Ein Ticketverkauf im Bus ist nicht möglich.

Sport

Amateursport ist unter Einhaltung von Schutz- und Hygienekonzepten eingeschränkt möglich.

Sport im Freien ist in Gruppen ohne Zahlenbeschränkung erlaubt. Außerdem ist Sport in geschlossenen Räumen in Gruppen von maximal zehn Personen möglich. Für Erwachsene besteht eine Testpflicht. Wettkämpfe im Freien sind dann in allen Sportarten erlaubt, allerdings mit Testpflicht und ohne Zuschauer. Außerdem darf wieder professioneller sportlicher Wettkampfbetrieb in der Bundesliga und internationalen Ligen mit Zuschauern stattfinden. Hier bestehen Personenobergrenzen und eine Testpflicht.

Ab 18. Juni ist Sport im Freien in Gruppen ohne Test sowie Sport in geschlossenen Räumen in Gruppen ohne Zahlenbeschränkung erlaubt. Bei Sport in geschlossenen Räumen in Gruppen ist weiterhin eine Testpflicht für Erwachsene erforderlich. Dann dürfen wieder Wettkämpfe im Freien im allgemeinen Sportbetrieb mit Zuschauenden stattfinden. Es bestehen Testpflicht und Personenobergrenzen. In geschlossenen Räumen dürfen Wettkämpfe in Räumen im allgemeinen Sportbetrieb ohne Zuschauende stattfinden. Auch hier gelten Personenobergrenzen und Testpflicht.

Strand- und Freibäder können nach vorheriger Genehmigung des örtlich zuständigen Gesundheitsamtes wieder öffnen. Die Betreiber müssen ein Nutzungs- und Hygienekonzept vorlegen.

Hallen- und Schwimmbäder dürfen den Betrieb nur für die Nutzung durch Bundes- und Landeskaderathleten sowie für den Sportunterricht von Schulen oder in der Berufsbildung öffnen. In den Corona-Stufenplänen für die Berliner Schulen ist momentan kein Schulschwimmen vorgesehen.

Fitnessstudios

Fitness-, Sport- und Tanzstudios dürfen unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften öffnen. Voraussetzungen sind eine Personenbegrenzung, Terminbuchung und Testpflicht.

Reha-Sport ist erlaubt. Der ärztlich verordnete Sport ist in Gruppen von bis zu zehn Personen möglich, in begründeten Einzelfällen dürfen auch mehr Menschen teilnehmen.

Gottesdienste

In Berlin dürfen drinnen und draußen Gottesdienste stattfinden, es gelten keine Obergrenzen für Teilnehmende. Allerdings müssen die festgelegten Hygiene- und Infektionsschutzstandards eingehalten werden. Zum Schutz der Teilnehmenden muss ein Hygienekonzept umgesetzt werden, das dem Hygienerahmenkonzept der Senatsverwaltung für Kultur entspricht. Gottesdienste mit mehr als zehn Teilnehmenden müssen spätestens zwei Werktage vorher dem zuständigen Ordnungsamt angekündigt werden. Die Pflicht entfällt, wenn die Religionsgemeinschaft ein Hygienekonzept etabliert hat, dass den Vorgaben der Senatsverwaltung für Kultur entspricht. Teilnehmer von Gottesdiensten müssen einen Mund-Nase-Schutz tragen.

Das Gemeindesingen ist in Innenräumen erlaubt, wenn die in dem Hygienerahmenkonzept festgelegten Hygiene- und Infektionsschutzstandards eingehalten werden. Unter freiem Himmel ist ein 15-minütiger Gemeindegesang mit medizinischer Gesichtsmaske möglich.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Die Besuchsrechte in Kliniken, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind deutlich eingeschränkt. Patientinnen und Patienten sowie und Bewohnerinnen und Bewohner sind dazu verpflichtet, eine FFP2-Maske ohne Ventil oder bzw. medizinische Gesichtsmaske zu tragen, wenn sie sich nicht auf ihrem Zimmer aufhalten oder Besuch empfangen. Schwerstkranke und sterbende Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sind hiervon ausgenommen.

Besuchseinschränkungen in Krankenhäusern

Patientinnen und Besucher in Krankenhäusern dürfen einmal täglich von einer Person für eine Stunde besucht werden, vorausgesetzt die Besucherinnen und Besucher zeigen keine Covid-19-Symptome. Personen unter 16 Jahren, Schwerstkranke und sterbende Patientinnen und Patienten dürfen grundsätzlich ohne Einschränkungen besucht werden.

Auch für Neugeborene und ihre Mütter gilt das einstündige Besuchsrecht am Tag durch eine einzige Person. Geschwister des Babys unter 16 Jahren dürfen die besuchende Person begleiten. Gebärende dürfen sich zur Geburt in einem Krankenhaus von einer Person ihrer Wahl begleiten lassen.

Für Personen, die mit der Seelsorge betraut sind, Urkundpersonen sowie notwendigen Personen bei gesetzlich vorgeschriebenen Anhörungen gilt keine Einschränkung des Besuchsrechts.

Im Rahmen einer Gefährdungsabschätzung kann die Leitung eines Krankenhauses darüber hinaus gehende Einschränkungen der Besuchsrechte beschließen – etwa ein komplettes Besuchsverbot. Die zusätzlichen Einschränkungen müssen zeitlich befristet erfolgen.

Menschen mit Symptomen, die auf Covid-19 hinweisen, dürfen nur in besonders begründeten Einzelfällen zu Besuch kommen und müssen eine schriftliche Genehmigung des Krankenhauses einholen. Auch hier müssen in Innenräumen Masken getragen werden. Eventuell bestehen bestimmte Ansprüche an den verwendeten Maskentyp, je nach Station.

Krankenhäuser dürfen planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe unter der Voraussetzung durchführen, solange sie noch ein Kontingent an Plätzen für Corona-Patienten freihalten und die Rückkehr in einen Krisenmodus wegen einer Verschärfung der Pandemielage jederzeit kurzfristig umgesetzt werden kann.

Besuchseinschränkungen in Pflegeeinrichtungen

Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeinrichtungen dürfen täglich Besuch empfangen, sofern strenge Hygienerichtlinien eingehalten werden und sie während des Besuchs eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Besucherinnen und Besucher müssen innerhalb des Gebäudes zu jeder Zeit eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil tragen. Auf dem Gelände der Pflegeeinrichtungen müssen Besucherinnen und Besucher mindestens einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Auch hier ist die Nutzung einer FFP2-Maske ohne Ausatemventil empfohlen. Weiterhin ist der Besuch nur Personen gestattet, die:

- einen negativen POC-Antigen-Corona-Schnelltest oder

- einen negativen PCR-Test auf das Coronavirus

vorweisen können. Das Testergebnis darf nicht älter als 24 Stunden sein. Für vollständig geimpfte Personen sowie Menschen, die nach einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, entfällt die Testpflicht bei der Vorlage entsprechender Nachweise.

Bewohnerinnen und Bewohner von vollstationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen dürfen täglich von zwei Personen Besuch empfangen. Die Besuchenden müssen nicht demselben Haushalt angehören. Bei Besucherinnen und Besuchern von bis zu 12 Jahren ist eine dritte Besucherin oder ein dritter Besucher als Begleitperson zulässig. Gleiches gilt für Besuchende, die eine ständige Begleitperson benötigen.

Schwerstkranke und Sterbende können ohne Einschränkung besucht werden. Hierbei sind jedoch gesteigerte Schutzmaßnahmen zu beachten. Das Besuchsrecht für mit der Seelsorge betrauten Personen, für Urkundpersonen und zur medizinisch-pflegerischen Versorgung darf nicht eingeschränkt werden.

Außerdem gilt:

- Geimpfte und genesene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegeeinrichtungen müssen sich nur noch zweimal pro Woche testen lassen.

- Besteht in der Pflegeeinrichtung unter den Bewohnenden eine Durchimpfungsrate von mindestens neunzig Prozent, müssen sich Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen einer Kontaktpersonenquarantäne nicht mehr in Quarantäne begeben.

Die Testangebotspflicht für Pflegepersonal stationärer Einrichtungen während des Zeitraumes, in dem die jeweilige Pflegekraft zum Dienst eingeteilt ist, einmal täglich und für Pflegepersonal ambulanter Einrichtungen regelmäßig im Abstand von zwei Tagen, bleibt grundsätzlich bestehen. Ausnahmen gelten für Geimpfte und Genesene unter dem Personal. Diese müssen sich nunmehr nur zweimal pro Woche testen lassen.

Für Pflegepersonal gilt die Vorgabe, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit, soweit es möglich ist, nur Kontakt zu vollständig geimpften oder genesenen Personen haben sollen.

Veranstaltungen in Pflegeeinrichtungen

Bei einer Durchimpfungs- bzw. Genesenenrate von mindestens neunzig Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner, können unter Einhaltung strenger Auflagen wieder Gemeinschaftsveranstaltungen durchgeführt werden. So sind unter anderem Theatervorführungen, Konzerte und Tanzdarbietungen in geschlossenen Räumen mit bis zu 20 Personen gestattet und auch der gemeinsame Gesang ist zulässig.

Demonstrationen

Für Demos gibt es keine Personenobergrenzen, allerdings müssen die Hygiene-Richtlinien eingehalten werden. Die Veranstalter müssen vorab in einem Konzept erklären, wie sie die Einhaltung dieser Regeln sicherstellen wollen. Auf Wunsch ist dieses Konzept der zuständigen Behörde auszuhändigen. Es gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern unter Teilnehmern, die nicht gemeinsam in einem Haushalt leben.

Bei Demonstrationen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, es sei denn es handelt sich um einen Autokorso. Aber auch hier sind Teilnehmende an Autokorsos von der Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske nur befreit, wenn sie sich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts im Fahrzeug befinden.

Hotels

Touristische Übernachtungen sind mit maximal 50 Prozent Belegung möglich. Besucherinnen und Besucher sind dazu verpflichtet, ihre Personendaten zur Kontaktnachverfolgung anzugeben. In geschlossenen Räumlichkeiten der Beherbergungsstätten müssen Besucherinnen und Besucher eine FFP2-Maske tragen. Bis dahin sind touristische Übernachtungen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben ohne Ausnahmen untersagt.

Reisen

Es werden drei Arten von Risikogebieten unterschieden: Hochinzidenzen-Gebiete, Virusvarianten-Gebiete und Risikogebiete. Die aktuelle Liste der Risikogebiete gibt es auf der Seite des Robert-Koch-Instituts [rki.de]. Für Einreisende gelten unterschiedliche Melde- Test- und Quarantänepflichten.

Einreisende aus allen Risikogebieten im Ausland müssen sich vor der Einreise digital unter einreiseanmeldung.de anmelden. Vollständig geimpfte und genesene Personen können auf dem Portal auch Impf-, Genesenen- oder Testnachweise hinterlegen.

Rückreisende aus Risikogebieten müssen einen Coronavirus-Test vorlegen. Dieser darf frühestens 48 Stunden vor Einreise gemacht worden sein. Bei Einreisen aus Virusvarianten-Gebieten darf der Test nicht älter als 24 Stunden sein. PCR-Tests sind zulässig, wenn sie maximal 72 Stunden vor Einreise durchgeführt wurden. Wer aus einem Hochrisikogebiet (Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet) einreist, muss den Test zwingend vor der Einreise machen. Bundesweit gilt auch eine Testpflicht für Personen, die per Flugzeug in die Bundesrepublik einreisen, unabhängig aus welchen Gebieten die Einreise erfolgt.

Das zuständige Gesundheitsamt des jeweiligen Bezirks [rki.de] darf auf Verlangen das Testergebnis einsehen. Dieses muss für mindestens zehn Tage aufbewahrt werden. Impf- und Genesenen-Nachweise können einen negativen Testnachweis ersetzen.

Reisende aus Virusvarianten-Gebieten müssen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben, ansonsten gilt eine Quarantäne-Pflicht von zehn Tagen. Nach Einreise aus einem Hochinzidenzgebiet kann die Quarantäne frühestens nach fünf Tagen beendet werden - Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten sind von dieser Regelung ausgeschlossen. Von der Quarantäne-Pflicht ausgenommen sind Geimpfte und Genesene; dies gilt allerdings nicht für Reisen aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten.

Die Quarantäne-Regelung gilt auch im sogenannten kleinen Grenzverkehr, also für Reisende, die sich weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Sie gilt aber nicht für Durchreisende, Berufspendler und medizinisches Personal wie Ärzte und Pfleger. Weitere Ausnahmen gibt es für den Besuch naher Verwandter und Lebensgefährten.

Mehr Infos zur Einreise aus Risikogebieten finden Sie hier [auswaertiges-amt.de].

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Antwort auf [Alter Weddinger] vom 01.05.2021 um 10:14
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973 Kommentare

  1. 973.

    Ich habe nur die ersten Zeilen der ergänzten Verordnung gelesen und das reicht. So einen Stuss zusammenzuschreiben, z.B. Konstakbeschränkungen: Wohnung sollte nur aus triftigem Grund verlassen werden. Wöchentlich werden Inzidizien gemeldet, die bei einer Nachprüfung fehlerhaft sind und korrigiert werden müssen. Wer soll das noch Ernst nehmen. Ich schon lange nicht mehr.

  2. 972.

    Stand: 09.06.2021
    Aufhebung von Kontaktbeschränkungen

    https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/aerzte-und-kliniken/coronavirus-erleichterungen-fuer-geimpfte-und-genesene-im-ueberblick-60199

    Neue Regelungen in Kraft Stand 9. Mai 2021
    https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/erleichterungen-geimpfte-1910886

  3. 971.

    https://www.fr.de/politik/corona-usa-joe-biden-kamala-harris-coronavirus-rosengarten-ende-maskenpflicht-90575975.html
    Auf Empfehlung der CDC.
    Tja es werden wohl leider Gerichte klären müssen.
    Hier besteht man auch weiterhin auf ffp2.

  4. 970.

    Die werden wir auch nie wieder los.

    Justizministerin Lamprecht hat in der BamS geschrieben, die Kommunen und Ländern sind aufgefordert, ständig die Maskenpflichten auf Notwendigkeit und Plausibilität zu überprüfen.

    Nur es passiert nicht.

    Während UK, Israel, Dänemark,,....die Dinger überall abschaffen und es sie in Schweden gar nicht gibt,
    werden wir bis an unser Lebensende an der frischen Luft mit den Dingern rumrennen, zb als Zuschauer auf dem Bolzplatz oder wie an diesem Wochenende beim "Tag des offenen Gartens".

    Was für eine irrwitzige Welt.

  5. 969.

    Verstehe ich das richtig, dass man im RE 1 von Berlin nach z.B. Brandenburg Hbf bis Wannsee eine FFP2-Maske tragen muss und zwischen Potsdam und Brandenburg dann auf einen medizinischen Mundschutz wechseln könnte ?

  6. 968.

    Da ist sie immer noch, die Maske im Tierpark.

  7. 967.

    Dann vergleichen sie mal München mit Frankfurt oder Hamburg oder irgendeine andere Großstadt... München hat ffp2 Pflicht .... und steht nicht besser da.... daraus läßt sich dann schon ableiten.... wenn es in vergleichbaren Städten nix bringt, warum sollte es in Berlin was bringen.
    Und USA .... die haben nur den Anfang gemacht. Israel und GB werden die nächsten sein. Und dann kommt der Rest nach.
    Und auch in den USA gibt gibt es Millionenstädte... New York über 8 Mio. Und viel Platz ist da eher nicht. Das ist dann mehr als vergleichbar mit Berlin.

  8. 966.

    Lieber @RBB, vielen Dank für’s Nachschauen. Dann mache ich mich also strafbar und muss ggf. ein Bußgeld bezahlen wenn ich in die geöffneten Kinos gehe oder ein Theater aufsuche. Oder ein Restaurant. Oder den Zoo. Oder ein Museum. Schade eigentlich, dass die Regierung nicht merkt wie widersprüchlich die Vorschriften sind.

  9. 965.

    @RBB: Wo finde ich in der aktuellen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung von Berlin die Information, dass die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesende nicht mehr gelten?

  10. 964.

    Hallo,
    Dazu steht in der Verordnung: ... Zusammenkünfte im Familien-, Bekannten- oder Freundeskreis (private Veranstaltungen) im Freien nur im Kreise der in § 2 Absatz 2 genannten Personen oder mit Angehörigen von insgesamt höchstens fünf Haushalten gestattet; es gilt eine Personenobergrenze von höchstens zehn zeitgleich anwesenden Personen, wobei deren Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres nicht mitgezählt werden.

    Also ist okay. Max 5 Haushalte mit max. 5 Personen.
    BG

  11. 963.

    Hallo Eve,

    Also: Ja, das gilt noch. Die aktuelle Verordnung vom 1. Juni legt immer noch fest:
    § 2 Kontaktbeschränkung, Aufenthalt im öffentlichen Raum
    (1) Jede Person ist angehalten, die physisch sozialen Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, auf das absolut nötige Minimum zu reduzieren und auf Reisen zu verzichten sowie die eigene Wohnung oder gewöhnliche Unterkunft nur aus triftigen Gründen zu verlassen.

  12. 962.

    @RBB: Nochmal meine Nachfrage, was denn "im öffentlichen Raum im Freien" heißen soll? Zählt der private Garten dazu weil "im Freien" oder nicht weil nicht "öffentlicher Raum"? Und falls nicht, welche Kontaktbeschränkungen gelten dann im privaten Garten? Darf ich dort 5 Freunde einladen?

  13. 961.

    Hi Eve,

    Wir prüfen mal nach und melden uns, wenn wir mehr wissen. Danke für die Anmerkung und beste Grüße.

  14. 960.

    Genau das kam mir beim Lesen der Vorschriften gerade auch in den Sinn.

    @Lieber RBB, gilt der erste Satz bei dem Verlassen der Wohnung tatsächlich noch immer?

    Denn dann ergibt das hier: "Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser etc. dürfen wieder ihre Innenräume für Besucher öffnen. " überhaupt keinen Sinn. Der Besuch dieser Einrichtungen steht NICHT auf der Liste der Dinge, für die man seine Wohnung verlassen darf.

  15. 959.

    Danke für Ihre detaillierten Antworten. Ich verstehe allerdings nicht, wie Bayern und die USA in Bezug auf Maskenpflicht oder Lockerung mit Berlin gleichsetzbar sind, denn überall sind verschiedene Situationen anzutreffen (Bayern ist in der Regel kein Ballungsgebiet wie Berlin mit dichtbebautem Speckgürtel und großer Nähe zu Potsdam usw., sonst wird ein unzutreffender Umkehrschluss draus: Stellen Sie sich vor, der Fuhrpark eines Tiertransportes wird an einer Straße entladen. Mindestens 1 Elefant muss dringend. Er entledigt sich seines Urins auf der Straße, hinterher ist die Straße nass - logisch. Aber nicht jede nasse Straße wurde in jedem Fall von einem Elefanten genässt.. Corona-Lockerungen: Es gab im Frühjahr verschiedene Lockerungen (Einreise nach Polen usw.). Die waren leider nur kurzfristig möglich, weil dumm gelaufen und infektionsmäßig in die nicht gewünschte Richtung. Lockerung passt, oder nicht, je nachdem wie sich die Lockerung auf die Corona-Entwicklung auswirkt.

  16. 958.

    Na, wenn ihnen schon ein Grund reicht:
    Die Bevölkerungsdichte wäre z.B. ein möglicher Faktor. Mit 4090 Menschen pro km² ist Berlin das am dichtesten besiedelte Bundesland, Schleswig-Holstein mit 184 Menschen pro km² eben nicht ...

  17. 957.

    " gelten weiterhin Kontaktbeschränkungen. Die Wohnung oder das Grundstück sollte nur aus wichtigen Gründen verlassen werden. Zu den triftigen Gründen zählen" - wenn das wie oben geschrieben WIRKLICH noch gilt, hat KEINER was in Restaurants, Kinos, in der Öffentlichkeit zu suchen!!! Weg da, das ist verboten. Nur Wege zum Arzt, zur Arbeit oder Schule sind erlaubt. Ich frage mich, ob das bekannt ist. Schwimmen ist ja auch in den Freibädern verboten. Sonnen auch.

    Nein, ich hinterfrage unsinnige Regelungen nicht dauernd ;-)

  18. 956.

    Ich würde mir wünschen, dass wir entweder die Maskenpflcht auf den Straßen und Plätzen abschaffen oder durchsetzen. Ich bin es leid immer wieder über die Bölschestraße zu laufen und zu sehen, dass 90% die Maskenpflicht ignorieren. Entweder sie ist noch sinnvoll (dann bitte auch durchsetzen - und ja auch die ignoranten "Geimpften" abkassieren) oder wir entledigen und dieser Vorschrift.

  19. 955.

    vielen Dank für die umfangreiche Information.
    Ich hoffe, bald dem Tanzvergnügen frönen zu können.

  20. 954.

    Es wäre interessant zu erfahren, woher Sie Ihre Weisheiten nehmen. " die Zahlen steigen und steigen...." Bisher wurde von seriösen Stellen stets von fallenden Zahlen und daraus resultierenden Lockerungen berichtet.Aber behalten Sie ruhig Ihren Glauben, und schöne Sonnentage in der Wohnung

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