Ein Mädchen sitzt in einem Klassenzimmer und meldet sich (Bild: dpa/Andreas Arnold)
Bild: dpa/Andreas Arnold

Jetzt auch in Klassen 5 und 6 möglich - Berlin weitet Maskenpflicht an Schulen aus

Berlin verschärft noch einmal die Hygienemaßnahmen an den Schulen. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern soll etwa die Maskenpflicht auch in den Klassen 5 und 6 an Grundschulen gelten.

Der Senat hat weitere Corona-Schutzmaßnahmen für Berliner Schulen angekündigt. Grundlage dafür ist der Beschluss der Ministerpräsidenten der Länder mit der Bundeskanzlerin vom Mittwoch. Somit sollen befristet bis zum 8. Januar in allen Berliner Bezirken mit einer Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht auch in den Klassen 5 und 6 an Grundschulen und Gemeinschaftsschulen gelten. Das teilte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Donnerstag mit.

Hybridunterricht ermöglicht, Präsenzunterricht Priorität

Solange diese Inzidenz bestehe, soll es Berliner Schulen auch ermöglicht werden, in höheren Klassen auf freiwilliger Basis auf sogenannten Hybridunterricht umzustellen. Dabei können Schüler abwechselnd in der Schule und zu Hause lernen. Das soll in den Jahrgangsstufen 8 und 11 an den Integrierten Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen sowie in den Jahrgangsstufen 8 und 9 an den allgemeinbildenden Gymnasien gelten, jedoch nicht für Abschlussjahrgänge.

"Unsere Schulen haben den Hybrid- und Wechselunterricht konzeptionell seit vielen Monaten weiterentwickelt und in vielen Fällen bereits getestet", sagte Scheeres. Berlin sei hier gut vorbereitet. Sehr zu begrüßen sei aber die Regelung, die Abschlussjahrgänge grundsätzlich im Präsenzunterricht zu behalten.

Dem stimmte auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Donnerstag auf der Pressekonferenz des Senats zu. "Der Präsenzunterricht ist für uns von herausragender Bedeutung." Nicht nur wegen der Wissenslücken sondern auch für den Kontakt der Schüler, so Müller weiter. "Der Präsenzunterricht bleibt das oberste Ziel."

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7 Kommentare

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  1. 7.

    In den Schulen geht es drunter und drüber. Ganze Klassen in Quarantäne, nachdem ein Fachlehrer Corona hat. Der Klassenlehrer dieser Klasse soll weiter Fachunterricht geben und ruhig den Virus durch die ganze Schule tragen. Falls es irgendwo schon Tote gab ursachlich durch das ganze Chaos, wird das bestimmt verschwiegen oder eben wie überall in der Schule einfach nicht nachverfolgt.

  2. 6.

    @ Mesa

    Mobile Lüftungsanlagen in die Räume stellen, diesen Hybrid Unterricht anordnen, Konzepte erstellen und dann umsetzen. Und nicht wie immer dieses man könnte oder man könnte nicht. Klare Ansagen und diese umsetzen auch wenn es unpopular ist bzw Wählerstimmen kostet. Aber das kann RRG nicht, und das bemängel ich.
    Auf deutsch A in der Hose und anordnen und umsetzen egal was die Leute denken.

  3. 5.

    Das wurde doch auch schon in den Kommentaren hier hundertmal dargestellt, da ja vor allem zu 95% die Innenräume das Problem sind.
    Ergo Lüftungsanlagen mit HEPA filtern, meinetwegen auch in der mobilen Variante würden wahrscheinlich mehr als 80% des Geschehens verhindern und damit auch die gesamt Verbreitung stark eindämmen.
    Nein was wird das stattdessen gemacht eine Masken Pflicht im Freien eingeführt, wo man sich wirklich langsam an den Kopf fassen muss.
    Lösungen gibt es genügend, aber dafür wird eben kein Geld in die Hand genommen, stattdessen wird versucht Milliarden in Auto und Luftfahrtindustrie zu stecken und alle Menschen wahrscheinlich für Jahre die Maske ins Gesicht zu zwingen.

  4. 4.

    Seufz. Grenzwerte raufsetzen (was ist 200 für eine Inzidenz, die Gesundheitsämter haben schon 50 nicht gepackt, deshalb sind wir ja heute, wo wir sind) und immer noch kleinräumiger denken: Maskenregelungen an Schulen pro Bezirk! In den Klassen meiner Kinder (öffentl. Schule) kommen die Jungs und Mädchen jedenfalls aus verschiedensten Bezirken ... So klappt‘s bestimmt mit der Pandemie-Bekämpfung... Seufz.

  5. 3.

    Die Ankündigung für den Hybridunterricht ist ein Feigenblatt. Die Maßnahme wird bereits durch die Ankündigung relativiert. Die Senatsverwaltung nennt als Voraussetzung einen Beschluss der Schulkonferenz sowie ein tragfähiges Konzept für das Alternativszenario. Selbst wenn es einer Schule gelänge innerhalb einer Woche einen Beschluss der Schulkonferenz herbeizuführen und einen neuen Stundenplan zu erstellen, wird nicht thematisiert, wer beurteilt, inwiefern das Konzept tragfähig ist. Bei drei Wochen, die bis zu den Weihnachtsferien bleiben, wird sich kaum eine Schule die Mühe machen, nicht zuletzt da in den Schulen die personellen und zeitlichen Kapazitäten fehlen. Die Schulleitungen sind gerade mit Kontaktverfolgung ausgelastet. Außerdem blieben - da die Möglichkeit bis zum 8. Januar befristet ist - selbst bei kurzfristiger Genehmigung nur wenige Tage um das Hybridmodell überhaupt zu nutzen. In dieser Hinsicht wäre es ehrlicher gewesen den Hybridunterricht weiterhin zu untersagen.

  6. 1.

    Wie lange will RRG das machen? Wenn sie bei den Neugeborenen angekommen sind gibt es keine Möglichkeit mehr es mit Masken zu richten. Dann besucht es echte Entscheidungen und keine leeren Worte.

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