Superwahljahr 2021 - Berlin verschickt ab Montag die Wahlbenachrichtigungen

"Amtliche Wahlbenachrichtigung" steht auf einem Couvert. (Quelle: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert)
Audio: Inforadio | 16.08.2021 | Tobias Schmutzler | Bild: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Knapp fünf Wochen vor den Wahlen zum Bundestag, dem Abgeordnetenhaus und den Bezirksparlamenten beginnt am Montag in Berlin der Versand der Wahlbenachrichtigungen.

Rund 2,8 Millionen Umschläge müssen dafür vorbereitet werden, wie die Landeswahlleitung mitteilte. Sie enthalten nicht nur die offiziellen Benachrichtigungen für die drei Wahlen nebst Angaben zum Wahllokal. In dem Umschlag sind auch amtliche Unterlagen und Informationen für den Volksentscheid zur Enteignung großer Wohnungskonzerne, der ebenfalls am 26. September stattfindet.

Startschuss auch für Briefwahl

Der Versand der Wahlunterlagen bildet gleichzeitig eine Art Startschuss für die Briefwahl. Denn in den Umschlägen findet sich ein Formular, um die Briefwahlunterlagen zu beantragen. Das soll ab Montag aber auch über ein Onlineportal gehen oder direkt bei den Briefwahlstellen in den Bezirken. Nach Angaben der Wahlleitung haben allerdings schon jetzt zahlreiche Wähler von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, formlos bei ihrem Wahlamt die Briefwahl zu beantragen.

Wahlleiterin geht von 50 Prozent Briefwählern aus

Wahlleiterin Petra Michaelis geht davon aus, dass der Anteil der Briefwähler von zuletzt einem Drittel dieses Mal auf bis zu 50 Prozent steigt. Corona verstärke diesen schon länger zu beobachtenden Trend. Bei der Abgeordnetenhauswahl 2016 entfielen 29,2 Prozent derabgegebenen Stimmen auf Briefwähler, bei der Bundestagswahl 2017 waren es in Berlin 33,4 Prozent, bei der Europawahl 2019 dann 30,9 Prozent.

Für die Wahlen zum Bundestag und zum Abgeordnetenhaus sowie für den Volksentscheid sind rund 2,5 Millionen Berlinerinnen und Berliner ab 18 Jahren wahlberechtigt. An der Wahl der Bezirksverordnetenversammlungen dürfen etwa 2,8 Millionen Menschen teilnehmen, darunter in Berlin lebende EU-Ausländer sowie junge Leute ab 16.

Sendung: Inforadio, 16.08.2021, 16:00 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Man kann nur hoffen, dass dann endlich in Berlin die richtige Partei regiert. Eine die endlich Hartz 4 Bezieher nach jahrelangen Ausruhen in die Pflicht nimmt und nicht wie heute in der Abendschau noch von der Hundesteuer befreien will. Bei Rentnern mit kleiner Rente ist dieses zu befürworten.Stattdessen könnte man auch die Preise der ÖPNV für Rentner reduzieren.
    Man wird den Gedanken nicht los , dass die größte Lobby in Berlin den jungen , faulen Menschen hat.

  2. 3.

    Ich freue mich unsere ehemals Senats / Volkseigenen Immobilien wieder in Komunalen Besitz zurück zu führen und damit auch der Internationalen Finanz-"Industrie" die mit UNSEREM Geld zur Daseinsvorsorge errichteten Wohnungen.
    Enteignung der Konzerne klingt zwar wild ist aber gut und richtig.

  3. 2.

    Wer Mieter bei Deutsche Wohnen und Co ist, ist also ein unehrlicher Mietzahler? Mieter ist Mieter, egal, wo man wohnt, und welcher Vermieter die monatliche Miete erhält. Und was ist mit denen, die zwar Mieter der zu enteignenden Gesellschaften sind, aber gegen die Enteignung stimmen? Ihre Idee sollten Sie sich nochmal durch den Kopf gehen lassen.

  4. 1.

    Der Enteignung großer Wohnungskonzerne werde ich mit Sicherheit NICHT zustimmen.
    Sollen die betreffenden Bewohner außerdem Entschädigungen selber zahlen, denn sie haben ja schließlich bei etwaiger Enteignung einen Mietvorteil ggü den ehrlichen Mietzahlern.

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