Oberspreewald-Lausitz - Dekra investiert Millionen in Testzentrum für E-Auto-Batterien

Do 24.11.22 | 14:40 Uhr
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Der Lausitzring aus der Luft (Foto: imago/Weisflog)
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Audio: Antenne Brandenburg | 24.11.2022 | Jörg Reimann | Bild: imago stock&people

Die Prüfgesellschaft Dekra will am Lausitzring in Klettwitz (Oberspreewald-Lausitz) noch einmal Geld in die Hand nehmen, um die Möglichkeiten am Standort auszubauen. "Vor dem Hintergrund der stetig wachsenden Zahl an neuen Elektrofahrzeug-Modellen" soll für einen zweistelligen Millionenbetrag ein Testzentrum für Antriebsbatterien entstehen, teilte Dekra am Donnerstag mit.

Die neue Einrichtung soll 2024 ihren Betrieb aufnehmen. Geplant ist, dass sie die Batterien prüfen und zertifizieren soll - unter anderem im Rahmen der Entwicklungsbegleitung und der Qualitätssicherung. "Mit dieser Entscheidung setzen wir unsere gezielten Investitionen in den globalen Ausbau unserer Test- und Prüfinfrastruktur für die Elektromobilität fort", so Dekra-Chef Stan Zurkiewicz.

Am Standort Klettwitz hat die Dekra schon kräftig investiert, seit sie 2017 den Lausitzring übernommen hat. Für mehr als zehn Millionen Euro entsteht eine Teststrecke für autonom fahrende Autos. Die soll im kommenden Jahr in Betrieb gehen.

Lausitzer Batteriecluster

Die neue Anlage passt zu dem sogenannten Batteriecluster, der gerade in der Lausitz entsteht. In Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz), Schwarze Pumpe und Guben (beides Spree-Neiße) sollen Bestandteile von Autobatterien produziert werden.

Das jüngste Vorhaben aus Guben ist erst in dieser Woche bekannt geworden. Das chinesische Unternehmen Botree Cycling will dort investieren und unter anderem eine Batterie-Recycling-Anlage bauen. Mitte November ist eine Absichtserklärung für den Kauf des Grundstücks unterschrieben worden. Demnach will das Unternehmen bis zu 100 Millionen Euro in Guben investieren. Rund 100 Arbeitsplätze sollen entstehen. Es wäre der erste Standort von Botree Cycling in Europa.

Sendung: Antenne Brandenburg, 24.11.2022, 14:30 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Allein schon die Energie, die in der Raffinerie für die Herstellung von Sprit für 100 km benötigt, reicht aus, um mit einem E-Auto hab so weit zu kommen. Zudem muss man ein kurzfristige Problem verursacht durch u.a. eine verschlampte Energiewende und Putin von einer langfristigen Strategie als eine von vielen Maßnahmen gegen den Klimawandel unterscheiden können. Doch wie erklärt man das dem Kremlins man das den Anhänger der fossilen Fortbewegung?

  2. 3.

    Wir sollen Strom sparen, aber sollen Elektroautos kaufen,das passt garnicht.

  3. 2.

    Die eigentliche Testfahrt ist eine Zulassungsfahrt von Grünheide nach Klettwitz in Höchstgeschwindigkeit. Alleine das Ankommen nach ca. 30 min für 130 km reicht schon dem Kaufwilligen.
    Es ist aber auch nicht schlimm, wenn jemand Satire nicht mag.

  4. 1.

    Bei den stark steigenden Strompreisen ist das E Auto uninteressant.

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