Berlin, E-Auto an Ladesäule (Quelle: imago images/Christian Spicker)
Bild: imago images/Christian Spicker

Berlin und Brandenburg - Deutlich mehr Elektro- und Hybrid-Autos zugelassen

2020 fuhren in Berlin und Brandenburg deutlich mehr Autos mit Elektro- und Hybridmotor auf den Straßen als noch 2019. Das zeigen Auswertungen des Amts für Statistik. Auch auffällig: Im Corona-Krisenjahr wurden insgesamt weniger Fahrzeuge zugelassen.

Im Jahr 2020 sind in Berlin und Brandenburg die Neuzulassungen von Autos mit Elektro- oder Hybridantrieb deutlich angestiegen. Das teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Donnerstag mit.

Im Land Brandenburg stieg die Anzahl zugelassener Pkw mit alternativen Antrieben im Vergleich zu 2019 um das Zweieinhalbfache an. 2020 verfügten 3.392 Pkw einen Elektromotor und 9.813 einen Hybridantrieb. 2019 waren es noch 889 Neuzulassungen mit Elektromotor und 4.061 mit Hybridmotor gewesen.

Wie das Amt für Statistik weiter mitteilte, wurden in Brandenburg im vergangenen Jahr außerdem 194 mit Flüssiggas und 168 mit Erdgas betriebene Autos zugelassen. Im Vergleich zu 2019 ist hier ein Rückgang zu verzeichnen: Seinerzeit waren es noch 246 neuzugelassene Autos mit Flüssiggas-Antrieb und 212 mit Erdgas-Antrieb.

Steigerung von 83,2 Prozent in Berlin

Auch in Berlin stiegen 2020 die Neuzulassungen von Autos mit alternativen Antrieben stark an. Im Vergleich zu 2019 stieg die Zahl um 83,2 Prozent auf 19.993. Davon verfügten 4.951 Fahrzeuge über einen Elektromotor (2019: 2.588) und 14.762 einen Hybrid-Antrieb (2019: 7.850). Auch hier gab es bei mit Flüssiggas und Erdgas angetriebenen Autos einen Rückgang: 2020 wurden noch 76 Pkw mit Flüssiggas-Antrieb (2019: 171) und 186 mit Erdgas-Antrieb neu zugelassen (2019: 271).

Der Anteil neu zugelassener Pkw mit alternativen Antrieben betrug in Brandenburg 2020 insgesamt 23,4 Prozent (2019: 8,3 Prozent). In Berlin betrug der Anteil 30,3 Prozent (2019: 12,5 Prozent). Deutschlandweit lag der Wert bei 25,2 Prozent.

Corona-Krise sichtbar

Sowohl in Brandenburg als auch in Berlin ist erkennbar, dass die Zahl aller neu zugelassenen Kraftfahrzeuge während der Corona-Krise abgenommen hat. In Berlin ist die Zahl um 20,3 Prozent auf 87.693 Fahrzeuge zurückgegangen. In Brandenburg sank die Zahl im Vergleich zu 2019 um 8,5 Prozent auf insgesamt 77.148 Neuzulassungen.

50 Kommentare

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  1. 50.

    Ich bin 1,98m und wüsste nicht wie ich im I-10 Platz nehmen soll um entspannt zu fahren. Ich möchte bequem und entspannt an der Ostsee ankommen um mir die Bratkartoffeln schmecken zu lassen. Wieviel verbraucht ihr I-10 bei 150km/h ? Meiner 7,9 Liter . Ich habe aber 3 Liter Hubraum und die Karre wiegt 2,4 to. Ich wette ihr Fahrzeug verbraucht fast 9 Liter oder ?

  2. 49.

    Statistik ist was Feines. Wo vorher wenig war, ist jede Steigerung enorm. Besonders wenn man es dann prozentual darstellt. Krassestes Beispiel. Vorher 0 verkauft, morgen 1. Also 100% mehr innerhalb von zwei Tagen.

  3. 48.

    'Ne Zoe wäre auch für Sie als angeblichen Umweltschützer 2018 eine Alternative zu Ihrer asiatischen CO2-Schleuder gewesen. Wie ich Ihnen bereits vergangen Winter belegt hatte, ist die Mittelklasselimousine von Günther umweltfreundlicher als Ihr Stinker.

  4. 46.

    Die mit dem Holz-Bein ? Oder war da was gewollt ? Wer könnte Interesse daran haben; gehabt haben ? Seit BER ist vieles so anders in diesem Land. Als ich das Abi machte wußte man was man hat. Man war auch nicht zu fein erst Berufe zu erlernen. Das ist ein Fundament ohne Stützpfähle.

  5. 45.

    Das passiert schon mal im Eifer des Gefechts aber ess wurde ja noch bemerkt. Das nehme ich sportlich ;-)
    Ja, schauen wir mal, wie es sich weiterentwickelt. Es bleibt spannend und Interessant.
    In diesem Sinne: bleiben wir gesund

  6. 44.

    Deutsche Ingenieure hatten mal dafür gesorgt, dass due deutsche Automobilindustrie führend gewesen ist. Dann kamen die Kaufleute und Bein-Sager.

  7. 43.

    Herr "Neo"; da ist doch der Herr Neumann so stussig gewesen und hat Sie mit einer sowieso fiktiven "Bratkartoffelfahrt" in Verbindung gebracht. Ob der vom "schwerenJob" völlig überfordert ist vermag ich jetzt noch nicht zu sagen. Fakt ist doch: Wir leben in einer Zeit wo mehrere Antriebe durchaus ihre Berechtigung haben. Obwohl ich den Diesel grundsätzich nicht mag ist der mit den heutigen Abgasnachbehandlungen durch seine höhere Energiedichte dem Benziner überlegen. Wäre die gesamte Li-Batterietechnik von der Gewinnung bis zum fertigen Speicher im Auto nicht so aufwendig. ! Auch umweltschädlich. Aber-warten wir mal ab wo TESLA mal landen wird. Hätten wir doch nur viel mehr Diplomingenieure alter deutscher Schule.

  8. 42.

    Danke für den Hinweis zum SÜV, aber für Tesla ist das Autogeschäft so und so nur ein Feigenblatt...

  9. 41.

    Tja, Frau Günther hatte neulich auch festgestellt, dass die Hersteller(Plural) vor allem BEV für Senioren und Versehrte im Programm haben. Sie ist trotzdem fündig geworden und pendelt jetzt mit einer batterieelektrischen Limousine.

    Einen BEV-SUV hat mittlerweile auch Volvo ins Programm genommen. Sie hatten den ja schon voriges Jahr gesehen, als es den noch gar nicht zu kaufen gegeben hatte.

  10. 40.

    Zum Thema H2 gibt es auch gerade einen Artikel im Spiegel.

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wasserstoff-regierung-schafft-rahmen-fuer-uebertragungsnetz-a-04f620af-abcd-493c-8017-fe9d99cee88c

    Wenn man sich die gesteckten Ziele anguckt, wird es jedenfalls noch dauern.


  11. 39.

    Ja, das ist die Realität und ich beanspruche keine Ausshließlichkeit. Das wäre vermessen, da ich kein Ingenieur, Wissenschaftler oder Fachmann bin, sondern lediglich mit meinem Allgemein- bzw. Laienwissen argumentieren kann. Jedoch nehme ich Denkanstöße gerne an. Der Energiemix wird wohl auf die nächsten Jahre wichtiger denn je. Die Technologien entwickeln sich sich weiter und wir werden sehen, wie die Energieträger umweltfreundlicher zur Verfügung stehen werden.

  12. 38.

    Da liegen doch jemanden Bratkartoffeln so schwer im Magen obwohl der gar keine gegessen hat. Mein Bruder hatte sogar einen LADA, der war so gut beheizbar, dass man bei -20° im Hemd sitzen konnte. Ein Bekannter hat gleich 2 XC 60 von VOLVO erworben; 1x schwarz, 1x in weiß für seine Frau. Über Klima denkt der ebenso wenig nach wie alle anderen, die mit der Größe des Autos den sozialen Stand dokumentieren wollen. Übrigens; der tägliche XC 60 Fahrweg beider Fahrzeuge ist unter 10 km. Ich werde nachher den kleinen i-10 streicheln; der verlängert doch nur meine Beine und trägt wie ein Esel.

  13. 36.

    Sie sind allerdings genau derjenige gewesen, der bei -20°C nonstop an die Ostsee fahren können will und deshalb den Verbrenner trotz des größeren CO2-Abdruckes und der ebenso bekannten Folgen aus der Rohölförderung etc. verteidigten. Die Kochkünste Ihrer Frau sind nur der Running Gag am Rande.

    Gerhard hatte mehrfach behauptet, dass ein Raumordnungsverfahren erforderlich sei, konnte dafür aber eben keine schlüssige Begründung liefern. Es gibt mittlerweile zur Fabrik im Industriegebiet Freienbrink zwei OVG-Beschlüsse, die die positive Genehmigungsprognose des LfU bejahrten - ohne das es ein Raumordnungsverfahren gegeben hatte. Zudem verweist er auch immer wieder auf die "Natur", die aber im Genehmigungsverfahren berücksichtig wird. Die vorläufige Bewertung der UVP auf Basis der Argumente des NABU führte auch zu keinem Widerruf der Zulassungen des vorzeitigen Beginns durch das OVG, sondern mündeten nur für einen schmalen Streifgen entlang der Eisenbahngleise in zusätzliche Auflagen.

  14. 35.

    Daniel Düsentrieb soll schon mit Tausenden Thermoelementen auf / im Autodach experimentiert haben. Je nach Paarung wird ja in unterschiedlichen Temperaturbereichen eine Spannung erzeugt. Das heiße Dach als Antriebsquelle; das wäre doch was. :=)) .

  15. 34.

    Die gesamte in Deutschland erzeugte Energie reicht nicht um alle PKW mit Wasserstoff zu betreiben, selbst wenn sie ausschließlich dafür genützt werden würde. Oder anders der prognostizierte Bedarf übersteigt die Erzeugung um 50-100%
    Überschüsse dürfte da nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein. Und wenn dann noch alles aus regenerativen Quellen kommen soll....

    Ein Mix wird aus verschiedenen Antriebsformen wird es vielleicht geben. Aber bis Wasserstoff sich durchsetzt werden noch viele viele Jahre ins Land gehen.

    @PotsMi
    Der meistverkaufte Tesla ist kein SUV ;-)

  16. 33.

    Versuch 2 : Sie können sich doch nicht jahrelang eine eher fiktive "Bratkartoffeltour" heranziehen und damit letztlich die Forderung der E-Autokäufer nach immer mehr Reichweite begründen. Ich selbst plädiere real doch für eher Kurzfahrten für Beschaffungen etc. Im Moment sind zwar für mich Baumärkte ein no go aber das benötigte Toilettenbecken wartet bestimmt bis ich zu ihm darf. Was ist nun mit dem Raumordnungsverfahren ? rbb24 erlaubt ihnen oft sehr lange Texte; ich bekomme die Grenzen gezeigt.

  17. 32.

    Solche Argumente kamen allerdings schon in den Diskussion rund um e-Autos - ok, im Original ohne die Bratkartoffeln

  18. 31.

    Ich finde es schade, wenn mit Halbwissen unrichtige Behauptungen geäußert werden. Wasserstoff ökologisch vertretbar in den notwendigen Massen für die vollständige Betreibung von Automobilen herzustellen werden wir alle nicht mehr erleben. Für Flugzeuge und Nutzfahrzeuge vielleicht. Auch darf der Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Wasserstoff in Strom nicht vernachlässigt werden. Batterien werden sehr bald ohne seltene Erden auskommen... Etc.etc...

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