Infrastruktur-Konferenz in Cottbus - Habeck: Ende März könnte Entscheidung für Leag-Kohleausstieg-Hilfe fallen

Mi 28.02.24 | 10:56 Uhr
  84
Wirtschaftsminister Robert Habeck redet in der Stadthalle Cottbus bei der Strukturwandelkonferenz (Foto: rbb/Byell)
Video: rbb24 Brandenburg aktuell | 27.02.2024 | Phillipp Manske | Studiogast: Andreas Rausch | Bild: rbb/Byell

Wie heizen wir in Zukunft, wo kommt der Strom her, wo die Energie für die Industrie? Das wurde bei einer Infrastruktur-Konferenz in Cottbus prominent diskutiert, auch mit Wirtschaftsminister Habeck. Der hatte eine Nachricht für die Leag dabei.

  • Konferenz zur Infrastruktur-Entwicklung in Cottbus
  • Teilnehmer sehen Energiewende auf gutem Weg
  • Habeck: staatliche Beihilfen könnten für Energiekonzern Leag bald bewilligt werden
  • rund 200 Menschen protestieren am Veranstaltungsort

Der Energiekonzern Leag könnte in rund einem Monat Gewissheit zur staatlichen Beihilfe haben, mit der der Kohleausstieg abgefedert werden soll. Das erklärte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Grüne) am Dienstag bei der Konferenz zur Infrastruktur-Entwicklung im Lausitzer und Mitteldeutschen Revier in Cottbus.

"Ich will sagen, dass wir nun wirklich die Modifizierung der Beihilfe durchschlagen wollen und müssen. Das Ganze soll um Ostern herum politisch erledigt sein", so Habeck. Danach müsse es "vielleicht noch ein bisschen umgesetzt werden".

Bei den Beihilfen geht es um Entschädigungszahlungen, die von der EU-Kommission genehmigt werden müssen. Für den RWE-Konzern hatte Brüssel das bereits Ende 2023 getan, für die Leag steht das noch aus. Angemeldet waren für den Konzern 1,75 Milliarden Euro.

Leag sieht Ankündigung positiv

Leag-Vorstand Thorsten Kramer begrüßte Habecks Aussage. Die Gelder seien wichtig, um den Transformationsprozess gestalten zu können, hin zu alternativen Energien, wasserstofffähigen Kraftwerken und zur Speicherung mit Batterien.

Bei der Modifizierung der Beihilfe gehe es "nicht darum, dass der Betrag niedriger ausfällt", so Kramer. Die 1,75 Milliarden Euro würden sich dann möglicherweise anders zusammensetzen, als es vor fünf Jahren geplant war. "Die Beihilfe wurde 2019 inhaltlich definiert. In den letzten fünf Jahren haben sich einige Randbedingungen geändert, so dass man jetzt reinschaut und das Ganze auf die heutige Situation anpasst."

Protest am Rande der Strukturwandelkonferenz in Cottbus vor der Stadthalle (Foto: rbb/Byell)
Protest vor der Stadthalle | Bild: rbb/Byell

Lautstarker Protest am Morgen

Bei der Konferenz in der Stadthalle Cottbus ging es um den Umstieg von der Kohle auf erneuerbare Energien, aber auch um die kommunale Wärmewende und die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Veranstalter ist der Energieverband BDEW.

Etwa eine Stunde vor Beginn hatte vor dem Veranstaltungsort eine lautstarke Protestaktion begonnen. Wirtschaftsminister Habeck wurde von Demonstranten mit Hupen und Pfiffen sowie Rücktrittsforderungen empfangen. Nach Schätzungen von rbb-Reportern waren rund 200 Teilnehmer vor Ort, unter anderem Landwirte und Vertreter des Mittelstandes.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Habeck mit dem brandenburgischen Bauernpräsidenten Henrik Wendorff getroffen. Wendorff sagte, er habe mit Habeck über eine Entlastung für die Landwirtschaft gesprochen und ihm einen Plan zum Bürokratieabbau übergeben. "Wir brauchen Lösungen, und wir werden weiter Druck machen", sagte Wendorff.

Nach der Demo vor der Stadthalle verlagerte sich der Protest an den Hinterausgang der Halle. Bei seiner Abreise ist Habeck nach Angaben der Polizei mit Eiern beworfen, aber nicht getroffen worden.

Gute Stimmung für Fachkräftegewinnung

Die gegenwärtige Debattenkultur in Deutschland, einander wegzubrüllen, treibt Habeck nach eigenen Worten um. Sie zerstöre die Demokratie, sagte er bei der Konferenz. "Wenn wir das nicht in den Griff bekommen, dass wir mit unterschiedlichen Meinungen aber als ein Land, als eine Gesellschaft, als eine Lausitz an einem Projekt arbeiten, dann wird es ganz schwierig werden", so Habeck. "Deshalb steht vor den ganzen Energiefragen die gesellschaftliche Energie, und die muss sich auch erneuern."

Die Worte sind bei der Konferenz von den Verantwortlichen der Energie-Konzerne immer wieder aufgegriffen worden. Denn für das, was sie vorhaben, brauchen sie nicht nur schnellere Genehmigungen und Planungen - da habe sich schon richtig was getan, heißt es aus der Branche - sondern auch eine gute Stimmung, um Fachkräfte zu gewinnen. Ohne sie sei die ganze Energiewende schwierig, sagte Stefan Kapferer, Chef des Netzbetreibers 50Hertz.

Leag-Chef Thorsten Kramer ist optimistisch, dass sich Menschen finden, die die Energiewende mitgestalten. "Wir machen uns nicht die Sorgen, weil das, über das wir heute sprechen, ist ja nicht morgen und übermorgen - das ist in einem Jahr, in zwei Jahren, in drei Jahren." Jetzt gehe es erstmal um das Stellen von Weichen.

Ausbau von Ökostrom im Plan

Konsens bei der Tagung war, dass man mit der Energiewende auf einem guten Weg sei. "Wir sind [...] viel weiter, als das in der öffentlichen Wahrnehmung der Fall ist", sagte 50Hertz-Chef Kapferer.

Trotz aller Schwierigkeiten und Proteste sieht Wirtschaftsminister Habeck den Ausbau von Ökostrom aus Wind und Sonne im Plan. "Wenn wir in dem Tempo weitermachen, dann haben wir es geschafft", so der Grünen-Politiker in Cottbus. "Wir biegen jetzt ein auf die Zielerreichungspfade."

Bis 2030 sollen nach Plänen der Bundesregierung 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen kommen. Im Moment ist es gut die Hälfte. Dafür müssen nicht nur Solar- und Windparks ausgebaut werden, sondern auch die Stromnetze. Außerdem braucht es neue Kraftwerke für den Fall, dass der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint. Sie sollen erst mit Erdgas betrieben werden und später auch für Wasserstoff bereit sein. Ziel ist, dass Deutschland ab 2045 keine zusätzlichen Treibhausgase mehr in die Atmosphäre bläst.

Habeck zeigte sich offen, große Überlandleitungen für Strom doch überirdisch zu bauen statt wie geplant in der Erde zu verlegen. Das würde aus Sicht der Netzbetreiber zweistellige Milliardenbeträge sparen. "Es darf aber nicht zu Verzögerungen führen", forderte Habeck.

Hilfe für Umstellung auf Wärmeversorgung gefordert

Die kommunalen Versorger und der Städte- und Gemeindebund forderten auf der Konferenz finanzielle Unterstützung des Bundes für die Umstellung auf Wärmeversorgung ohne Klimagase. Sie warnten Bauministerin Klara Geywitz (SPD) davor, die Kommunen bei der Wärmeplanung zu überfordern.

Nach dem neuen Wärmeplanungsgesetz sollen Großstädte bis Ende Juni 2026, kleinere Städte und Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern bis Ende Juni 2028 Wärmepläne erstellen. Der Bund unterstützt die Kommunen dabei mit 500 Millionen Euro.

Es seien vor allem die Kommunen, die 80 bis 90 Prozent der Gesetze ausführten, sagte André Berghegger, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Sie bräuchten Hilfe, etwa für Planungen. Überforderung erzeuge Frust und schaffe weniger Akzeptanz vor Ort.

Woidke ruft zur Veränderungsbereitschaft auf

Zu der Konferenz wurden auch Bundesbauministerin Klara Geywitz und der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider (SPD), ebenso wie die Ministerpräsidenten aus Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), Sachsen, Michael Kretschmer (CDU), und Brandenburg, Dietmar Woidke (SPD), angekündigt.

Woidke rief im Vorfeld die Menschen dazu auf, für eine positive wirtschaftliche Entwicklung veränderungsbereit zu sein. Der SPD-Politiker sagte am Dienstagmorgen im rbb24 Inforadio, es werde nicht möglich sein, voranzukommen, wenn jeder denke, in seinem Umfeld dürfe sich nichts ändern.

Zwar würden die Menschen jetzt noch nicht viel vom wirtschaftlichen Wachstum merken - zum Beispiel vom Ausbau erneuerbarer Energien und Industrieansiedlungen. Das werde sich aber ändern. Klar sei aber, dass damit auch Belastungen verbunden seien, betonte Woidke.

Mit Informationen von Iris Wussmann

Sendung: Antenne Brandenburg, 27.02.2024, 12:30 Uhr

84 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 84.

    "Mein Angebot von einem großen Konzern... "
    Und Sie fragen mich ernsthaft was sie falsch machen?
    Fragen Sie den Solarteur/Elektriker um die Ecke der nur sich selbst und noch ein paar Mitarbeiter und nicht noch Vorstände, Anwälte und vor allem Aktionäre zufrieden stellen muss.
    Material kriegt der auch günstig. Flexibilität/Geduld bei der Installationszeit bringt auch meist mehr als Druck ala morgen fertig werden.
    Und fallen Sie nicht auf die Werbung im Internet rein.

  2. 83.

    Keine Ahnung was sie falsch machen?
    Siehe #79.
    Erzeugung muss schon perfekt zum Verbrauch passen. Das geht gewerblich sehr leicht wenn tagsüber hoher Bedarf besteht.
    Speicher sind meist noch zu teuer. Ich hab auch eine kleine Anlage mit Speicher aber auch wenig Verbrauch 24/7 120W.
    Dadurch vergleichsweise teuer aber sieht so aus als ob ich übers ganze Jahr nahezu Null einspeise und somit vielleicht 70% Eigenerzeugung hinbekomme. Da stehen am Ende auch mal 15 Jahre. Interessiert mich nicht, weil ich Jahresweise denken muss. Mehr Stromkosteneinsparung als Abschreibung und bissel Wartung und die Investitionsentscheidung fällt leicht. Wenn die Büchse länger als die AfA hält, wird danach Geld gedruckt.
    Die 40% gingen auch nur weil letztes Jahr horrende Strompreise im Einkauf aufgerufen wurden. Da spart man eben schnell mal >40ct/kWh die man selbst erzeugt hat. Dieses Jahr werden es ca. 20% immer noch weit über der Abschreibung.

  3. 81.

    Mein Angebot von einem großen Konzern zu einer PV Anlage mit Speicher: nach 18 Jahren hat sich die Anlage inkl. Einspeisevergütung amortisiert. Da bin ich von den von Ihnen genannten 40% pro Jahr weit entfernt. Was mache ich falsch?

  4. 80.

    Die Grünen stellen Ihre Politik nicht als unfehlbar dar. Ist doch Quatsch. Wenn Sie eine bessere Lösung haben, um den Klimawandel, das Artensterben, die Demographiekrise einer alternden Gesellschaft, das Reagieren auf den Russischen Angriffskrieg haben, dann mal her mit ihren Vorschlägen! Bisher immer nur gehört, dies und das sei nicht "zumutbar". Nicht zumutbar ist die Zerstörung unserer Lebensgrundlage auf dem Planeten Erde! Bin gespannt auf Ihre konstruktiven Lösungsvorschläge.

  5. 79.

    Ja wir werden perspektivisch noch etwas mehr als die bisherigen 34GW Gaskraftwerke benötigen.
    Sie können diese Frage gern kommunizieren, sollten mir aber nicht unterstellen, dass ich dies verneint oder ignoriert habe, da ich ja angeblich nur die eine Seite der Medaille betrachte.
    Natürlich ist mir auch bewusst, dass ich mit der Amortisation eine Ausnahme bin aber 17 Jahre sind eben auch nicht die Norm. Das funktioniert wenn man 70%-95% des erzeugten Stroms ganz ohne Speicher selbst verbrauchen kann.
    Privat schwierig aber im gewerblichen Umfeld einfach machbar. e.on würde ich nicht als Berater für PV-Anlagen hinzuziehen.
    Die älteste von mir betreute kleinere Anlage mit Speicher schafft die Abschreibung und Zinsen durch die Einsparung seit 11 Jahren sicher einzufahren und mit der Überschussvergütung die Energiekosten unterm Strich nahe Null zu bringen. Aus heutiger Sicht zu wenig Generatorleistung, war damals noch recht teuer. Heute wo Module billig sind, sieht das eben anders aus.

  6. 78.

    Nach Ihrer Aussage brauchen wir also Gaskraftwerke um die Spitzen abzufangen. Warum soll ich diese Frage nicht kommunizieren? Selbst Ihr Kommentar#78 ist wohl nicht ganz richtig. Selbst E.on geht bei einer PV Anlage von ca. 16-18 Jahre der Armortisation aus. Und ich rede nicht von Balkonkraftwerken aus, sondern von 80 m2 Dachfläche PV mit Stromspeicher. Woher Sie die 40% nehmen bleibt mir ein Rätsel. Alle Firmen, die sich mit der Errichtung von PV Anlagen beschäftigt, wird sich über Ihre Aussagen die Haare raufen.

  7. 77.

    Das Problem mit Ihrer PV Anlage sollten Sie mit Ihrem Installateur klären. Was der Ihnen verkauft hat, kann hier niemand bewerten.
    Die von mir betreuten Anlagen haben allein im letzten Jahr 20-40% ihrer Anschaffungskosten durch Einsparung im Stromeinkauf eingespielt. Dank linearer Abschreibung also ordentlich Überschuss generiert bzw. andere Mehrkosten kompensiert. Einnahmen aus Stromverkauf noch nicht mal berücksichtigt.

  8. 76.

    Ob Woidke an Sie gedacht hat, als er sagte, dass es nicht möglich sein werde, voranzukommen, wenn jeder denke, in seinem Umfeld dürfe sich nichts ändern.

  9. 75.

    Wie kommen Sie darauf dass ich die Thematik nur einseitig betrachte? Auf welcher Basis bilden Sie sich eine Meinung über andere Menschen? Was veranlasst Sie dies auch noch zu kommunizieren?
    Ja wir brauchen noch weitere Gaskraftwerke und europäischen Stromhandel. Die Position vertrete ich immer wieder. Beides ist aber einfacher und günstiger als zum Mond oder Mars zu fliegen. Hier tun aber einige so als ob es umgekehrt wäre.
    Vor allem es wird auch gemacht von denjenigen die nicht nur zweifeln.

  10. 74.

    Wir sind doch nicht schlecht unterwegs bei den Erneuerbaren Energien. Da muss natürlich mehr passieren. Vor allem müssen wir die Stromleitungen endlich alle bauen und das beschleunigen, denn wir haben ja nur einen Bruchteil der vorhandenen geplanten Stromleitungen überhaupt auf den Weg gebracht und brauchen noch im Zweifelsfall mehr, weil die Stromlücken bis 2030 allein dadurch entstehen, dass wir bei der Mobilität, glaube ich, eine gute Chance haben umzusteigen. Wir haben das auf der IAA jetzt gesehen. Superneue, innovative Ideen. Die Industrie stellt sich schneller um als die meisten Politiker glauben. Und deswegen ist da ein Zurück aus meiner Hinsicht nicht okay.

  11. 73.

    Na hoffentlich gehen dann die geplanten Gaskraftwerke ans Netz. Oder wie wollen Sie die Dunkelflaute überbrücken und Spitzen im Stromverbrauch auffangen? Sie sehen immer nur eine Seite der Medaille, aber diese hat zwei Seiten. Von Stromspeicher in dieser Dimension sind wir noch weit entfernt. Und der Umstieg auf H2 wird auch noch dauern, auch wenn der Minister etwas anderes suggeriert. Nachweislich wird der Stromverbrauch noch extrem zunehmen.

  12. 72.

    Nö! Energieversorger kaufen den Strom nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten ein.

  13. 71.

    "Ende März könnte auch gern das Ende für diese Koalition kommen. Das wäre mal was."
    Na da müssen sie noch bis Sept. warten bis ihr Wunsch u.U. in Erfüllung geht, hängt davon ab wo der Wähler sein Kreuz macht!
    Erste Zeichen werden wahrscheinlich bei der EU- und Kommunalwahl im Juni zu sehen sein.
    Also abwarten und bis dahin ne schöne Tasse Tee trinken. ;-)

  14. 70.

    Zitat: "Wenn wir das nicht in den Griff bekommen, dass wir mit unterschiedlichen Meinungen aber als ein Land, als eine Gesellschaft, als eine Lausitz an einem Projekt arbeiten, dann wird es ganz schwierig werden"
    Wenn man sich und seine Politik selbst als unfehlbar hinstellt und meint, man müsse das den Adressaten nur besser erklären - diese also quasi für dumm verkauft - dann wird es wirklich ganz schwierig mit einer vernünftigen Diskussion werden.

  15. 69.

    Warum muss man eigentlich den Umstieg auf EE so massiv fördern, es wird doch ständig kolportiert, dass die Erzeugung von EE so konkurrenzlos günstig ist? Dann müssten doch die zu erwartenden Profite Anreiz genug sein. Oder ist es in Wirklichkeit gar nicht so? Beispiel: Für die Kosten meiner PV-Anlage (mit Speicher) hätte ich - bei vorausgesetzt gleichbleibenden Kosten - 17 Jahre lang meine Stromrechnung bezahlen können. Da ist der Anreiz ohne Förderung - in diesem Fall die Abnahmegarantie des überschüssigen Stromes - natürlich eher gering.

  16. 68.

    „Betriebswirtschaft für Vorsemester hatten wir schon ein paar Mal gehabt“. ???
    Hier geht es um Volkswirtschaft, also die Wirtschaft aller Betriebe. Wo Brandenburg da in den Rankings seit 34 Jahren steht und warum (!) ist vielen ganz klar. Ihnen auch? Da nutzen weiche Kennzahlen und Verbales rein gar nichts, um zu blenden.

  17. 67.

    Der Hammer mit Offshore-Windparks wird noch kommen. Für grüne Energie werden ohnehin schon geplagte Meere noch defekter. Es geht nicht um die Rotoren, sondern um die Fundamente, die das Ökosystem stören. Wer heute erzählt, er macht das, damit seine Enkel eine bessere Welt haben, hat wahrscheinlich Quallen auf der Brille.

  18. 66.

    Ende März könnte auch gern das Ende für diese Koalition kommen. Das wäre mal was.

  19. 65.

    Sieht man aber auch gut, dass seit dem deutschen Atomausstieg der europäische Stromhandel wesentlich bunter geworden ist also in allen möglichen Richtungen aus allen möglichen Quellen fließt.
    Normalerweise drückt dieser Handel auch die Preise zumindest an der Börse.
    AKW haben den Nachteil dass sie in einem volatilen Markt recht schlecht anpassbar sind, sprich billigerem, sauberem und risikoärmerem Strom den physikalischen Zugang verwehren. Die Franzosen regeln das über staatliche Festpreise so dass überschüssiger Strom in Europa verramscht werden muss aber deutsche und polnische Kohlekraftwerke dagegen zu teuer sind. Wir machen das ähnlich über EE die bei Überschuss in Europa verramscht werden. Beides sorgt für billigeren Strom. Der französische Steuerzahler subventioniert also zeitweise den Markt. Kleines Dankeschön, das Deutschland und andere im letzten Jahr teuren Gas- und Kohlestrom für Frankreich erzeugen mussten.
    Frankreich hat das Problem erkannt und setzt auf Offshore-Wind.

Nächster Artikel