Drogensüchtige an öffentlichen Orten - "Der Konsum von harten Drogen ist sichtbarer geworden"

Di 03.01.23 | 08:22 Uhr | Von Simon Wenzel
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Archivbild: Menschen warten am U-Bahnhof Leinestraße U8 auf die U-Bahn. Auf der Bank sitzen Menschen, die harte Drogen konsumieren. (Quelle: privat)
Bild: privat

In Berliner U-Bahnhöfen werden immer häufiger Drogensüchtige beim Konsum gesehen. Woran das liegt und wie sich die Szene in den letzten Jahren verändert hat, beschreiben Streetworker einer Berliner Suchthilfe-Stelle. Von Simon Wenzel

  • Drogenkonsum in Berlin findet immer öfter im öffentlichen Raum statt
  • Besonders gestiegen ist der Konsum von Crack in den letzten Jahren
  • Suchthilfe-Experten fordern mehr Rückzugsräume

Es ist Montagmittag, überall auf dem U-Bahnhof Leinestraße stehen vereinzelte Gruppen von Menschen herum und warten auf die nächste Bahn. Auch auf den glatten, dunklen Holzbänken sind viele Plätze belegt. Allerdings nicht mit Fahrgästen. Die Menschen, die sich hier aufhalten, sind weggedreht vom Bahnsteig und wirken nervös beschäftigt. Auf einer Bank sitzt ein Mann leicht nach vorne gebeugt, ihm gegenüber eine Frau, halb eingehüllt in eine Decke. Zwischen den beiden liegen Tütchen mit Pulver, gerollte Joints und eine Alufolie, die in der Mitte schon angekokelt aussieht. Sie sind gerade dabei, ihren Drogenkonsum vorzubereiten.

Um solche Szenen mitten am Tag zu beobachten, muss man in Berlin nicht lange suchen. Das Aufeinandertreffen zweier Parallelwelten findet jetzt im Winter vor allem in den U-Bahnhöfen statt, besonders in Neukölln und Kreuzberg auf den Linien der U8 und U7 beobachten immer häufiger Fahrgäste solche Bilder.

Das Neuköllner Team des Berliner Fixpunkts steht mit einem halb geöffneten Rucksack an einer Straße. Bild: rbb/Simon Wenzel
Malte Dau (rechts) und sein Neuköllner Streetworker Team. Aus dem Rucksack verteilen sie saubere Konsumutensilien und Info-Flyer.Bild: rbb/Simon Wenzel

Streetworker beobachten gestiegenen Crack-Konsum

"Der Konsum von harten Drogen ist auf jeden Fall sichtbarer geworden", sagt Malte Dau von der Suchthilfe-Organisation "Fixpunkt". Dau ist schon seit 20 Jahren als Streetworker in Berlin tätig. Er leitet das kleine Neuköllner Team von Fixpunkt. Unter der Woche sind sie meist täglich im Einsatz in ihrem Bezirk, gehen bekannte Ecken ab und auf Konsumierende zu. Immer dabei haben sie einen Rucksack mit sauberen Utensilien zum Konsum - Spritzennadeln zum Beispiel oder Folien und Löffel zum Kochen und Inhalieren von Drogen.

Der Bezirk Neukölln teilt auf Anfrage mit, man sei "seit Jahren tätig, um den in den letzten Jahren gestiegenen Konsum im öffentlichen Raum mit all seinen negativen Folgen und Begleiterscheinungen zu verringern". Das Streetworker-Team von Malte Dau gehört zur Strategie des Bezirks, denn die Verwaltung arbeitet bereits seit 2017 mit Fixpunkt zusammen. Vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg heißt es auf Anfrage, es sei bekannt, dass auch U-Bahnhöfe als Konsumorte genutzt würden, auch aufgrund von Anwohner-Beschwerden. An sich wäre das aber kein neues Phänomen. Friedrichshain-Kreuzberg setzt im Umgang mit öffentlichem Konsum nach eigenen Angaben auf Netzwerkrunden, Monitoring der Konsumrückstände und Bürgerdialoge.

Die Streetworker von Fixpunkt merken nicht nur, dass der Konsum im öffentlichen Raum häufiger wird. Sie können auch erkennen, was derzeit besonders häufig auf Berlins Straßen und U-Bahnhöfen konsumiert wird - anhand der benötigten Utensilien, die die Konsumenten von ihnen nehmen. "Der typische Heroin-Konsument, wie wir ihn vielleicht noch aus den 80er Jahren kennen, den gibt es nicht mehr", sagt Malte Dau. Heutzutage nehmen Süchtige meist mehrere Drogen parallel – polytoxes Verhalten heißt das. Ein Stoff ist dabei besonders oft vertreten: Crack. "In den letzten zwei, drei Jahren nehmen wir wahr, dass der Konsum von Crack steigt", sagt Dau.

Alles muss "schnell, schnell, schnell" gehen bei Crack-Abhängigen

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bestätigt auf Anfrage, dass der Konsum von Crack in Berlin und im Bezirk angestiegen sei. In diesem Jahr sei in den Konsumräumen in Friedrichshain-Kreuzberg bereits mehr Crack als Heroin und Kokain konsumiert worden, teilt das Bezirksamt mit. In Neukölln ist weiterhin Heroin die meist konsumierte Droge, mit größerem Abstand (63% des gesamten Konsums in den Konsumräumen), gefolgt von Crack. Hier sei in diesem Jahr zwar ein Anstieg von Crack-Konsum im Vergleich zum Vorjahr zu beobachten, die Zahlen würden damit aber wieder auf dem gleichen Niveau liegen, wie schon 2020 und 2019. Als Ursache für den kurzzeitig niedrigeren Konsum von Crack wird vermutet, dass der Konsumraum 2021 nicht so stark frequentiert wurde wie in diesen und den Vorjahren.

Crack ist eine Form von Kokain, gemischt und aufgebacken mit Natron wird es rauchbar. So wirkt das Aufputschmittel innerhalb von Sekunden. Crack ist eine der am stärksten süchtig machenden Drogen, es führt schnell zu einer starken psychischen Abhängigkeit. "Crack-Konsum macht etwas anderes mit den Menschen", erklärt Dau. Der Rausch soll kurz und heftig sein, Süchtige wollen oder müssen ihn deshalb öfter am Tag wiederholen. "Die Gier nach dem Crack wird immer größer, die Halbwertzeit des Gefühls, was man davon kriegt, ist extrem gering und dann ist es nur ein Konsumieren, Geldmachen, Konsumieren, Geldmachen …", sagt Malte Dau. Alles müsse "schnell, schnell, schnell" gehen. Das merken er und seine Kollegen auch in ihrer Arbeit als Streetworker.

Niemand konsumiert gerne im U-Bahnhof vor vielen Leuten

Damit, dass der Konsum im öffentlichen Raum steigt, hat Crack aber wohl nicht vordergründig zu tun. Das liege eher an einem stadtweiten Problem, sagen die Streetworker: "Es ist immer schwerer, Rückzugsräume zu finden", sagt ein Kollege von Malte Dau, Marco Hampel. Das habe in erster Linie mit fehlendem Wohnraum zu tun, erklärt er: "Es gibt zu wenige Notübernachtungen und zu wenige betreute Angebote. Es sind immer mehr Menschen in prekären Verhältnissen unterwegs."

Niemand konsumiere gerne im U-Bahnhof vor vielen Menschen seine Drogen, sagen die Streetworker. Ohne Freiräume bliebe aber oft kein anderer Ausweg. "Am Anfang wirst du sicher noch Scham haben, aber irgendwann ist es dir wahrscheinlich auch egal, ob dich einer beim Konsumieren sieht", sagt Malte Dau.

Er ist auch Vermittler, wenn es zu Zusammenstößen der beiden Parallelwelten kommt. Sogenannte Raumkonfliktmeldungen bekommen Malte Dau und sein Team vom Bezirk oder direkt von besorgten Bürgern, wenn Personen in Parks, U-Bahnhöfen oder in Hauseingängen Drogen konsumieren. "Wir gehen dann hin und reden mit den Leuten, gehen an die jeweiligen Stellen und schauen uns die Begebenheiten vor Ort an", sagt Dau. Marco Hampel nennt diesen Teil ihres Jobs "Öffentlichkeitsarbeit". Sie sprechen mit Anwohnern und Geschäftstreibenden. "Wir werben ein bisschen für Verständnis, aber versuchen gleichzeitig die Ängste der Menschen ernst zu nehmen", sagt er. Es gibt auch eine Broschüre [externer Link, PDF: fixpunkt.org] mit Informationen und Verhaltensratschlägen für Anwohner. Zur Aufgabe von Fixpunkt gehört es auch, gebrauchte Konsumutensilien an öffentlichen Orten, wie dreckige Spritzen, zu entsorgen.

Vertreiben bringt nichts - zumindest langfristig

Einfach vertreiben kann man die Drogenabhängigen ohnehin nicht. Theoretisch könnte man das natürlich schon, es ergäbe aber wenig Sinn, meinen die Streetworker. Denn davon würden sie ja nicht aufhören zu konsumieren: Werden sie an einem Ort vertrieben, wechseln sie an einen anderen. Vor etwa zehn Jahren sei das schon mal versucht worden, sagt Malte Dau. Als am Kottbusser Tor rigoros gegen Drogenabhängige vorgegangen wurde, zogen sie zum Hermannplatz um. "Da waren dann auf einmal 30, 40 oder sogar 50 Leute mittem am Tag auf dem großen Platz. Dann hat der Bezirk den Wochenmarkt zu einem täglichen Markt gemacht, um eine soziale Kontrolle herzustellen und dann sind sie wieder zurück zum Kottbusser Tor gegangen", erzählt er und sagt: "Du musst an dem Ort, an dem sich sich die Leute aufhalten, ein Angebot entwickeln."

Auch die BVG reagiert deshalb in der Regel nicht konfrontativ auf den Konsum in den eigenen Bahnhöfen. Das Problem sei zwar bekannt, und einige U-Bahnhöfe entlang der U7 und U8 stünden bei den Streifen des Unternehmens "besonders im Blick", teilt die BVG auf Anfrage mit. Allerdings gingen die Sicherheitsmitarbeiter dabei "mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl" vor. "Gerade in der Kälteperiode sind wir auch gehalten, Menschen, die arm sind oder am Rande der Gesellschaft stehen, nicht ohne konkreten Anlass in die Kälte zu schicken", schreibt das Unternehmen.

Drogenkonsum kennt keine Geschäftszeiten

Repressive Strafen und harte Durchgriffsszenarien scheinen nach den Berliner Erfahrungen keine nachhaltige Lösung zu sein. In der Drogenpolitik in Deutschland und Europa hat deshalb ein Umdenken stattgefunden. Akzeptierende Drogenhilfe heißt das Stichwort - so heißt das, was der Fixpunkt praktiziert. Die Menschen mit ihrer Sucht akzeptieren und ihnen erstmal bedingungslos helfen, wo es geht. Infektionskrankheiten vermeiden, Kriminalität und Obdachlosigkeit bekämpfen und irgendwann Perspektiven aus der Sucht aufzeigen, aber nur wenn jemand es auch selbst will. "Wir agieren begleitend, um darüber hinaus Perspektiven entwickeln zu können, wie sich die Lebenssituation verbessern kann. Das kann ja auch ein geregelterer und achtsamerer Konsum sein", sagt Marco Hampel.

Die Streetworker fordern vor allem eines: mehr Schutzräume für Drogenkonsumierende. Wenn sie mit ihrem Rucksack auf Tour durch den Bezirk gehen, dann haben sie neben sauberen Konsumutensilien auch Flyer dabei. Darauf sind Adressen für Konsumräume und Drogenberatungsstellen zu finden. Fünf Drogenkonsumräume gibt es derzeit in Berlin - zwei am Kotti, einen in der Karl-Marx-Straße, im Wedding und in Moabit. Dazu drei mobile Stationen, die derzeit die U-Bahnhöfe Leinestraße, Eisenacher Straße und Wilmersdorfer Straße anfahren.

Alleine in die Neuköllner Konsumstelle des Fixpunkts in der Karl-Marx-Straße kommen teilweise um die 300 Besucher am Tag, viele, um ihre Drogen zu nehmen. Das sind Spritzen, Pfeifen oder Lines, die nicht auf einer U-Bahn-Bank gestochen, geraucht und gezogen werden. Dieses Angebot gibt es aber nur tagsüber. Um 20.30 Uhr schließt die letzte Einrichtung. Zu früh, denn Drogenkonsum kennt keine Geschäftszeiten. Immerhin: Der Bezirk Neukölln teilt auf Anfrage mit, für das kommende Jahr sei eine finanzielle Aufstockung und Ausweitung der Straßensozialarbeit aus Bezirksmitteln vorgesehen.

Beitrag von Simon Wenzel

105 Kommentare

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  1. 105.

    "Ich nenne das Missbrauch der Notrufsäule." Die SOS-Säulen sind dazu da, wo soll da ein Missbrauch sein? Die Säule stellen nur eine Direktverbindung zur BVG her.

  2. 104.

    Der Fixpunkt e.V. erzielte laut Geschäftsbericht 2017 Einnahmen in Höhe von knapp. 1,5 Mio € von der Öffentlichen Hand. Die Miete für die Fixerstube am Kotti in fünfstelliger Höhe trägt laut RBB-Bericht der Bezirk wie "der Staat" auch für weitere Kosten aufkommt.
    https://www.rbb24.de/panorama/thema/2019/berlin-auf-droge/beitraege/kottbusser-tor-neuer-drogenkonsumraum-monika-herrmann.html

  3. 103.

    Sie verschweigen, dass die Zahl der Drogentoten in Hamburg stark gesunken ist und dann in den *letzten Jahren* woe von mit geschrieben relativ konstant geblieben ist. Gefällt Ihnen Statista nicht?

    Andere Quellen wie z.B. der Spiegel schreiben zu 1978 allgemein von Drogentoten, nicht nur Heroin im Speziellen.

  4. 102.

    Ist ein rauchender Fahrgast ein Notfall für Sie ??? Ich nenne das Missbrauch der Notrufsäule.

  5. 101.

    Für alle Interessierten möchte ich noch eine Auswahl an Informationen und Überblicken nennen:

    Das BKA verfasst jährlich einen Bericht "Bundes­lage­bild Rausch­gift­kri­mi­na­li­tät" mit vielen Daten rund um die Problematik. Natürlich fehlen hierbei wichtige Zahlen aus dem Gesundheitswesen & von Hilfsorganisationen.

    Der BR24 legt mit vielen Zahlen und Vergleichen beispielhaft nahe, dass die Drogenpolitik in Bayern (und der BRD) gescheitert wäre:
    https://www.br.de/nachrichten/bayern/faktenfuchs-bayern-hat-mehr-drogentote-als-die-niederlande,Sqp00Da

    Im Deutschlandfunk gibt es einen Artikel, der die Drogenpolitik Deutschlands infrage stellt:
    https://www.deutschlandfunkkultur.de/drogenpolitik-in-deutschland-zeit-fuer-einen-100.html

  6. 100.

    Meinen Sie vielleicht den damals noch vorhandenen Arbeiterkiez Neukölln? Mit all seinen verfallenen Ecken? Ja, das hatte durchaus seinen Charme, das muß ich gestehen. Aber sauber war’s damals auch nicht auf den U-Bahnhöfen und Trinkgelage fanden auch schon damals dort in aller Öffentlichkeit statt.

  7. 99.

    Statista ist ein "Anbieter für Markt- und Konsumentendaten". Meistens wollen die eine Anmeldung oder gleich Geld dafür sehen, sogar für das bloße Anzeigen der Primärquellen. Daher auch meine Frage.
    Jdenfalls konnte ich dort lediglich eine Statistik der Zahl der Drogentoten in deutschen Großstädten von 1997-2021 finden. Hamburg bleibt da nicht konstant, wie behauptet.
    Welche genau meinen Sie?

    Was jemand weiter unten über Hamburg schrieb, ist qualitativer Natur und bestenfalls anekdotisch wahr, aber jedenfalls kein Beleg für irgendetwas - schon gleich gar nicht für Köln und München. Ich bat um Belege Ihrer Aussagen von #73. Wo sind die Zahlen?

    Die 84 Tode vom RBB24 sind Herointote in Westberlin 1977. Nicht Drogentote, nicht Berlin, nicht 1978, und auch nicht die 78, die Sie für ganz Berlin angegeben haben.
    Woher stammt Ihre ursprünglichen Zahl aus #73?

    Ihr Herumgedruckse und Ihre Argumentationsweise wird mir zu müßig und entzieht sich meiner Logik.

  8. 98.

    Vor lauter gespielter Empörung haben sie überhaupt nicht verstanden, was ich an der Aussage des Kommentators kritisierte. Bitte nochmal lesen ;-)

  9. 97.

    Wie kann es sein, das so etwas in der Öffentlichkeit geschieht? Zwischen Kindern, werden Joint geraucht, Spritzen erhitzt. Untragbar. Es ist jetzt schon wie eine erlaubte Einrichtung/ Begegnungsstätte geworden. Und die Kameras in den Bahnhöfen, Vorhallen schauen zu. Stört keinen. Manchmal kommt Polizei, aber sobald sie weg ist, wieder das gleiche Bild. Was ist bloß aus dem schönen Neukölln geworden.

  10. 96.

    wie kommen die drogen nach berlin
    wer verkauft es
    da musst jemand auge zu machen


    wenn der staat nichts macht und an polizei sparrt passiert sowas

    also aufpassen was man wahlt ihn berlin

  11. 95.

    So sauber wie z.B. in San Francisco Kalifornien wird unser U-Bahn Netz niemals werden. Und ohne einen Zugführer der den Zug fährt schon gar nicht. Davon sind wir noch Meilenweit entfernt.

  12. 94.

    Vor allem kann man Leute nicht für voll nehmen, die unter Verfolgungswahn leider und einen pathologischen Hass auf Grüne entwickelt haben und deshalb nicht Herr seiner kognitiven Fähigkeiten ist.

  13. 93.

    "Fakt ist doch, dass aus Gründen des Geldsparens auf Kosten der Sicherheit der Fahrgäste das früher ständig anwesende Personal auf den Stationen wegrationalisiert wurde."

    Das war lange vor RRG. "Viele Fahrgäste trauern den früheren Zugabfertigern hinterher, die nach der Wende bis 1998 Zug um Zug abgeschafft wurden. Ihr „Zurückbleiben, bitte“ war nicht nur das Signal zur Abfahrt einer U-Bahn, sondern auch ein Stück BVG-Autorität vor Ort."

    "Das festzustellen ist wohl kaum Hetze." Doch, ihre absichtlichen Verdrehungen und Lügen sind Hetze. Siehe oben.

  14. 92.

    Richtig ist, das es damals in Westberlin Ende der 70er Jahre viele Drogentote gegeben hatte. Dann erschienen Auszüge aus dem Buch von Christiane F. im Stern. Anfang der 80 Jahre wollte der Berliner Senat ein Zeichen setzen und finanzierte den Film: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo mit. Als der Film herauskam sollte er damit vor allem Jugendliche warnen vor Heroin. Dieser Schuss ging leider nach hinten los. Das einzige was durch den Film entstand, waren Präventionsmaßnahmen Maßnahmen durch einige Ärzte die ihre Räumlichkeiten als Anlaufstelle für Fixer zur Verfügung stellten. Eine davon existiert immernoch in der Bergmannstraße/Kreuzberg.

  15. 91.

    Ich muss es auch immer wieder feststellen, wie schlimm es doch geworden ist. Bahnhof Neukölln in der Vorhalle fing es an, das sich große Gruppen in den Ecken der U Bahn hinsetzen und sich Alufolien mit Feuer bereiten. Jetzt machen sie es sogar direkt auf dem U-Bahnhof. Rauchen ist dort für einige auch schon normal geworden. Nicht schön, wenn man Kinder hat. Und es sieht sehr sehr dreckig, keimig aus, in den Ecken. Armes Reinigungspersonal.

  16. 90.

    Weiter unter schrieb jemand, dass Hamburg wieder Verwahrlosung. Due Zahl der Drogentoten werden z.B. von Statista zusammengetragen.

    In West-Berlin waren es laut RBB sogar 84 Drogentote.
    https://www.rbb-online.de/berlin-schicksalsjahre/schicksalsjahre-1970-79/das-jahr-1977.html
    Wg. #26 fragen Sie am besten dessen Verfassen, der Christiane F. in die Diskussion eingebracht hat.

  17. 89.

    Und überhaupt. Die Kommentare von Lorenzo sind mit Abstand das Dümmste was ich hier zum Thema lesen kann.

  18. 88.

    Natürlich dürfen Sie fragen, was mit "Ihren" Steuergeldern so passiert. Sie dürfen sogar mit Ihrem nächsten Kreuzchen grobe Präferenzen setzen. Meines Wissens nach werden die Therapien in der Regel von den Krankenkassen gezahlt, denn Sucht ist anerkannte Krankheit.

    "Ein Drogensüchtiger hat nicht das Recht, überall und jeden Tag Drogen zu konsumieren". Nein, bestenfalls im moralischen/ethischen Sinne, aber jedenfalls nicht im juristischen.

    Die Kriminalisierung der Abhängigen nach den Vorstellungen einiger hier (Auffinden, Vertreiben, Überwachen, Verwaltungsakte wegen Ordnungswidrigkeiten oder Strafen, Ausnüchtern) kostet auch so einiges.

    Zu Ihrem letzten Teil: Ich denke Sie haben eine merkwürdige Auffassung davon, wie Sucht meistens entsteht. Viele sind schon vor Suchtbeginn arbeitslos. Es ist nicht eine Entscheidung à la: Und heute werde ich drogenabhängig. Fast keiner möchte in dieser Situation sein. Das Problem ist die Verzweifelung, die Scham und die Einsicht.

  19. 87.

    Jein.

    Die ersten Fragen kann niemand ernsthaft beantworten. Aber bei einer Antwortfindung sollte man auch legalisierte Drogen wie Alkohol & Tabak ins Auge fassen.

    Die Hilfsorganisationen stellen doch die Räumlichkeiten. Ob die jetzt nur durch Steuergelder finanziert werden, wage ich mal zu bezweifeln.

    Wie wollen Sie das sinnvoll ahnden? Es kostet sehr viel Geld das rigoros zu kontrollieren. Wie sieht die Strafe aus? Die Betroffenen haben doch nichts außer Hemd & Hose. Ausnüchterungszellen und Dergleichen sind nicht darauf ausgelegt bzw. zu wenig und wieder sehr teuer. Dagegen sind die Räumlichkeiten der Hilfsorganisationen doch sicherlich ein Fliegenschiss.

  20. 86.

    Das interessiert mich sehr. Könnten Sie bitte eine genauere Referenz angeben? Eine DOI oder Titel, Autor und Jahr?
    Vielen Dank!

  21. 85.

    1. Woher stammen Ihre Zahlen? Aus Sekundärquelle: 62 Drogentoten in Westberlin 1978. Für Ostberlin wird es wohl schwierig, schließlich widerspricht die Existenz von Drogentoten der DDR-Ideologie.
    Sie sollten auch beachten, dass die Bevölkerung Gesamtberlins zwischen 1978 und heute um ca. 20% gewachsen ist.

    2. Wie wurden Ihre Zahlen erhoben? Eine genaue Statistik zu Drogensucht gestaltet sich kompliziert. Das liegt auch am Kriminalisierungsgrad. So hängt das Verhalten und Zählen der Toten, Abhängigen und deren Delikten stets vom Agieren von Politik, Polizei, Hilfsorganisationen und des Sensibilisierungs- & Akzeptanzgrades der Gesellschaft ab. Die Drogenpolitik hat sich zwischen 1970 und 1980 deutlich verändert und somit auch die Erfassungsmethoden.

    3. Belege für Köln, Hamburg, München? Unten schrieb jemand, dass es in Hamburg über die letzten 20 Jahre ab- und wieder zugenommen hätte.

    4. Inwiefern wiederlegen diese Fakten den Kommentar #26, auf welchen Sie sich beziehen?

  22. 84.

    "Cannabis wird eher unter Arbeitslosen genommen sowie unter sehr jungen Menschen bzw. Studenten. "

    Selten so einen Schwachsinn gelesen.

  23. 83.

    Ich als Steuerzahler darf auch nicht fragen, ob von meinem Geld neue Spritzräume oder sinnvolle Entzugs-Therapien bezahlt werden.
    Ein Drogensüchtiger hat nicht das Recht, überall und jeden Tag Drogen zu konsumieren, die womöglich noch andere bezahlen.
    Sei es nun über Bürgergeld oder Beschaffungskriminalität.
    Ebenso kostet dir immer größer werdende Drogen-Infrastruktur.
    Somit werden noch mehr Arbeitslose produziert, neue Süchtige animiert bzw. das Leben als Drogenkonsument in einer Parallelwelt erst möglich gemacht.

  24. 82.

    Wie viel Krebserkrankungen gehen auf Drogen?
    Wie viel Herztote?
    Ich glaube, die Zahlen sind noch viel höher.
    Dennoch sollte eine Gesellschaft, die Alkohol erlaubt, auch mit anderen Drogen umgehen.
    Das Leben ist nun mal auch mit "Sünden" verboten.
    Allerdings wäre es besser, wenn jeder auch durch Arbeit seinen Rausch finanziert.
    Und dann im Club oder zu Hause erledigt.
    Aber bitte nicht in Hausfluren und auf U-Bahnhöfen.
    Das müsste knallhart geahndet werden.
    Dann gibt's mal ein paar Stunden eben nichts.
    Aktuell zahlen die Steuerzahler Spritzräume und die ganzen Schäden durch Drogenkonsum.

  25. 81.

    Nicht von Experten, sondern von EINEM schwedischen Forscherteam. Etliche Experten kommen zu anderen Ergebnissen.

    "Wenn man mit Einstiegsdroge meint, dass ein Cannabis-Raucher zwangsläufig bei Kokain oder Heroin landet, dann ist die Antwort ein klares Nein. Wenn man mit Einstiegsdroge meint, dass der Weg zu Drogen wie Kokain und Heroin praktisch immer über Marihuana und Haschisch führt, dann ist die Antwort ein klares Ja. "

    Das kommt davon indem man Cannabis kriminalisiert und illegal ist. Der Dealer führt dann nicht nur Cannabis.

  26. 80.

    Cannabis ist teilweise sogar noch schlimmer als Kokain.
    Während Kokain zwar auch unangenehme, überdrehte Personen hervorzaubert, sind Konsumenten auch im Segment von Berufstätigen zu finden - insbesondere Stress-Jobs. Das kann die Gastro genauso sein wie in Managementberufen.
    Cannabis wird eher unter Arbeitslosen genommen sowie unter sehr jungen Menschen bzw. Studenten. Dort richtet es auch mehr Schaden an.
    Und bei Crack kommt es auf die Charaktere an:
    Einige werden von allem süchtig. Manche ziehen sich alle 3 Wochen was hartes rein, haben aber keinerlei Personen- oder Sozialprobleme.

  27. 79.

    Danke für diesen Artikel. Als Anwohner mit Kind, vor dessen Kita jeden Tag Spritzen liegen, finde ich es sehr schwer mit dem wachsenden (öffentlichen) Drogenkonsum in unserer Nachbarschaft umzugehen. Durch den öffentlichen Drogenkonsum und Verkauf rund um die Fixpunkte und U-Bahn-Stationen entstehen leider kinderfeindliche Räume, die sich ausdehnen. In unserem Kiez scheint es keine Obdachlosen mehr zu geben, die nicht Crack abhängig sind.

  28. 78.

    Merkt Rot-Grün-Rot eigentlich noch, was in Berlin abgeht?
    Vielleicht sollte man neben ihnen auch die Ampel-Politiker zu einem regelmäßigen Pflichtbesuch am U-Bhf. Kottbusser Tor verdonnern.
    Entweder wissen die nicht, was hier los ist, oder es interessiert die nicht, worunter die Normalbürger zu leiden haben.

  29. 76.

    Ihre Märchen-Behauptung ist von medizinischen Experten widerlegt und Cannabis hat gerade sehr viele junge, sich physisch und psychisch noch in der Entwicklung befindende Menschen dauerhaft und stark gesundheitlich geschädigt sowie schwer suchtkrank gemacht. Internationale Studien von medizinischen Fachkräften und Forschenden, unter anderem aus Schweden, haben dazu klare Nachweise erbracht, die in Fachmagazinen wie "Neuropsychopharmacology" veröffentlicht wurden.
    Richtig cool ist es übrigens, wenn man ohne diesen Dreck auf dem Tisch tanzen und Kreativität und Fantasie ausleben kann.

    Wie fänden Sie es eigentlich, wenn die Dealer schon vor der Grundschule ihrer Kinder oder Gewschwister stehen - alles Märchen?

  30. 75.

    Auch @Pit, da dachte man, da kommt etwas Substanzielles, aber dann wieder die selbe Leier, nur unter einem neuen Nick. Ist das schon pathologisch?

  31. 74.

    Den Elias sollte man nicht zu ernst nehmen. Ich erinnere gerne auch an den Aufschrei aus der Politik, als die BVG angekündigt hatte, gewisse Bahnhöfe nachts zu schließen. Würden Aufsichten daran etwas ändern oder wären die nicht auch gezwungen, "mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl" zu handeln?

  32. 73.

    1978 gab es 78 Drogentote in Berlin samt Schlagzeilen, 2020 waren es weit über 200. Denn Zahl ist in den letzten Jahren rasant angestiegen, während die in Städten wie Köln, Hamburg oder München konstant blieben. Da muss man dringend hinterfragen, ob sozialromantische Streetworker und Fixerstuben die richtigen Mittel sind, um Suchtkranken in Kreuzkölln zu helfen.

  33. 72.

    Der Rechtsstaat lässt das aus guten Gründen nicht zu. Wo kämen wir da hin? Nein, danke.

    Umgekehrt ließe sich das auch ziemlich simpel missbrauchen, um unliebsame Personen zu diskreditieren, mundtot zu kriegen oder aus der Öffentlichkeit zu entfernen.

  34. 71.

    1. Ich bin mir sicher, dass die Hilfsorganisationen alles in ihrer Macht stehende tun, um Betroffene von Therapiemöglichkeiten und -angeboten zu überzeugen. Den Sinn der Utensilienausgabe begründete ich bereits.

    Sie könnten hierbei Teil der Lösung/Hilfe sein. Machen sie mit oder gründen Sie selbst eine. Möglicherweise lernen Sie dabei, was funktioniert bzw. was nicht. Ich nehme mal vorweg, dass es nicht einfach ist oder werden wird.

    2. Bitte weisen Sie Ihre Behauptung, dass es bisher nur Anstiege gab, nach. Die Entwicklung der Konsumenten kann nur geschätzt werden (Dunkelziffer). Die Statistiken hängen auch davon ab, wie viel Einsatz Politik, Polizei, Sicherheitspersonal und Hilfsorganisationen gerade so zeigen.

    3. Kann sein, dass ich zu kurz denke. Sagen Sie mir einfach, an welcher Stelle das Ihrer Meinung nach konkret der Fall wäre.

    4. Bitte legen Sie mir keine Worte in den Mund. Von "lass sie doch" schrieb ich nichts. Die Hilfsorganisationen tun ja genau das Gegenteil.

  35. 70.

    Ja, das ist sicherlich unschön. Jedoch wäre Ihr Problem durch eine Reparatur des Vermieters und eine hinreichend sichere Haustürverriegelung gelöst. Das hat aber herzlich wenig mit BVG und Politik des Berliner Senats zu tun.

    Aufgrund Ihrer weihnachtlichen Heimlichtuerei muss ich raten: Ich nehme mal an, dass der Vermieter das Land Berlin bzw. eine landeseigenes Wohnungsunternehmen ist. Selbst in diesem Fall würde Obiges gelten.

  36. 69.

    Sehen Sie denn markante Verbesserungen in Bezug auf Sauberkeit der U-Bahnhöfe oder der Sicherheit in diesen Bahnhöfen?
    Wenn ja, welche sollen das sein?

    Fakt ist doch, dass aus Gründen des Geldsparens auf Kosten der Sicherheit der Fahrgäste das früher ständig anwesende Personal auf den Stationen wegrationalisiert wurde.
    Das festzustellen ist wohl kaum Hetze.

  37. 68.

    "Die politischen Entscheidungsträger sind soweit weg von der Realität wie Nordkorea von demokratischen Wahlen "

    Eher sind diejenigen hier die gegen den Senat, Jugendliche mit Migrationshintergrund und Drogenabhängige hetzen so weit weg von der Realität und demokratischen Werten.

    Der Staat und 'die da oben' werden dann als etwas Feindseliges angesehen", d.h. die hier am lautesten hetzen sind kein bißchen besser als diese Jugendlichen.

  38. 67.

    Also ich kann mich an eine Zeit in Berlin erinnern, da ist die BVG zusammen mit der Polizei in U- und teilweise auch in der S-Bahn gemeinsam unterwegs gewesen. Überspitzt gesagt, zwei fürs Hausrecht, zwei fürs Grobe. Der polizeiliche Part wurde weggespart. In einer Zeit, wo nahezu jeder Möchtegernmafiosi Solinger Qualitätsware mit sich führt, kann ein besserer Hausmeisterservice die Sache nicht "wuppen". Die BVG hat ihre Zugabfertiger abgefertigt - nun sind Kameras und Notrufsäulen da - aber es ist niemand mehr vor Ort. Das bloß auf die BVG abzuwälzen ist etwas "eingleisig".

  39. 66.

    Bitte verstehen sie meinen Kommentar (#16) als Antwort auf #1. Ich wollte damit ausdrücken, dass man sogar ohne Empathie für die Betroffenen (wie Holger in #1) zu dem Schluss käme, dass seine Maßnamen nicht zielführend wären. Ich halte seinen, wie viele andere Kommentare hier, für deutlich respektloser und menschenverachtender als meinen. Ich denke, dass Ihr Zitat zu selektiv ist.

    Dennoch: Ein Empathiepflicht existiert bestenfalls moralisch. Und wir wollen mal nicht päpstlicher als der Papst sein. Schließlich mangelt es selbst einem Papst zu oft daran, siehe etwa Missbrauchsgutachten bzgl. Benedikt XVI.

    Wo habe ich behauptet, dass Sucht keine Krankheit wäre?

    Dass Sie mir Wohlstandsverwahrlosung unterstellen, impliziert, dass ich in Wohlstand leben würde, und grenzt an ein argumentum ad hominem. Wie ich lebe, ist der Debatte und den Betroffenen völlig irrelevant.
    Falls Sie meinen Wohlstand finden und wiedergeben, vergüte ich das gerne mit einem Finderlohn. Ehrlich ;-)

  40. 64.

    Sicherheitsdienst hin oder her. Laut Artikel löst dieser das Problem nicht, sondern verlagert es nur. Streng genommen verschärft eine Vertreibung durch den Sicherheitsdienst das Problem sogar, da der nutzbare Raum der Betroffenen verringert wird.
    Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen und durchdrungen?

  41. 63.

    ...wegen des Zitates! Der Genitiv ist toll, aber die Satzzeichen am Anfang und Ende der Überschrifft sind nicht bedeutungslos, meine Herren.

  42. 62.

    Der Senat, allen voran die Giffey leben doch in einer Blase. Wenn die mal einen U Bahnhof besucht wird der vorher gewienert und geputzt. Die politischen Entscheidungsträger sind soweit weg von der Realität wie Nordkorea von demokratischen Wahlen

  43. 61.

    Die Berliner Politik muss handeln, was sagen die Spitzenkandidat für Abgeordnetenhaus dazu, welche Lösungsvorschläge gibt es. Bin auf die Antworten sehr gespannt. Weiter so ist keine Lösung!

  44. 60.

    Das Buch ist bei weiten viel interessanter und genauer geschrieben. An manchen Schulen wird es sogar als Lehrstoff verwendet und das ist auch gut so. Auch die Rolle welche ich im Film darstelle ist im Buch viel genauer beschrieben. Detlef der Hauptdarsteller war sogar sehr eng mit diesem Rolf befreundet gewesen. Kommt im Film leider nicht so gut rüber. Aber bedauerlicherweise ist selbst heute die Fixer und Drogenszene keineswegs in den Griff zu bekommen. Es ist wie ein Kampf gegen Windmühlen, leider. Die Forderungen von den Grünen alle Drogen zu legalisieren wäre eine gute Option. Aber es würde lange dauern bis sich alles normalisieren tut und das Interesse an Drogen sinkt. Davor würde es ersteinmal viele Tote zu beklagen geben. Deshalb zweifle ich auch daran, harte Drogen freizugeben. Für mich wäre die Legalisierung von Cannabis ein Segen. Denn damit könnte ich meine chronische Schlafstörung in den Griff bekommen.

  45. 59.

    Es klingt zwar hart aber: Man müsste Drogenkonsumenten von harten Drogen auf der Straße per zugeteiltem Staatsanwalt entmündigen und in spezielle Entzugskliniken schicken. Danach Re–Sozialisierung und Integration in den Arbeitsmarkt.

    Wer so stark abhängig ist kann nicht mehr als mündig bezeichnet werden. Frisches Besteck und das zählen der Konsumenten als Maßnahme sind da eher eine Farce…

  46. 57.

    Die BVG ist an Situation selber schuld. Seit Ende November 2022 gibt es nämlich keinen externen Sicherheitsdienst mehr. Und der hauseigene Sicherheitsdienst der BVG greift freiwillig nicht ein.
    Seit dem 24.12.2022 gibt es wieder einen externe Sicherheitsdienst der BVG.
    Nur leider wird auch dieser die Probleme lösen.
    Dafür werden unsere Steuergelder und Abogebühren verschwendet.

  47. 56.

    "Mit welchem Recht wollen Sie die Betroffenen in eine Behandlung zwingen?" Ich will sie nicht "zwingen", die Hilfsorganisationen / Streetworker sollten sie überzeugen, anstatt bedienen! Warum werden es denn immer mehr Konsumenten? Weil zugelassen wird, dass Beschaffung und Konsum ganz einfach sind!
    "Zu kurz gedacht"?? Das tun die, die immer sagen "lass sie doch"....

  48. 55.

    Nicht nur BVG und d.Politk fahren einen "Kuschelkurs", bzw. sind Unfähig. Folgende Situation: bei Uns , Haus mit 2 Eingängen, Türen ständig kaputt, Nachts ständig Drogensüchtige. Morgens Urin und Kotgestank im ganzen Haus. Jetzt ratet mal,wer hier der Vermieter ist? Abendschau hat auch schon über Unser Haus berichtet. Angesichts solcher Missstände dürfte es jedem schwer fallen Sympathie, Verständnis , oder Empathie für Drogensüchtige zu empfinden.

  49. 54.

    "Der Senat möchte ganz offensichtlich, dass alles bleibt wie zuletzt..."

    Und manche benutzen jeden Vorwand um gegen den Senat zu hetzen.

  50. 53.

    "Das ist doch nicht so schlimm und wir sollten uns daran gewöhnen, wenn, nach Wunsch der Grünen, die Einstiegsdroge Cannabis freigegeben wird. "

    Das Märchen von der Einstiegsdroge Cannabis ist schon seit Jahrzehnten widerlegt. Aber Hauptsache man kann gegen Grüne hetzen.

  51. 52.

    Harte Drogen bringen Menschen - darunter auch Kinder - in einer unfassbar unnötigen Zahl um oder zerstören Leben, die Zukunft von Kindern drogensüchtiger Eltern...! Handel mit harten Drogen ist bezahlter Mord auf Raten - was gibt es da verniedlichen?

  52. 51.

    Nachdem ich nun hier lese, dass die Zustände offensichtlich noch schlimmer sind als früher, werde ich mit Sicherheit nicht wieder vom Auto auf die BVG umsteigen, um zur Arbeit zu kommen.

  53. 50.

    Es gibt seit vielen Jahren kein Personal mehr auf den Bahnhöfe, was ich sehr bedauere.
    Mit punktuellen Einsätzen mobiler Mitarbeiter ist keine Besserung erreichbar. Mit Kameras wohl ebenfalls nicht.
    Der Senat möchte ganz offensichtlich, dass alles bleibt wie zuletzt...

  54. 49.

    Sehr interessant und Gratulation zur Rolle im Film!

    Ein Kinoerfolg wäre der Film mit tatsächlichen Betroffenen vermutlich nicht geworden. Das passt nicht ins Geschäft. Da kann man eigentlich nur ein Doku mit (Ex-)Betroffenen drehen.

    Ich bezog mich in meinem Kommentar im Übrigen auf das Buch.

  55. 48.

    Ich habe nicht behauptet, dass Berlin Charme hätte (das sollen andere beurteilen), sondern lediglich, dass dieser sich durch jene Maßnahmen veringern würde.

    Welche Großstädte haben keine Probleme aufgrund von Drogenabhängigkeit? Welche davon nutzen jene Maßnahmen umfänglich und besitzen dennoch Charme? Und zu welchem Preis tun sie das?

  56. 47.

    Ja, Drogenabhängige sind krank und bedürfen der Hilfe. Diese Krankheit wurde, wie andere Suchterkrankungen auch, aber ausschließlich selbst "erworben". Insoweit ist Ihr Pauschalvergleich mit Herzinfarkt, Schlaganfall p.p. nicht zutreffend.

  57. 46.

    "Zeigen Sie mir doch bitte, wo die BVG angeblich tätig ist." Ich sehe auf meinen Strecken oft den Sicherheitsdienst und habe auch schon gesehen, dass ein Raucher rausgeschickt wurde. Im Übrigen kann man über die Notrufsäulen Vorfälle melden (wenn man den roten Knopf drückt, schalten die Monitore direkt auf den Bahnsteig, von dem der Ruf kommt).

  58. 44.

    Unser Holger hat offensichtlich nichts aber auch gar nichts nichts verstanden…

  59. 42.

    Wir leben in einem Rechtsstaat. Mit welchem Recht wollen Sie die Betroffenen in eine Behandlung zwingen? Was bringt eine Behandlung ohne Einsicht/Willen des Patienten?

    Es ist eine Sucht. Konsumiert also wird ohnehin und die Betroffenen nutzen, was gerade da ist. Wenn es nicht saubere Utensilien sind, werden alte genutzt oder Besteck selbst gebastelt. Letzteres verschärft die Symptomatik doch lediglich.
    Daneben erzeugt das Verteilen Kontaktpunkte mit den Betroffenen. Das schafft Vertrauen und Gesprächsmöglichkeiten, um Betroffene von einer Therapie oder anderen Hilfsangeboten zu überzeugen.

    Und Polemik à la "..., da kann man gleich den Stoff dazu legen. " hilft schonmal gleich gar nicht.

    Ihr Kommentar ist zu kurz gedacht.

  60. 41.

    Die damalige offene Drogenszene war der Tod von rot/grün 2002 in Hamburg. Dann kamen von Beust und Ronald Schill. Es wurden Rückzugsorte geschaffen, sonst aber knallhart durchgegriffen.
    Heute wieder rot/grün in Hamburg, Hauptbahnhof und Umgebung verwahrlosen wieder durch Junkies und osteuropäische Bettlerbanden.
    Leider haben wir in 3 Jahren erst Neuwahlen.

  61. 40.

    Konsumieren ist nunmal die korrekte neutrale Beschreibung. Wie soll denn Drogenkonsum ihrer Meinung nach beschrieben werden? Extra verächtlich und herabwürdigend, weil böse und kriminell und ganz schlimm?

  62. 39.

    Wie schon in einem früheren Kommentar zu lesen ist, gibt es den politischen Willen für eine echte Hilfe nicht. Das wissen auch die Streetworker, deren Arbeit eigentlich nur eine Feigenblattfunktion hat. Das ist eine echte Armuts-Drogenszene, das macht es so schlimm (anzusehen). Es braucht Räume gegen Obdachlosigkeit, mit Gesundheitsversorgung, Ernährung und Beratung und Therapieangeboten. Eine Perspektive eben. Aber das kostet etwas, und so wichtig sind uns arme und kranke Mitmenschen dann doch nicht...

  63. 38.

    Vielleicht hilft der Blick in andere Industrieländer, wie diese das Thema angehen (z.Bsp. Frankreich, UK aber auch Japan oder Korea) - oftmals muß man gar nicht das Fahrrad neu erfinden sondern nur etwas anpassen.

  64. 37.

    Danke für Ihre Ausführungen in allen 3 Kommentaren. Nur mal so zur Info: Den Film Christiane F. hatte auch der damalige Berliner Senat mitfinanziert und er sollte als Abschreckung dienen. Als erster Regisseur war Rohland Klick im Gespräch. Dieser wollte echte Junkies im Film einsetzen u.noch so einiges mehr. Damit das Publikum auch wirklich mal genauer hinsehen kann, was sich da so alles tut in der Szene. Das war den Produzenten B. Eichinger dann doch zuviel und beide zerstritten sich untereinander, sodass U. Ethel aus München der neue Regisseur wurde. Was dann aus dem Film gemacht wurde wissen wir bereits gut. Die kleine Nebenrolle des“ Rolf“ durfte ich übrigens spielen. Von daher weiß ich über die vorangegangenen Vorfälle zum Film Bescheid. Hätte damals R. Klick tatsächlich den Film gedreht, wären so manche während des Films aus dem Kino rausgelaufen, weil ihnen schlecht wurde.

  65. 36.

    Also wenn Sie weitergelesen hätten, fand ich die Meinung durchaus differenziert. Und: "Drogenabhängigkeit ist genauso eine Krankheit wie auch Herzinfarkte oder Schlaganfälle." Warum werden Drogensüchtige dann nicht in ein Sanatorium eingewiesen und behandelt?

  66. 35.

    Die Gesellschaft versagt ständig und an vielen Punkten, gewöhnen Sie sich also besser daran. Dass die Betroffenen ihren Konsum in den allermeisten Fällen selbst zu verantworten haben, steht außer Frage. Ich denke, dass das die meisten Menschen so sehen, sogar viele Betroffene. Das ist auch der Grund dafür, dass Betroffene nur schwierig zur der Einsicht gelangen, dass sie herbe Fehlentscheidungen auf dem Weg dorthin getroffen haben, um dann daraus einen Therapiewillen zu entwickeln.

    Fehler einzugestehen gehört neben den Worten "Ich liebe dich" zu äußern zu einem der schwierigsten Unterfangen des Menschen. Es ist so menschlich, wie das Bedürfnis, Menschen in Not helfen zu wollen. Jedenfalls hilft eine zunehmende Empathielosigkeit gegenüber den Betroffenen wenig. Sie ist eher ein gesellschaftszersetzendes Zeichen.

    Da Sie auf Holger (#1)antworten, empfehle ich Ihnen auch, sich meinen Kommentar (#16) zu Holgers zu Gemüte zu führen.

  67. 34.

    "Und weil es keinen Rückzugsort für Drogenabhängige gibt, setzen sie sich den Schuss vor allen!" Das ist zwar richtig, setzt aber nur ganz hinten am Schluß einer Kette bei den sichtbaren Symptomen an. Leider liegt dort anscheinend auch nur noch der Schwerpunkt der Sozialarbeiter. Mehr Energie müßte in die Vermeidung der Ursachen und in die Aufklärung über Drogen und die Erschwerung des Zugangs zu Drogen gelegt werden + sehr harte Strafen für die gesamte Handelskette von Drogen (es bringt meist nicht so viel die Endkonsumenten hart zu bestrafen).

  68. 33.

    Charme der Stadt? Der ist echt gut... Abgesehen davon gibt es das in anderen Städten auch und es funktioniert.

  69. 32.

    Der Genitiv wird aber zunehmend aus der Sprache verdrängt. Sie wissen doch: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. ;-)

  70. 31.

    Crack Konsumieren... was wurde da für ein verharmlosende Bezeichnung eingeführt... wie wäre es mit "genießen"?

  71. 30.

    Bei allem Respekt für die Hilfsorganisationen....diese Menschen sind krank und gehören in Behandlung; das Ziel sollte sein, möglichst viele von den Drogen weg zu bekommen. Das erreicht man nicht, wenn man ihnen die Utensilien hinterher trägt, da kann man gleich den Stoff dazu legen.

  72. 29.

    Jede Partei setzt im Idealfall das um wofür sie vom Wähler beauftragt worden ist. Es ist also eigentlich nicht die Partei, die Ihnen missfällt, sondern deren Wähler. Zum Glück leben wir in einer Demokratie, wo jede Stimme gleiches Gewicht besitzt.

    Zudem geht es hier um Berlin nicht um Deutschland, also wäre ein "Armes Berlin" eher angebracht. Zur Not hatten und haben Sie ja stets die Möglichkeit, in ein anderes Bundesland zu ziehen.
    Besonders konstruktiv ist Ihr Beitrag leider auch nicht. Ihr gewählter Name scheint Programm zu sein. Eine beliebige 16-jährige Person verhält sich im Durchschnitt jedenfalls mündiger/reifer als Sie es hier tun.

  73. 28.

    Die Antwort auf Ihre Frage steht doch im Artikel: Das Problem wird somit nur räumlich verlagert, also bestenfalls symptomatisch bekämpft (eigentlich sogar verschärft). Gelöst wird es dadurch jedenfalls nicht.

  74. 27.

    Zeigen Sie mir doch bitte, wo die BVG angeblich tätig ist. Die Drogenabhängigen, die ich täglich sehe, interessiert es nicht wirklich, ob fußläufig eine Fixerstube erreichbar ist. Die kaufen ihre Drogen direkt im Bahnhof und konsumieren sie auch gleich dort. Von mir aus dürfen sich Menschen dort gerne aufwärmen. Aber wenn geraucht, uriniert oder gedealt wird, dann sollte die BVG durchaus ihr Hausrecht durchsetzen. Wie der ÖPNV so attraktiver werden soll, haben Sie leider auch nicht beantwortet.

  75. 26.

    Es ist eine Sache den Konsum von Cannabis mit dem von Kokain, Heroin, Crack und Meth zu vergleichen. Aber das alles allein RRG in die Schuhe zu schieben, wirkt nicht sonderlich fundiert. Das Problem existiert ja schon deutlich länger.
    Wer hat denn so alles seit "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" (1978) in Berlin regiert?

  76. 25.

    Haben Sie erfolgsversprechendere Vorschläge? Wie soll man den Sumpf denn sonst austrocknen?

    Die Kriminalisierung von Brauerei/Brennerei war erwiesenermaßen ja auch nicht die hellste Idee, siehe etwa die Prohibition vor 100 Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika. Der Konsum ist einfach nicht genau messbar, sinkt nicht auf ein vernachlässigbares Niveau, der Schwarzmarkt blüht unkontrolliert samt Nebenwirkungen, so z.B. Vergiftung, Explosion, Panscherei, Betrügerei, Bandenkriminalität.

  77. 24.

    Das Problem existiert schon länger. Ich erinnere an "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von 1978.

  78. 23.

    "Man muss keine Empathie zu Drogenabhängigen entwickeln", Wohlstandsverwahrlosung und Menschenfeindlichkeit im Endstadium. Ich hoffe Ihnen ist ihr Kommentar peinlich, wie man so respektlos gegen Menschen schreibt. Drogenabhängigkeit ist genauso eine Krankheit wie auch Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Warum unterscheiden Sie zwischen "richtigen" und "falschen" Krankheiten?!

  79. 22.

    Ich stimme Ihnen inhaltlich vollumfänglich zu. Allerdings hätte ein netter Hinweis samt Änderungswunsch an die Redaktion genügt.

  80. 21.

    Aber wie soll man Menschen so mir nichts dir nichts in eine Klink zwingen und dort verwahren? Das gleicht einem Gefängnis mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen. Und dann?
    Die Therapieerfolgsquote sänke ins Bodenlose, weil den meisten Betroffenen die Einsicht bzw. der Wille fehlt. Wer will schon, wenn er gezwungen wird?
    Insgesamt ist diese Idee kostspielig und ohne Aussicht auf Erfolg. Da muss etwas Schlaueres her.

    Betroffene können sich in einem Rechtsstaat nur selbst einweisen. Ohne Einsicht/Willen scheitert jeder Therapieansatz im Keim. Warum ist das so schwierig zu verstehen?

  81. 20.

    "Bloß die Bahnhöfe sauber zu halten" wäre zumindest mal ein Anfang.
    Man redet seit Jahren von einer "Verkehrswende", und schafft es nicht einmal, einfachste Standards in Bezug auf Sauberkeit, Sicherheit und Pünktlichkeit einzuhalten.
    Anspruch und Realität klaffen immer weiter auseinander.
    Und warum sollen ausgerechnet die Fahrgäste des ÖPNV für Drogenabhängige büßen?

  82. 19.

    Nicht nur in NY ist das so. Ich kann die Mitleidsdiskussion und das angebliche Versagen der Gesellschaft nicht mehr hören.
    Jeder ist für sich selbst verantwortlich!!!!!

  83. 18.

    Berliner Grüne kämpfen doch für Freigabe von harten Drogen(Rbb Beitrag 8/22).Da kann doch alles nur noch besser werden.... Dann noch Wählen durch "gereifte" 16 jährige. OMG, Armes Deutschland

  84. 17.

    Um einigen Beiträgen, die lediglich Maßnahmen zur Symptombekämpfung, reinen Vertreibung und Verstärkung des räumlichen Mangels proklamieren, etwas entgegenzustellen, möchte ich zunächst daran erinnern, dass es damit noch lange nicht getan wäre, da das Problem sehr umfang- & facettenreich ist.

    Man müsste da mMn in größeren Maßstäben denken. Ein vollständiges und bundesweites Konzept müsste dafür her. Ich denke da etwa Maßnahmen wie Entkriminalisierung des Konsums, Einschränkung/Regulierung des Handels (z.B. via Apotheken oder Zertifizierung), hartes Vorgehen außerhalb dieses Systems (Schwarzmarkt & kriminellen Drogensumpf austrocken), genaue Erfassung & Lokalisierung von Handels-/Konsumstatistiken, darauf aufbauende Kontaktstellen/Therapieangebote, "housing first".
    Ja, das kostet alles viel Geld, das keiner bezahlen möchte. Allerdings möchte ich nicht wissen, wie viel uns Drogenabhängigkeit gesamtgesellschaftlich kostet. Bisher ist es nur kein separater Kostenpunkt auf der Rechnung.

  85. 16.

    Man muss keine Empathie zu Drogenabhängigen entwickeln, aber die von Ihnen vorgeschlagenen Maßnahmen wirken doch bestenfalls symptomatisch. Damit wird das Problem des räumlichen Mangels nur lokal verlagert (Bhf.-Wechsel, Hauseingänge, Hinterhöfe, Kinderspielplätze), was im Übrigen auch im Artikel ausgiebig dargestellt worden ist.
    Da kommen ja Zweifel auf, ob sie diesen überhaupt gelesen und durchdrungen haben.

    Zudem sollte man die negativen Auswirkungen jener Maßnahmen auf die gesamte ÖPNV-Nutzerinnenschaft nicht unterschätzen. Graue Schranken, Tore, Absperrungen, Zäune, Mauern, Kameras oder anlasslose Überwachung usw. sind nicht nur unansehnlich und unpraktikabel. Sie verringern auch die Attraktivität und den Charme der Stadt insgesamt - etwa für den Tourismus. Und sie dringen über Kurz oder Lang auch in die Köpfe ein - mit traurigen bis erschütternden Folgen für Individuum und Gesellschaft.
    Nehmen Sie diese Nebenwirkungen für diesen einen Zweck tatsächlich billigend in Kauf?

  86. 15.

    Es ist ein Graus geworden, zudem überall in der Stadt die Spitzen herumliegen. Was ist wenn man sich daran verletzt (Hunde, Kind)? Schützräume schaffen und es noch Ebenen für den Konsum ist doch falsch. Sie sollten in Kliniken gebraucht werden oder Einrichtungen um wieder ein normales Leben führen zu können und nicht bis zum Tod zuzusehen wie sie allmählich alles verlieren und andere belästigen.

  87. 14.

    Ich denke, hier wird nur die Pandemie des Drogen- und Betäubungsmittelmissbrauchs sichtbar. Meiner persönlichen Wahrnehmung nach gehören Drogen und/oder Betäubungsmittel mittlerweile bei vielen (der Mehrzahl?) der Berliner Jugendlichen zum Alltag. Das betrifft nicht nur sogenannte "sozial Schwache". In einem Falle konnte ich das aus der Nähe beobachten. Obwohl die verzweifelten Eltern wirklich an jeder Tür gekratzt haben, gab es de facto keine Hilfe. Zum Glück ist der betroffene junge Mensch rechtzeitig genug erwachsen geworden und hat sich berappelt. Hilfe dazu gab es ausschließlich aus Familie und Freundeskreis.
    Es stellte sich heraus, dass bereits Kinder mit ihrem Taschengeld in dieser Stadt in der Lage sind, an Drogen oder Betäubungsmittel zu kommen. U.a. deshalb sind Ansätze wie "lasst den Drogenverkauf im Görlitzer Park doch laufen" völlig kontraproduktiv. Selbst wenn man meint, dass ja jeder selber entscheiden könne: Für Kinder und Jugendliche gilt das nicht!

  88. 13.

    Warum kann jeder in Deutschland einfach ohne Berechtigung auf den Bahnsteig kommen? Es gibt viele Länder die einen Zutritt nur über fest installierte Kontrollmechanismen zulassen, damit wäre auch das Problem der Schwarzfahrer abgeschafft.
    Warum muss man für Drogensüchtige Freiräume schaffen?

  89. 12.

    Das ist doch nicht so schlimm und wir sollten uns daran gewöhnen, wenn, nach Wunsch der Grünen, die Einstiegsdroge Cannabis freigegeben wird.
    Die Stadt verkommt, auch dank der seit Jahren Unfähigen und Selbstdarsteller im RotGrünRoten Senat, die sich eher ob ihrer Unfähigkeit selber auf die Schulter klopfen.

  90. 11.

    Einerseits kann ich Ihren Frust sehr gut nachvollziehen. Doch bitte bleiben Sie sachlich und unterstellen der BVG hier nicht tätig sein zu wollen oder müssen. Kameras gibt es auch schon. Wenn Sie den Artikel bis zu Ende lesen, werden Sie feststellen das selbst die Drogenkonsumenten lieber woanders als an einem öffentlichen Standort sein möchten, es aber nicht anders können. Und nur die Bahnhöfe vor denen sicherer zu machen und immer schön sauber zu halten wird allein das Problem nicht lösen. Das ist bloß Augenwischerei.

  91. 10.

    Aber unsere Grünen Freunde wollen Drogen legalisieren.....geht's noch?

  92. 8.

    Eine sehr traurige Bilanz für die Hauptstadt. Besonders Crack ist dabei auf den Vormarsch. Mir kommen Erinnerungen wieder hoch als die Junkies noch auf den U-Bahnhof Kurfürstendamm abhingen. Anschließend wurde der Film gedreht: Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo um vor allem Jugendliche davor zu warnen Heroin zu konsumieren. Der Erfolg des Films war leider nur mäßig.
    Bei der Droge Crack habe ich die größte Sorge bei der Beschaffung von Geld. Wie schnell kann es dann passieren wenn unbeteiligte Passanten Opfer von Angriffen werden? Wenn man sich ein wenig auskennt mit dieser Droge Crack, weiß man auch wie unberechenbar deren User sein können.

  93. 7.

    Was ist das für eine kaputte Gesellschaft, in der wir leben, wenn immer mehr Menschen glauben, nur noch im Drogenrausch existieren zu können.
    Erschreckend, welche Ausmaße der Drogenhandel und -mißbrauch mittlerweile angenommen hat.
    Auch wenn es nur eine Verlagerung des Problems ist: Die Stadt kann dieses Problem nicht den Nutzern des ÖPNV aufbürden. Die aktuellen Zustände auf vielen Bahnhöfen sind in meinen Augen unhaltbar!

  94. 6.

    Gerade die Nutzung der U-Bahnhöfe (Rauchen von Drogen) wäre interessant mal aus der gesundheitlichen Perspektive anderer Fahrgäste insbesondere Kinder und Vorerkrankter zu betrachten. Pneumologen und Kinderpsychologen können da sicher einiges beitragen. Auch ist über die Luftqualität in Bahnhöfen, in denen regelmäßig geraucht wird wenig bekannt. Aber viele Kinder und auch an Asthma und anderen chronischen Atemwegserkrankungen leidende meiden diese Bahnhöfe. Kindern macht insbesondere die mit dem Drogenkonsum einhergehende Gewalt Angst, auch wenn die "nur innerhalb der Nutzergruppe" ausgetragen wird.
    Sogesehen gerne mehr Rückzugsräume anbieten. Als es die noch gab wurden auch Brachen und leerstehende Gebäude gerne von Drogenkonsumenten genutzt. Beides ist heute soweit vorhanden oft hermetisch abgesperrt und bewacht. Besser sind sicherlich begleitete Angebote, doch manche meiden auch diese - gibt es dazu Ideen? Freiräume jenseits des ÖPNV und Spielplätzen und Grünanlagen entwickeln :)

  95. 5.

    Genau das ist es:“Am Anfang hast du noch Schamgefühl „, und dann ist es weg! Und weil es keinen Rückzugsort für Drogenabhängige gibt, setzen sie sich den Schuss vor allen! Egal ob vor Kindern oder Erwachsenen! Was ist denn nur hier los? Merkt es Berlin nicht mehr? Was ist nur aus dieser schönen Stadt geworden! Am Ende kommt noch einer auf die Idee Drogenverbotszonen zu erstellen und wenn es schlimmer wird, dann erweitern wir sie einfach! Dieser Kuschelkurs nervt einfach

  96. 4.

    das sinkende Niveau bezüglich der Qualität mancher, hier verfasster Artikel, ist auch sichtbarer geworden! Dies beginnt bereits bei der Überschrift! Warum diese unsägliche Präposition „von“ so inflationär (und stilistisch disharmonisch) verwendet wird, ist mir schleierhaft…“der Konsum harter Drogen ist sichtbarer geworden“ klingt doch schon viel niveauvolle. Aber es dürfte vergebens sein, redaktionell auf Konsequenzen zu hoffen! Nebenbei ist der Artikel auch inhaltlich ein alter Hut!

  97. 3.

    ....der Zerfall der Gesellschaft nimmt rapide Fahrt auf...Ursachenforschung? ....die Ursachen sind doch wohl klar, oder? ..

  98. 2.

    Die BVG hat überhaupt keine Bahnhöfe "besonders im Blick". Glauben die das eigentlich selbst? Ich habe in den letzten Jahren entlang der U8 *gar keine* BVG-Mitarbeiter gesehen. Die Bahnhöfe werden sich selbst überlassen. Mit diesen Zuständen schafft man keinen attraktiven ÖPNV. Wer es sich leisten kann, bleibt beim Auto. In dem Bahnhöfen werden ja nicht "nur" die harten Drogen konsumiert, sondern es stinkt permanent nach Zigarettenrauch, es wird das kleine und große Geschäft hinterlassen etc.

  99. 1.

    Der Zugang zu den Bahnsteigen sollte wie z.B. in New York nur mit mechanischer fester Fahrscheinkontrolle möglich sein. Auch sollte in diesen Bereichen mehr Kameraüberwachung mit KI geben wie es am Südkreuz bereits getestet wurde, so kann man dann auch die Funktion erhalten.

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