Kinderrucksäcke hängen im Eingangsbereich in einer Kita. (Quelle: dpa/Skolimovska)
Bild: dpa/Skolimowska

Erzieher in der Notbetreuung - "In der Kita kann man keine zwei Meter Abstand halten"

Der Berliner Senat bietet nun auch Notfallbetreuung von Kindern an, die nur einen Elternteil mit systemrelevantem Beruf haben. Erzieherinnen und Erzieher befürchten dadurch mehr Kinder in den Gruppen - und eine höhere Ansteckungsgefahr. Von Efthymis Angeloudis

Was Sie jetzt wissen müssen

Mindestens 1,5 Meter Sicherheitsabstand und Schutzkleidung: Für viele Berufe sind diese Vorschriften Pflicht. Doch für Erzieherinnen und Erzieher ist das Einhalten der Sicherheitsvorkehrungen bei der Arbeit mit Kindern einfach nicht möglich. Trotz geschlossener Schulen und Kitas müssen jedoch viele Pädagogen in der Notbetreuung arbeiten.

Durch die Lockerung der Notbetreuungsregelung für bestimmte systemrelevante Berufe in Berlin haben nun mehr Eltern Anspruch auf Betreuung ihrer Kinder - auch, wenn nur ein Elternteil als systemrelevant gilt. Mehr Kinder in den Gruppen, befürchten Erzieherinnen und Erzieher, bedeutet auch eine höhere Ansteckungsgefahr.

Petition für den Schutz des pädagogischen Personals

Mehr als 13.000 Menschen haben in Berlin deswegen eine Online-Petition zum Schutz der Pädagoginnen vor Covid-19 unterschrieben. "Wir müssen engen Kontakt zu den Kindern haben, Windeln wechseln, Nasen putzen, werden angenießt und angehustet. Je jünger die Kinder sind, umso mehr Bindung, Nähe und auch Pflege brauchen sie", heißt es in der Petition.

"Die Mäuse verstehen nicht, warum sie Abstand zueinander halten sollen oder sich so oft die Hände wasche müssen", sagt eine Erzieherin aus Reinickendorf, die anonym bleiben möchte, dem rbb. Es gebe keinen wirklichen Schutz für Erzieher, sagt sie, denn mit Schutzkleidung und Mundschutz ist die Arbeit leider nicht machbar.

"Wir wissen, dass den Pädagoginnen und Pädagogen in Kitas und Schulen, die die Notbetreuung leisten, im Moment viel abverlangt wird. Dafür bedanken wir uns ausdrücklich bei ihnen. Ihnen gehört die gesellschaftliche Anerkennung", antwortet der Sprecher der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Martin Klesmann, auf die Besorgnisse der Erzieher.

Senatsverwaltung: Ohne Notbetreuung gäbe es womöglich dramatische Folgen

Die Aufrechterhaltung der Notbetreuung sei jedoch zwingend notwendig, um wichtige Bereiche arbeitsfähig zu halten. Das gelte insbesondere für den Gesundheitsbereich, Polizei und Feuerwehr, die Lebensmittelversorgung und zentrale Bereiche der Daseinsvorsorge. "Gäbe es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Bereichen keine ausreichende Notbetreuung, hätte dies womöglich dramatische Folgen angesichts der derzeit steigenden Infektionszahlen", erklärt Klesmann gegenüber rbb|24.

Der Virologe Christian Drosten habe die Senatsverwaltung in einer persönlichen Mail ausdrücklich davor gewarnt, die Kita-Gruppen neu zu mischen, so Klesmann weiter. Durch eine Neu-Zusammensetzung von Gruppen würden Infektionsereignisse befördert. Daher habe die Senatsverwaltung von der Bildung neuer Kindergruppen abgesehen. Die Lockerung der Regelungen umfasse nur einige wenige ausgewählte systemrelevante Berufe, so Klessman. "Die Kinder gingen zuvor auch in diese Kita oder Schule."

Erziehern zufolge kommen neue Kinder hinzu

Allerdings teilten mehrere Erzieherinnen und Erzieher dem rbb mit, dass durch die Lockerung der Notbetreuungsregelung seit Anfang der Woche neue Kinder dazugekommen seien. Drei Kinder seien seit Anfang der Woche neu dabei, sagt die Erzieherin in Reinickendorf. Für sie wurde eine neue Gruppe gegründet. Durch den Zuwachs müsse eine Kollegin jetzt zusätzlich in die Notbetreuung.

"Die Zahl der Kinder ist gestiegen, derzeit noch nicht exorbitant, aber da kommen noch mehr", erzählt auch eine weitere Pädagogin aus Lichtenberg, die anonym bleiben möchte. Das habe auch ganz andere Folgen. "Wir sollen keine rotierenden Dienste einteilen – aber das ist schlicht unmöglich. Wir können doch nicht einige Kolleginnen alles machen lassen", erklärt sie rbb|24 weiter.

Das Thema "Hygiene" sei auch komplett an die Schulen und Kitas umgelegt. "Es gibt Anweisungen, wie wir uns zu verhalten haben (kein Zutritt für Eltern/Schulfremde, Eingangstür verschlossen, wenige Kinder pro Raum), aber eine Unterstützung in Sachen Desinfektion oder gründlichere Reinigung gibt es nicht", sagt die Pädagogin aus Lichtenberg. "Genau genommen: Wir haben selbst für unsere Sicherheit zu sorgen."

Eins zu eins Betreuung personell nicht machbar

Die Änderung in der Notfallbetreuung betreffen aber nicht nur Eltern, von denen nur ein Teil systemrelevant arbeitet. Wie das Jugendamt Friedrichshain-Kreuzberg auf Anfrage des rbb mitteilte, wolle man auch Eltern, die nicht in einem systemrelevanten Berufen arbeiten, einen Notbetreuungsplatz in der Kita sichern. Dies gilt in erster Linie jedoch für Alleinerziehende mit mehreren Kindern und soll der Sicherung des Kindeswohls dienen.

Doch auch diese Maßnahme wird die Gruppenzahlen in der Notbetreuung erhöhen und Druck auf die Erzieherinnen und Erzieher machen. "In der Kita kann man keine zwei Meter Abstand halten," sagt die Erzieherin aus Reinickendorf. "Eigentlich müsste man eine eins zu eins Betreuung für die Kinder anbieten und das in unterschiedlichen Gruppenräumen." Das sei aber personell gar nicht machbar. Denn es gebe auch im Kollegenkreis Risikogruppen und Kollegen die sich aus Angst krank schreiben ließen." Also eigentlich ein Teufelskreis ohne Hoffnung und Schutz für uns."

 

Kommentar

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54 Kommentare

  1. 54.

    Das Erschreckendste an der Sache ist, dass sich viele Kitas bzw. deren Träger nicht an die Empfehlungen zur Kontaktvermeidung in den Kitas halten. Karuna z. B., die sich enorm in der Obdachlosenhilfe engagieren, was absolut toll und zu unterstützen ist - gehen mit den Erziehern ihrer Kitaeinrichtungen eher verantwortlungslos um. Mitarbeiter sollen immer vor Ort sein, völlig unabhängig, ob sie in der Notbetreuung gebraucht werden oder nicht. Kontaktvermeidung in den Räumlichkeiten der Kita ist da kaum möglich. Wer zuhause bleiben will, muss Urlaub nehmen oder Überstunden abbummeln. Über die benötigten Urlaubstage für Schließzeiten wird nicht kommuniziert. Und wenn Homeoffice, dann nur für einzelne Mitarbeiter und einzelne Tage / Woche - Azubis (mit Familie)werden an dieser Stelle meist außen vor gelassen = preiswerte Notbetreuungskräfte. Ungerecht und hochgradig verantwortungslos!
    Erzieher können sich kaum schützen. Schade wenn sie dann nicht einmal im Wechsel eingesetzt werden!

  2. 53.

    ich bin Erzieher, und habe eine einfache Frage:

    wir müssen arbeiten, klar.
    Müssen/sollten wir dann aber nicht Schutzbekleidung von Arbeitgebern bekommen? Ist das irgendwo nicht geregelt?

    danke und LG

  3. 52.

    Als ich letzte Woche den neuen Beschluss gelesen hatte, blieben mir einfach die Worte weg.... unglaublich....
    Klar muss die Infrastruktur aufrecht gehalten werden aber wenn ein Elternteil zu Hause bleiben kann dann bitte. Was ist wenn die Erzieher erkranken wer passt dann auf die Kinder auf, ja keiner richtig und das nicht nur für kurze Zeit ,sondern die sind dann für mehrere Wochen weg. Das wo es e schon ein Erzieher mangel gibt . Wer passt dann auf deren Kinder auf oder wer kümmert sich um deren Pflegebedürftigen Angehörigen???? Keiner. Ist die Tel Konferenz im Home office wirklich nicht anders zu Handhaben, als andere mit in Gefahr zu bringen.... das Ego verhalten macht einem einfach nur Sprachlos und sauer.

  4. 51.

    Wer betreut die eigenen Kinder der Erzieher? Richtig keiner...der Erzieher muss noch ein Partner haben der in einem systemrelevanten Beruf arbeitet um selbst sein Kind selbst in die Notbetreuung geben zu dürfen. Aber Notbetreuung dürfen sie leisten für die wichtigsten Menschen unseres Landes. Das ist so kontroverse.

  5. 50.

    Hallo,
    ich sehe schon die Dringlichkeit für Notgruppen aber es wird einfach über die Köpfe der Erzieher bestimmt. Die Erzieher arbeiten schutzlos und die Notgruppen werden nun auch noch vergrößert. Das ist für mich unverständlich!
    Es wird über die Aussetzung von Elternbeiträgen gesprochen. Bonus für Kassiererinnen / Kassierer aber kein Wort über Erzieher, die schutzlos arbeiten müssen. In der Einrichtung in der ich arbeite, wurde ein 14tägigen Dienst eingeführt, Aufgrund der Inkubationszeit! Das ist kein Schutz! Das empfinde ich als sehr geringschätzend oder abwertend für die Erzieher! Meine Meldungen an das Landkreis Havelland, Ministerium, Zeitung MAZ, Krisenmanagement in Brandenburg haben dafür leider kein gehör, wenn man als einzelne Person die "Ein- Elternregelung" für Notgruppen und Schutzmaßnahmen für Erzieher hinterfragt.
    In diesem Sinne, bleibt GESUND!

  6. 49.

    Es ist wie in der Mathematik: Wenn der Ansatz falsch ist ist auch das Ergebnis falsch. Man kann aber die Gegenprobe machen. D.h. Sie gehen da mal hin und sind mal einen Tag "Betreuer". Nehmen Sie vorher Loperamid !

  7. 48.

    Hallo Senat,
    wo bleibt eigentlich die Notbetreuung für bereits Infizierte? Da ist noch nichts passiert, ausser die übliche Strafandrohung wenn diese Menschen sich selbst versorgen müssen.
    Für die Situation in den Kitas kann nur gelten, wenn keine Schutzkleidung da ist, Kita sofort dicht machen.
    Eine Frechheit ist hier auch noch eine Einzelbetreuung der Kits zu fordern. Kranke Menschen werden ihrem Schicksal überlassen aber jedem Kind seinen eigenen Bespasser.
    Sonst aber ist alles klar auf der Andrea Doris.

  8. 47.

    In den durch Firmen schnell selbstorgnisierten KiTas sieht es nicht besser aus. Plötzlich müssen auch keine Regel mehr eingehalten: Kindertoiletten, Hygiene, spezielle Förderung...

  9. 46.

    Meine Mutter ist Erzieherin . In unserem Haus wohnen auch meine Großeltern, sie benötigen Hilfe im Haushalt. Mein Vater hat eine Lungenvorerkrankung, genau wie ich. Wenn sich mein Großvater, mein Vater oder ich mich mit dem Virus infizieren würden, würde es schlecht für uns aussehen. Trotz alle dem ist es anscheinend vollkommen egal, ob meine Mutter ohne Schutz auf Kinder aufpassen muss, welche sauber gemachten werden müssen und vorallem KÖRPERLICHE NÄHE UND ZUNEIGUNG brauchen.
    Ist es egal ob sie nach Hause kommt, das Virus mit bringt und quasi dafür sorgt, dass ihr eigenes Kind ihr Mann oder ihr Vater stirbt? Lächerlich. Viele Eltern heutzutage sind unfähig auch nur eine Woche mit ihrem Kind zu Hause zu verbringen und fühlen sich komplett überfordert und wollen ihre Kinder so schnell wie möglich wieder los werden. Risiken für die eigene Familie oder die Familie der Erzieher sind Ihnen völlig egal. Manchen Eltern ist es eben wichtiger das dicke Auto zu behalten. Peinlich...

  10. 45.

    Ja, das ist in Berlin und den meisten Landkreisen Brandenburgs so. In Märkisch-Oderland gehören Erzieher nicht zu den Berufen, die einen Anspruch auf Betreuung haben und stehen dort nicht auf der entsprechenden List, sind dort also nicht systemrelevant. Dann einfach die Kitas dort dicht machen. Vielleicht fragt der RBB mal nach, warum das dort so ist.

  11. 44.

    Herr Shan,
    wenn ich Ihren Kommentar lese, dann frage ich mich ernsthaft:
    Würden Sie sich tagtäglich in eine Gruppe mit Menschen wohl fühlen die potenzielle Überträger einer tödlichen Krankheit sind ohne jeglichen Schutz? Die Ihnen direkt ins Gesicht husten/niesen und Viren direkt in Ihre Schleimhäute transportieren? Würden Sie Sich (vielleicht sogar zu Tode) opfern für diese Familien?
    Wenn Sie das machen, dann haben Sie das Recht mit zu reden - ansonsten können alle mal ganz still sein!

  12. 43.

    Nein. Es kümmert sich jemand anders um die Kinder. So wie in anderen Ländern auch. Das wäre auch die einzig richtige Option. Erzieherinnen sind doch außerdem gar nicht geschult im Umgang mit hochinfektiösen Krankheiten. Statistisch betrachtet werden sie nicht nur geopfert(im gesundheitlichen Sinn, sondern tragen zur Verbreitung bei.

  13. 42.

    Natürlich ist Erzieherin ein System relevanter Beruf und es besteht Anspruch auf Betreuung derer Kinder. Bitte nicht immer so viel Quatsch verbreiten. Sinnvoll ist aber die Kinder fern zu halten, wenn irgend möglich und nicht Nutzen daraus zu ziehen, weil einem das Recht zu steht.

  14. 41.

    Natürlich ist Erzieherin ein System relevanter Beruf und es besteht Anspruch auf Betreuung derer Kinder. Bitte nicht immer so viel Quatsch verbreiten. Sinnvoll ist aber die Kinder fern zu halten, wenn irgend möglich und nicht Nutzen daraus zu ziehen, weil einem das Recht zu steht.

  15. 40.

    Auch bei uns in Thüringen wird ab Montag die Notbetreuung stattfindenden. Man glaubt gar nicht unter welchen Vorwand die Eltern ihre Kinder tagsüber los werden wollen. Und dann gleich von früh 6 bis 17 Uhr. Alle arbeiten mit einmal in der Lebensmittel produzierenden Gewerbe oder in Handel mit selbigen. Der Träger lässt das alles durch gehen. Ich denke mal spätestens in 2 Wochen ist die Kita wieder voll. Die Großeltern sollen den Kontakt meiden aber die Erzieher mit fast 60 Jahren sollen das alles so hinnehmen.
    Na schönen Dank an die sich opfernden Erzieherinnen. Die jüngeren Erzieherinnen haben leider ein kratzen im Hals un müssen von Arzt wegen zu Hause bleiben.
    In diesem Sinne, frohes Schaffen

  16. 39.

    Das traurige dabei ist das die Kinder der Erzieherinnen keinen Anspruch auf Notbetreuung haben, da ihr Job nicht als systemrelevant gilt. Während sie also fremde Kinder betreuen müssen die Erzieherinnen zusehen wo ihre eigenen Kinder bleiben!!! Super durchdacht.

  17. 38.

    Also ich weiß nicht wie manche darauf kommen dass man ihren Job nicht schätzen würde.
    Also ich denke jeder weiß sehr wohl den Wert der Erzieher und Betreuer zu schätzen, aber ganz ehrlich jeder Job ist wichtig und jeder hat mit einer Vielzahl an Problemen zu kämpfen.
    Bei mir gibt es auch 0,0 Schutz und trotzdem bin ich tagtäglich tausenden Menschen ausgesetzt.
    Wie war es denn vorher bei einer "normalen" Grippesaison, da hat auch niemand nach Schutzkleidung geschrien und alles hat funktioniert!
    Man ist doch hier nur so in Panik wegen den ganzen verstörenden Bildern aus Italien, die aber nichts mit der Realität in Deutschland zu tun haben!

  18. 37.

    Vielen Dank für Ihre Arbeit,dass Sie auch in dieser schweren Zeit für die Bevölkerung da sind und die Energieversorgung sicher stellen..
    Jeder der jetzt noch arbeitet,hat eine Anerkennung verdient..


  19. 36.

    In der S-Bahn fährt man vielleicht 30 min., mit den Kindern im engen Kontakt sind wir 8,5 Stunden! Der Unterschied ist leicht feststellbar . Eine Erzieherin wird wohl kaum ein Kind zurückweisen, wenn es auf den Schoß will oder die Windeln voll hat. Der Schutz ist noch weniger möglich, als woanders! Davon spricht niemand. Wenn wir alle wegbrechen, brechen die ganzen anderen Berufe auch weg!

  20. 35.

    Ja das hoffe ich auch. Wir, als kleines Elektrounternehmen, werden jedenfalls alles mögliche tun damit die Energieversorgung für die Bevölkerung gesichert ist. Bleiben auch Sie und Ihre Kollegen gesund. Wie heißt es auf dem Bau "Allett wird jut"

  21. 34.

    Hier geht es nicht um die Einstellung zum Beruf, zum Kind und zu deren Eltern.
    Hier geht es um Arbeitsschutzrichtlinien die vom Arbeitgeber einzuhalten sind. Dazu gehören nun mal Schutzkleidung und Desinfektionsmittel zum Schutz aller, insbesondere in der jetzigen Situation in der die Gesundheit aller gefährdet ist.
    Können diese Richtlinien vom Arbeitgeber nicht eingehalten werden, müssten solche Einrichtungen komplett geschlossen bleiben.
    Hinzu kommen noch die Abstandsregelungen (mind. 1,5m) und das Kontaktverbot.
    Muss trotzdem gearbeitet werden muss es Schutzkleidung geben.

    Es wird Zeit dass hier endlich eine Regelung gefunden wird !!!!!!!!!!
    Notbetreuung ja, aber nicht auf Koste der Gesundheit aller !!!!!!!!!

  22. 33.

    Wenn ich so etwas lese: Augen auf..., dann fällt mir sofort der Begriff Fremdschämen ein.
    Leider gibt es zu viele Egoisten und Dumme, die so etwas schreiben. DANKE, dass ihr selbst deren Kinder betreut.

  23. 32.

    Ja das hoffe ich auch. Wir, als kleines Elektrounternehmen, werden jedenfalls alles mögliche tun damit die Energieversorgung für die Bevölkerung gesichert ist. Bleiben auch Sie und ihre Kollegen gesund. Wie heißt es auf dem Bau "Allett wird jut".

  24. 31.

    Wenn ich hier manch (scheinbare) Erzieherin lese, erscheint mir die Einstellung zum eigenen Beruf und insbesondere den Kindern und deren Familien fragwürdig zu sein.

  25. 30.

    Wenn ich hier manch (scheinbare) Erzieherin lese, erscheint mir die Einstellung zum eigenen Beruf und insbesondere den Kindern und deren Familien fragwürdig zu sein.

  26. 29.

    Schön,dass endlich darüber berichtet wird. Mehr als ein Dankeschön und gesellschaftliche Anerkennung gibt es also nicht? Die gab es vorher nicht und die gibt es auch jetzt nicht, wie man so manchen Posts entnehmen kann. Man hat also Pech gehabt, wenn man sich für den scheinbar falschen Beruf entschieden hat? Erzieher/innen kann man also opfern? Wer passt denn auf eure Kinder auf unter schlechten allgemeinen Bedingungen? Was passiert, wenn in sämtlichen Einrichtungen Corona ausbricht und die Mitarbeiter infiziert? Aber okay, dann müssen alle selber auf ihre Kinder aufpassen. Es ist erschreckend, wie wenig Verständnis es von der Gesellschaft gibt.

  27. 28.

    Die aktuelle Situation ist wirklich traurig und wahrscheinlich gibt es auch noch viele Berufsgruppen mehr,die sich missachtet fühlen..
    Wir können uns nur irgendwie so gut es geht organisieren und das Beste aus dieser Krisensituation machen..
    Ich hoffe einfach,dass der Senat sein weiteres Handeln gut überlegt..

    Bleiben Sie gesund..!!

  28. 27.

    Stellt euch vor, kann man in der S Bahn auch nicht!

  29. 26.

    Erzieher werden einem hohen Risiko ausgesetzt! Wir haben auch unsereFamilien. Bei uns wohnen meine Schwiegerelter und dann soll ich jetzt Kinder betreuen, deren Eltern täglich mit infizierten Menschen in Kontakt kommen? Ich habe keinen Schutz bei der Arbeit. Arztpraxen dürfen ohne Desinfektionsmittel nicht arbeiten und Erzieher sollen mit mehreren fremden Kinder 8 Stunden lang Körperkontakt haben? Ich möchte nicht meinen Liebsten Menschen nicht anstecken und dann diese Schuld leben lang zu tragen.
    Und denkt alle mal darüber nach, dass dauernd allen Gedankt wird, allerdings wurde noch nie die Gruppe der Erzieher genannt. Wie immer gibt es für diese keine Wertschätzung.

  30. 25.

    Wenn ich manche Kommentare lese wird mir wirklich schlecht. Wie kann man denn bitteschön äußern Augen auf bei der Berufswahl? Die hatte ich auf und ich mache meinen Job wirklich gerne und verbringe gerne Zeit mit den Kindern, aber auch hier sind Schutzmaßnahmen gefragt!
    Super Immunsystem, weil wir eh immer Viren und Bakterien ausgesetzt sind? Wow also doch Superhelden vom anderen Stern, da unser Immunsystem schon Antikörper gegen Krankheiten bildet, die noch gar nicht existieren (Ironie aus). Wir sind eh immer Viren ausgesetzt? Gilt dies nicht auch für alle anderen Berufe (Arzt/ Pfleger/ Kassierer) die ebenfalls auf die mangelnden Schutzmaßnahmen hinweisen? Hier lese ich aber kaum Kommentare wie Augen auf bei der Berufswahl oder selbst Schuld und kümmert euch selbst drum. Traurig wie abwertend sich hier geäußert wird und nicht mal gefragt wird wie die tatsächlichen Zustände sind vor Ort!

  31. 24.

    Der Staat schützt nicht die die arbeiten. Nur darum geht es. Er hat versagt und schweigt sich aus. Alles andere ist eine Frage der Organisation.
    Keine Beachtung kein Wertschätzung so wird das nichts mit dem Nachwuchs Frau Scheeres.

  32. 23.

    ich habe in meiner 3-Zimmerwohnung meine 80- Jährige Mutter zu betreuen. Wie soll ich ihre Sicherheit gewährleisten, wenn ich täglich mit mehreren Kindern, ihren Eltern engen Kontakt habe, dazu kommen auch 7-10 Kolleginnen aus der Kita? Momentan bin ich krankgeschrieben, aber es kann auch nicht die Regel sein? Also- Fremden ältere Menschen soll ich schützen und die System uterstutzen, aber gerade eigene Mutter wird von mir totalen Risiko ausgesetzt....

  33. 22.

    Ich verstehe Ihre Situation sehr gut. Da ich in der Baubranche tätig bin, ist der Mindestabstand ebenfalls nicht einhaltbar. Da ist es egal wenn sich die Monteure auf Baustellen tummeln und von häufigen Hände waschen kann gar keine Rede sein, da nicht überall geeignete Waschmöglichkeiten vorhanden sind. Aber da kräht auch kein Hahn nach. Ich habe auf meinem Fahrzeug Wasserkanister geladen damit ich mir nach Kundenterminen notdürftig die Hände reinigen kann. Was den Arbeitsschutz angeht sind bei unserem Großhändler keine Staubschutzmasken mehr vorhanden und Nachschub ist ungewiss. Traurig aber wahr.

  34. 21.

    Wozu brauchen den Erzieher (m/w/d) denn Schutzkleidung, wenn es schon für die Ärzte und Pfleger nicht reicht? Die Kitas und Erzieher sind jahrelang vom Senat stiefmütterlich behandelt worden und so wird es auch nach der Krise weitergehen. Über die Behauptung des Senats, dass die Kitas gerade jetzt so unersetzlich sind kann man nur lachen. Gerade vor dem Hintergrund, dass der Senat aktuell plant den Kitas die Zuschüsse drastisch kürzen zu wollen. Begründung: durch die Krise werden derzeit ja viel weniger Kinder betreut. Wovon dann allerdings die so stark benötigten Erzieher und die Mieten für die Räumlichkeiten bezahlt werden sollen?

  35. 20.

    Es ist nicht leicht in dieser Situation allem gerecht zu werden. Meine Frau ist Apothekerin und ich leite ein Team von mehreren MA in einer Agentur. Wir haben 2 Kinder, eins schulpflichtig (mit geistiger Beeinträchtigung) und eins im Kita-Alter. Ich bin im Home Office, kann allerdings nicht arbeiten, da ich unseren älteren Sohn den Tag über in seinen (angeordneten)Schulaufgaben begleite, da er es allein nicht kann. Nebenbei werde ich natürlich von meinem kleinen Sohn mehrmals ermahnt, weil er auch beschäftigt werden will. Dazu kommen dann noch die Versorgung der Kinder, Spaziergänge etc. Meine Überstunden sind abgebaut, Urlaub nehmen kommt nicht in Frage (wer Schulkinder hat, weiß, wie viele Tage Ferien im Jahr anstehen, die man braucht)und unbezahlten Urlaub können wir uns nicht leisten. Wir haben das Glück, dass der Kleine eine kleine Kita besucht, die in der Notfallbetreuung kaum belegt ist. Darum kann er vormittags da auch hingehen, damit ich ein wenig zum arbeiten komme.

  36. 19.

    Ich bin Erzieherin und arbeite momentan auch in der Notbetreuung..es geht gar nicht darum,dass wir uns vor unserer Arbeit drücken wollen, wir sind uns bewusst,dass wir mit unserer Notbetreuung viele Eltern unterstützen,die sonst ihre Arbeit als Krankenschwester,Polizist oder als Verkäuferin nicht wahr nehmen könnten..wir sind auch diesen Leuten sehr dankbar dafür,dass sie ihre Arbeit machen..
    Wir sind generell sehr vielen Bakterien und Viren ausgesetzt..aber sind wir es deswegen nicht wert,geschützt zu werden..?
    Der Coronavirus ist neu und auch wir haben keine Antikörper dagegen..
    Überall werden Schutzmaßnahmen eingerichtet, Abstandsmakierungen,Plexiglasscheiben, Schutzkleidung,Kontaktverbote und der Senat setzt uns Erzieher immer größeren Gefahren aus? Wie passt das zusammen? Es ist nun mal so,je mehr Menschen zusammen sind,umso größer die Infektionsgefahr..

  37. 18.

    Genau so siehts aus!
    Es ärgert mich unheimlich, was unter dem Begriff "systemrelevant" fällt:
    Partnerfirmen von Energieversorgern, die geplante (!) Arbeiten durchführen (z.B. Austausch alter, aber intakter Kabel), sind auch systemrelevant.

    Oder hier:
    Die Stadler Rail AG lässt ganze Werke offen und somit weiter Züge bauen!
    U.a. in Velten.
    Warum? "Systemrelevant", lt Stadler.
    Oder oder oder.
    Wenn man die Wirtschaft aktuell entscheiden lassen würde, über Offenhaltung und Schließung.... Man kriegt Bauchschmerzen bei dem Gedanken.

  38. 17.

    Ist der manipulative, kitschige Facebooktext ernsthaft Ihr Argument? Wenn Erzieher es schon nötig haben, solche Texte auf Facebook in Umlauf zu bringen, um sich für ihren Leichtsinn selbst auf die Schulter zu klopfen und sich ein Krönchen aufzusetzen dann ist dieser Berufsgruppe nicht mehr zu helfen.

  39. 16.

    Ich verstehe natürlich die Bedenken... aber auch in der Altenpflege, Notaufnahme, auf Station, in der Arztpraxis, im Rettungsdienst... 2m unmöglich...und dort handelt es sich um Kontakt zu gefährdeten Personen und eventuell Infizierten. Schutzausrüstung gibt es in der Wunschvorstellung, vor Ort wird wiederverwendet, improvisiert.... Warum kann die Erzieherin beim Windelwechseln keinen selbstgenähten bunten Mundnasenschutz tragen? In der Altenpflege, Arztpraxen indessen Alltag....

  40. 15.

    Also hab ich das richtig verstanden,für Erzieher gelten sämtliche Vorschriften der Regierung nicht?!wir dürfen zu mit 10kindern und 2erziehern in engem Kontakt sein?!wohlgemerkt,ohne irgendeinen Schutz!da sieht man wieder,wieviel man über unsere Arbeit weiß!unsere Arbeit in der Krippe,beinhaltet zu 50%pflegerische Aufgaben!kinder husten nicht in die armbeuge,putzen sich nicht die Nase und desinfizieren sich die Hände,gehen nicht alleine auf Toilette,ziehen sich nicht alleine an und aus usw.!!wir wissen,dass die kleinen,die Krankheit nicht so stark bekommen.aber da liegt doch die Gefahr! Sie sind trotzdem überträger!und wie sollen wir das dann sehen!!? Also können wir auch zuhause den Geburtstag der Tochter mit 10kindern feiern?!wir sind ja scheinbar immun! Ich darf privat keine sozialen Kontakte zu meinen engsten Familienmitgliedern oder Freunden haben,aber zu Fremden,wo dann kein Notfall vor liegt?!wie erkläre ich das meinem 75jährigen Vater,den ich gerade meide?!!!

  41. 14.

    Was heißt schon systemrelevante Berufe:

    Es gibt Fremd-Firmen die für "systemrelevante" Betriebe (z.B. BVG, BWB, BSR) oder Behörden (Polizei, DRK) arbeiten, ohne die würden die hier benannten "Systemrelevanten" gar nicht zuverlässig arbeiten können.
    Schuld sind Outsourcing und Fremdvergaberichtlinien seitens des Senats und der EU.
    So z.B. TK, QFM, Kone, Siemens usw. bei der BVG. Die sind aber nicht als systemrelevant bezeichnet, müssen aber dennoch für Zuverlässigkeit sorgen.
    Das Problem ist einfach, dass viele systemrelevante Betriebe und externe Firmen gar nicht trennbar sind.
    Ebenso sollte ja medizinisches Personal anrücken, die bringen ihre Kinder evtl. aus anderen Wohngegenden mit.
    Andererseits arbeiten viele Mitarbeiter der systemrelevanten Betriebe und Einrichtungen im sogar im Homeoffice.
    Somit ist Notbetreuung dehnbar. Pauschal kann man also Systemrelevanz nicht benennen. Somit ist Notbetreuung nicht kalkulierbar.

  42. 13.

    Ich danke allen pädagogischen Fachkräften, die...
    ...die unsere Kinder und Jugendlichen gerade in den Heimen betreuen, ihnen Halt und Kraft geben, aber auch für die Eltern ein wichtiger Ansprechpartner sind.
    ...ohne Mundschutz Kinder in den Arm nehmen.
    ...ohne Handschuhe mit Kindern Lego spielen.
    ...ohne Plexiglasscheibe Tränen trocknen und Nase putzen.
    ...ihre eigenen Kinder irgendwie Zuhause betreuen lassen, um andere Kinder betreuen zu können.
    ...mit ihren Kindern Zuhause sitzen, an der Konzeption schreiben während ihre Kinder Hausaufgaben machen und dann mittags Kinder in der Notgruppe betreuen.

    Ich danke Kita-Leitungen, die...
    ...den Überblick im Chaos der sich täglich verändernden gesetzlichen Bestimmungen behalten.
    ...immer wieder an Hygiene erinnern.
    ...Ängste nehmen, indem sie für Gespräche da sind, obwohl sie selbst Ängste haben.
    ...den Dienstplan organisieren ohne Risikogruppen zu gefährden, ohne das Infektionsrisiko unnötig zu erhöhen, ohne den gesetzlich vorgeschriebenen Personalschlüssel zu gefährden.
    ...die auch am Wochenende vor Ort arbeiten, um die Notbetreuung zu organisieren.

    Jeder von ihnen arbeitet ohne Netz und doppelten Boden.
    Das alles nehmen sie auf sich, weil sie wissen, dass ohne sie die Krankenschwester nicht zu Dienst kann, der Altenpfleger nicht arbeiten kann, die Angestellte im Supermarkt keine Regale einräumen kann.

    Kinder können eben nicht über Videokonferenz betreut werden, dafür braucht es echte Menschen vor Ort.
    Daran denken wir gemeinsam.
    Dafür danken wir gemeinsam!

  43. 12.

    Man könnte genauso gut argumentieren, dass Erzieher*Innen durch die hohe Keimbelastung, die ja auch momentan besteht (die Erkältungszeit ist noch im vollen Gange), noch stärker gefährdet sind, nämlich durch z.B. bakterielle Infektionen zusätzlich zum Coronavirus. Auch das trainierteste Immunsystem ist irgendwann am Ende.

    Ich finde auch nicht, dass was die Gefahr der Ansteckung und Ausbreitung betrifft, eine Kita-Gruppe einer Familie gleichzusetzen ist. Hier kommen ja mehrere Menschen mit Kontakten zu jeweils wieder unterschiedlichen Familien zusammen. Sind fünf Kinder in der Gruppe, plus ein Erzieher, sind das 6 Familien, also circa 24 Menschen. Steckt sich nun ein Elternteil (Ärztin, Krankenschwester oder Verkäuferin) an, sind potentiell alle Mitglieder aller Familien gefährdet.

    Eine schwierige Situation. Gleichzeitig kann ich verstehen, dass es für viele Familien existentielle Probleme gibt, wenn z.B. nur das niedrige Verkäufer*Innengehalt die Familie durch die Krise bringen soll. Ganz abgesehen von den Familien in denen Kinder durch häusliche Gewalt gefährdet sind.

  44. 11.

    Es wurde vom Senat mit 10-15% Kindern in Notbetreuungen gerechnet. Die Realität war bisher eine andere. Es sind kaum Kinder da. Da sieht man mal, wer eigentlich für unser System nicht relevant zu sein scheint. Der ganze hochgepimpte und gehypte Quatsch mit dem Menschen heutzutage viel Geld verdienen ist in Krisenzeiten NICHTS wert. Und schlecht bezahltes Pflegepersonal soll ohne vernünftige Schutzausrüstung die Pandemie bekämpfen...
    Sei s drum. Ich tu s. Aber meine Tochter muss adäquat versorgt sein und nicht wie eine Aussätzige in der Notbetreuung sich selbst überlassen werden. Die Kinder haben aufgeplatzte Hände vom vielen Waschen, sie weinen viel und manche nässen wieder ins Bett... So trägt man also die doppelte Last in diesen Zeiten und muss sich nicht nur Sorgen um sich selbst sondern auch um die Kinder machen

  45. 10.

    Bei uns in der Familie ist etwas „schief“ gegangen da die aktuelle Eltern Generation im System relevanten Berufen ist. Dafür können die Kinder nicht. Wir „schieben“ die Kinder anhand der jeweiligen Dienstpläne von einem Teil zum anderen Teil der Familie. Das geht so lange, so lange wir noch normale Dienstpläne haben. Und all die Leute die sich aufregen mit der Notbetreuung sollen einfach mal überlegen wer für für ihre Grundversorgung arbeitet, für Licht und Wärme sorgt und die Sicherheit gewährleistet. Und generell gilt Augen auf bei der Berufswahl, denn als Erzieher habe ich immer mehr Viren und Bakterien um mich herum infolge der Kinder und das ist in normalen Zeit auch schon so.

  46. 9.

    Probieren wir es mal:

    Kind X geht nach Hause, trifft auf Vater X, welcher sich im ÖPNV oder im Supermarkt (arbeteit dort an der Kasse) angesteckt hat. Kind X geht zur Kita, steckt Kind Y und Erzieherin Z an. Kind Y geht nach Hause, steckt Mama Y an, welche Ärztin und dann ausfällt. Erzieherin Z steckt die anderen Kollegen an, fällt aus und somit die Notbetreuung.

    Ich habe gestern mit einem befreundeten Ärzteehepaar telefoniert, welche ihr Kind 11+5 nicht in die Notbetreuung bringen, genau aus diesem Grund.

    Seid mir nicht böse, aber leider haben immer noch nicht alle den Knall gehört.

  47. 8.

    Die vorherige Aussage, dass sich das Immunsystem der Erzieher*innen durch die häufig krank in die Kita gebrachten Kinder bereits angepasst hätte, mag vielleicht zu einem traurigen Teil stimmen, gegen CoViD-19 sind wir allerdings trotzdem nicht immun!!!
    Auch in unserer Einrichtung ist es so, dass durch die Lockerung einige Kinder mehr in die Notbetreuung kommen. Kinder, deren Mütter in systemrelevanten Berufen und Väter im Homeoffice arbeiten. In diesen Fällen wird durch die Aufstockung der Kinderzahl in der Notbetreuung somit keine zusätzliche Kraft für einen systemrelevanten Beruf gewonnen, sondern lediglich den gestressten Vätern im Homeoffice unter die Arme gegriffen.
    Und dafür setzen wie Erzieher*innen unsere Gesundheit aufs Spiel?!

  48. 7.

    Natürlich sind wir auch ihnen aufrichtig dankbar!
    Ich hoffe sehr für sie dass sie nicht auch noch in vollen Zügen der öffentlichen Verkehrsmittel im Berufsverkehr zur Arbeit fahren müssen.

  49. 6.

    Ist es überhaupt nötig, Abstand zu halten, wenn Kitakinder in der gleichen Gruppe bleiben, in der sie vorher betreut worden sind? Das ist doch das Gleiche, wie im familiären Umfeld, die Kinder und Erwachsene, die zusammen leben infizieren sich sowieso gegenseitig. Hier sollte man lieber die Risikogruppen, nämlich kurz vor der Berentung stehende und kranke Erzieher, zu Hause lassen. Kitamitarbeiter sind ohnehin immer der starken Bakterien-, Viren- und Keimbelastung durch die Kinder ausgesetzt. Ihr Immunsystem hat sich daran angepasst. Hier jetzt auf den Gedanken zu kommen, Kinder nur noch eins zu eins in separaten Gruppenräumen zu betreuen, empfinde ich als gefährlich. Hier fehlt es an Aufklärung der Kitamitarbeiter durch med. Fachpersonal.

  50. 5.

    Warum eigentlich Notfall, wenn nur ein Elternteil systemrelevant arbeiten muss? Warum kann der andere Elternteil sich nicht kümmern? Urlaub, Krank, HomeOffice. Warum diese Regelung, die dazu führt, dass Notfallkita übervoll sind?

  51. 4.

    Diese Entscheidung des Berliner Senats hat das Potenzial die Notbetreuung für System relevante Eltern unmöglich gemacht. So müssten schon kurzfristig die Kitas auch für die erforderliche Notbetreuung geschlossen werden, wenn es im Umfeld zu den erwarteten Ansteckungen kommt. Ob die Gesamtschliessungen dann auch ignoriert werden?

  52. 3.

    Diese Entscheidung des Berliner Senats hat das Potenzial die Notbetreuung für System relevante Eltern unmöglich gemacht. So müssten schon kurzfristig die Kitas auch für die erforderliche Notbetreuung geschlossen werden, wenn es im Umfeld zu den erwarteten Ansteckungen kommt. Ob die Gesamtschliessungen dann auch ignoriert werden?

  53. 2.

    Warum werden Erzieher einem solchen hohen Risiko ausgesetzt! Denkt keiner daran, dass auch sie Familie haben? Ich kümmere mich täglich um meinen schwerkranken Vater und dann soll ich jetzt Kinder betreuen, deren Eltern täglich mit infizierten Menschen in Kontakt kommen? Ich habe keinen Schutz bei der Arbeit. Arztpraxen dürfen ohne Desinfektionsmittel nicht arbeiten und Erzieher sollen mit mehreren fremden Kinder 8 Stunden lang Körperkontakt haben? Was denkt sich die Politik? Warum ist das System so ungerecht? Ich möchte nicht meinen Vater anstecken und dann Schuld an seinem Tod sein!
    Und denkt alle mal darüber nach, dass dauernd allen Gedankt wird, allerdings wurde noch nie die Gruppe der Erzieher genannt. Wie immer gibt es für diese keine Wertschätzung.

  54. 1.

    Ich verstehe die neue Regelung nicht. Wenn ein Elternteil in keinem systemrelevanten Beruf arbeitet, kann es doch genauso die Kinderbetreuung übernehmen wie alle anderen, die in keinem systemrelevanten Beruf arbeiten und das deichseln mit der Kombination aus Homeoffice, Überstundenabbau und Kinderbetreuung gleichzeitig. Oder ist das zu anstrengend?? Für mehr Kinder in der Notbetreuung zu sorgen, ist seitens der Stadt totaler Quatsch. Schließlich heißt es NOTbetreuung. Sollte auch also nur für Notfälle genutzt werden. Hier sehe ich keinen Notfall. Die Erzieher dürfen es ausbaden. Dann könnte man doch auch gleich wieder alle Kinder in Schule und Kita schicken....

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