Archiv - Gäste sitzen nachts im Außenbereich einer Bar in der Oderberger Straße. (Bild: dpa/Gerald Matzka)
Bild: dpa/Gerald Matzka

Keine Begrenzung der Öffnungszeiten - Sperrstunde für Kneipen und Restaurants in Berlin entfällt

Ab Mittwoch dürfen Restaurants, Bars und Kneipen wieder länger als bis 23 Uhr geöffnet haben. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen. Die bisher geltende Begrenzung der Öffnungszeiten von 6 bis 23 Uhr wird demnach gestrichen. 
 

Die Restaurants und Kneipen in Berlin müssen ab Mittwoch nicht mehr um 23 Uhr schließen. Das hat der Senat nach rbb-Informationen am Dienstag beschlossen. Die bisher wegen der Corona-Krise geltende Begrenzung der Öffnungszeiten von 6 bis 23 Uhr in der Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus wird demnach gestrichen.

Der Senat hatte bereits am Montag vor dem Oberverwaltungsgericht eine entsprechende Erklärung abgegeben. Dort hatte ein Restaurantbesitzer gegen die Sperrstunde geklagt.

Dehoga: Gäste stecken sich vor 23 Uhr nicht weniger an

Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) begrüßte die Aufhebung der Sperrstunde. Die Gäste würden sich nicht weniger vor 23 Uhr als danach anstecken, sagte der Hauptgeschäftsführer des Dehoga Berlin, Thomas Lengfelder dem rbb. Er hoffe, dass der Wegfall der Sperrstunde auch für die Bars und Kneipen gilt. Gleichzeitig appellierte er an Gäste und Mitarbeitende, weiterhin die Hygieneregeln einzuhalten.

Ein Berliner Wirt hatte vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) gegen die Schließung um 23 Uhr geklagt, wie dessen Anwalt am Montag mitteilte. Das Gericht wollte die Regelung kippen. Weil der Senat daraufhin erklärt hatte, die Öffnungszeiten wieder freizugeben,
musste das Gericht keine Entscheidung mehr fällen.

In Berlin mussten Restaurants und Kneipen am 14. März schließen. Ab dem 15. Mai durften Restaurants wieder bis 22.00 Uhr öffnen, ab dem 2. Juni auch Kneipen wieder bis 23.00 Uhr. Viele Restaurant- und Kneipenbesitzer kritisierten allerdings, sie könnten so nicht
wirtschaftlich arbeiten.

Sendung: Inforadio, 09.06.2020, 14:45 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    Gut, dass man sich noch schnell 3 Tage darüber aufregen konnte, oder?

    https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/06/brandenburg-entscheidung-lockerungen-beschraenkungen.html

  2. 3.

    Du, John, es GIBT einfach in Brandenburg nur 3einhalb Kneipen.... bei uns im Kaff kann man im Kino saufen, ein bisschen essen ("internationale Küche" und Mäckes) und das war´s... also echt, worüber reden wir? Potsdamer können auch in Berlin saufen. Wenn´s unbedingt spät werden muss...

  3. 2.

    Schon mehr als komisch, dass im weniger durchgeseuchten Brandenburg noch keine Kneipe/Bar aufmachen darf, während im coronafreundlichen Berlin über die Sperrstunden gestritten wird. Diese Stilblüten waren sicher nicht der abstrude Sinn des Förderalismus.

  4. 1.

    Für die Wirtschaft ist es ganz wichtig.Ganz wichtiger Sieg. Für mich persönlich nicht so wichtig, da ich nach 22 Uhr eigentlich zu Hause bin.

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