Die Straße des 17. Juni in Berlin, Charlottenburg (Bild; imago images)
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Charlottenburg-Wilmersdorf nicht mehr betroffen - Vier Berliner Bezirke liegen über Inzidenz-Grenzwerten

Die Corona-Fallzahlen in Berlin steigen derzeit wieder und überschreiten weiterhin in den zentralen Bezirken die Grenzwerte. Mittlerweile ist die Inzidenz sogar berlinweit über die Grenzmarke von 50 gestiegen - sie lag am Donnerstag stadtweit bei 52,8. Das heißt, dass sich innerhalb der vergangenen sieben Tage im Berliner Durchschnitt mehr als 50 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus anstecken.

Derweil lag der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf am Donnerstag nicht mehr über diesem Grenzwert. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag dort am Mittwoch bei 50,7, inzwischen ist sie auf 48,6 gesunken.

Damit überschreiten am Donnerstag vier Berliner Bezirke die kritische 50er-Marke, und das zum Teil deutlich: Mitte (78,3), Neukölln (114,3), Friedrichshain-Kreuzberg (68,9) und Tempelhof-Schöneberg (72,4). Für die Bewohnenden bedeutet das, dass sie bei Reisen ins In- und Ausland Vorsorgemaßnahmen treffen müssen. Am Mittwoch haben mehrere Bundesländer Reisebeschränkungen für Menschen aus Corona-Hotspots erlassen.

Corona-Test innerhalb von 48 Stunden schwierig

Berlinerinnen und Berliner, die etwa nach Bayern reisen wollen, müssen sich einer 14-tägigen Quarantäne unterziehen oder einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Problematisch daran ist allerdings, dass Labore derzeit mit der Auswertung von Corona-Test überlastet sind. "Sie schaffen es einfach nicht, so schnell einen negativen Test zu kriegen, weil sie das Ergebnis erst nach Ablauf von 48 Stunden bekommen. Und dann sind Sie noch nicht einmal verreist", sagte Patrick Larscheid, Amtsarzt von Reinickendorf am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Sendung: Radioeins, 08.10.2020, 11 Uhr

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15 Kommentare

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  1. 15.

    Nur das es hier gerade um Leben und Tod im schlimmsten Falle geht.
    Da kann mich irgendein Charme nicht überzeugen. Auf die Strasse gehen die Charmeure ja auch nicht. Nur die rücksichtslosen Möchtegern Querdenker.
    Und darum (!) passiert hier nie was ausser gemurcksel. Die Doofen und Lauten finden zu viel Gehör. Die Schlaueren sind leise, weil andere lauter als sie brüllen.

  2. 14.

    Bitte die Kirche im Dorf lassen und bei der Wahrheit bleiben. Auch vor der Zusammenlegung zu Tempelhof-Schöneberg im Jahr 2001 hat Mariendorf zum Bezirk Tempelhof gehört.
    Bei der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 wurde aus den Landgemeinden Tempelhof, Mariendorf (ohne Südende), Marienfelde und Lichtenrade der 13. Verwaltungsbezirk gebildet, der bis 2000 bestand.
    Mariendorf war nie ein eigener Verwaltungsbezirk, ähnlich wie Britz, Buckow und Rudow die zu Neukölln gehören.
    Und Neukölln war nicht von der Zusammenlegung betroffen.
    Wenn man sich die Geschichte Berlins mal etwas näher anschaut dann würde man das auch wissen und nicht von einer Bananenrepublik schreiben.

  3. 13.

    Als vor sechzig Jahren hier geborener, aufgewachsener und lebender Mensch fällt mir eigentlich keine Zeit ein, in der in Berlin mehr als 'rumgewurschtelt wurde... mehr als virtuoses Murcksen gab' es nie, man hat es nur nicht so gemerkt. Im Gegenteil, das machte immer einen Teil des Charmes aus. Bemerkenswert war immer der Durchhaltewillen der Leute, und auf den sollte man vielleicht auch jetzt setzen.

  4. 12.

    Ich wohne nicht im Bezirk Tempelhof, sondern in Mariendorf. Bin also fern der Hotspots und bin trotzdem betroffen durch die Zusammenlegung der Bezirke. Dies wurde aus Spargründen damals gemacht.
    Es muss doch möglich sein die einzelnen Bezirke richtig namentlich zu benennen.
    Aber sind wir mal ehrlich; Berlin wird immer mehr zur Bananenrepublik.

  5. 11.

    Die Behörden müssten mehr durchgreifen. Die, die auf diese Partys und Feiern gehen, einsperren, Quarantäne, Test durchführen, negativ: kann entlassen werden. Positiv, weitere Quarantäne.
    Da wartet man auf ein paar Tage Erholung und Kraft schöpfen für die kommende Zeit, dann wird man vor die Tür gesetzt. Aber bei Union wird kein Abstand und Maske getragen, sogar gesungen. Warum greift da die Ordnungsmacht nicht ein??

  6. 10.

    Hauptsache die Leute werden verrückt gemacht und gehorchen.

  7. 9.

    In dieser Angelegenheit brauchen wir endlich Strenge wie in China. Da ist die kommunistsche Partei mächtiger und erfolgreicher. Wir wollen doch hier nicht ganz wie in China leben aber Achtung vor dem Leben anderer muss nun mal sein. Wer kapiert das nicht ?

  8. 8.

    Braaavo,

    Hält sich überhaupt noch jemand an irgendwelche Regeln?

    Prima Klima

  9. 7.

    Hallo Karl- Heinz, tja das in Berlin leider nur die Türen klappen ist offensichtlich! Corona, Schulen, Wohnungsbau , Rigaer Str. Justiz......und ....und ! Dafür will unser Reg.Bürgermeister in den Bundestag! Qualifikation ? Egal , Hauptsache versorgt! Berlin kann , leider, als abschreckendes Beispiel für RRG auf Bundesebene dienen !!

  10. 6.

    Es ist so nicht richtig. Sachsen zum Beispiel führt noch die einzelnen Stadtbezirke

  11. 5.

    Im Gegensatz zu Reiserückkehrern an den Flughäfen muss ihre Familie -falls sie doch noch einen Test bekommen- den Test vermutlich selbst bezahlen. Kostet auch nur zwischen 80 und 300€ pro Person. Bei einer vierköpfigen Familie mit Vater als Pfleger und Mutter als Verkäuferin (ups, beide systemrelevant) bedeutet dass dann: "sorry, Reisen ist nur noch was für Besserverdienende...". Dafür wurden sie aber auch reichlich beklatscht.
    Danke für ihren Einsatz! (Und das jetzt ohne Ironie)

  12. 4.

    Beherbergungsverbot hin oder her, darin sehe ich persönlich sowieso keinen wirklichen Sinn.
    Grundsätzlich sollte es egal sein wo ich mich aufhalte, aber wie ich mich dort verhalte ist wichtig!
    Maske, Abstand, Hygiene und Räume lüften!
    Das kann ich überall beherzigen, auch im Urlaub!

    Aber das Berlin bei der Inzidenz auf den Gesamtstatus gepocht hat ist wieder mal ein Ding aus dem Tollhaus.
    Es war schon bedauerlich, dass es all jene aus den zur Zeit fünf betroffenen Bezirken getroffen hat, und die dadurch ihre Urlaubspläne über den Haufen werfen mussten, aber dass es jetzt auch noch die restlichen zwei Millionen Berliner
    höchstwahrscheinlich betreffen wird, ist schon der Hammer.




  13. 3.

    Hallo rbb, wen interessieren heute noch die Zahlen von Charlottenburg?
    Gestern haben die Länder beschlossen, dass Berlin als Ganzes behandelt wird. Vermutlich unter der gleichen Quelle, wo Sie ihre Zahl für Charlottenburg gefunden haben steht auch mindestens seit heute morgen ein Wert von über 50 für Gesamtberlin. Wird mit dem Bericht noch auf die offizielle Bestätigung vom RKI gewartet und ist die ChaWi-Zahl auch bestätigt? Bis auf den letzten Drücker spannend halten! Dann können die Familien ihren Kindern morgen direkt nach dem Aufwachen erzählen, dass die Reise nach dem Schulschluss ausfällt. Sonst hätte man sich da ja schon 24 Stunden vorher drauf einstellen können...
    Da ist Charlottenburg leider eher eine kleine Anekdote am Rande...

  14. 2.

    Ich habe seit Corona täglich körperstnah Menschen gepflegt. Täglich meine Gesundheit riskiert. Den Sommer durchgearbeitet. Nun wollte ich mit meiner Familie eine Woche Urlaub in einer Ferienwohnung in Deutschland machen. Anreise mit dem Auto. Und nun Beherbungsverbote. Außer mit höchstens 48 Stunden alten negativen Corona Test. Ich als Pfleger dachte ich könnte schnell Termine bekommen. Nö. Erst nächste Woche. Und für meine Familie ohne Symptome gar nicht möglich bei HA oder Covidpraxen. Und nun? Ich Pfleger - Frau Verkäuferin durften seit Monaten arbeiten, wo andere sich im Sofa verkrochen haben, und nun bekommen wir nicht mal mehr einen kleinen Erholungsurlaub "genehmigt". Ich bin so wütend und die Kinder traurig. Was soll das! Wer sich in Berlin nicht an Abstand und Hygiene hält und auf Hochzeiten mit Hunderten Menschen geht - ist bekannt. Die Massenpartys finden seit Monaten in allen möglichen Parks statt - jedes Wochenende wieder. Kein Konzept nur Bestrafung der Falschen!

  15. 1.

    Ich frage mich ganz entsetzt was der Senat macht außer blöde Ideen rauszubringen. Man sollte sich mal im Senat Gedanken machen wie man die Corona Maßnahmen besser kordinieren kann. Mir kommt es so vor als ob jeder der in dieser Stadt was zu sagen hat sich profilieren möchte.
    Hochachtungsvoll Stoll Karl-Heinz

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