Symbolbild: Im Zehlendorfer Schadow - Gymnasium werden Luftreinigungsfilter eingebaut. (Quelle: imago images/B. Friedel)
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Berliner Schulen - Senat will weitere 1.200 Luftfilter finanzieren

Der Berliner Senat will weitere 4,5 Millionen Euro für die Anschaffung von Luftfiltergeräten in den Schulen zur Verfügung stellen. Das teilte ein Sprecher der Bildungsverwaltung am Mittwoch auf Anfrage mit. Für die Summe sollen aus Landesmitteln rund 1.200 Luftfiltergeräte gekauft werden. Einen entsprechenden Beschluss fällte der Senat bei seiner Sitzung am Mittwochnachmittag.

Die Anschaffung soll diesmal allerdings nicht über die Bezirke laufen wie in der ersten Phase, sondern zentral. Das Bestellen der Geräte übernehme die Senatsverwaltung für Finanzen. Zuvor hatte die "Berliner Morgenpost" [kostenpflichtig] darüber berichtet.

Nur ein Bruchteil der Klassenzimmer bekommt Filter

Bereits im Herbst hatte der Senat in einem ersten Schritt den Bezirken 4,5 Millionen Euro für die Anschaffung solcher Geräte aus Landesmitteln zugesagt, allerdings argumentiert, sie sollten in erster Linie nur in Räumen zum Einsatz kommen, wo Lüften schwierig sei. Kritiker bemängelten, mit 1.200 Geräten für rund 800 Berliner Schulen lasse sich nur ein Bruchteil der Klassenzimmer ausstatten.

Die Anschaffung der Geräte durch die Bezirke ging außerdem langsamer voran als von jenen zunächst erwartet. In etlichen Schulen sind die bestellten Geräte nach wie vor nicht angekommen. Je nach Bezirk gab es dabei allerdings erhebliche Unterschiede. In manchen Bezirken waren die Luftfiltergeräte bereits im Einsatz, bevor sie in anderen lediglich bestellt worden sind.

Sendung: Abendschau, 20.01.2021, 19:30 Uhr

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10 Kommentare

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  1. 10.

    Das Bundesumwelt ist sehr vorsichtig und stellenweise sehr einseitig in seinen Stellungnahmen.

  2. 9.

    Die Ausstattung fokussiert auf Schulen und Räume, die schwierig bis gar nicht zu lüften sind. Denn die AHAL Regel bleibt trotzdem bestehen, um direkte Ansteckungen (Angesicht zu Angesicht) im Gegensatz zu indirekten (Viruskonzentration im Raum) zu vermeiden. Ich frage mich, in welchem Raum es Unterricht gibt, wo gar nicht gelüftet werden kann. Ist das zulässig? Aber das nur am Rande ... Und was ist mit Kitas, in der Tat dürfen dort Fenster nur gekippt werden, was kein Stoßlüften ist und energetisch schwierig.
    Sind bei den 1.200 Geräten auch Kitas bedacht?

  3. 8.

    Entlüftung der Klassenräume- tolles Thema! Ich gebe Frau Maria Anne und Herrn Robert vollkommen Recht denn beide Artikelinhalte beschreiben die Senatswilkühlichkeit oder auch Inhaltslosigkeit bestens. Es ist ein betriebswirtschaftlicher Schwachsinn 2 Geräte oder vielleicht auch 3 für eine Schule bereitzustellen. 35700 bis 40000 Euro pro Schule wäre die richtige, wenn auch nur eine anfängliche Lösung. Aber eigentlich viel zu spät, denn das hätte schon im Frühsommer, spätestens mit Herbst erledigt sein müssen.
    Werte Frau Scheers hören sie auf zu schlafen und legen mindesten 2/3 Gänge zu.

  4. 7.

    Oh ja, da fehlt sie wieder : Die Evaluierung des Erfolges einer Maßnahme. Die ersten 1200 sind noch nicht mal verbaut, aber die zweiten werden geordert. Wo sich nebenbei die Frage stellt : Die werden doch auch nicht auf Lager stehen. Wann sind die verfügbar, macht es Sinn zwei (!) Geräte pro Schule zu haben - oder stellen wir die Dinger am besten gleich ins Sekretariat und ins Lehrerzimmer ... Es ist nicht zum Aushalten !

  5. 6.

    Gibt es bereits in einem Land einen großflächigen Einsatz dieser Geräte zu diesem Zweck und welchen Erfolg hatte das? Gibt es wissenschaftliche Studien zu diesem Einsatzzweck in Schulen? Das Umweltbundesamt sieht diesen Einsatzzweck ja eher sehr kritisch https://www.umweltbundesamt.de/themen/mobile-luftreiniger-in-schulen-nur-im-ausnahmefall

  6. 5.

    Wenn's was bringt, mögen die Ausgaben gerechtfertigt sein. Was passiert mit den Geräten nach der Pandemie? Einmotten und vergessen? Und im Bedarfsfall sind sie nicht brauchbar/auffindbar.
    In welcher neuen/sanierten Schule wurde denn eine Lüftungsanlage fest eingebaut?
    Würde zum Kühlen/Heizen und wie aktuell auch zum Lüften reichen.

  7. 4.

    Man weiß garnicht genau ob man lachen oder weinen soll.
    Das ist doch alles ein Witz. Was will man denn mit läppischen 1200 Geräten??! Werden die paar Dinger dann von einem zum nächsten Klassenraum geschoben, oder wie soll das laufen?
    Lieber Senat:
    Nehmt doch mal richtig Kohle in die Hand!
    Für genug Geräte, für deren Wartung( denn nur hinstellen allein reicht nicht )
    Kümmert euch überhaupt mal um die Sorgen und Nöte von Familien.
    Aber nee...Hauptsache es gibt genug Popup-Radwege...Hauptsache es wird über die Umbenennung von U- Bahnhöfen diskutiert,- oder über unser "koloniale Erbe"...oh Mann...

  8. 3.

    Na wau, da hat dann also eine Schule evtl. statt eines ganze zwei Geräte zur Verfügung in Zukunft.... Nur weiter in diesem Tempo!

  9. 2.

    Anstatt frühzeitig jede Maßnahme zu ergreifen, die den Virus eindämmen und den Kindern Bildung ermöglichen könnte, hat man den Bezirken die Möglichkeit eingeräumt, sich weiter auf Kosten der Eltern und Kinder untätig durchzuwursteln.
    Sind uns die Kinder und die Zukunft dieses Landes gar nichts wert? Warum sind die Politiker, ist diese Gesellschaft den Kindern/ der jungen Generation gegenüber so gleichgültig? Es ist eine Schande: Versagen beim digitalen Lernen, Versagen beim effektiven Schutz vor Infektion, Versagen bei der Unterstützung der Familien.....
    Diese Bräsigkeit wird sich noch bitter rächen....

  10. 1.

    Lobenswert die Erweiterung und zentrale Beschaffung, auf dass die Qualität der Geräte hoch bleibt (leider gibt es auch viel murks) und auch Kitas ausgestattet werden, wo nur Kippfenster erlaubt sind. Pflegeheime dürfen auch nicht vergessen werden, warum das Thema dort noch keine Option ist, frag ich mich schon länger.
    Ausgaben wären bei einem durchschnittlichen Gerätepreis von 3.000-5.000€ pro Kind ca. 80-200,- je Gruppen-/Klassenstärke.

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