Schiedsrichter Felix Zwayer sieht sich eine Spielszene auf einem Monitor an (Quelle: imago images/Sven Simon)
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Mehr Wechsel, kein VAR - Kurzfristige Regeländerungen im Fußball möglich

Wird in den restlichen Spielen der Fußball-Bundesliga auf den vieldiskutierten Videoschiedsrichter verzichtet? - Das internationale Gremium für Fußball-Regeln IFAB (International Football Association Board), hat den Weg für eine dementsprechende Regelänerungen bis zum Saisonende freigemacht. Das teilte das IFAB am Freitag mit. 

Zu den möglichen Änderungen bis zum Saisonende zählt auch eine Erhöhung des Wechselkontingents auf fünf Wechsel pro Team, die der Fußball-Weltverband FIFA zuletzt angeregt hatte. 

Regeländerungen könnten zum Bundesligastart gelten

Die Ligen, die den Spielbetrieb wieder aufnehmen - wie die 1. und 2. Bundesliga -, können sich nun entscheiden, ob sie die Möglichkeiten zu Regeländerungen wahrnehmen wollen. Alle Wettbewerbe, die noch in diesem Jahr zuende gespielt werden sollen, dürfen von den Regeländerungen Gebrauch machen.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte bereits bekannt gegeben, über die Änderung der Wechselregel zeitnah beraten zu wollen. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert sagte am Donnerstag: "Falls diese Regel seitens der FIFA entschieden wird, werden die Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga kurzfristig über eine zeitlich befristete Übernahme dieser Regelung entscheiden." Die Bundesliga nimmt ihren Spielbetrieb am 16. Mai wieder auf. 

Regeln sollen Spieler vor Überlastung schützen

Bei der Aufstockung des Wechselkontingents von bisher drei auf fünf Aus- und Einwechslungen pro Spiel geht es IFAB und FIFA nach eigenen Aussagen um den Schutz der Spieler. Da die verlängerte Saison sich länger als sonst üblich in den Sommer ziehen werde, seien die Spieler einer höheren Belastung ausgesetzt. "Diese sofortige vorrübergehende Änderung wurde eingeführt, da ein dicht gedrängter Kalender und Spiele bei mitunter großer Hitze drohen, was sich beides auf das Wohl der Spieler auswirken könnte", heißt es in der FIFA-Mitteilung. 

Damit die neue Regel nicht zum Zeitschinden ausgenutzt werden kann, sind während des laufenden Spiels weiterhin nur drei Wechsel zulässig. Die übrigen zwei Wechsel müssten die Teams in der Halbzeit nutzen. 

VAR könnte ausgesetzt werden

Etwas überraschend gibt es auch beim Einsatz der Video-Schiedsrichterassistenten (VAR) die Möglichkeit zur Regeländerung. Die Verbände und Ligen dürfen vorerst auf den Einsatz des VAR verzichten, auch wenn dieser bisher in der jeweiligen Liga genutzt wurde. Ob die DFL auch über diese Änderung nachdenkt, ist bisher nicht bekannt. 

Sendung:  rbb24, 08.05.2020, 16 Uhr

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4 Kommentare

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  1. 4.

    Da ja nur negativ getestete spielen dürfen, ist ihr Einwand schon mal komplett falsch.
    Also der sicherste Bereich wird demnächst tatsächlich die Bundesliga sein.
    Aber Neider, Angst Bürger und Fußballhasser wird es halt immer geben.

  2. 3.

    Auf zum neuen Corona-Hotspot - ich hoffe die Bundesliea hat auch ihr eigenes Krankenhaus und eigenes medz. Personal für die Versorgung Krankheitsfall und es geht nicht zu Lasten der Allgemeinheit - Die Clubs zahlen die Tests selbst, also dann bitte auch die Kosten bei Erkrankung. Das ist dann nur konsequent, steht aber nicht im sogenannten Hygienekonzept

  3. 2.

    Mein Vorschlag ist besser.:-)
    Von jeder Mannschaft nur 1 Spieler und 1 Torwart. Und schon ist alles im grünen Bereich.

    Blöd nur für die Raffhälse, die dadurch evtl. weniger Geld bekommen.

  4. 1.

    Ich hätte da sogar eine Idee bzw. einen Vorschlag. Lasst die doch einfach nur eine Halbzeit spielen und fertig. So müssen die sich nicht auch noch unnötig in der stickigen Kabine aufhalten. Alle hätten ihren Willen, nur mit Kompromissen.

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