Konkurrenz für Frankfurt (Oder) - Sachsen unterstützt Doppelstandort für Zukunftszentrum Deutsche Einheit

Mi 07.09.22 | 11:26 Uhr
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Archivbild: Blick über den Altmarkt von Plauen zum Alten Rathaus (M) und dem Turm vom Neuen Rathaus. (Quelle: dpa/P. Endig)
Bild: dpa/P. Endig

Das Land Sachsen unterstützt die gemeinsame Bewerbung der Städte Leipzig und Plauen für das "Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation". Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) betonte am Mittwoch in Dresden die Authentizität der Orte als Ausgangspunkte der friedlichen Revolution. "Beide Städte stehen für die mutigen Menschen, die im Herbst 1989 Geschichte geschrieben haben", sagte der CDU-Politiker bei der Vorstellung des Konzeptes.

Kretschmer wirbt als Zentrum der friedlichen Revolution

Sachsen als Land der friedlichen Revolution und als Brücke zu Mittel- und Osteuropa sei in besonderer Weise für dieses Zentrum geeignet. "Hier war der Beginn dieser Entwicklung, das darf nicht in Vergessenheit geraten", sagte Kretschmer.

Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner (CDU) und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) betonten, beide sächsischen Standorte auf Augenhöhe betreiben zu wollen. In der "Tandembewerbung" sehen sie Erfolgschancen. Ein "Zukunftszug" soll durchs Land fahren und das Vorhaben bekannt machen und laut Jung "Erfahrungen von Menschen einsammeln". Eine erste Probefahrt ist für Donnerstag von Leipzig nach Plauen geplant.

Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner (CDU) und Leipzigs
Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) betonten, beide sächsischen
Standorte auf Augenhöhe betreiben zu wollen. In der "Tandembewerbung"
sehen sie Erfolgschancen. Ein "Zukunftszug" soll durchs Land fahren
und das Vorhaben bekannt machen und laut Jung "Erfahrungen von
Menschen einsammeln". Eine erste Probefahrt ist am Donnerstag von
Leipzig nach Plauen geplant.

Rennen um das Millionen-Projekt

Das Transformationszentrum gehört zu den begehrtesten Ansiedlungsentscheidungen, die der Bund aktuell zu vergeben hat. Es werde ein Ort, an dem sich Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur gemeinsam den Übergängen und Brüchen im Wende-Deutschland und den Ländern des östlichen Europas widmen, hatte der neue Ostbeauftragte Carsten Schneider (SPD) Anfang Mai nochmals angekündigt.

Das Zentrum soll nach einer offenen Ausschreibung in einer ostdeutschen Stadt gebaut werden, wobei der Bund für den Bau 200 Millionen Euro und für den laufenden Betrieb etwa 45 Millionen Euro jährlich zur Verfügung stellen will. Etwa 200 Mitarbeitende würden im künftigen Zukunftszentrum beschäftigt sein.

Bis Ende September können sich Städte aus dem Osten Deutschlands um den Standort des Forschungs- und Veranstaltungszentrums bewerben. Das Land Thüringen favorisiert Jena.

Wiederholt wird Frankfurt (Oder) als Favorit genannt. Nicht nur, weil für die Kampagne 400.000 Euro bereitstehen, sondern auch weil die Stadt versucht, mit seinem konzeptionellen Brückenschlag nach Osteuropa zu punkten. Vor allem hat sie sich frühzeitig neben der Unterstützung der eigenen auch das Wohlwollen der Landesregierungen von Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gesichert.

Sendung: Antenne Brandenburg, 07.09.2022, 16:00 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Bitte unbedingt an Frankfurt geben. Es ist so entsetzlich ruhig in den Städten an der Oder.

  2. 1.

    Auch wenn man nicht versteht was da geleistet werden soll: Und jetzt muss FFO noch mehr Gas geben. Zusätzlich zu den guten Werbungen müssen noch die möglichen Fachkräfte, in ausreichender Anzahl, nachgewiesen werden... Dann kann es klappen...

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