Märkisch-Oderland - Gedenkort für Hans Fallada eingeweiht

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Bernd Wüstneck/dpa
Audio: Antenne Brandenburg | 2l1.07.2021 | Marianne Blaschke |Symbolbild | Bild: Bernd Wüstneck/dpa

Ein Gedenkort ist am Mittwoch in Neuenhagen bei Berlin (Märkisch-Oderland) für den Schriftsteller Hans Fallada eingeweiht worden. Neben verschiedenen Orten in der Gemeinde, an denen bereits an ihn erinnert wird, zählt jetzt auch sein ehemaliges Wohnhaus dazu.

Weltbestseller in Neuenhagener Haus geschrieben

In Neuenhagen lebte der Schriftsteller von 1930 bis 1932 - mit Ehefrau Anna und Sohn Ulrich in einem kleinen Reihenhäuschen im damaligen "Grünen Winkel". Er verfasste dort auch den Weltbestseller "Kleiner Mann - was nun?", der im Juni 1932 erschien und ihn erstmals finanziell unabhängig machte.

In seinem Buch "Damals bei uns daheim. Heute bei uns zu Haus" schrieb er zu seiner Zeit in Neuenhagen: "Überall tauchten wir auf, der Kinderwagen und ich. Wir gehörten zum Straßenbild der Gegend. In einer Gemüsehandlung erfuhr Suse, daß wir schon einen Namen hatten, ich hieß nur - Der Arbeitslose mit Kind." Ende 1932 zog die Familie aus Neuenhagen weg.

In dem Wohnhaus werden nicht nur sein schriftstellerisches Wirken als Autor, sondern auch die Lebensumstände der Familie in der damaligen Zeit gezeigt. Die drei Zimmer der 54-Quadratmeter-Wohnung wurden dementsprechend thematisch gestaltet, mit typischen Ausstattungen der Dreißiger Jahre.

Sendung: Antenne Brandenburg, Regionalnachrichten, 16:30 Uhr

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