Landkreis Uckermark - Erster Zaun gegen die Afrikanische Schweinepest ist fertiggestellt

Afrikanische Schweinepest Schutzzaun Oder Kernzonen
Bild: Jakub Paczkowski/rbb

Die Gefahr eines Übergreifens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist auch in der Uckermark nicht gebannt. Das schätzt Kreistierarzt Achim Wendlandt auf Nachfrage des rbb ein.

Zaun-Schluss bis Vorpommern im November

Im Landkreis gibt es bislang lediglich einen amtlich festgestellten ASP-Fall. Er war im August bei einem von einem Jäger erlegten Wildschwein im Unteren Odertal amtlich festgestellt worden. Daraufhin wurde der Bau eines Schutzzaunes in Auftrag gegeben. Dieser ist Wendlandt zufolge nun komplett fertiggestellt, ein zweiter soll schnellstmöglich gebaut werden. "Baubeginn wird voraussichtlich Anfang Oktober sein und die Fertigstellung Ende November."

Dieser zweite Zaun beginnt dann an der Kreisgrenze zum Barnim und geht über Herzsprung, Neukünkendorf und Gellmersdorf auf dem Oderdeich in Richtung Norden zur Schwedter Querfahrt im Nationalpark Unteres Odertal. Vom Mescheriner Ortsteil Rosow ist der Lückschluss ins Mecklenburgische Nadrensee geplant.

Wendlandt rechnet mit weiteren Funden

Auch die Bejagung von Wildschweinen im Poldergebiet wird fortgesetzt. Dabei sollen vorrangig Fallen zum Einsatz kommen.

Der Kreistierarzt kündigte zudem an, dass die Fallwildsuche in dem betroffenen Gebiet in den nächsten Tagen und Wochen weitergehen soll. Dabei sollen Suchtrupps, Drohnen und speziell ausgebildeten Kadaversuchhunden helfen. "Wir befinden uns jetzt im Trocken-Polder und werden in den nächsten Tagen die Gebiete des Überflutungs-Polders hineingehen", so Wendlandt. "Dort wurde auch das positiv getestete ASP-Wildschwein erlegt worden." Der Tierarzt rechnet damit, in dem Gebiet weitere Funde zu machen.

Ein Jahr ASP in Brandenburg

Der erste Fall der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg wurde erstmals im September 2020 im Kreis Spree-Neiße dokumentiert. Insgesamt haben das Friedlich-Löfler-Institut und das Verbraucherschutzministerium des Landes bis heute 1.640 Fälle in Brandenburg amtlich bestätigt - über die Hälfte davon im Kreis Oder-Spree [www.msgiv.brandenburg.de, Stand: 13.09.2021].

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.09.2021, 08:30 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Da hilft nur eins den Bestand an Säuen stark reduzieren Und da alle Vegan essen bleibt mehr für die Wölfe. Im übrigen wurde auch der Westwall(?) quasi von hinten aufgerollt. Nein ich bin dafür, aber aus den anderen Gründen.

  2. 1.

    Eine rbb Recherche über die Massnahmen die die polnische Seite unternimmt wäre aufschlussreich , geehrte Redaktion.

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