Bündnis "Bahn für alle" - "Buchungs-Plattformen für Nachtzüge sind eine mittlere Katastrophe"

Di 12.12.23 | 06:13 Uhr
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Symbolbild: Ein Nightjet Zug der ÖBB. (Quelle: dpa/G.Hochmuth)
Bild: dpa/G.Hochmuth

Mit dem Nachtzug von Berlin nach Paris - das ist nun möglich. Doch die Tickets sind teuer, wenn man es überhaupt schafft, länderübergreifend zu buchen. Stellschrauben bei Nachtverbindungen gebe es genug, sagt Carl Waßmuth von "Bahn für alle".

rbb|24: Herr Waßmuth, mit der Verbindung Berlin-Paris wird eine Wunschstrecke vieler Nachtzug-Liebhaber nun Realität. Ist das aber auch was für Leute, die sich normalerweise einen Flug nach Paris buchen würden?

Carl Waßmuth: Ich denke ja, unbedingt. Das sind die beiden Hauptstädte von zwei großen Ländern in Europa. Wir als "Bahn für alle" standen 2016 am Hauptbahnhof und haben quasi mit Tränen in den Augen die Einstellung des letzten Nachzugs Berlin-Paris begleitet und dagegen protestiert.

Jetzt ist es so, dass Fliegen ja durchaus auch seine Implikationen hat. Das heißt also, nicht immer klappt es mit den Flügen. Es klappt zwar auch nicht immer mit den Zügen, aber das ist eine enorme Alternative zu Flugreisen, wobei es jetzt erst mal nur die Verbindung zwischen zwei Metropolen ist. Wir als "Bahn für alle" fordern, dass ein wesentlich größerer Aufschlag gemacht wird für den Nacht- und Fernreisezug in Europa.

Zur Person

Carl Waßmuth. (Quelle: privat)
privat

Carl Waßmuth ist Mitbegründer und Sprecher des Bündnisses "Bahn für alle". Jahrgang 1969, Bauingenieur, Infrastrukturexperte und Autor. Neuestes Buch: "Verkehrswende - ein Manifest" (mit Winfried Wolf).

Wird aber ein Otto Normalverbraucher, der vier oder fünf Tage nach Paris reisen möchte, sich genauso einfach ein Nachtzug-Ticket buchen können wie einen Flug?

Die Buchungs-Plattformen für Nachtzüge in Europa sind eine mittlere Katastrophe, da sind wir noch lange nicht da, wo wir hin müssen. Wir brauchen eine einheitliche Buchungs-Plattform für alle Nachtzüge, sodass ich mir jetzt nicht erst eine Ausbildung zulegen muss, um herauszufinden wo ich diesen Nachzug buchen kann.

Es sind ja meistens zwei Länder, und ich muss dann herausfinden, über welches Land oder vielleicht noch über ein drittes ich reisen muss. Das ist überhaupt noch nicht so, wie es sein muss. Wir fordern deswegen eben als gemeinsame Initiative der Länder in Europa eine übergreifende Buchungs-Plattform.

Tickets buchen ist nicht nur schwierig, sondern auch teuer. Möchte man im Januar im Liegewagen mit dem Nachtzug nach Paris, kostet das so viel wie ein Flug mit Air France oder KLM - und das bei einer 14-Stunden-Fahrt. Ist das denn konkurrenzfähig?

Na ja, beim Nachtzug fährt man über Nacht und die Reisezeit im Schlaf rechnet man üblicherweise nicht mit. Das heißt, Sie können abends einsteigen und sind morgens da, Sie sind sogar wahrscheinlich früher da als mit dem ersten Flug, wenn sie früh morgens zum Flughafen gehen würden.

Dagegen ist also nichts einzuwenden, aber die Preise sind definitiv zu hoch. Das liegt aber daran, dass der Flugverkehr massiv subventioniert wird, obwohl er so klimaschädlich ist, und der Zugverkehr in den Subventionen benachteiligt wird. Wir fordern deswegen, dass es Garantie für günstigere Zug- als Flug-Verbindung geben muss. Als Richtpreis stellen wir uns vor, dass es keinen innereuropäischen Flug unter 100 Euro geben darf.

Das ist absurd. Diese günstigen Kosten gibt es nur, weil andere das bezahlen, nicht die Flugreisenden, sondern die Steuerzahlenden und wir alle über die Klimaschädigung. Eigentlich sollte auch keine innereuropäische Zugfahrt über 85 Euro kosten. Dann erst bekommen wir es hin, dass wirklich eine Verlagerung stattfindet.

Wie werden aber jetzt die Zugpreise bestimmt?

Für uns ist das nicht wirklich transparent. Wir wissen, dass es Kosten gibt, die eingerechnet werden müssen - und das sind die sogenannten Trassenpreise. Das heißt also, die Deutsche Bahn AG verlangt zum Beispiel von der ÖBB, die viele Nachtzüge bereitstellt, dass sie Trassenpreise bezahlt. Wir halten diese Trassenpreise für deutlich zu hoch.

Wenn man viel Bahnverkehr haben will, muss man günstige Trassenpreise anbieten und das im Zweifel auch staatlich subventionieren. Dann fährt da viel.

Wenn es mit so hohen Trassenpreisen verbunden ist, rechnet sich das Nachtzugsgeschäft überhaupt für die Betreiber?

Dieses sich Rechnen ist ein schwieriger Begriff. Tatsächlich ist es einfach so, dass bestimmte Kosten vorproduziert werden durch Rahmenbedingungen. Diese vorproduzierten Kosten - wie eben die Trassenpreise - bewirken, dass ein Verkehrsträger teuer oder günstig ist. Wir haben im Moment die Situation, dass die Bahn benachteiligt wird in dieser Kostenvorproduktion. Das heißt, mit Mühe und Not können jetzt einzelne Betreiber eine Handvoll Nachtzugverbindungen anbieten.

Sehr viele sind das allerdings nicht. Wir feiern jetzt zwar den Nachzug Berlin-Paris, aber das ist bisher nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Wenn wir uns ansehen, was es an innereuropäischen Flugverkehr alles gibt und wenn wir das auf die Schiene verlagern wollen, dann müssen auf diesen Strecken jede Nacht drei oder fünf Zugpaare verkehren.

Das Land Berlin hat vergangenes Jahr einen Zielfahrplan für Nachtzüge für 2030 ausgeschrieben. Wie sehen die Nachtzug-Verbindungen bis dahin Ihrer Meinung nach aus?

Bisher ist das Prinzip unserer Bundesregierung, den Fernverkehr im Wettbewerb stattfinden zu lassen. Und der Wettbewerb ist einfach keine Einrichtung, die flächendeckende Daseinsvorsorge bereitstellt, sondern da entstehen immer Angebote für bestimmte Zeit und das war es.

Wir brauchen aber ein flächendeckendes Angebot. So wie wir irgendwann mal auch Europa flächendeckend mit Autobahnen versorgt haben und mit Flughäfen, müssen wir jetzt ein flächendeckendes Nachtzug- und Fernreise-Verkehrsangebot bekommen, damit wir herauskommen aus den sehr schädlichen Verkehrsformen Flugzeug, Auto und Lkw.

Dann wäre da noch ein Punkt, an den wir auch denken müssen: dass am Ende diese Nachtzüge von Menschen gefahren werden. Das heißt also, es muss Personal geben und man kann nicht einfach 2030 sagen, "Ach, wir verdoppeln unser Nachtzug-Angebot". Und dann stellt man fest, man hat überhaupt keine Zugführer ausgebildet.

Das heißt also, wir brauchen jetzt schon eine Ausbildungsoffensive. Und wir müssen eine gute Bezahlung anbieten, zum Beispiel so, dass Zugbegleiter so bezahlt werden, wie Flugbegleiter und Lokführer so wie Piloten. Die Verantwortung ist durchaus vergleichbar.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Efthymis Angeloudis.

61 Kommentare

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  1. 61.

    " eben alle Kosten eines Handelns im Produkt eingepreist werden. Nicht nur diejenigen die dem Betreiber direkt entstehen." Wie wollen Sie diese Kosten objektiv bestimmen und firmengenau zuordnen?

  2. 60.

    Sie sind jetzt der Dritte, der sich an jemandem mit einer Meinung abarbeitet. Haben Sie mal versucht zu verstehen, was gemeint ist?
    Nichts ist in Stein gemeißelt, auch nicht Regelungen der ICAO. Und ein ewig gleichbleibendes Klima ebenfalls nicht. Alles kann geändert werden, wie man auf dem Planeten in allen Ländern verfolgen kann. Oder haben Sie Angst, dass Ihr Ticket teurer wird? Wenn die Verantwortlichen in den Mitgliedstaaten der ICAO Arsch in der Hose hätten, würden sie agieren und nicht über ihr starrköpfiges Festhalten an überholten Regeln dazu beitragen, dem Klima wirklich den Rest zu geben. Dazu muss niemand ein Öko sein, wie er/sie schrieb. Was sind Sie für simple Charaktere, sich so geben zu müssen.

  3. 59.

    Öko? Sie denken in ausgelutschten Schubladen. Meine einzelne Meinung ist global anzusehen. Kann man versuchen, aus meinem angegriffenen Kommentar herauszulesen und das Gelesene zu verstehen. Aber es ist müßig, Leuten dies zu versuchen, verständlich zu machen, die nur Vorschriften zitieren können, ohne über den globalen klimatischen Tellerrand hinüberzusehen imstande sind. Dazu muss man übrigen kein Öko sein, der ich wahrlich nicht bin, um Sie mal enttäuschen zu müssen. Aber einen Diskurs auf Augenhöhe wollen Sie ja offenbar nicht.
    Bleiben Sie gesund; atmen Sie immer tief ein und aus.
    Tschüß.

  4. 58.

    Nicht unbedingt. Natürlich kann eine Airline die Betankung in Deutschland umgehen und in Ausland tanken. Das von Ihnen beschriebene Vorgehen ist keine Pflicht

    Fakt ist, dass eine kerosinsteuer auf internationale Flüge fast ausgeschlossen ist.

    Wenn nämlich die kerosinsteuer für internationale Flüge kommt, fällt die Pflicht der Airlines weg, Startgebühren und Landegebühren zu zahlen.

    Auch das ist eine Regelung der ICAO.

    Die Frage der kerosinsteuer kann nur international gelöst werden

  5. 57.

    "Würde man eine kerosinsteuer einführen, gilt diese nur fürs tanken in Deutschland. Kerosin, welches sich bei der Landung im Flieger befand, ist steuerfrei."

    "Es würde sich ein Tanktourismus entwickeln. Die Airlines tanken dann im Ausland. Und was wäre dann gewonnen? Nichts.."

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein ernsthaftes Problem wäre, denn die Flieger haben immer nur die benötigte Menge an Kerosin plus eine Sicherheitsreserve an Bord und versuchen immer so leer wie möglich zu landen, weil das nun mal risikoärmer ist. Deswegen wird ja auch bei manchen Flügen, die umdrehen müssen oder bei einer Notlandung vorher Kerosin in der Luft abgelassen. Dementsprechend müssten Sie dann eben auch nach der Landung in Deutschland wieder betankt werden oder sie würden Deutschland erst gar nicht mehr anfliegen.

  6. 56.

    Neo, denken Sie, dass eine deutsche Insellösung überhaupt etwas bringt?

    Würde man eine kerosinsteuer einführen, gilt diese nur fürs tanken in Deutschland. Kerosin, welches sich bei der Landung im Flieger befand, ist steuerfrei.

    Es würde sich ein Tanktourismus entwickeln. Die Airlines tanken dann im Ausland. Und was wäre dann gewonnen? Nichts..

    Sie schreien mit dem Fliegen ein Problem zu haben, ebenso mit der Realität.

  7. 55.

    Neo, wieso weisen Sie die richtigen Ausführungen von Martin zurück?

    Rechtlich gesehen, hat er völlig Recht. Die Regelung des ICAO zum Verbot der Kerosinbesteuerung auf internationalen Flügen hat er richtig dargestellt.

    Anstatt in einer grünen Ökoblase zu leben, sollten Sie sich mit Fakten und der Realität beschäftigen.

    Ahnung von den Regelungen des ICAO haben Sie definitiv nicht

  8. 54.

    Beschäftigen Sie sich mal mit den Regelungen, Vorschriften des ICAO.

    Eine Besteuerung von Kerosin auf internationalen Flügen kann es nicht geben. Selbst ein dementsprechendes deutsches Gesetz wäre unzulässig

    Letztlich wird die Besteuerung von Kerosin für internationale Flüge nie kommen. Oder glauben Sie ernsthaft, dass sich im weltweiten Geschäft mit dem Fliegen irgendjemand für Ökos interessiert?

    Natürlich kann man nur deutsche Airlines auf innerdeutschen Flügen mit einer Steuer belegen.

  9. 53.

    Hey, wir sind hier einer Meinung, danke für Ihren Kommentar. Ich kann mich Ihnen in allem nur anschließen. Ich fahre auch gerne mit der Bahn und werde das Angebot bestimmt irgendwann ausprobieren.

  10. 52.

    Alles unsubstantiiierte Gedankenspiele, bar jeder Vernunft und Grundlage. Oder hat hier wer Angst um seine Fernflüge?

  11. 51.

    Die Vorschriften der ICAO können nur weltweit geändert werden.

    Dann würde zwar eine kerosinsteuer gezahlt werden, gleichzeitig werden die Airlines von Startgebühr, Landegebühr, Handlinggebuhr befreit. Diese Kosten zahlen dann igentümer und Betreiber der Flughafen

    Man kann für deutsche Airlines und nur für Flüge innerhalb Deutschlands eine kerosinsteuer erheben. Das wäre das Aus für deutsche Airlines und Jobverlust, Steuerveekust folgen. Den Markt übernehmen dann nichtdeutsche Airlines.

  12. 50.

    Eine Einführung der Kerosinsteuer würde die Finanzierung der Kosten für Flughäfen verändern. Jetzt ist Kerosin steuerbefreit und die Airlines zahlen Staat- und Landegebühr. Kommt die kerosinsteuer, zahlen Airlines keine srart- und Landegebühr. Übrigens kann man die Regelung der ICAO nur weltweit mit Zustimmung aller Airlines ändern. Man kann innerdeutsche Flüge deutscher Airlines besteuern. Folge: Jobverlust, Steuerverlust ect.

  13. 49.

    Und das ist der Fehler im System. Ich darf steuerbefreit meinen Hintern auf internationalen Flügen das Klima killen helfen, soll aber mein Auto stehen lassen, weil ich sonst der Böse bin. Solange die ICAO diesen Schwachsinn mitmacht, sollten LG, XR und andere die die mal blockieren, WHO, UNO und mehr die ICAO unter Druck setzen, diesen Irrsinn der Steuerbefreiung zu stoppen.

  14. 48.

    Eine kerosinsteuer auf internationale Flüge verbietet die UN Luftfahrtorganisation ICAO. Deutschland darf nur für deutsche Airlines auf innerdeutschen Flügen eine kerosinsteuer erheben. Das wurde aber deutsche Airlines von Markt drängen.

    Leider vergessen das viele Bürger ganz gerne mal.

  15. 47.

    Natürlich ist 169 Eur viel zu teuer. Schon mal geschaut, was ein Flug kostet?

    Das man das Hotelzimmer spart fällt weg, denn diese Abteile sind nun wirklich nicht mit einem Hotelzimmer vergleichbar.

    Übrigens muss man dieses Abteil erstmal für 169 Eur bekommen. Ich habe letztes Jahr 249 Euro für dieses Abteil auf der Strecke bezahlt. Übrigens mit BC.

  16. 46.

    Die UN Luftfahrtorganisation ICAO verbietet Kerosinsteuer auf internationalen Flügen. Daher darf Deutschland auf diese Flüge keine Steuer erheben.

  17. 45.

    Natürlich muss der Ticketpreis gesenkt werden.

    Außerdem darf Deutschland nur eine kerosinsteuer für innerdeutsche Flüge einführen. Das wird aber nicht kommen, da dann deutsche Airlines erheblich benachteiligt werden.

    Eine kerosinsteuer auf internationale Flüge darf Deutschland nicht erheben.

    Dieser Umstand wird ganz gerne mal vergessen.

  18. 44.

    "Das ist in einer Markwirtschaft nicht absurd. Der Gedanke klingt doch eher nach einer planwirtschaftlichen Lenkung mit einer staatlichen Preiskommission."
    Eigentlich überhaupt nicht. Für mich klingt das nur nach einer Erweiterung des Begriffes Soziale Marktwirtschaft um das kleine Wörtchen "ökologisch" in der eben alle Kosten eines Handelns im Produkt eingepreist werden. Nicht nur diejenigen die dem Betreiber direkt entstehen. Wobei das soziale ja immer mehr in den Hintergrund rückt.
    Das was wir bisher haben ähnelt eher der Plankommission weil staatlich gelenkt bestimmte Bereiche bevorteilt und andere benachteiligt werden ohne die gesamtgesellschaftlichen Kosten hinreichend zu berücksichtigen.

  19. 43.

    Die Preise bei der Bahn zu senken ist der verkehrte Ansatz. Einfache Buchung. Und endlich eine Kerosinsteuer. Dann renkt sich alles ein.

  20. 42.

    "Einzelabteil Berlin - Budapest mit BC für 169 Eur ist deutlich zu teuer"
    Ich fall vom Stuhl - was ist denn an 169 Euro unangemessen, für die Sie in einem Einzelabteil von Berlin nach Budapest kutschiert werden - und das über Nacht, so dass Sie eine Übernachtung sparen und früh gleich da sind?
    Das sind ja Maßstäbe... :-)

  21. 41.

    Was soll in Berlin schon klappen? Hier klappt NICHTS!

  22. 40.

    Stimmt nicht ganz: abgesehen von der Flugstreckenvorbereitung bekommt er eine Wetterberatung extern, Weight&Balance von den Bodendienstleistern ebenso extern. Er gibt die Wegpunkte in den Flightdirector ein, stellt die Parameter am Autopiloten und muss den Funkkverkehr abwickeln und die Frequenzen zu den jeweiligen Boden/Tower/Radarfrequenzen parat haben. Rollen am Boden, Start und bestenfalls die Landung erfolgen manuell, ansonsten überwacht er den Flug- und Streckenverlauf, wenn er Pilot in Command ist, so diese Aufgaben nicht der Co als PIC übernimmt. In Fachkreisen werden Piloten mit dieser Lizenz auch als "Children Of The Magenta" genannt. Googeln Sie das gerne mal.
    Ob ich nun Verantwortung für 160 Tonnen+ in der Luft oder auf der Schiene mit Menschen oder Fracht hinter mir habe, macht keinen Unterschied.

  23. 39.

    "40 Euro brutto pro Blockstunde - und kein Grundgehalt: Die österreichische Gewerkschaft Vida kritisiert die neuen Piloten-Arbeitsverträge bei der Ryanair-Tochter Lauda Europe" berichtete u.a. Aero.de 2021. Maximal 900h darf ein Pilot in Europa pro Jahr fliegen.

  24. 38.

    Nö - wenn ich es real nehme, sind die Preise völlig in Ordnung. Liest man die Preise als zu hoch, vergisst man gerne, dass hier Steuern enthalten sind, während die Fliegerei komplett steuerbefreit ist. Und da ist das ganze Problem zu finden. Dem Bürger den Ausstieg aus den Fossilen erzwingen wollen, aber die Fliegerei bauchpinseln, bis der Arzt, bis der Klimagau kommt. Geil.

  25. 37.

    WLAN fehlt... wie niedlich..... das ist natürlich DAS Totschlagargument - stimmt..... Digital Detoxing tut Not. Aber heutzutage muss man ja immer und überalle erreichbar und arbeitsfähig sein.... *gäääähn* Im Nachtzug.

  26. 36.

    Diese Angebote richten sich eher an "Dienstreisende", wenn man die aufgerufenen Preise sich anschaut?

  27. 35.

    Zum Glück macht der Pilot aber auch wirklich alles und ich meine wirklich alles vom Start bis zum Ende alleine. Von daher ist der Gehaltsunterschied definitiv gerechtfertigt.

  28. 34.

    Gut, dann sind wir hier eben unterschiedlicher Meinung. Ich finde gerade die Fahrtzeit in Ordnung, weil ich das entschleunigte Reisen daran genieße und das Reiseerlebnis für mich im Vordergrund steht. Ich finde es gut, genug Zeit zum Schlafen und dann auch noch morgens aus dem Fenster auf die veränderte Landschaft zu gucken zu haben - und dann auf das Ankommen. Was in einem Schlafwagenabteil hygienisch problematisch sein soll, erschließt sich mir immer noch nicht und Ohrstöpsel haben mir immer gut geholfen. Aber sei's drum. Sie möchten es günstiger und schneller, ok. Gegen günstiger hätte auch ich natürlich nichts einzuwenden. Gute Reise.

  29. 33.

    Bin ich auch dafür. Da die Flächen für die Trassen in Deutschland knapp sind, könnten die Autobahnen entsprechend umgewidmet und umgebaut werden.

  30. 32.

    Ja, bin ich. Und nein, Hygiene und Komfort waren nicht gut.

    Leider passiert es, dass mal der Schlafwagen fehlt. Ist mir schon passiert.

    Der Preis ist deutlich zu hoch. Die Fahrzeit zu lang. Außerdem fehlt WLAN

  31. 31.

    Das ist so seine Masche, um erstmal andere vermeintlich in eine Ecke zu stellen. Den kennt man seit Angedenken so.

  32. 30.

    Wenn Sie meinen Kommentar genauer durchlesen würden, geht es mir um begründete Zweifel an der mittlerweile gelöschten Aussage von Markise. Sie sollten eigentlich wissen, dass ich, wenn ich mir sicher bin, andere Formulierungen wähle als nur nach Belegen zu fragen.

  33. 29.

    Sorry, da habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Ihre Quelle hatte ich nicht angezweifelt, die haben Sie ausgeführt, ich halte das auch für glaubwürdiger - ich bin selbst schon in der Schweiz Zug gefahren und es war definitiv teurer als in Deutschland. Wenn er sich auf EU bezogen hat, würde mich aber auch da eine Quelle interessieren, die diese pauschale Aussage belegt. Ich bin skeptisch.

  34. 28.

    "Quellenangabe steht am Ende: "berichtete z.B. 2016 z.B. n-tv gegenteiliges."" Ich würde auch gern die Quelle der Daten sehen. Ihre "Quellenangabe" ist keine zitierfähige Quellenangabe, es ist nicht einmal ein Link zu den zitierten Daten. Bitte eine echte Quellenangabe, wo man die Daten und die Erhebungsbedingungen selbst nachlesen kann - Sie müssen doch Ihre Zahlenwerte auch von einer konkreten Veröffentlichung haben. Danke.

  35. 27.

    Verwegene Idee. Als 1991 der ICE 1 seinen Betrieb aufgenommen hatte, wurde bereits länger über einen AUS-/Neubau der Bahnstrecken von Hannover nach Hamburg und Bremen diskutiert. Viele Wagen sind schon in den Schrott gegangen, über die Verbindung wird aber immer noch diskutiert.

  36. 26.

    Quellenangabe steht am Ende: "berichtete z.B. 2016 z.B. n-tv gegenteiliges."

  37. 25.

    Piloten steuern in einem dreidimensionalen Raum. Lokführer nicht. Gleich verdienen? Piloten soviel wie Lokführer? Hm?
    Irrtümer hören nicht auf. Subventioniert ist erst etwas, wenn der Staat Geld zahlt. Alles andere wäre eine Steuererhöhung die preisrelevant wird. Sie auch „Dienstwagenprivileg“ was es gar nicht gibt. Ist logisch und trotzdem für Ideologen mit ganz anderen (Verbots)Zielen unterwegs?
    Der Spagat zwischen Privatwirtschaft und Daseinsvorsorge ist recht schwierig. Kosten und Infrastruktur für produktive/effektive Prozesse so zu managen, dass beides erfüllt ist, dazu braucht es Könner. Eigentlich wunderbar für Willige...

  38. 23.
    Antwort auf [Markise ] vom 12.12.2023 um 11:07

    "Dazu kommt, dass Bahnfahren in D so teuer ist, wie nirgends sonst in Europa" Gefühlt oder belegbar?
    "Die Schweiz ist mit statistisch 47,44 Euro auf 100 Kilometer mit Abstand das teuerste Land für Bahnreisende. Auch in Großbritannien (23,44 Euro), Niederlande (21,86 Euro), Belgien (20,54 Euro) und Frankreich (17,59 Euro) müssen Urlauber für das Bahnticket vergleichsweise viel bezahlen. Deutschland liegt mit 12,90 Euro auf Rang neun der teuersten Bahn-Länder" in Europa, berichtete z.B. 2016 z.B. n-tv gegenteiliges.

  39. 22.

    Das stimmt doch überhaupt nicht. Sind Sie jemals im Schlafwagen mit eigenem Abteil gefahren? Liegekomfort und Hygiene einwandfrei, Frühstück und Dusche inklusive, da störte mich auch kein Ein- und Aussteigender. Rechtzeitig gebucht war es preislich auch vollkommen in Ordnung, für die Leistung die man bekommen hat - sei es nach Zürich, Wien oder von München nach Italien. Der Preis ist im Vergleich zum Fliegen noch zu hoch, da gebe ich Ihnen recht, aber sonst? Dass Fliegen nicht teurer ist, da liegt doch die Perversion.

  40. 21.

    Hoffentlich finanziert der deutsche Steuerzahler dieses Angebot der ÖBB nicht direkt

    Vielleicht wäre es sinnvoller, erstmal neues, komfortabeles Zugmaterial zu kaufen und dann die Linien auszuarbeiten.

    Rückenfreundlich liegen kann man im Nachtzug nicht. Von Hygiene ganz zu schwelgen. Dazu kommen Störungen durch aus- und einsteigende Reisende. Dazu kommt noch der total überhöhte Preis. Die Idee ist gut, die Umsetzung bis jetzt nicht

  41. 20.

    Um hinter den Horizont zu schauen, nutzt die Bahn nichts.

    Gott sei Dank wird man auch weiterhin fliegen.

    Die Bahn ist auch mit den Nachtzügen keine Alternative zum fliegen. Zwar kommt man in andere europäische Länder, aber das war es schon. Wer nach Nordafrika, Asien oder Amerika in den Urlaub will, kommt mit der Bahn nicht hin.

    Der Horizont hört ja nicht an der europäischen Außengrenze auf.

  42. 19.

    "Lokführer verdienen schon jetzt sehr gut. Dazu kommt, dass die höhere Lohnkosten natürlich auch höhere Ticketpreise bedeutet. Und bei der gesamten Bahn müssen die Preise sehr deutlich gesenkt werden" Wie wäre dazu ein Vergleich mit anderen europäischen Staaten zu Lohn-/Gehaltsstrukturen, Kosten und Fahrkartenpreisen bei den Eisenbahnen? Solange man das Thema nur immer wieder im eigenen Saft kocht und keinen Blick über die Grenzen der Republik wirft, ob es nicht bessere Ideen jenseits der Grenze gibt, wird man doch nicht weiterkommen.

  43. 18.

    "Bisher ist das Prinzip unserer Bundesregierung, den Fernverkehr im Wettbewerb stattfinden zu lassen. Und der Wettbewerb ist einfach keine Einrichtung, die flächendeckende Daseinsvorsorge bereitstellt, sondern da entstehen immer Angebote für bestimmte Zeit und das war es."

    Mit diesen Worten hat Carl Waßmuth das m. E. sehr treffend beschrieben. Der bezeichnete Wettbewerb schafft tendenziell eine Achterbahn von Überhitzungen und umgekehrt von Brachliegendem, der "Vorteil" besteht dagegen im Wesentlichen in der anderen Lackierung der Züge und der Einkleidung des Personals.

    Auch wenn der Fernverkehr nicht unbedingt zur Daseinsvorsorge im engeren Sinne zählen kann, ist er doch quasi über die Nutzung der Bahn-Infrastruktur eine Vorstufe davon. Also darf der Staat nicht seine Finger davon lassen.

  44. 16.

    "Die Gleise sollen schließlich auch für Güterzüge benutzt werden." Das ist status quo in D. Aber warum kann man nicht europaweit ein getrenntes Netz für Schnellzüge bauen, wie für den TGV oder in Japan Shinkansen?

  45. 15.

    "2030 ist deshalb zu früh für dichtes Nachtzugnetz" Ich würde ein europaweites Hochgeschwindigkeitsnetz favorisieren a la Shinkansen - zumeist bräuchte es dann auch gar keine Nachtzüge mehr, da es auch zeitlich mit einer Flugverbindung+Check in konkurrieren könnte.

  46. 14.

    "Wir fordern deswegen, dass es Garantie für günstigere Zug- als Flug-Verbindung geben muss. Als Richtpreis stellen wir uns vor, dass es keinen innereuropäischen Flug unter 100 Euro geben darf. Das ist absurd. Diese günstigen Kosten gibt es nur, weil andere das bezahlen, nicht die Flugreisenden, sondern die Steuerzahlenden und wir alle über die Klimaschädigung." Das ist in einer Markwirtschaft nicht absurd. Der Gedanke klingt doch eher nach einer planwirtschaftlichen Lenkung mit einer staatlichen Preiskommission. Übrigens zahlen viele (eigentlich alle) für Dinge über Steuern u.ä., wovon sie selbst (u.U. im Moment) gar nichts haben (das ist bis zu den Renten in D so gelöst).

  47. 13.

    Dann erstmal runter mit den Gehältern. Sinken die Gehälter der Beschäftigten, sinken auch die Ticketpreise.

    Da der Trend zu überhöhten Gehältern geht, werden die Ticketpreise noch mehr steigen. Somit wird Bahnfahren noch unattraktiver

    Übrigens wird die Bahn stark subventioniert und der Bund steht für Verluste ein. Das wird gerne mal vergessen.

    Schon jetzt buchen immer mehr Kunden ihre innerdeutschen Tickets über ausländische Bahnen zu deutlich geringeren Preisen.

  48. 12.

    Lokführer verdienen schon jetzt sehr gut. Dazu kommt, dass die höhere Lohnkosten natürlich auch höhere Ticketpreise bedeutet. Und bei der gesamten Bahn müssen die Preise sehr deutlich gesenkt werden

  49. 11.

    Vielleicht sollte man erstmal alle Wagen der Nachtzüge auf den modernsten Standart bringen. Nur noch kleinere Abteile und jedes Abteil mit Dusche/WC.

    Der aktuelle Standart ist ja nicht mehr zeitgemäß. Außerdem müssen die Preise sehr deutlich senken. Ebenso müssen alle Nachtzüge vollständig behindertengerecht sein.

    Man sollte erstmal die Wagen komplett modernisieren und erst dann das Angebot ausbauen.

    Einzelabteil Berlin - Budapest mit BC für 169 Eur ist deutlich zu teuer

  50. 10.

    Was "Unfug" ist, bestimmen zum Glück nicht Sie. Ich bin schon mehrmals und sehr gerne Nachtzug gefahren und schätze diese Art des Reisens sehr - würde mich freuen, wenn das Angebot ausgebaut würde und günstiger würde, interessantes Interview. Genauso geht es übrigens vielen Freunden und Bekannten. Dass die Verbindung nach Paris jetzt erstmal über Monate ausgebucht scheint, beweist ja, dass Sie Ihren "Unfug"-Begriff vielleicht überdenken sollten.

  51. 9.

    Wenn Sie mit dem Tiergarten und dem Schlossgarten zufrieden sind, so ist das absolut in Ordnung.
    Ich hab mir allerdings vor Jahren einmal sagen lassen, dass es hinter dem Horizont wohl weitergehen soll.

  52. 8.

    Hoffentlich hält die ÖBB durch, bis das Angebot von den Bahnreisenden stabil angenommen wird. Dann steigen vielleicht auch die Chancen, dass es wieder Autozüge gibt, mit denen man nachts wieder von Berlin bis nach Narbonne fahren kann. Das wäre eine große Entlastung für Umwelt und Reisende.

  53. 7.

    Lokführer so bezahlen wie Piloten... Also wenn ich in das Cockpit einer Bahn schaue und in das eines Flugzeugs ist das ein himmelsweiter Unterschied. Ich finde eie Forderung ziemlich vermessen. Ja, jeder will mehr verdienen, aber lasst mal die Kirche im Dorf.
    Was nicht heißt, dass Lokführer nicht gern gut verdienen dürfen.

  54. 6.

    Bei vielen Reiseverbindungen ins Ausland wird man von bahn.de auf international-bahn.de umgeleitet.
    Bei gefühlt 9 von 10 Versuchen dort dann eine Fahrt abzufragen kommt es dann zur Meldung in etwa diesem Wortlaut 'Leider können wir Ihnen Ihren Reisewunsch online nicht verkaufen ... bitte suchen Sie ein DB-ServiceCenter auf". Absolut ärgerlich, und diese Erfahrung mache ich seit Jahren.

    Was aber ebenso ein massives Ärgernis ist, die Preise im Nightjet haben sich zum Fahrplanwechsel am 10.12.2024 teilweise nahezu verdoppelt.

  55. 5.

    Nicht nur die Buchungsplattformen für Nachtzüge sind eine Katastrophe.

    Der Schienenverkehrsraum in der EU insgesamt ist für Nutzende /Endkunden kaum buchbar. Für Reisebüros steht der Aufwand zur Erstellung einer Reiseplanung Schiene, die Erstellung der einzelnen Verbindungen /Umstiege, das Buchen von Tickets, in keinem Verhältnis zu den Lohnkosten /Arbeitszeitkosten, die dafür dem Endkunden zusätzlich Ticketkosten berechnet werden müssen. Ist selbst mit Expertinnen-Skills kompliziert-zeitaufwändig. Rechnet sich für Vermittler nur, wenn ca. 20% Provision des Buchungswertes berechnet werden - dann auch nur ab höheren Buchungswerten.

    So sieht strukturell isystematische Dekonstruktion der "Wettbewerbsfähigkeit" Bahn in der EU aus. Quasi negative Subvention, die auf die Überweisungen an den KFZ und Flugverkehr noch drauf kommen.
    So verschlagen wirkmächtig kann Förderagenda /Lobby=Politik sein. Sorg dafür, dass Ticketkauf Studium und viel Zeit erfordert. Bittsteller machen.

  56. 4.

    Wer braucht diesen Unfug? Die Bahn soll erstmal dafür sorgen, dass der Normalbetrieb in Deutschland funktioniert. Da haben die mehr als genug zu tun.

  57. 3.

    Trassenpreise sind hoch weil wir zu wenig Trassen haben. Da hilft mehr bauen. Die Gleise sollen schließlich auch für Güterzüge benutzt werden.

  58. 2.

    Erst wg. Corona ist der letzte Nachtzug Berlin -Paris, der aus Moskau kam, eingestellt worden. Die ÖBB hat der Berliner Zeitung eingestanden, dass es Subventionen bedarf, trotz gesenkter Trassengebühren. Eine solcher Nachtzug bietet Platz für 250 Fahrgäste, ein langer ICE 4 für 900. Erstere benötigt drei Tage für einen Umlauf, der geplante ICE B-Paris einen Tag und fährt zusätzlich noch bis Frankfurt. Für den können mehrere Tickets pro Sitzplatz verkauft werden, da er auch für Teilstrecken interessant ist. Auch wenn es nachts auf Fernbahnhöfen ruhig ist, sind doch viele Güterzüge unterwegs, die um knappe Trassen konkurrieren. Das Tagesgeschäft ist nicht nur lukrativer, sondern auch die Pflicht, da es den größeren Hebel zur CO2-Einsparung bietet. Das muss die DB zuerst auf die Reihe bekommen wie auch den Güterverkehr. 2030 ist deshalb zu früh für dichtes Nachtzugnetz.

    Bei der Lufthansa kann man übrigens auch keine Flüge der Air France buchen. Kennt Waßmuth Gehälter der Ryanair?

  59. 1.

    -Wenn man viel Bahnverkehr haben will, muss man günstige Trassenpreise anbieten und das im Zweifel auch staatlich subventionieren.

    Der Bundeszuschuß zur DB AG liegt jährlich bei mehreren Mrd., das passiert doch schon längst. Wieviel denn noch?

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