Autofabrik in Grünheide - Tausende Tesla-Mitarbeiter sollen im März einen neuen Betriebsrat wählen

Do 01.02.24 | 18:24 Uhr
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12.01.2024, Brandenburg, Grünheide: Das Werk der Tesla-Gigafactory Berlin-Brandenburg. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Audio: Antenne Brandenburg | 01.02.2024 | Felicitas Montag | Bild: dpa/Patrick Pleul

Die Beschäftigten des Tesla-Werks in Grünheide (Oder-Spree) sollen Mitte März einen neuen Betriebsrat wählen. Das geht aus einer internen E-Mail des US-amerikanischen Autoherstellers vom 1. Februar hervor, die der Märkischen Oderzeitung vorliegt, wie das Medium am Donnerstag berichtete [Bezahlinhalt].

Wahlvorschläge können bis zum 15. Februar eingereicht werden

Der Betriebsrat aus 39 Mitgliedern soll nach rbb-Informationen am 18., 19. und 20. März gewählt werden. Dies hat der Wahlvorstand am Mittwoch entschieden. Es soll zudem möglich sein, per Briefwahl abzustimmen. Der Zeitpunkt für die Wahl ist auffällig: Bei Tesla herrscht noch bis zum 11. Februar ein zweiwöchiger Produktionsstopp, sodass derzeit weniger Mitarbeiter im Werk sind. Die Wahlvorschläge müssen laut der E-Mail aber schon bis zum 15. Februar eingereicht werden.

Mehr als 12.000 Menschen arbeiten am Werk

Nur volljährige, festangestellte Mitarbeiter, die seit mindestens sechs Monaten bei Tesla arbeiten, können gewählt werden.

Ein Wahlvorschlag muss von 50 wahlberechtigten Arbeitnehmern gestützt werden, hieß es in der E-Mail. Demnach beschäftigt Tesla aktuell 12.415 Menschen, darunter 10.616 Männer, 1.788 Frauen und elf nicht-binäre Personen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 01.02.2023, 18:30 Uhr

11 Kommentare

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  1. 11.

    "unrechtmäßig errichtet wurde"
    Na dann gehen Sie doch rechtmäßig dagegen vor und verklagen Sie die aus Ihrer (verschobenen) Sicht Schuldigen.

  2. 10.

    Wenn Arbeitskräfte umgeschichtet bzw. in einer Firma sich konzentrieren, dann ist es aus Landessicht kein „rasanter Beschäftigungsaufbau“. Dafür müssten die Beschäftigten zusätzlich sich in den Kennzahlen wiederfinden.
    Ob die IG Metall sich positionieren kann hängt davon ab, was sie zu bieten hat. Bisher war darüber nichts zu lesen. Es scheint so, dass ohne zusätzliche Anstrengungen, auf Tesla bezogen, keine attraktiven Angebote von der IG Metall vorliegen. Der bloße „Machtkampf“ um Einfluss ist eher schädlich als nützlich.

  3. 9.

    Korrektur meines Kommentars Nr. 8:

    Da das Gigamonster am Standort Freienbrink unrechtmäßig errichtet wurde, sollen sowohl Tesla als auch sein Betriebsrat wieder aus Freienbrink verschwinden. Beide können sich 50° weiter westlich auf gleichem Breitengrad wie Freienbrink ansiedeln. Damit wäre beiden Freienbrink und Tesla geholfen. Der Betriebsrat müsste nur noch Schwimmen lernen. Teslakonform agieren beherrscht er ja bereits.

  4. 8.

    Da das Gigamonster am Standort Freienbrink unrechtsmaßig sollen sowohl Tesla als auch sein Betriebsrat verschwinden. Beide können sich beide 50! weiter westlich auf gleichem Breitengrad wie Freienbrink ansiedeln. Damit wäre beiden Freienbrink und Tesla geholfen. Der Betriebsrat müsste nur Schwimmen lernen.

  5. 7.

    Der Hauptsitz des Unternehmens spielt bzgl. desBetriebsrates keine Rolle. Da hat Ihnen die IG Metall einen Bären aufgebunden. Gucken Sie zudem mal nach, wann die Tesla Brandenburg SE gegründet worden ist. Ähnlich wie z.B. bei Aurbus oder Allianz gelten aber anders als bei der betrieblichen Mitbestimmung bei der Unternehmensmitbestimmung andere Regeln.

  6. 6.

    Tesla hat eher von Anfang an versucht, ohne BR zu arbeiten. Das vorab in Luxemburg gegründete Unternehmen war genau darauf ausgelegt. Die Rechnung wurde aber ohne die gewitzten und aktiven IG-Metall-MA gemacht. ;-)

  7. 5.

    Im Artikel wird explizit der Wahlvorstand erwähnt. Der Arbeitgeber, so auch hier Tesla, ist an die Vorgaben des Betriebsverfassungsgesetztes gebunden. Demnach müssen bekanntlich die Wahlen stattfinden, weil die Belegschaft seit der letzten Wahl erheblich gewachsen ist.

  8. 4.

    Tut er nicht.
    Der Betriebsrat selbst tut dies. Durch den Anstieg an Mitarbeitern ist es verpflichtend einen neuen Betriebsrat zu wählen, da sonst die Belegschaften nicht richtig repräsentiert ist. Die Wahltermine liegen höchstwahrscheinlich schon länger fest, als der Produktionsstop bekannt ist.
    Hauptsache mal wieder auf Tesla rumhacken.

  9. 3.

    Gemäß Betriebsverfassungsgestz finden die Wahlen des Betriebsrates zischen 1. März und 31. Mai statt.
    Also soweit alles i.O.

  10. 2.

    Das legt das Betriebsverfassungsgesetz fest und hängt mit dem rasanten Beschäftigungsaufbau zusammen. Mal sehen ob die IGM ihren Einfluss stärken kann.

  11. 1.

    Seit wann legt der Arbeitgeber fest, wann eine Betriebsratswahl stattfindet?

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