Kindeswohlgefährdung in Kitas und Krippen - "Man muss sich klar machen, dass es einem selbst auch passieren kann"

Sa 04.02.23 | 08:22 Uhr | Von Lisa Steger
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Symbolbild: Kinder in einer Kita. (Quelle: dpa/Ralf Hirschberger)
Audio: Antenne Brandenburg | 03.02.2023 | Lisa Steger | Bild: dpa/Ralf Hirschberger

Immer wieder geraten Erzieherinnen in den Verdacht, Schützlinge in Kindergärten misshandelt zu haben. So wurden jüngst in einer Potsdamer Kita zwei Mitarbeiterinnen vorerst freigestellt. Doch wie können Betreuungseinrichtungen vorbeugend handeln? Von Lisa Steger.

Der Fröbel-Kindergarten am Volkspark in Potsdam wirkt einladend: ein lichtdurchfluteter Neubau, große Räume, viel Platz für die 90 Kinder zwischen einem Jahr und sechs Jahren. Es gibt Turngeräte, Musikinstrumente und einen großen Spielplatz.

Erzieherin Nele Ahlers arbeitet gern in dieser Einrichtung, denn hier stehe Kinderschutz weit oben auf der Agenda. "Uns ist der Austausch im Team ganz wichtig, wenn man zum Beispiel mal überfordert ist", berichtet sie. Es gebe eine Kinderschutzbeauftragte und neue Kolleginnen würden ausführlich eingewiesen.

Fälle von Kindeswohlgefährdung, wie sie zuletzt in Brandenburg bekannt wurden, bezeichnet Ahlers als extrem: "Aber man muss sich reflektieren, man muss sich klar machen, dass es einem selbst auch passieren kann." Wenn Erzieherinnen sich falsch verhielten, liege es an Überforderung, ist Ahlers sicher - und nicht an bösem Willen.

Fälle in Potsdam und Neuruppin

In Brandenburg wurden seit vergangenem Sommer Fälle bekannt, in denen sogar die Behörden ermitteln. So etwa bei der "Kita Eichhörnchen" in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin). Der Verdacht lautet unter anderem Nötigung und Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt seit dem Spätsommer 2022 gegen die ehemalige Leiterin und deren Stellvertreterin. "Die Ermittlungen stehen kurz vor dem Abschluss", teilt Oberstaatsanwalt Gerd Heininger auf rbb-Anfrage mit. Die Ermittler hätten 20 Zeugen befragt. "Das waren aktuelle und ehemalige Kita-Mitarbeiter sowie Eltern betroffener Kinder", sagt Heininger. Die Kita hat die beiden Beschuldigten inzwischen entlassen.

Schlagzeilen machte Anfang Januar auch die Hoffbauer-Kita im Potsdamer Stadtteil Schlaatz. 91 Kinder werden hier betreut. Nach Angaben der kirchlichen Stiftung stehen zwei Erzieherinnen im Verdacht, sie hätten Kinder eingesperrt und sie gezwungen, auf die Toilette zu gehen. Die beiden Frauen seien bis zur Klärung der Vorwürfe freigestellt worden, teilte die Stiftung mit. Eine Leiterin, die selbst nicht beschuldigt wird, wurde versetzt. Betroffen seien bis zu fünf Kinder, geschlagen worden sei aber keines, so die Stiftung.

Ausmaß der Missstände ist unbekannt

Wie viele Kinder in Kindergärten schikaniert oder gar körperlich angegriffen werden, ist nicht bekannt, sagt Katrin Macha, Direktorin des "Instituts für den Situationsansatz" in Berlin. Es gehört zur "Internationalen Akademie für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie", einer gemeinnützigen GmbH. "Es gibt allerdings eine Studie, in der 90 Kitas in ganz Deutschland mit Videobeobachtung analysiert wurden", sagte Macha im rbb-Interview. In 80 Prozent der Einrichtungen hätten die Forscher Missstände festgestellt.

Allerdings ist Machas Definition weit gefasst. Es geht ihr nicht nur um Gewalt. Macha vertritt einen "kinderrechtsbasierten Ansatz". Sie wendet sich beispielsweise dagegen, dass Kinder in der Kita aufessen müssen. Das sei in jeder zweiten Kita der Fall, so Macha: "Kinder verlernen, auf ihren Körper zu hören." Falsch sei es auch, "das Kind festzuhalten gegen seinen Willen" oder kleinen Kindern am Esstisch "mit einem Lappen das Gesicht abzuwischen, obwohl sie das nicht wollen und es selbst könnten". Sie ist überzeugt: Hier sollten die Kinder besser selbst bestimmen, was für sie gut ist. Kita-Erzieherinnen und Erzieher müssen sich kontinuierlich fortbilden.

Macha hat mit 150 Pädagogen, Forschern und Organisationen einen Aufruf unterzeichnet. Die Gruppe spricht sich dafür aus, Fehlverhalten klarer zu definieren und Elternbeschwerden zu erleichtern. Pädagogin Macha fordert zudem - wie Kita-Leiterin Kathrin Hoffmann - mehr Stellen für Erzieherinnen: "Wir müssen wesentlich mehr investieren."

Personalknappheit wegen Urlaub, Krankheit und Fortbildung

Kita-Leiterin Kathrin Hoffmann sagt, dass der Kinderschutz schon in der Ausbildung eine sehr große Rolle spiele. Wie bin ich selbst erzogen worden? Was ärgert mich? In welchen Situationen reagiere ich falsch? Das sei ein großes Thema. Zudem gebe es gute Beratungsangebote für Kitas.

Auch ihrer Ansicht nach gibt es zu wenig Personal. Bei den Drei- bis Sechsjährigen sei eine Fachkraft für zehn Kinder zuständig, aber wegen "Urlaub, Krankheit und Fortbildung" reiche das trotzdem "hinten und vorne" nicht, ist Kathrin Hoffmann sicher. Ihre Forderung: Eine Fachkraft sollte nicht mehr als acht Kindergartenkinder betreuen.

Bildungsministerin: Personalmangel nicht verantwortlich

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) sieht das anders. "Der Betreuungsschlüssel in Brandenburg ist über die Jahre immer wieder verbessert worden", sagt Ernst auf rbb-Anfrage. "In den Kindergärten, wo wir jetzt bei einer Fachkraft für zehn Kinder sind, waren wir mal bei eins zu zwölf", rechnet sie vor. In den Krippen - also bei den Kindern unter drei Jahren - komme sogar eine Erzieherin auf vier Kinder.

In den letzten Jahren seien in Brandenburg mehr als 3.000 Erziehungskräfte neu eingestellt worden. "Ich mache Personalmangel nicht verantwortlich für Kindermisshandlungen und finde das auch einen ganz unzulässigen Schluss", erklärt die SPD-Politikerin. Kindesmisshandlungen kämen in der ganzen Gesellschaft vor, auch in Familien.

Ernst will mehr Anlaufstellen schaffen

Dennoch müsse etwas zur Prävention unternommen werden, so Ernst. In den Kitas müsse das Vier-Augen-Prinzip gelten. Nötig seien zudem spezialisierte Einrichtungen: Fachstellen, an die sich Eltern und Erzieherinnen wenden könnten. "Was wir ausweiten werden, sind Ombudsstellen, an die man sich wenden kann, damit haben wir in Brandenburg begonnen." Es gebe den Kinder- und Jugendhilfe-Landesrat für Kinder in stationären Einrichtungen und eine unabhängige Kinderschutzbeauftragte. Das Ziel: "Möglichkeiten, dass sich Kinder irgendwohin wenden können, ohne Angst zu haben."

Auch die Ministerin räumt ein, dass seit einigen Jahren mehr Fälle von mutmaßlicher Kindesmisshandlung aktenkundig werden. Doch mehr Anzeigen bedeuten in ihren Augen nicht mehr Fälle: "Wir sehen es als Zeichen, dass mehr Menschen genauer hingucken und dass sie sich auch an die Ämter wenden."

Dass es Erzieherinnen und Erzieher gibt, die Kinder schikanieren, weiß auch Ernst. "Es gibt Menschen, die sind einfach komplett ungeeignet." Im Verdachtsfall, so die SPD-Politikerin, sei das Jugendamt die richtige Adresse.

Sendung: Antenne Brandenburg, 03.02.2023, 17:12 Uhr

Beitrag von Lisa Steger

37 Kommentare

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  1. 37.

    Ich empfehle, den Träger genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Missstände sind schon viel länger bekannt.

  2. 36.

    Also bei mir in der Kita-Gruppe liegt der "Personalschlüssel" derzeit bei ca. 1 : 23 (wenn alle Kinder da sind). Gründe dafür sind relativ einfach: Krankheit, Urlaub, Weiterbildung und auch Personalmangel, und schon stehen viele KollegInnen allein vor den Kids!
    Alle anderen genannten Personal-Schlüssel sind Traumschlösser, welche nichts mit der Realität zu tun haben!

  3. 35.

    "... Fünfjährige durchaus mal an Abläufe halten ..."
    Und das ist dann auch der Knackpunkt.
    Nach den einen übt man "Zwang" aus, nach den anderen ist es "Dressur" und wieder andere sprechen von "Erziehung" ..
    Ein sehr schmaler Grad für alle Beteiligten.

  4. 34.

    Die ERZIEHERSCHLÜSSEL sind praktisch nicht aussagefähig. Die Erzieher, die vor der Gruppe stehen ist wichtig. Eine Schlüsselzuweisung beinhaltet auch Abgestellte (!) für die Verwaltung. Wobei die Abgestellten immer mehr werden? Für „Rechtfertigungsrokratie“?

    In einer Bildungseinrichtung kann man oder darf man nur die richtige Grammatik verwenden: Die Erzieher. Alles andere würde nicht gewollt, nicht genannte Geschlechter ausschließen. Mit „die Erzieher“ wissen alle (auch Kinder) das wirklich Alle (!) gemeint sind. Ist ganz einfach. Und die Kindergedanken werden nicht überstrapaziert mit falschen negativen Bildern im Kopf bei absurden Wortkonstellationen, die man hier nicht veröffentlichen würde. Zu recht.

  5. 33.

    Da gebe ich Ihnen zu 100% recht, pädagogische Arbeit ist bei dem Pers. Bestand in Ausnahmefaellen möglich.

  6. 32.

    In welchem Film sind die sogenannten Fachleute denn?
    1 ErzieherIn für 4 Krippenkinder? Traumhaft!
    Selbst in meinen besten Zeiten - und ich arbeite seit über 40 Jahren in diesem Beruf- habe ich mit mindestens 8 Kindern in dieser Altersklasse gearbeitet.
    Z. Zt. habe ich 36 Hort-Kinder in meiner Gruppe.
    Oft gehen einige Kinder früher nach Hause, so dass ich so etwas wie pädagogische Arbeit einfließen lassen KANN!
    Sind alle Kinder da, kann ich nur Feuerwehr spielen. Dann bin ich froh, dass ALLE unbeschadet überlebt haben.
    Ich liebe meinen Beruf!
    Ich denke, ich kann viel erreichen und bewegen, aber NICHT so, wie geschildert.

  7. 31.

    "Lassen Sie es im Sportraum. Es sitzt noch in den Jahren nach dem Kindergarten noch viele Jahre." Das ist nur der Weg des geringsten Widerstandes, aber keine Lösung: erstens braucht das einzelne Kind im Sportraum eine Aufsicht und zweitens können sich Fünfjährige durchaus mal an Abläufe halten, das müssen Sie in der Schule schließlich auch.

  8. 30.

    Lassen Sie es im Sportraum. Es sitzt noch in den Jahren nach dem Kindergarten noch viele Jahre.

  9. 28.

    Wenn man von 100 Punkten nur 10 kennt, sollte man besser ruhig sein. Ich finde nur schade, dass man die fehlerzogenen Kinder nicht viel schneller aus den Kitas kündigt. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie sich von Kindern mit den Füßen an ihren Körper treten lassen, weil dem Kind trotz persönlichem Betreuer, danach ist, weil es sich eben missverstanden fühlt. Solange es zuhause keine Erziehung gibt, kann es eine Kita auch nicht richten.

  10. 27.

    In eines dieser Kitas hatten wir unsere beiden Kinder untergebracht. Unser Verdacht auf sexuellen Kindesmissbrauch konnte durch unser beherztes Eingreifen durch einen Spezialarzt bestätigt und aktenkundig gemacht werden. Aufgrund dieses massiven Vertrauensbruchs haben wir mit sofortiger Wirkung außerordentlich gekündigt und unsere Kinder werden nun zu Hause erzogen. Ich arbeite nur noch Teilzeit, also am Nachmittag. Zur Anzeige haben und werden wir diesen Vorgang nicht bringen, da insbesondere in unserer Region weder eine auf Kindessachen spezialisiserte Polizei noch Staatsanwaltschaft existiert. Und da Kinder angeblich lügen, ersparen wir uns so manche zusätzliche Belastung. Danke, das sie die Beispiele hier gebracht haben.
    Hoffentlich löscht der rbb diese nicht, wie hier bei diesem Artikel schon öfters geschehen. Was das nur soll?

  11. 26.

    Werte Melanie, Potsdam, 04.02.2023 / 15:03:
    Das Prügelheim „Märchendorf“ in Damsdorf gehört zur Gemeinde Kloster Lehnin und gehört widerum zu den Bundestagswahlbezirken 60 und 61, u.a. der des Olaf Scholz. Das nichts passierte, hat damit einen konkreten Hintergrund. Was mich äußerst beunruhigt ist der Sachverhalt, dass beide ehemalige Heimleiterinnen, die mehrfach Gewalt ausübten bzw. davon wussten, aber nicht meldeten, bezeugt durch mehrere Geschädigte, Fotos, Akten, Einwohner u.v.m., einfach so weiter in einer Kita arbeiten. Da läuft was gewaltig schief!

  12. 25.

    Der rbb-Artikel umschifft ein Problem, welches unbedingt an die Oberfläche gehört. Insbesondere durch den tatsächlichen Personalmangel entstehen immer wieder Situationen, in denen das Personal, gleich welchen Geschlechts und welcher Verantwortung, alleine mit den Kindern ist und sexuell übergriffig wird. Als Beispiele die zur Anzeige gebracht wurden sind zu nennen: Beeskow, LOS, 2019, Hennigsdorf, OHV, 2019, Werneuchen, BAR, 2022, Pätz, LDS, 2019, Wildau, LDS, 2019, Erkner & Woltersdorf, LOS, 2017-2018, Erkner, LOS, 2014, Potsdam, 2015, Eberswalde, BAR, 2021-2022. Die aktuelle Grauzone ist aber um ein Vielfaches höher.

  13. 24.

    Sie sprechen einen wichtigen Punkt an! Wie ist der Begriff "Misshandlung" definiert? Abgesehen davon ist es für Erzieher wahrscheinlich traumhaft, einen derartigen Personalschlüssel zu haben, stets nach Vier-Augen-Prinzip zu arbeiten. Und vor allem auch als Mann wäre dieses Setting wichtig, da hier aufgrund des Generalverdachts gegen Männer ruckzuck Anschuldigungen in den Raum geworfen werden. Das trägt vermutlich enorm zur Verunsicherung für alle Beteiligten bei.

  14. 23.

    Gewalt in jeglicher Form ist in Kitas wie auch in Kinderheimen ein no go! Die aktuellen Beispiele aus Kitas und Kinderheimen aus Brandenburg ließen sich beliebig fortsetzen, u.a. das Festbinden auf dem Stuhl, das Hineinstopfen von Nahrung, das Kaltduschen, das Einsperren in von Außen verschlossenen Räumen, soziale Isolierung durch Gruppenausschluss, das Verabreichen von Obst bei Schutzbefohlenen mit einer Fruktoseintolleranz, Schläge unter Verwendung von abgepufferten Materialien, sexuelle Übergriffe usw. Zu den eklatanten Missständen unter Britta Ernst (SPD) gehören auch die unterschiedliche Bewertung von Vorkommnissen jeglicher Art zwischen Kitas und Kinderheimen. Was in Kitas sofort eine Verdachtskündigung auslösen würde, führt in Kinderheimen regelhaft zu nichts, außer Schweigen oder Totgerede. An den aktuellen unglaublichen Kinderheimskandal in Damsdorf (Potsdam-Mittelmark) sei erinnert; ein Prügelheim. Und nichts passierte!

  15. 22.

    Es ist gut, dass Sie das ansprechen. Der Personalschlüssel bezieht sich auf die gesamte Einrichtung. Wie viele Kinder besuchen insgesamt die Kita und wie viel Personal braucht sie dementsprechend. Die Fachkraft-Kind-Relation hingegen macht deutlich wie viele Erzieher*innen pro Gruppe und demzufolge jedem Kind gegenüberstehen und genau an dieser Stelle hakt es gewaltig.

  16. 21.

    Wenn es angeblich kein Personalmangel in Kitas gibt, dann sind wir hier in Wittstock wohl nicht zu Brandenburg gehörig. Ein breites Bündnis aus Stadtverwaltung, Erziehern und Eltern ist zustandegekommen, um auf eklatante Fehlpolitik der Britta Ernst aufmerksam zu machen. Im Sommer 2023 schließen deswegen einige Kitas. Danke, Frau Ernst...

  17. 20.

    Von Kollege zu Kollegin: Sie wissen aber schon, dass die körperliche Gesundheit und Unversehrtheit Vorrang hat vor dem Willen des Kindes? Wenn ein Kind sich partout nicht von MIR wickeln lassen möchte, dann hat das sicherlich gute Gründe und es ist meine Aufgabe, eine Lösung zu finden. Wenn ich nicht die Windel wechsel, dann macht es sicher ein*e andere*r Kolleg*in. Es gibt immer einen Weg. Kein Kind muss längere Zeit mit vollen Windeln rumlaufen. Gleiches gilt für andere Bereiche im Kitaalltag.

  18. 19.

    Mich würde interessieren, sind sie Erzieher, oder in weit kennen sie den pädagogischen Alltag in Kitas?
    Ich hatte letzetns eine Interessante Diskussion mit einem Elternteil, dieses wollte nicht das Ihr Kind (3,2 Jahre), "altersgerecht" entwickelt, Eier ist. Das Kind allerdings wollte dies. Wie würden sie entscheiden?

    Und wie finden sie es, wenn z.B. ein Kind (5,10 Jahre), in der Kita fast ausschließlich im Sportraum ist, es nicht am Morgenkreis, oder an Vorschulaktionen, wie z.B. das erlernen der Zahlen, Buchstaben, oder auch beim ausschneiden teilnimmt?


  19. 18.

    Leider ist es tatsächlich so, dass in vielen Kitas noch mit Zwang, Dressur und Strafe "erzogen" wird. Gute Übersicht hierzu: BiKa-Studie

    Ihr Ansatz, zu fragen, ob mensch selbst so behandelt werden möchte oder ob mensch selbst auch Freund*innen oder Partner*innen zu solchen Dingen zwingen ist goldrichtig. Genauso, in dem wir uns diese Frage stellen, demaskieren wir Adultismus und illegitime Machtausübung gegenüber Kinder. Diesen Ansatz vertritt auch Jesper Juul. Institutionelle Kindeswohlgefährdung mit Grenzverletzungen und überschreitungen seitens der päd. Fachkräfte ist leider an der Tagesordnung. :(

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