Schlangenbader Straße - Wohnhaus schluckt Autobahn - eine Chance für Berlin?

So 03.09.23 | 08:06 Uhr | Von Jannis Hartmann
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Autobahnhaus Schlangenbader Straße (Quelle: rbb/Jannis Hartmann)
Audio: rbb24 Inforadio | 31.08.2023 | Jannis Hartmann | Bild: rbb/Jannis Hartmann

Wohnraum und Verkehr müssen keine Gegensätze sein - das zeigt die Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße. Seit 1980 gibt es hier über der A104 bezahlbare Wohnungen. Ein Konzept für die Zukunft? Von Jannis Hartmann

Autobahnen werden zu unrecht verteufelt, findet Ralf Mennicke. Er sagt, man solle auch die Chancen sehen, die diese Straßen mit sich bringen. Dabei denkt er vor allem an sein Wohnhaus: die Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße, kurz Schlange. In die ist der Händler für Bastel- und Künstlerbedarf vor rund 25 Jahren gezogen.

1980 wurde das Gebäude von der städtischen Degewo fertiggestellt, samt A104. Die Autobahnröhre verläuft auf 600 Metern mitten durch das Wohnhaus. Das gab's vorher noch nie.

Leben hoch über der Autobahn

Bis April dieses Jahres war der hauseigene Autobahntunnel tatsächlich in Betrieb. Jahrelang wurde der marode Tunnel nicht saniert und deshalb geschlossender Senat will die Autobahn ohnehin stilllegen. Dass durch sein Haus keine Autos mehr fahren, bemerke Mennicke nur daran, dass jetzt die Nebenstraßen voll sind. Autobahnlärm sei nie ein Problem gewesen.

Der architektonische Trick: Der weiß-blau-gelbe Komplex verschlingt zwar förmlich die Autobahnröhre, er berührt sie aber nicht. Veranschaulicht wird das in den Fahrstühlen des Wohngebäudes – da ist ein Gebäudequerschnitt abgebildet. Mennicke nutzt die Fahrt mit dem Fahrstuhl für eine kurze Orientierung: "Wir sind bis zu 14 Stockwerke hoch. Unten ist die Autobahn, die steht auf einem eigenen Fundament. Und oben drüber ist der Gebäudekörper draufgemacht worden."

Ausstieg auf Etage vier, es geht zur Gemeinschaftsterrasse. Mennicke lehnt sich ans blaue Geländer und schaut auf den Wohnkomplex. Der türmt sich in terrassenbauweise vor einem auf, gesäumt von üppigen Grünanlagen. "Die ersten Tage bin ich von Vogelgezwitscher aufgewacht, das war ich gar nicht mehr gewohnt", so Mennicke, der vorher im Wedding wohnte. Für ihn ist klar: Die Schlange hat Modellcharakter.

Ralf Mennicke (Quelle: rbb/Jannis Hartmann)
Ralf Mennicke lebt seit 25 Jahren gern in der "Schlange" | Bild: rbb/Jannis Hartmann

Werden Autobahnen und Wohnraum also zu Unrecht als Gegensatz gesehen? Berlin hat immerhin 77 Kilometer Autobahn – aber für Bauland soll eher das Tempelhofer Feld herhalten als die A100 nebenan. Wurde eine bessere Lösung gegen die Platznot vielleicht schon längst gefunden?

Andere Städte haben die Überbauung auf jeden Fall wiederentdeckt: Hamburg deckelt gerade die A7; das amerikanische Boston hat schon 2007 einen Expressway tiefer gelegt, um darüber die Innenstadt zusammenwachsen zu lassen. Sollte sich Berlin das zum Vorbild nehmen?

Die ersten Tage bin ich von Vogelgezwitscher aufgewacht, das war ich gar nicht mehr gewohnt.

Ralf Mennicke, Anwohner

Probleme und Protest

Als die Schlange entstand, war der Berliner Westen ein Experimentierfeld: Der skulpturale Bierpinsel, das futuristische ICC – oder eben die erste Autobahnüberbauung der Welt. In Sachen Maßstab planten die Architekten Heinrich und Krebs-Brüder bescheidener. Ende der Siebziger hieß das: Anstatt 20.000 Wohnungen wie in Gropiusstadt wurden es nur rund 1.750.

Autobahnhaus Schlangenbader Straße (Quelle: rbb/Jannis Hartmann)
Gebäudequerschnitt im Fahrstuhl veranschaulicht | Bild: rbb/Jannis Hartmann

Nicht nur Wohnen und Verkehr sollten verbunden werden. Das Projekt brachte auch eine höchst gegensätzliche Protest-Allianz bürgerlicher Schmargendorfer und autobahnkritischer Studierender zusammen. Schlagzeilen gab es auch, weil beim Bau ein Gebäudeteil absackte. Als der private Bauunternehmer in Schwierigkeiten geriet, übernahm die Degewo. Die Baukosten: umgerechnet 2.300 Euro pro Quadratmeter. Für Sozialbau üblich waren 1.700 Euro. Das Gebäude galt als Flop, bevor die ersten Schlüssel übergeben wurden.

Auch Mennicke erinnert sich: "Ich habe gesehen, wie das Ding gebaut wurde. Und für mich als Schmargendorfer war es ein unmögliches Monster" – bis er dann später die Wohnungen gesehen habe. Die begeistern ihn bis heute. Über die Empfehlung eines Bekannten kam er schließlich Mitte der Neunziger an seine Wohnung: Maisonette, 12. und 13. Stock, Blick zum Alex oder Grunewald. Für rund sieben Euro den Quadratmeter kalt.

Lebensqualität hat ihren Preis

Dass sich die Angebote in der Einkaufspassage unten mittlerweile an Ältere richten, sei nicht verwunderlich, meint Mennicke. "Ich kenne viele Nachbarn, die sagen, man trägt mich hier aus dieser Wohnung nur mit den Füßen vorwärts raus." Ähnliches berichtet Stefan Weidelich von der Degewo: "Einige Mieter sind sogar mehrfach im Gebäude umgezogen, gerade wenn weiter oben eine Wohnung frei wird". Solche Umzüge im selben Haus seien sonst ungewöhnlich.

Die hohe Lebensqualität habe aber ihren Preis. Die Instandhaltung der Schlange sei vergleichsweise teuer. Das lege vor allem an den 150 verschiedenen Wohnungsgrundrisse und der verschachtelten Terrassen – und nicht an der Autobahn. Weidelich zeigt auf eine Lücke, zwischen Fahrbahnröhre und Gebäude: "Das sind zwei komplett getrennte Baukörper. Der Autobahnbetreiber kann unten seiner Arbeit nachgehen und wir können oben das Haus erhalten". Gebe es doch mal eine Überschneidung, kämen sie reibungslos an eine Zugangsberechtigung.

Prüfung im Sande verlaufen

Neue Autobahnüberbauungen plane die Degewo trotzdem nicht, sagt Weidelich – auch wenn man Flächen nachhaltig nutzen wolle. "Da bietet sich eine Doppelnutzung natürlich förmlich an", so der Degewo-Sprecher, "aber das muss auch wirtschaftlich immer darstellbar sein".

Ganz verworfen wurde die Idee nach der Eröffnung der Schlange nicht. 1990 schlugen der Architekt und die Architektin des ICC vor, die AVUS zu überbauen. Das verlief jedoch im Nichts. Vor vier Jahren dann, wurde eine Machbarkeitsstudie vom Senat beauftragt. Diesmal ging es um den Abschnitt nördlich der Kaiserdammbrücke. Die Ergebnisse wurden nie veröffentlicht, die Senatsverwaltungen für Verkehr und Stadtentwicklung verweisen gegenseitig aufeinander. Und dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf seien solche Projekte zu teuer – auch wenn er Überbauungen grundsätzlich begrüße.

Autobahnhaus Schlangenbader Straße (Quelle: rbb/Jannis Hartmann)Blick von der "Schlange" auf die A104

Hohe Baukosten, günstige Grundstücke

Wie viel teurer ein Gebäude auf einer Autobahn ist, weiß Felix Theuring, Bauwirtschaftler. Er forscht an der TU Berlin zu Überbauungen von Infrastruktur. "Man muss schon mit den doppelten Errichtungskosten rechnen", so Theuring. Allerdings sei das nur die halbe Rechnung: "Baukosten sind maßgeblich von Grundstückspreisen getrieben. Werden die Flächen vergünstigt abgegeben, könnte das einen Ausgleich schaffen".

Technisch seien alle Herausforderungen gut gelöst. Schall und Erschütterungen könne man mit massiven Konstruktionen fern halten. Oder mit sogenannten Isolmer-Matten dämpfen: "Das kann man sich vorstellen wie die schwarze Matte, die man unter die Waschmaschine legt", so Theuring. Allerdings: Je mehr Etagen die Überbauung hat, desto materialintensiver werden die Konstruktionen. Der günstigste Kompromiss: fünf bis acht Etagen, die Höhe der Berliner Mietskasernen.

Das größte Problem sei das Baurecht, sagt Theuring. Denn Grundstücke würden in Deutschland nicht in der Höhe aufgeteilt. Ist es einmal zur Infrastrukturfläche gewidmet, darf keine Wohnüberbauung mehr drauf. Umgehen könne man das, indem man Straße und Überbauung zusammen baue – wie bei der Schlange. Dann könne man die Flächen später widmen.

Nachträglich zu überbauen sei kniffliger: "Da muss das Gebäude rechtlich auf dem Nachbargrundstück stehen und die Straße überragen", so der Bauwirtschaftler. Oder Berlin müsste sein Baurecht weiterentwickeln, etwa mit dem Vorbild der USA. Das gibt es die sogenannten Air-Rights, die eine Doppelnutzung in der Höhe erlauben, schon lange.

Initiative für Autobahnwiederbelebung

Für das Kombinieren von Wohnen und Verkehr steht die Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße seit 2017 unter Denkmalschutz. Dass der Autobahntunnel einfach gesperrt wurde, ärgert Bewohner Ralf Mennicke. Mit anderen Mieterinnen und Mietern hat er darum eine Initiative gegründet. Er will ein neues Verkehrskonzept, eine temporäre oder langfristige Öffnung des Tunnels könne er sich gut vorstellen – damit der Verkehr nicht durch Nebenstraßen rauscht, sondern wieder mitten durch sein Wohnhaus.

Sendung: rbb24 Inforadio, 31.08.2023, 9:25 Uhr

Beitrag von Jannis Hartmann

78 Kommentare

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  1. 78.

    Die Grenzen der Freiheit des Einzelnen, die sind auch hier gesetzlich geregelt, aber das Grundrecht hat denoch einen festen Bestand.
    Ergo, die Autofahrt mit eigenen Wagen ist ein legitimes Mittel der Wahl, um von A nach B zu kommen, und manchmal sogar das einzig verfügbare!

  2. 77.

    In den von Ihnen genannten Fällen müssen wir uns wohl keine Gedanken über die Überbauung von Autobahnen machen. In Berlin offenbar auch nicht, weil eigentlich braucht es für das absolut notwendige an Individualverkehr keine Autobahnen. Leider ist das irgendwie noch nicht in Landes- oder Bundesverkehrsministerien gedrungen.

  3. 76.

    ich fahr nicht uber, aber wir hatten mal neulich einen gast aus dem ausland die uns einen link schickte wo wir ihre fahrt vom flughafen zu uns sahen - sie war vergleichsweise schnell da ( schneller als mit öffis) aber es war unglaublich durch welche nebenstrassen da gefahren wurde. die muessen da eine ziemlich ausgefeilte nebenstrassenstauapp haben bei uber.
    naja und ob uber die öffis sinvoll findet wage ich zu bezweifeln….

  4. 75.

    Das wichtige wäre die Beantwortung folgender Fragen gewesen: Wo sind die Grenzen der Freiheit einzelner? Gilt das von Ihnen genannte also absolut oder führt eine Abwägung mit anderen (real existierenden) Menschen- oder Grundrechten vielleicht doch zu Einschränkungen?

  5. 74.

    Wenn Sie meinen das Autofahrer rechtswidrig handeln, dann versuchen Sie doch einen von ihnen Anzuzeigen.
    Spätestens dann werden Sie eines Besseren belehrt!

  6. 73.

    "Aber genau das ist ja eben hier der Fall und das ist auch gesetzlich untermauert (es gibt ein Klimaschutzgesetz und nen Pariser Abkommen)."
    Wenn dem so ist haben sie in unserem Rechtsstaat jederzeit die Möglichkeit Klage einzureichen. Wenn sie dies nicht tun ist das ihre Angelegenheit. Aber es steht ihnen nicht zu anderen Menschen vorzuschreiben was sie zu tun oder lassen haben.

  7. 72.

    >"Der Individualverkehr gehört der Vergangenheit an."
    Definitiv nicht. Jeder Mensch ist ein Individuum mit - wie der begriff schon sagt - individuellen Wünschen. Auch was die Wege und wann von A nach B angeht. Da trifft es sich gut, dass in Großstädten viele Menschen die gleichen Wünsche von A nach B haben und sich ne Bahn oder Bus auf dieser Relation anbietet. Das klappt aber in Flächenregionen nicht so toll, weil es dort nur sehr wenig Menschen für die gleichen Wege und Zeiten gibt. Deshalb bleibt in Flächenregionen das Auto eine lebensnotwenidige Option für A nach B.

  8. 71.

    Artikel 2. (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

    Sie haben nur den ersten Teil gelesen ne? Sie können machen was Sie wollen, solange sie damit niemand anderen Schaden. Aber genau das ist ja eben hier der Fall und das ist auch gesetzlich untermauert (es gibt ein Klimaschutzgesetz und nen Pariser Abkommen). Es ist also auch am Verkehr diese Ziele im Kollektiv zu erreichen. Das bedeutet eben auch weniger fahren oder mehr zahlen (damit kompensiert werden kann). Einfach weiter so ist damit rechtswidrig - auch nach Artikel 2. Absatz 1.

  9. 70.

    Das Grunndgesetz Artikel 2, Abs.1.
    Die Grundrechte des Art. 2 werden auch für Laien bei "lecturio.de" verständlich erklärt.

    Das Wichtigste an Grunrechten sei genannt: die Bewegungsfreiheit und das Grundrecht auf freies Belieben, zu dem auch Auto -und Fahrradfahren zählt.

  10. 69.

    "Der Individualverkehr gehört der Vergangenheit an. "
    Interessantes Statement. Sie tarnen Ihre (legitime) Wunschvorstellung als Naturgesetz und glauben offenbar, dass sie dadurch Realität werden wird. Das ist leider nicht der Fall.

    "Der Dreck und der Lärm der Autos verschwindet auch nicht mit E-Autos. Bus, Bahn und Fahrrad sind effizienter und schneller."
    Konjunktiv ist eine Errungenschaft, die eine sinnvolle Deabate ermöglicht. Schade dass Sie darauf verzichten. ÖPNV würde eine sinnvolle Alternative sein. Zuerst muss er ausgebaut, für alle verfügbar und ffür alle bezahlbar sein. Dies ist nicht der Fall.

  11. 68.

    Die Sanierung (Kosten 2020: 23,5 Millionen, davon 8.5 Millionen Förderung durch den Bund zugesagt) sollte 2020 begonnen werden, wurde von der Verkehrsverwaltung aber (obwohl Gefahr im Verzug bekannt war!) einfach verschleppt: https://www.berliner-woche.de/wilmersdorf/c-verkehr/tunnel-unter-der-schlange-muss-saniert-werden-und-wird-fuer-drei-jahre-gesperrt_a254788

  12. 67.

    Zitat: Sehr individuell sich freiwillig jeden Tag in die Herde des Staus einzureihen...
    Morgens um 6:30 Uhr warten an der Bushaltestelle regelmäßig ca. 30 Leute. Sehr individuell, sich in diese Sardinebüchse reinzuquetschen.

  13. 66.

    "Wobei wir ganz sicher sein können, das Autofahrer nicht lernen werden, das es evtl. uU vllt. man kann ja nie wissen sinnvoller sein könnte mit den Öffentlichen zu fahren......"
    Halten sie die Leute doch nicht für dämlich, wer eine gute Verb. mit dem ÖPNV hat wird diese auch nutzen.
    Leider hat der ÖPNV in Berlin mehr als ein Problem mit dem er sich beschäftigen muss bevor mehr Bürger ihn benutzen.

  14. 65.

    >"Wohnhaus schluckt Autobahn... Ein Konzept für die Zukunft?"
    Auf alle Fälle. Verkehr, den man nicht sieht und hört, ist nicht da! Verkehrswende geschafft! ;-))

  15. 64.

    So funktioniert bezahlbarer Wohnraum richtig. An Autobahnen und Bahnstrecken und teilweise auch darüber hinaus.

  16. 63.

    Also ich tippe mal auf 1. Sie sind keine Steglitzer, 2. Sie gehören zu der Spinatfraktion, 3. haben überhaupt kein Weitblick. Sie müssen bestimmt auch nicht von der si sel in die Stadt. Über die Detmolder geht sich nicht, die ist im übrigen auch dicht . Liebes RBB Team- zeigt dich mal welche Straßen zur Einbahnstraße und welche Zufahrten an der Autobahn dicht dich. So verstehen es die Leser uns Steglitzer besser.
    Auch ich fahre in der Freizeit Fahrrad, aber nicht im Job! Bin auf das Auto angewiesen , da Hilft das ganze Gerede von Individualverkehr nichts. Individuell entscheide ich mich für das Auto - v.a. bei Regen und im Winter.

  17. 62.

    naja so koennen die friedenauer schon mal testen, wie das neue nebenstrassenfeeling ist beim schliessen von hauptverkersadern."
    Wobei wir ganz sicher sein können, das Autofahrer nicht lernen werden, das es evtl. uU vllt. man kann ja nie wissen sinnvoller sein könnte mit den Öffentlichen zu fahren als sich stauweise durch Nebenstraßen zu quälen.
    Wo kämen wir denn da hin?

  18. 61.

    "Es gibt kein Grundrecht auf Individualverkehr."
    Egal, wie man es nennt, aber natürlich gibt es das Recht, denn Individualverkehr ist ja nicht verboten.
    Sage ich als täglicher Radfahrer und somit Individualverkehrender. :-)))

  19. 60.

    Ja genau so ist das!
    Das Abschiedsgeschenk für die Bürgerinitiative Breitenbacher Platz.
    Ich setze auch noch einen drauf, Frau J. aus B. hat persüönliches Interesse gehabt!
    Ich wohne, dank dieser Frau nun in einer Insel, ich kann dieses Gebiet nur noch über die Joachim-Tiburtius-Brücke verlassen! Das angeblich, von Frau J. aus B., Verkehrskonzept sagt aus, "die Autofahrer werden schon einen Weg finden". Was hier passiert ist, ist eine MEGA Schweinerei und wird stillgeschwiegen.
    Diese Baumängel waren schon lange bekannt. Die Instandhaltung des Tunnels sollte schon längst abgeschlossen sein, wurde aber nicht begonnen, da ja Frau J. aus B. die Schließung schon anstrebte.
    Oh plötzlich wo sie gehen musste, wurde "plötzlich" das Gutachten bekannt.
    Wie doof hält man uns?

  20. 59.

    Gute Idee. Bedeutet ja auch keine nassen und glatten Straßen mehr = weniger Streusalz und oben wird das CO2 von Pflanzen weggeatmet.

  21. 58.

    Das ist Berlin. Gute Ideen werden vernichtet, schlechte gefördert!

  22. 57.

    naja so koennen die friedenauer schon mal testen, wie das neue nebenstrassenfeeling ist beim schliessen von hauptverkersadern. als nächstes kommt ja dann wohl die leipziger. die ganze mobilitätspolitik in berlin ist ziemlich fragwürdig. strassen sind apriori nicht nur für autos da, daher kommt es vorallem auch auf das wie an und nicht unbedingt auf das ob. aber da entscheiden andere leute. vornehmlich rechtsanwälte soziologen politikwissenschaftler wirtschaftler und wenns hochkommt vielleicht noch wohnungsbauer und architekten wenn ich das richtig sehe, und jeder hat seine ganz besondere vorstellung von irgendeinem karree.

  23. 56.

    Die Bewertung der Tunnelsicherheit hat bestimmt mindestens 1x im Jahr stattgefunden.
    Die Statusänderung von "OK, kann genutzt werden, aber Zustand nicht optimal" auf "Sofort schließen, Sanierungsbedarf von 30 Millionen" innerhalb eines Jahres erscheint doch sehr fragwürdig.

  24. 55.

    Die Mängel waren in diesem Ausmaß nicht vorher bekannt. Erst nach dem Gutachen aufgrund des Feuerwehreinsatzes war das ganze Ausmaß bekannt und eine Notsperrung notwendig.

    Sie tun ja gerade so als hätte Jarasch das im Alleingang und aus Heimtücke entschieden.

  25. 54.

    Die Mängel waren in diesem Ausmaß nicht vorher bekannt. Erst nach dem Gutachen aufgrund des Feuerwehreinsatzes war das ganze Ausmaß bekannt und eine Notsperrung notwendig.

    Sie tun ja gerade so als hätte Jarasch das im Alleingang und aus Heimtücke entschieden.

  26. 53.

    Ich habe nicht das in Frage gestellt, was Sie angreifen wollen. Ich habe übrigens Nachgefragt, völlig unpopulistisch übrigens :-P

  27. 52.

    Welch dünnes Eis auf dem.Sie wandeln, da Sie nicht wissen, wie ich mich in der Stadt fortbewege. Ihre hilflosen Versuche, vor allem mit lateiniscer Phrase kontern zu wollen, belustigt wirklich. Und welche Schlüsse Sie wegen eines Nick ziehen, um dann persönlich werden zu wollen, obwohl Sie mich nicht kennen, offenbart Ihre Einstellung.
    Bleiben Sie gesund, frei nach dem Motto: einatmen - ausrasten.
    Tschüß

  28. 51.

    Bei den SUV gehe ich mit. Die gehören Landwirten unnd Jägern, aberr nicht in Städte und dürfen gerne entsprechend besteuert werden. Es geht jedoch nicht um diee Vergangenheit sondern diie Gegenwart, von der ich erwarte, dass konsequent überbaut oder getunnelt wird, bestehendes ertüchtigt und Neubau möglichst vermieden wird. Und die Anforderung an Mobilität wegen einer Erkrankung haben Sie nicht zu bestimmen. Sie sind ziemlich respektlos und gerne würde ich Ihre Reaktion im Fall einer möglichen eigenen Einschränkung mitbekommen.

  29. 50.

    Ich lese keine Bild, zu ihrer Information und die Sicherheitsmängel waren schon vor 2022 bekannt. Also lieber mal besser Informieren . Mehr werde ich dazu nicht Kommentieren.

  30. 49.

    Tja, wenn man seine Bildung aus der BILD hat. "Aus Sicherheitsgründen wurde der Autobahntunnel am 20. April 2023 gesperrt, nachdem eine technische Prüfung im Auftrag der Senatsverkehrsverwaltung Mängel beim „Entlüftungssystem im Falle eines Brandes“ und bei den Notrufanlagen gezeigt hatte. Die Probleme waren der Berliner Feuerwehr bei einer Übung im Tunnel im Herbst 2022 aufgefallen. Laut einem Sprecher der Verwaltung erschien fraglich, ob es sich lohnt, die Unterführung bei geschätzten Sanierungskosten in Höhe von 30 Millionen Euro noch einmal freizugeben."

    Die Mängel waren also eklatant und die Senatsverkehrsverwaltung MUSSTE den Tunnel sperren. Nicht auszudenken wenn man die Notsperrung nicht durchgeführt hätte.

  31. 48.

    Und warum hat dann Fr. Jarasch 4 Tage vor Ende ihrer Amtszeit den Tunnel sperren lassen. Glaube nicht, das ich ein Lügner bin. Also schön Aufpassen mit Ihrer Aussage.

  32. 47.

    Haben Sie einmal in die Stadtgeschichte geschaut wie viel abgerissen worden ist wegen der Stadtautobahn? Wie viele Menschen werden jedes Jahr enteignet wegen des Baus von neuen Autobahn Abschnitten? Würde ich gerne mal von Ihnen wissen. Mich würde auch interessieren warum Menschen mit Beeinträchtigung nicht auch Fahrradwege mit dafür vorgesehenen Gefährten nutzen können? Und zu guter letzt sollte es klar sein, dass Krankentransporte und Krankenwagen immer Straßen brauchen werden. Aber überall Parkhäuser stehen, die Wohnraum wegnehmen, damit 40% der Menschen ihren SUV durch die Stadt fahren können ist Wahnsinn.

  33. 46.

    Ad hominem.. Da muss der Name also herhalten. Wer kein Argument mehr hat. Der Individualverkehr wie er jetzt herrscht ist nicht mehr tragbar. Da ich das Fahrrad genannt habe, hätte man mit einer Sekunde nachdenken verstanden, dass ich den Individualverkehr meine wie er jetzt besteht. Aber wenn man heutzutage das Auto in Frage stellt, will man immer gleich Behinderten ihr Auto wegnehmen. Wie ist es denn in Wirklichkeit? Krankentransporte kommen doch gerade nirgendwohin, weil alles voller Autos ist. Ganz zu schweigen davon das alles zugeparkt ist und niemand mit dem Rollstuhl durchkommt. Der Ausbau von Bahn und Fahrrad wäre für alle ein Gewinn, gerade für Menschen mit Beeinträchtigungen. Stattdessen stehen alle Menschen für die Freiheit im Stau und merken nicht, dass sie an jeder Ampel betteln müssen als Fußgänger dorthin zu laufen wo sie wollen. Die Plätze sind hässlich und die Stadt giftig vom Smog. Aber wie es aussieht wird sich ja eh nichts ändern. Also viel Spaß im SUV.

  34. 45.

    Es gibt kein Grundrecht über einer Autobahn wohnen zu dürfen.

  35. 44.

    Danke für die interessante Erklärung. Das bedeutet aber wohl, dass man dann auch für Autobahntunnel unter Häusern spezielle Vorkehrungen treffen muss, um bei einem Unfall schnell helfen zu können und nicht darüber wohnende Menschen zu gefährden. Ich mag mir da gar nicht einen schweren Unfall mit Gefahrgut - wie gerade erst passiert - vorstellen.

  36. 43.

    Können Sie das näher ausführen? Woraus wird das abgeleitet? Was heißt das für die derzeitige Anspruchshaltung der Kfz-Fraktion? Für den Bau von Autobahnen? Wo sind Grenzen? Gilt das absolut oder führt eine Abwägung mit anderen (real existierenden) Menschen- oder Grundrechten vielleicht doch zu Einschränkungen?

    Ich nehme mal an, dass wir hier von Ihnen einen Post der Kategorie "klar, einfach und ... falsch" lesen durften.

  37. 42.

    Woher haben sie denn den Quatsch? Und eine "selbstbestimmte Mobilität" ist auch mit dem Rad, dem ÖPNV und sogar zu Fuß möglich ohne andere zu gefährden und zu schaden.

    Nochmal, es gibt kein Grundrecht auf Individualverkehr.

  38. 41.

    Die selbstbestimmte Mobilität ist ein Menschenrecht!

  39. 40.

    Autobahnen sind nichtmal für den Individualverkehr nötig. Man ist auch prima individuell auf normalen Straßen unterwegs. Sogar ohne Auto.

  40. 39.

    Sehr individuell sich freiwillig jeden Tag in die Herde des Staus einzureihen und dabei Umwelt und Stadt mit Lärm und Abgasen zu verpesten. Freiheit zu Lasten aller anderen.

  41. 38.

    Fragt sich nur was höher zu wichten ist. Der Schutz der Gesundheit und des Lebens oder ihre "Möglichkeiten der individuellen Entfaltung"?

    Es gibt kein Grundrecht auf Individualverkehr.

  42. 37.

    "Letzteres nennt man auch P+R, was deutlich ausgebaut werden müsste. Da tut sich aber auch viel zu wenig oder es ist preislich unattraktiv. Der Umstieg müsste aber massiv belohnt werden."
    Genauso ist es, R+R wird auch bei uns vernachlässigt. Aber wir wählen ja nächstes Jahr und ich bin mal gespannt welche Pläne unser MP für Verkehr und auch einigen anderen Problemen ( Bildung z.B. ) dem Wähler vorstellt.

  43. 36.

    Ich plädiere dafür, nicht immer populistisch Aussagen zu verdrehen. Das Strassennetz reicht für notwendige Fahrten mit Sicherheit aus.

  44. 35.

    Ein Mensch ist laut GG kein Teil einer Herde, der er sich unterzuorden hat!
    Die Möglichkeiten der individuellen Entfaltung sind sehr unterschiedlich, unter anderen auch von den gesundheitlichen und örtlichen Gegebenheiten abhängig, und eine individuelle Mobilität, die gehört zu den Grundrechten jedes Menschen.

  45. 34.

    "Da wiederspeche ich Ihnen, die Grünen waren für die Sperrung verantwortlich, es ist doch noch unter Fr. Jarasch in Auftrag gegeben worden. "

    Das ist eine dreiste Lüge.

  46. 33.

    In jedem Tunnel ist die Menschenrettung aufgrund der Enge schwierig. Habe während meiner Dienstzeit leider einige schwere Unfälle im Elbtunnel erleben müssen. Vor dem Bau der 4. Röhre gab es in der "Mittelröhre" sogar Gegenverkehr.
    Dann kamen die schweren Unfälle/Brände in zwei Alpentunnel ,diese nahm der damaligen Hamburger Feuerwehrchef zum Anlass eine professionelle Tunnelfeuerwehr zu installieren. Vorher waren einige Mitarbeiter der Baubehörde damit betraut. Mittlerweile wurden spezielle Tunnellöschfahrzeuge konstruiert und beschafft. Die Wachen an Süd- und Nordeinfahrt neu gebaut, ein Feuerwehrbeamter ständig in der Leitstelle des Elbtunnel ( hier laufen auch alle anderen Hamburger Fahrzeugtunnel auf) als Fachberater eingesetzt.

  47. 32.

    Ah so? Auch der Individualverkehr für kranke Menschen, die auf Transporte z.B. zur Dialyse angewiesen sind? Sie sind ja ein richtig pfiffiges Kerlchen. Ich bin übrigens ganz individuell erkrankt, dadurch mitunter auf mein Fahrzeug angewiesen und Sie wollen auch mich enteignen oder gentrifizieren? Ich plädiere bei Ihnen Ruben für weniger Blaa, dafür mehr Sachverstand.

  48. 31.

    Der Ruben möchte alle enteignen, die nicht mit Öffis oder Rad unterwegs sind. Der Ruben ist ein ganz Schlauer. Der weiß ja auch nicht, dass es Menschen gibt, die mit Behinderungen leben und auf ein Auto u. U. angewiesen sind. Auch wenn denen will er das verbieten. Der Ruben ist halt ein Ruben.....

  49. 30.

    Da wiederspeche ich Ihnen, die Grünen waren für die Sperrung verantwortlich, es ist doch noch unter Fr. Jarasch in Auftrag gegeben worden. Die CDU/SPD muss jetzt Prüfen, wie es weitergeht. Man kann nur hoffen, das er wieder eröffnet wird und der Verkehrs Chaos in den Nebenstraßen aufhört.

  50. 29.

    Ich bin nicht sicher, ob das mit der Überbauung von Autobahnen mit Wohnhäusern wirklich eine gute Idee ist. Ich wohne seit fast 40 Jahren neben der Autobahn und habe mich inzwischen an Lärm, Staub und Abgase gewöhnt. Aber über der Autobahn wohnen, wo man dann auch noch die Erschütterungen durch schwere Lastwagen spürt? Wo die Rettung bei Unfällen wahrscheinlich erschwert ist und zu Beeinträchtigungen der Bewohner führt? Nee, das möchte ich wirklich nicht. Einkaufszentren, bei denen dann der Lieferverkehr direkt ab Autobahn ins Haus geht, finde ich da sinnvoller. Oder Clubs.

  51. 28.

    "Letzteres nennt man auch P+R, was deutlich ausgebaut werden müsste. Da tut sich aber auch viel zu wenig oder es ist preislich unattraktiv. Der Umstieg müsste aber massiv belohnt werden."
    Genauso ist es, R+R wird auch bei uns vernachlässigt. Aber wir wählen ja nächstes Jahr und ich bin mal gespannt welche Pläne unser MP für Verkehr und auch einigen anderen Problemen ( Bildung z.B. ) dem Wähler vorstellt.

  52. 26.

    Tja, stattdessen baut man und verteidigen Sie das Milliardengrab A100. Schizophren irgendwie.

  53. 25.

    Ihre Annahme ist schon mal grundfalsch. Der ÖPNV wird niemals in der Lage sein, sämtliche Mobilitätsbedürfnisse zu erfüllen, denn dann müsste er selbst zum Individualverkehr werden. Startort und - zeit sowie Zielort und - zeit sind derart verschieden, dass es ökonomisch wie ökologisch unsinnig wird, dies alles abzudecken. Ganz im Gegenteil würde dies sogar deutlich mehr Ressourcen verschlingen. ÖPNV ist dort richtig und wichtig, wo viele Menschen gleichzeitig ähnliche Strecken absolvieren. Das Bedürfnis der Mobilität beginnt und endet aber nun mal nicht an den jeweiligen Endhaltestellen. Damit ist der ÖPNV nur für die vollständig Alternative, die zwischen diesen Endpunkten mobil sind und nur für Teilstrecke bei denen, deren Ziel zwischen den Endpunkten liegt. Letzteres nennt man auch P+R, was deutlich ausgebaut werden müsste. Da tut sich aber auch viel zu wenig oder es ist preislich unattraktiv. Der Umstieg müsste aber massiv belohnt werden.

  54. 24.

    Weg mit dem Individualverkehr mit dem Fahrrad, nur ÖPNV, denn ".Individualverkehr gehört der Vergangenheit an.".

  55. 23.

    Es sieht nicht so aus, als wolle die CDU den Tunnel sanieren oder wiedereröffnen. Also schieben Sie es bitte nicht den Grünen in die Schuhe. Verantwortlich ist aktuell der Senat aus CDU und SPD. Dass der Tunnel zunächst aus Sicherheitsgründen gesperrt worden war, ist normal. Wenn da mal ein Feuer ausbricht und die Entrauchung und der Brandschutz nicht sichergestellt sind, dann gibt es ein riesiges Drama. Würden Sie das als Verwaltung riskieren wollen? Wenn der Tunnel wieder geöffnet werden soll, dann müssen CDU und SPD jetzt handeln, sprich: sanieren und reparieren. Tun sie aber nicht.

  56. 22.

    Pragmatismus ist besser als hohles Gequatscht. Was besteht muss verbessert werden, auch durch Überbauen, neues muss besser und ökologischer geplant werden.

  57. 21.

    Das hat schon was symbolisches:
    Das Auto braucht Platz
    und der Mensch baut drum herum.

  58. 20.

    Falls Interesse besteht, schauen Sie bei Wikipedia rein,Stichwort Hamburger Deckel". Kosten,Planung,Ausführung.
    Dazu muss ich ergänzen, aufgrund der Deckellängen,quasi Tunnelanlagen, müssen zur Sicherstellung des Brandschutzes und zeitnahem Eingreifen bei VU zwei zusätzliche Feuerwachen gebaut werden.
    In der Anschlußstelle Volkspark bereits in Dienst, im Bau die Wache in Schnelsen. Dazu die beiden Bestandswachen am Süd- und Nordportal des Elbtunnel.
    Also, nicht mal eben bauen, etwas mehr gehört dazu.

  59. 19.

    Stimmt nicht ganz: ich fand seit Eröffnung der Schlange das Konzept genial und habe mehr davon erhofft, was der Senat nie durchgesetzt hat. Allein die Autobahn ab Spandauer Damm bis runter nach Wilmersdorf und Schöneberg wäre ideal zur Überbauung. Wo bleiben denn die preisgekrönten Architekten mit ihren tollen Vorschlägen? Aber ohne Studium hat man in D keine Chance, weil der Standesklüngel den "Nichtstudierten" Wissen und Weitblick absprechen. Ich glaube, viele gute Vorschläge sind so leider verloren gegangen. Und der Senat ist eh nur kurzsichtig ausgerichtet.

  60. 18.

    Der Individualverkehr gehört der Vergangenheit an. Der Dreck und der Lärm der Autos verschwindet auch nicht mit E-Autos. Bus, Bahn und Fahrrad sind effizienter und schneller. Eine Straßenbahn durch den Tunnel der Schlange würde mehr Menschen befördern und es gäbe nie Stau. Und trotzdem wäre daneben noch Platz für Fahrräder. Jede Person die eine Sekunde nachdenkt muss verstehen, dass das Auto, das Pferd des 21. Jahrhunderts ist.

  61. 16.

    Leider wird Flächennutzung in Deutschland nahezu ausschließlich eindimensional gedacht. Gerade in Metropolen ist aber der Platz nun mal so knapp, dass sich die verschiedenen berechtigten Interessen gegenseitig ausschließen. Also muss man hier anfangen, endlich dreidimensional zu planen. Wichtige Infrastruktur zum schnellen Vorankommen gehört nach ganz unten, alles andere darüber. Auch wenn das im Moment teuer sein mag, ist es am Ende die preiswertere Variante, weil es sich durch Sicherstellung der Mobilität bei gleichzeitiger Steigerung der Wohn und Lebensqualität auszahlt. Wie perfekt das funktioniert, kann man sich in Oslo, Göteborg oder Stockholm ansehen. Dort wird genau das bereits umgesetzt und Stadtraum für die Menschen zurück gewonnen.

  62. 15.

    Nein, eine Trendumkehr schafft man nur mit besseren oder manchmal überhaupt erst Alternativen. Wenn der ÖPNV diese nicht bieten kann oder will, dann kann man Autofahrer noch so sehr drangsalieren, sie werden nicht umsteigen können. Stattdessen entstehen nur noch mehr Staus, die Frust und Aggression steigen lassen. Das sehen wir doch schon seit Jahren. Der ÖPNV ist heute schon sehr oft an der Belastungsgrenze oder darüber hinaus. Das geht zu Lasten der Zuverlässigkeit und damit fällt er als Alternative aus. Individuelle Mobilität wird immer Bestandteil der Mobilität bleiben. Wichtig ist, jedes Mal zu überlegen, ob sie wirklich nötig ist oder nicht eine ökologischere Variante existiert.

  63. 14.

    Wie hier schon geschrieben ist das entscheidende der Faktor Mensch. Wenn die Bevölkerungszahlen immer weiter ansteigen werden auch die Zulassungen nicht weniger werden. Die Fahrschulen haben Zulauf und auch viele junge Menschen möchten
    eine Fahrerlaubnis erwerben, das ist nun einmal die Realität!

  64. 13.

    Finde die an sich interessant und frage mich schon seit Jahren, wieso keiner auf die Idee kommt, über die AB's (z.B. A113) nen Deckel drauf macht und da dann wieder Häuser baut. So könnte man recht einfach viele Wohnungen bauen. Klar keine Wolkenkratzer, aber zwei drei Etagen sollten doch drin sein...

  65. 12.

    Die überdeckelten Flächen der A7 in Hamburg werden mit umgesiedelten Kleingärten und Grünflächen bebaut. Die Flächen der umgesiedelten Kleingärten an ihrem alten Standort werden dem Wohnungsbau zugeführt.

  66. 11.

    Diese private Mobilität wird ohne weiteren Ausbau oder gar Rückbau mühseliger. So kann man eine Trendumkehr erreichen. Mit immer weiterem Ausbau natürlich nicht. In dem Zeitraum eines BA17 der A100 und mit den inzwischen veranschlagten Mitteln kann man auch sinnvolles anderes tun.

  67. 10.

    "Aber man sollte mal fragen warum der Tunnel über Jahre vernachlässigt wurde sodass eine Sperrung erfolgte?"
    Dazu am Besten mal beim Bund nachfragen. Der ist für solche Verkehrsflächen und -bauten zuständig. Das Problem zeichnete sich schon "etwas" länger ab. Die Untersuchungen zur R.-W.-Brücke der A100 beispielsweise fingen ja schon zur Jahrtausendwende an. Aber auch auf Landesebene ist es keinen Deut besser. Viele innerstädtische Verkehrsbauten oxidieren so vor sich hin. Der Satz eines Politikers "Wir werden sparen bis es quietscht" ist von der Realität überholt worden. Es qietscht nicht mehr, es knarrt und knarzt. Vornehmlich in Widerlagern und Tragkonstruktionen. Das leise Quietschen ist dagegen wohl eher das Geräusch, wenn der Bürger über den Tisch gezogen wird.

  68. 8.

    Nein, der Verkehr verlagert sich nur und wird langsamer. Getrieben wird der Verkehr durch einen Faktor. Nämlich dem Menschen. Je mehr Einwohner, desto mehr Verkehr. Baut man Straßen wie Autobahnen, so hat man welche auf denen man schneller vorankommt. Das wiederum hat zur folge, das ich für gleiche Strecke weniger Zeit brauch oder aber viel wichtiger, ich kann in der selben Zeit mehr Strecke zurücklegen. Und das vergrößert das Einzugsgebiet von Berlin. Bedeutet dann, mehr Menschen also mehr Verkehr. Sollte man daher Straßen dicht machen? Sollte man das Prinzip auf die Bahn anwenden? Wenn der ICE nicht mehr in Wolfsburg hält, dann gäbe es entweder viel mehr Berliner di nicht mehr bei VW arbeiten oder die ziehen dahin wo sie arbeiten und es wird Wohnraum frei. Das gleiche gilt aber anderes herum. Man kann in Wolfsburg leben und in Berlin arbeiten.
    Straßen gehören einfach zur Infrastruktur und das überbauen von Autobahnen ist sinnvoll.

  69. 7.

    "Klar wird der Verkehr weniger, wenn man Fahrbahnen schließt."
    Aha, und warum steigen die Zulassungszahlen seit Jahren immer weiter an? Weil die Leute ihr Auto als Blumenvase benutzen wollen?
    Nein, weil sie auf private Mobilität nicht verzichten wollen/können.

  70. 6.

    Wenn man aus der Ferne die Diskussionen um die A100 verfolgt, steht da immer etwas von der Bund ist für Autobahnen zuständig. Was der technische Zustand dieses Abschnitts mit den Grünen zu tun hat, bedarf daher einiger Erklärungen.
    Grüne Verkehrsminister sind mir im Bund nicht bekannt.
    Stellt sich eh die Frage wenn der Senat die A104 stilllegen möchte, übrigens der alte und der neue, können die das überhaupt, wenn doch der Bund für Autobahnen zuständig ist?

  71. 5.

    Es ist schon grotesk, wenn Autofahrer so tun, als würden sie einen sinnvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten un damit den Bau von immer mehr Straßen und Autobahnen versuchen zu rechtfertigen.
    Ich sach ma so: Derjenige, der sein Auto abschafft und künftig mit den Öffentlichen fährt, tut um Größenordungen mehr, und sinnvolleres, für die Umwelt, als der, der meint, wenn er künftig über x km zusätzliche Autobahnkilometer brettert, dann hätte er genug getan.

  72. 4.

    Das will schon was heißen, wenn die Mieter für die Wiedereröffnung der BAB sind. Hier Zeigt sich mal wieder prima der Irrweg der Grünen. Und auch das der Tunnel so herunterkommen ist war kein Zufall.

  73. 3.

    Klar wird der Verkehr weniger, wenn man Fahrbahnen schließt. Die ganzen Autofahrer stehen doch nicht alle endlos im Stau.

  74. 2.

    Die Sperrung des Tunnels und der A104 ist doch ein gutes Beispiel: der Verkehr wird nicht weniger, er verlagert sich in zuvor ruhige Nebenstraßen und staut sich dort. Schlecht für die Umwelt, für alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner.
    Aber man sollte mal fragen warum der Tunnel über Jahre vernachlässigt wurde sodass eine Sperrung erfolgte?

  75. 1.

    Noch immer gebe ich als ein Mieter den schönen Altbauten in Berlin den Vorzug. Doch was da damals errichtet worden ist machte selbst mich stutzig. Interessanter Bau. Könnt mir gut vorstellen darin zu wohnen.

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