Radweg auf der Monumentenbrücke in Berlin-Kreuzberg (Quelle: dpa)
Bild: dpa

Projekt während der Corona-Krise - Radfahrer in Kreuzberg bekommen vorübergehend mehr Platz

Was Sie jetzt wissen müssen

Im Berliner Stadtteil Kreuzberg sollen Radfahrer während der Corona-Pandemie mehr Platz bekommen. Dazu soll ein neuer Radweg eingerichtet werden, sowie an anderer Stelle eine bereits vorhandene Fläche für Radfahrer vergrößert werden, teilte der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg am Mittwoch mit. Ein entsprechendes Pilotprojekt sei bereits auf den Weg gebracht worden, hieß es.

Autoverkehr hat spürbar abgenommen

In den vergangenen Tagen hat der Kraftfahrzeugverkehr in ganz Berlin wegen der Coronavirus-Pandemie deutlich abgenommen, auch der öffentliche Nahverkehr ist ausgedünnt. Zugleich seien mehr Fahrradfahrer unterwegs, meint der Bezirk.

Nach Absprache mit der Senatsverkehrsverwaltung will Friedrichshain-Kreuzberg nun an zwei Stellen testen, inwieweit sich kurzfristig die Kapazität der urbanen Radverkehrsanlagen erhöhen lässt. "Verkehrsflächen können situativ anders aufgeteilt werden, ohne dass es zu unvertretbaren Beeinträchtigungen und übermäßigen Staus beim Kfz-Verkehr einschließlich des Linienbusverkehrs kommt", heißt es vom Bezirk. 

Maßnahmen auf Dauer der Pandemie beschränkt

Konkret soll die Aufstellfläche für Radfahrer auf der Zossener Straße vor der Kreuzung Zossener Straße/Gitschiener Straße verbreitert werden. Zudem soll ein Radweg auf der Fahrbahn am Halleschen Ufer von Höhe Hallesches Tor bis Köthener Straße eingerichtet werden.

Diese Maßnahmen sollten auch ausgewertet werden und anderen Bezirken als Vorbild dienen. Sie sind zudem zeitlich für die Pandemie-Situation befristet. "Es werden Warnbaken, mobile Schilder und gelbe Folien für die Markierungen verwendet, die später wieder entfernt werden können", so der Bezirk.

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15 Kommentare

  1. 15.

    Die Radfahrer gehören allerdings noch viel stärker zur #wirbleibenzuhause-Fraktion. Es wurden gestern an der Jannowitzbrücke gerade mal die Hälfte gegenüber des diesährigen Höchstwertes gezählt. Wie das BA FHXB auf eine Zunahme des Radverkehrs kommt, ist mir auch angesichts auch der Werte anderer Zählstellen schleierhaft. Der Tagesspiegel hat eine viel überzeugendere Erklärung geliefert: Fußgängerschutz, da dort oft rücksichtslos über den Gehweg gerast wird.

  2. 13.

    Es geht nicht darum, was Sie spüren, sondern was belastbare Beobachtunge oder Zahlen sind. Nach den Aufforderungen von Politiker *Innen, das Rad zu benutzen, und angesichts des schönen Wetters, ist es nicht ausgemacht, dass die Zahlen des Radverkehrs aktuell rückläufig sind. Daher sind es sinnvolle Maßnahmen, die aus der Portokasse bezahlt werden können im Gegensatz zu den externen Kosten, die uns jedes Auto aufbrummt?

  3. 10.

    Natürlich immer wieder Kreuzberg.

    Und ich Trottel dachte in Berlin gilt eine generelle Kontaktsperre.
    Für Fahrradfahrer müssen gerade jetzt Freiräume geschaffen werden und dafür werden auch noch gesunde Menschen eingesetzt. Hoffentlich nehmen die wenigstens ihren Personalausweis zur Arbeit mit.
    Für die Fahrradfahrer sollten auch die überflüssigen Ampeln abgeschaltet werden, diese Verkehrsteilnehmer benötigen aus ihrer Sicht derartige Einschränkungen nicht.

  4. 9.

    Ja, bloß kein Geld für Radfahrer ausgeben!!! Geld nur für breitere Straßen, damit noch mehr Autos auf die Straßen passen und schließlich zahlen die Radfahrer keine Steuern , nicht wahr Martha! Immer wieder diese Parolen!

  5. 8.

    Ruhig auf mehr Straßen und gerne auch dauerhaft. Wird Zeit dass das Mobilitätsgesetz endlich umgesetzt wird.

  6. 7.

    Da jetzt kaum Autofahrer unterwegs sind auch eine sehr gute Gelegenheit endlich die Busspuren zu markieren - sogar das Wetter spielt mit ;) @rbb Sind die Busspuren noch geplant - auch in Kreuzberg?!
    Busspuren dürfen aktuell ja auch von Radfahrenden genutzt werden, wenn es denn welche gibt. In Kreuzberg bisher leider nur sehr wenige. Vielleicht üben die deswegen jetzt schon mal die "provisorische" Einrichtung für die bald notwenigen Busspuren für den Ersatzverkehr vom Kotti zum Schlesischen Tor. Die Installation sieht zumindest fast genau wie eine temporäre Busspur aus bis auf die Piktogramme "Rad" statt "Bus". Der Ersatzverkehr soll ja angeblich am 1. April [!] starten :)
    PS: Bildauswahl - ein Radfahrer irgendwo in Kreuzberg. Tatsächlich könnte hier dank dem Ersatzverkehr mit wenig mehr Aufwand defakto eine "geschützte" Radspur von der Oberbaumbrücke bis zum Halleschen Tor entstehen. Kotti bis Oberbaumbrücke wird durch die BVG Bauarbeiten ohnehin für den Autoverkehr zum Nadelöhr.

  7. 6.

    Warum nur vorübergehend?

  8. 5.

    Endlich mal eine schnell umgesetzte Lösung. Es geht in die richtige Richtung. Kann man nur hoffen, dass die Provisorien auf unbegrenzte Zeit verlängert werden und nicht wieder abgebaut werden. Es ist traurig genug, dass es in Berlin immer noch Hauptstraßen ohne Fahrradwege gibt. Und wenn es welche gibt, sind sie zugeparkt...

  9. 4.

    Der Radfahrverkehr hat aber auch spürbar abgenommen...... Eigentlich schon seit November und jetzt noch mehr! Wird das Geld für diese "Experimente" nicht an anderer Stelle gebraucht????

  10. 3.

    Oooooch, die armen Autofahrer!!!! Seit für Fußgänger und Radfahrer etwas getan wird, höre ich immer mehr Gejammere über die "Einschränkungen", denen die Autofahrer jetzt ausgesetzt sind. Läßt tief blicken, wenn eine etwas gerechtere Aufteilung der öffentlichen Verkehrsfläche solche Entürstungsstürme hervorruft. Wenn generell von allen Seiten mehr Rücksicht auf andere genommen werden würde, wären solche Maßnahmen nicht notwendig ...

  11. 2.

    Könnten wir mal prüfen welcher Verwandte von welchem Politiker wieder in der Firma sitzt welche die Radwege auf die Straßen malt?

    So eine Schwachsinnsmaßnahme kann nur Korruption/Vetternwirtschaft sein...

  12. 1.

    da wird diese schlimme Krise von der Radfahrer-Lobby gleich schamlos ausgenutzt um die Autofahrer noch mehr einzuschränken. Es sollte generell möglichst niemand mehr so rumfahren egal ob fahrad Auto oder womöglich die Virenschleudern Bus und Bahn. StayHome ist angesagt, dann schaffen wir diese Krise.

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