Quarantänepflicht für Ungeimpfte - Große Teile Südfrankreichs sind ab Sonntag Hochrisikogebiete

Kajak am Strand von Grand Sperone, Frankreich, Korsika (Bild: imago images/P. Royer)
Bild: imago images/P. Royer

Ungeimpfte Reiserückkehrer aus großen Teilen Südfrankreichs müssen sich auf eine Quarantäne einstellen: Die Bundesregierung stuft mehrere französische Regionen ab Sonntag als Corona-Hochrisikogebiet ein.

Betroffen sind die Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d'Azur sowie die Insel Korsika. Hinzu kommen die die französischen Überseegebiete Guadeloupe, Martinique, Réunion, St. Martin und St. Barthélemy, teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit.

Menschen, die aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreisen, müssen eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Rückkehrer, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen in Deutschland in Quarantäne. Ein sogenanntes Freitesten mit einem frischen Negativ-Nachweis ist frühestens nach fünf Tagen möglich.

Frankreich steckt derzeit in einer vierten Corona-Welle. Innerhalb einer Woche infizierten sich zuletzt landesweit etwa 225 Menschen je 100.000 Einwohnern.

Erleichterungen für Niederlande-Heimkehrer

Die Niederlande sind derweil nach einem Rückgang der Infektionszahlen ab Sonntag nicht mehr Hochrisikogebiet - mit Ausnahme der Landesteile in Übersee.

In den Niederlanden gehen Neuinfektionen drastisch zurück, nachdem die Regierung die Notbremse gezogen hat: Discos und Nachtclubs sind wieder geschlossen und Festivals untersagt. Museen, Theater, Zoos und Kinos sind aber geöffnet, ebenso Restaurants und Geschäfte. Gaststätten müssen um Mitternacht schließen.

Seit vergangenem Sonntag gelten grundsätzlich neue Einreise-Regeln: Alle Menschen ab zwölf Jahren müssen bei der Einreise nach Deutschland nachweisen können, dass sie entweder negativ auf das Coronavirus getestet, gegen Covid-19 geimpft oder genesen sind. Eine solche Vorgabe gab es zuvor schon für alle Flugpassagiere. Jetzt gilt sie für alle Verkehrsmittel, also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Sendung: Inforadio, 6. August 2021, 17 Uhr

Was Sie jetzt wissen müssen

3 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 3.

    Die Daten kann jeder Interessierte selbst mal beim RKI und beim PEI nachlesen. Die Ärzte Zeitung ist dahin gehend auch immer sehr interessant. Hier mal eine aktuelle Äußerung vom Ärztebundchef: "Den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" sagte er, ein solcher Schritt sei zumutbar. Alle Einreisenden müssten ausnahmslos einen negativen Corona-Test vorlegen, auch Geimpfte und Genesene. Diese sind derzeit in der Regel befreit. Zur Begründung verwies Montgomery auf die steigende Zahl sogenannter Impfdurchbrüche. Darunter wird in der Regel eine symptomatische Infektion geimpfter Personen verstanden." Es scheint sich also zu einem ernsten Problem zu entwickeln.

  2. 2.

    Bitte belegen sie mal ihre Aussage ….
    Wie hoch ist der Anteil von Infizierten im Verhältnis zu den geimpften, also die impfdurchbrüche und wie hoch ist die Fehlerquote bei den Tests.
    Dann werden sie sehen, da gibt es einen Riesen Unterschied.
    Und das nächste Problem was kommen würde, wenn geimpfte es nicht besser haben… deutlich weniger würden sich impfen lassen.
    Dieses Problem wird mit der Auffrischung kommen, trotz Impfung Maske Abstand usw. da wird die impfquote in den Keller rauschen vor allem je jünger die Leute sind.

  3. 1.

    Wiedermal das Gleiche, Ungeimpfte müssen in Quarantäne und Infizierte Geimpfte und Genesene können den Coronavirus relativ ungehindert einschleppen. Schuld sind dann natürlich trotzdem die Ungeimpften. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Nächster Artikel