Berlin - Anwohnerparken muss laut Verkehrssenatorin "deutlich" teurer werden

Mo 27.01.25 | 11:22 Uhr
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Symbolbild: Autos parken unter Baeumen in einer Wohnstrasse in Friedenau. (Quelle: dpa/Steinberg)
Audio: rbb24 Infroadio | 27.01.2025 | Tabea Kunze | Bild: dpa/Steinberg

In die Debatte über die Parkraumbewirtschaftung in Berlin hat sich nun auch Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) eingeschaltet. Anwohnerparken müsse "deutlich" teurer werden, sagte die CDU-Politikerin am Montag im rbb24 Inforadio.

Die jährlichen Gebühren von derzeit 10,20 Euro deckten nicht einmal die Kosten für die Ausstellung des Anwohnerparkscheins. Wie stark die Gebühren erhöht werden müssten, sagte allerdings Bonde nicht.

CDU will Konzept noch in diesem Jahr vorlegen

Bonde forderte außerdem, dass künftige Mehreinnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung in den Verkehrssektor fließen sollten - und nicht in andere Bereiche wie etwa die Kultur. Für eine Erhöhung hatten sich bereits Bondes Parteikollegen, der Regierende Bürgermeister Kai Wegner und der Fraktionschef im Abgeordnetenhaus, Dirk Stettner, grundsätzlich ausgesprochen, ohne aber konkrete Zahlen zu nennen. Ein Konzept für die Erhöhung der Parkgebühren will die CDU in diesem Jahr vorlegen.

SPD spricht sich für 160 Euro im Jahr aus

Nach dem Willen der SPD soll das Anwohnerparken in Berlin künftig 160 Euro im Jahr kosten, also etwa 13 Euro im Monat. Das beschloss die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus bei einer Klausurtagung in Dresden. Die Einnahmen daraus schätzt sie auf mindestens 25 Millionen Euro pro Jahr. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hatte sogar einen noch höheren Preissprung ins Gespräch gebracht.

Der derzeitige Preis für einen Bewohnerparkausweis von 10,20 Euro im Jahr bringe lediglich Einnahmen von etwa zwei Millionen Euro, während die Erstellung der Parkausweise in den Bürgerämtern 7,2 Millionen Euro koste, heißt es in dem SPD-Papier.

Sendung: rbb24 Inforadio, 27.1.2025, 15:00 Uhr

 

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100 Kommentare

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  1. 99.

    Radfahrer benutzen die öffentlichen Verkehrswege und können genau wie die Autofahrer einen Geldwerten Beitrag dazu leisten. Wie hoch dieser ausfällt ist noch nicht das Thema, es geht erst einmal um das Grundsätzliche.

  2. 98.

    "Ich finde dass selbst 13€/Monat zu wenig Parkgebühr sind." Das ist aber ein Dilemma, denn es ist eben keine Parkgebühr! Es ist eine Gebühr für die Bestätigung, dass man Anwohner in einer bestimmten Zone ist und bei freiem Parkplatz dort sein Fahrzeug parken darf, ohne als Nichtanwohner Parkgebühren berappen zu müssen. Diese Parkgebühren in Anwohnerzonen sind als Vergrämung gedacht, damit Anwohner freie Parkplätze vorfinden und diese möglichst nicht von Ortsfremden zugestellt werden. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied.
    Die Gebühr für den Anwohnerparkausweis fällt auch dann an, wenn der Anwohner niemals einen freien Parkplatz findet und dafür ist die Gebühr viel zu hoch. Gerecht wäre ein Ausweis zum Selbstkostenpreis, der zu einer rabattierten Parkgebühr berechtigt.

  3. 97.

    Und warum? Weil es zahlenmäßig in Berlin zu viele Privatautos gibt, das ist der wahre Grund.

  4. 96.

    Subventionen nur, wenn die Autofahrer auch an Kosten beteiligt werden und sich an die Regeln halten. Täglich sieht man, wie die StVO und Beförderungsbedingungen vorsätzlich ignoriert werden und Menschen in Gefahr gebracht werden.

    Autofahrer sind verdammt egoistisch und kümmern sich um nichts.

    Die "Diskussion" hat mal wieder ein Niveau erreicht, welche man nur als unterirdisch bezeichen kann. Von Radfahrergegnern kommen nur wieder die gleichen dummen Ausreden, die gleichen dummen Vorurteile.

  5. 95.

    Welcher KFZ Nutzer nimmt denn seine Garage mit auf die Fahrt um in ihr unterwegs zu parken.

  6. 94.

    Zum Glück atmen PKW-Lenker nicht - zumindest nicht die Abgase, die sie außerhalb ihrer Fahrkabine hinterlassen. Auch Polemik will gekonnt sein.

  7. 93.

    Subventionen nur, wenn die Radfahrer auch an Kosten beteiligt werden und sich an die Regeln halten. Täglich sieht man, wie die StVO und Beförderungsbedingungen vorsätzlich ignoriert werden und Menschen in Gefahr gebracht werden.
    Fahren durch die Bahnhöfe gehört geandet, abstellen auf Fußwegen muss sofort abgeschleppt werden, fahren auf dem Fußweg muss hohe Bußgelder nach sich ziehen. Abstellen von Rädern im Sitz- und Türbereich muß zur Beendigung der Mitnahme führen. Radfahrer sind verdammt egoistisch und kümmern sich um nichts.

    Parken kann gern teurer werden, wenn vorher der ÖPNV massiv ausgebaut wird, wie es in anderen Städten passiert.

  8. 92.

    Doch, natürlich. Der Platzbefarf und die Geschwindigkeit ist geringer. Folglich werden Verkehrswege weniger abgenutzt.

    Warum gibt es heute Radwege aus den 70ern? Nicht mehr zulässig aber es gibt sie. Man stelle sich eine Straße vor an der seit 50 Jahren nichts gemacht worden ist. Den Aufschrei der Autobesitzer möchte ich nicht erleben.

  9. 91.

    Auch falsch, Fußgänger und Autofahrer bezahlen für Radfahrer mit.
    Und bitte nicht damit kommen das Fußgänger und Autofahrer Radflächen (ob Weg oder Stellplatz) auch mit einem Rad mitbenutzen können.
    Und schön auch die Anmerkung von "ein Stau verursachendes Auto", wie oft wird denn hier von Rasern geschrieben bzw. kommentiert?

  10. 90.

    Eine Gebühr für alle ist ungerecht. Wer sein PKW auf eigenem Grundstück oder angemieteten Parkplatz abstellen kann, nimmt den übrigen auch nichts weg und steht (hoffentlich) nicht im Weg herum.

  11. 88.

    vergessen den letzen Teil meines Beitrags als Ironie zu kennzeichnen, es sollte nur eine kleine Spitze auf die „wir werden alle sterben“ Fraktion sein.

  12. 87.

    Na, ja, das betrifft aber mittlerweile beide Seiten des S-Bahn-Ringes und weit hinaus auch schon die Reststr. Ich schätze, dass vorhandene Parkhäuser kaum angenommen werden.

  13. 85.

    Alles an ihrer Aussage ist dem Kern nach falsch. Radfahrer und Fußgänger sind die einzigen Verkehsrteilnehmer die Kommunen entlasten.

    Die Absicht dieses Kommentars ist klar, denn eigentlich müßten sich ÖPNV Nutzer über jeden Radfahrer freuen. Ein belegter Sitzplatz und ein Stau verursachendes Auto weniger.

  14. 84.

    "Aufwendungen für Parkraum." bedeutet aber garantiert nicht welchen zu schaffen, und die Aufwendungen lediglich um abzukassieren durch Ordnungsamt und Anwohnerparken

  15. 82.

    Natürlich stoßen Menschen CO2 aus, allerdings haben vorher Pflanzen das CO2 aus der Atmosphäre entnommen und in Zucker und Sauerstoff umgewandelt, von Menschen direkt konsumiert oder über den Umweg der Nutztiere. So gesehen ist der Mensch immer Klimaneutral.
    Und nun nicht ganz ernst gemeint:
    Wenn da nicht die Zwiebeln und Balaststoffe wären die zur Produktion von Methan beitragen was 35 mal Klimaschädlicher ist als CO2. Also so gesehen müsste es eine Zwiebelsteuer geben.
    Also wie eins es dreht oder wendet, es findet sich immer ein Haar in der Suppe wenn Du danach suchst.

  16. 81.

    Einfach die Parkraumbewirtschaftung wieder abschaffen, dann brauch man auch nicht draufzahlen.
    Ging ja im letzten Jahrtausend auch.
    "Wenn die Kosten fürs parken höher werden gibt’s auch wieder mehr Parkraum." wieso, werden mit den Einnahmen dann etwa neue geschaffen?