Themenbild: Coronavirus Pandemie / Folgen fuer die Gastronomie. (Quelle: dpa/Sven Simon)
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Gasbetriebene Geräte bleiben verboten - Berlin-Mitte erlaubt Heizstrahler für Außengastronomie

Der Bezirk Mitte erlaubt für den kommenden Winter den Einsatz von möglichst umweltverträglichen Wärmequellen wie Heizflächenstrahlern. Das geht aus einer Pressemitteilung [berlin.de] des Bezirksamts Mitte von Dienstag hervor.

Der Bezirk will damit nach eigenen Angaben die Außengastronomie in der Corona-Krise unterstützen. "Wir möchten mit dieser Regelung einen Beitrag leisten, den bisherigen Umfang und Gästeanzahl durch die Nutzung der Außenbereiche auch im Winter aufrecht erhalten zu können", sagte Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne).

Gesonderte Anträge beim Straßen- und Grünflächenamt seien nicht erforderlich.

Heizpilze würden Senatsbeschluss zuwiderlaufen

Heizflächenstrahler und so genannte Einhausungen dürfen demnach innerhalb der genehmigten Flächen im Außenbereich aufgestellt werden. Die Betreiber müssten jedoch eine "störungsfreie, sichere Begehbarkeit gewährleisten" und die Gehwege so freihalten, dass Menschen mit Einschränkungen und Kinderwagen diese gefahrlos benutzten können, heißt es.

Gasbetriebene Heizpilze jedoch bleiben verboten. Denn erlaube man diese, heißt es in der Pressemitteilung, würde das dem Beschluss des Senats zur Feststellung des Klimanotstands in Berlin zuwiderlaufen. Außerdem gilt die Neuregelung nur bis 31. März 2021, wie die Stadtverwaltung am Montag bekannt gab.

Jeder Bezirk entscheidet für sich

Vor rund zwei Wochen hatte das Bezirksamt Neukölln hat Gastronomiebetrieben erlaubt, bis zum nächsten Frühjahr Pavillons und Heizstrahler aufzustellen. Auch eine Vergrößerung der bestehenden Außenbereiche werde ermöglicht, hieß es aus dem Bezirk.

Ein "Gastro-Gipfel" bei der Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) konnte sich Ende September nicht auf eine einheitliche Linie im Umgang mit Heizpilzen in der Berliner Außengastronomie einigen. Ob diese umstrittenen Geräte zum Einsatz kommen, bleibt damit jedem Bezirk selbst überlassen.

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13 Kommentare

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  1. 13.

    Das kostet Strom - aber die Kneipiers habens ja. Wenn ihr noch was übrig habt, könnt ihr es ja in ein Belüftungssystem der Berliner Schulen investieren, oder muss man da erst einen Eilantrag stellen.

  2. 12.

    Heizstrahler sind was für Weicheier und Geldgeile

  3. 11.

    Also wenn jeder seinen persönlichen Heizstrahler bei sich spart das ungemein. Privat: keine warmen Sachen mehr, Wohnung kann kalt bleiben. Allgemein: S-Bahn braucht nicht heizen (okay Irrtum, ist sonst such häufig nicht der Fall), öffentliche Gebäude können kalt bleiben (arbeitet sich vielleicht schneller) und die Gastronomie braucht nichts beantragen.
    Was ist eigentlich mit Fuß- und Radwegen? In manchen Straßen muss man im "Entenmarsch" an den Außenanlagen vorbei. Die wurden immer größer, dieses Jahr wegen Abstand.

  4. 10.

    Weiter so. Gastronomen müssen ihren Porsche finanzieren. Warum muss man in diesen Breiten im Januar im Freien Bier saufen? Es geht wieder nur um Kohle der Gastronom-Lobby.

  5. 9.

    Lieber eisiger kalle, schließen sie sich doch bitte für immer und ewig in ihre Wohnung ein und lassen sie uns normalen Menschen mit ihren einsperr Gedanken in Ruhe.

  6. 8.

    Viel Spaß mit der Maske unterm Strahler. Ich finde diese Diskussion sooowas von unwichtig. Wenn einer es warm draussen soll er nach Mallorca jetten. In Skandinavien trinkt man auch im Winter Bier draußen und bekommt eine Decke über die Beine.

  7. 7.

    Bis März 202! lieber rbb|24? Das ist ja vor fast 1998 Jahren gewesen. Olle Kamelle und darüber berichtet man heute noch. Spaß beiseite. Finde diese Genehmigung nicht gut, da ich mich frage wer die Stromkosten übernimmt. Ich werde als Gast bestimmt nicht dazu beitragen wollen das doppelte bezahlen zu wollen. Also Wärme für die Umweltm

  8. 6.

    Hurra damit das Partyvolk weiter feiern kann. Ein Bezirk mit den höchsten Corona Zahlen für mich unverständlich.

  9. 5.

    Dann stellt bitte auch Heizstrahler für Obdachlose auf,damit von denen keiner frieren muss.
    Damit kann man auch einen Beitrag leisten,oder sind hier die Menschen die nur Umsatz in der Gastronomie bringen wichtiger?

  10. 4.

    Tja, man kann eben nicht zwei Notstände gleichzeitig abfeiern.

    "würde das dem Beschluss des Senats zur Feststellung des Klimanotstands in Berlin zuwiderlaufen"

  11. 3.

    Weltweit werden auch jetzt noch Kohlekraftwerke gebaut. Und wir diskutieren über eine temporäre Nutzung von Heizpilzen? Berlin - Mitte rettet bestimmt Klima und Umwelt wenn sich der Rest der Welt ein Kehricht darum schert.

  12. 2.

    Der Angst um das Geld macht’s möglich. So ist die Mehrzahl sozialisiert: Geld kommt vor Umweltschutz - so kurz wird die Denke immer bleiben

  13. 1.

    Ein sehr gute Nachricht für die Notleidende Gastronomie!
    Aber wahrscheinlich kommen jetzt wieder Links-Ideologische Vorhaltungen von grünen Bezirksbürgermeister*innen.

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