Bis 22:59 Uhr muss das Bier in Berliner Kneipen ausgetrunken sein (Quelle: dpa/Annette Riedl).
Video: Abendschau | 11.10.2020 | Max Kell | Bild: dpa/Annette Riedl

Einbußen durch Sperrstunde - Pop stellt Berliner Kneipen Finanzhilfen in Aussicht

Durch die neue Sperrstunde in Berlin erleiden viele Kneipen und Bars finanzielle Einbußen. Wirtschaftssenatorin Pop will Betroffene nun unterstützen. Einen Beschluss im Senat gibt es aber noch nicht.

Wirte mit Umsatzeinbußen durch die neue Sperrstunde sollen laut Berlins Wirtschaftssenatorin schnell Unterstützung bekommen. "Bereits Anfang nächster Woche soll das konkrete Programm im Senat beschlossen werden", erklärte die Grünen-Politikerin Ramona Pop auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Der Senat habe verabredet, "für die Betriebe der Schankwirtschaft, die nachweislich finanzielle Umsatzeinbußen durch die neuen Schließungszeiten erleiden, Unterstützung zu leisten".

Eckpunkte seien bereits erarbeitet. "Aktuell, auch jetzt am Wochenende, laufen die Abstimmungen mit den beteiligten Verwaltungen auf Hochtouren", teilte Pop mit. Das Programm soll an bereits bestehende anknüpfen und es soll vermutlich einen Mietzuschuss geben. Details zu den Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Hilfen wurden zunächst nicht bekannt.

Gastwirte wollen Sperrstunde schnell kippen lassen

Die Sperrstunde in Berlin soll zur Eindämmung des Coronavirus beitragen. Von Samstagabend gilt sie zwischen 23 und 6 Uhr - zum Beispiel für Bars, Restaurants, Imbisse, aber auch Geschäfte wie Spätis.

Mehrere Gastronomen haben einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht eingereicht, um gegen die aus ihrer Sicht unverhältnismäßige Maßnahme vorzugehen. Eine Entscheidung sollte laut Gericht wohl kommende Woche fallen.

Sendung: Radioeins, 11.10.2020, 8:30 Uhr

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49 Kommentare

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  1. 49.

    Somit hat "Herr, schmeiß Hirn vom Himmel" doch irgendwo seine Berechtigung ;-).

    Aber zu Thema:
    Könnte die "Kneipenspritze" nicht durch eine deutliche Erhöhung der Alkoholsteuer querfinanziert werden? Man könnte auch "Suffsoli" zu sagen.
    Öffentliche Gelder für noch mehr Mist rausschmeißen. Da poppt einem doch der Wahlzettel in der Tasche auf.

  2. 48.

    na super und an einigen schulen wird schon wieder die seife eingespart, scheinbar doch alles nicht so gefährlich

  3. 47.

    Ich habe es immer gewusst !! RRG hat Berlin MEGAREICH gemacht."
    Vergleicht man die Bilanz der Berliner SPD mit der der Landowski-cdu haben Sie durchaus recht.

  4. 46.

    Meinem Kommentar lag ebenso eine sarkastisch gemeinte Aussage von mir zugrunde. Hier ist sie:

    "Man, man, man, irgendwann werden Smartphones auch noch das eigenständige Denken übernehmen - dafür kommt dann bestimmt eine revolutionäre Hirn-App raus."

    Das ist ein Szenario, was ich mir natürlich nicht wünsche. Der moderne Mensch ist bereits jetzt viel zu technologiehörig. Wenn man kein Smartphone, Whatsapp, Facebook und Instagram hat, existiert man quasi nicht. Man ist unsichtbar für die Menschen, auch wenn Sie direkt vor einem stehen. Descartes sagte einst: "Ich denke, also bin ich." Doch wenn ich mir die Menschen heutzutage, darunter insbesondere die jüngeren, ansehe, hat dieser Satz an Bedeutung verloren. "Der Verstand ist nichts, Technologie ist alles." - Das ist der Leitsatz unserer "Neuen Gesellschaft".

  5. 45.

    Da will sich wohl jemand plötzlich einschleimen und hofft auf Wählerstimmen !

  6. 44.

    Egal, ob bei Verliebten oder in der Politik: Lippenbekenntnisse werden kritisch gesehen. Ist der Plan ernst gemeint oder nur Lippenbekenntnis. Was hilft als Beweis? Zeigen, dass man etwas wirklich ernst meint und Dinge in die Tat umsetzt!

  7. 43.

    Lippenbekenntnisse, um Zeit zu gewinnen.

  8. 42.

    Ich habe es immer gewusst !! RRG hat Berlin MEGAREICH gemacht. Geld ohne Grenzen. Schulräume mit echtem Mamorfußboden. Hättet ihr mal besser hinschauen sollen, ihr blinden Schlechtreder. Eine S-Bahn die immer fährt, auf neuesten Schienen und in High-Tech Triebwagen. Eine Verwaltung die Anträge auf Super-Computern binnen Sekunden erledigt. Wir haben alle linken Geldverbrenner einfach unterschätzt ......

  9. 41.

    Jetzt hat Frau Pop entgültig den Versand ver....en.

  10. 40.

    Das ist nicht zu fassen!
    Kneipen retten? Hat Berlin sonst keine Probleme oder womöglich zu viel Geld?
    Es gibt Einrichtungen, die allen Menschen zugute kommen und nicht nur den Saufkumpanen.

  11. 39.

    Vor einem Zustand, in dem es eine solche App gibt, die dem Menschen alle Entscheidungen und damit auch alle Verantwortung abnimmt, möge uns jede menschliche oder höhere Macht bewahren. Es besteht nämlich die große Gefahr, daß diese App zu der Erkenntnis kommt, daß die Existenz des Menschens nicht wünschenswert oder überflüssig sei. Dass Menschen sterben, "weil es die App so gesagt hat". Nein danke!
    Man schlage mal in der Wikipedia den Begirff der "Technologischen Singularität" nach.

  12. 37.

    Ich meine ein voll funktionsfähiges digitales Gehirn als App, die uns sämtliche und somit auch kritische Entscheidungen abnimmt. Man legt sozusagen sein Leben in die Hände dieser App. Das kann die Corona-App nicht bieten.

  13. 36.

    "Und wo kann ich dies heute noch kaufen? Kaufland hat ja nicht offen."

    Tja, selbst schuld! Dass es zu Sperrstunden kommen könnte, wusste man durch die Medien bereits lange vorher. Eventuell hätten Sie daraufhin einkaufen gehen bzw. Vorkehrungen treffen sollen. Nicht zu fassen! Denken, planen, überlegen, vorausschauend handeln - das scheint alles im Smartphone-Zeitalter ausgestorben zu sein. Da lobe ich mir meine Intelligenz und Bildung.

  14. 35.

    Richtig erkannt.
    Wenn z. B. Pflegerinnen, Reinigungskräfte usw. besser bezahlt würden aber dafür Hartz4 gekürzt bzw. nicht unbegrenzt bezahlt würde, hätten wir viele Probleme nicht.
    Wie kann es sein, dass Leute im Alter von 18-30 unbegrenzt Hartz4 erhalten, ohne je was geleistet zu haben?
    Die Leute würden doch nicht jeden Tag Alkohol trinken und draußen lungern, wenn sie selbst für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssten.

  15. 34.

    Ich liefere Ihnen nun aktuelle Zahlen:
    Arbeitslosigkeit September 2020:
    Neukölln 16,1%
    Mitte 14,6
    Friedrichshain-Kreuzberg 11,4%
    Spandau 11,2%
    Reinickendorf 11,0%
    Tempelhof 9,7%
    Charlottenburg-Wilmersdorf 9,7%
    Lichtenberg 9,1%
    Pankow 8,6%
    Köpenick 8,6%
    Marzahn-Hellersdorf 8,2%
    Steglitz-Zehlendorf 7,5%
    Selbst wenn es im Osten noch einige Aufstocker geben sollte, das Problem, nicht zu arbeiten liegt wohl eher im Westen bzw. bestimmten Innenstadtteilen.
    Westberlin kann von Glück reden statistisch von Steglitz-Zehlendorf noch aus dem Sumpf gezogen zu werden.

  16. 32.

    Und wo kann ich dies heute noch kaufen? Kaufland hat ja nicht offen.

    Die App sollten dann der Senat nutzen. Hoffentlich ist dort dann eine Kosten-Nutzen-Verhältnisanzeige mit eingebaut.

  17. 31.

    Aber selbstständig denken und planen, ist deshalb unmöglich, oder wie? Meine Güte, diese Wohlstandsverwahrlosung treibt die sonderbarsten Blüten. Dann müssen Sie eben Stullen schmieren, so einfach ist das. Man, man, man, irgendwann werden Smartphones auch noch das eigenständige Denken übernehmen - dafür kommt dann bestimmt eine revolutionäre Hirn-App raus.

  18. 30.

    Da gebe ich Ihnen Recht, daß Deutschland ein Problem mit der Berufsstruktur hat. Aber solange durch die Medien der Eindrucke vermittelt wird, es sei attraktiver, D-Promi oder Youtube-Influencer zu sein als einen Handwerksberuf zu ergreifen oder zu studieren, solange wird sich daran nicht ändern. Von einer Show "Deutschland sucht den Super-Maschinenbau-Ingenieur" habe ich noch nie gehört, die würde wahrscheinlich auch nach einer Folge mangels Quote abgesetzt - DSDS läuft bis heute. Elektrotechnik oder Maschinenbau sind nun mal nicht publicity-wirksam. Und ein Umsteuern ist nur langfrisitg erreichbar und löst nicht die akuten Probleme der Berliner oder deutschen Wirtschaft, die zwar schon vorher da waren, aber nun mit Corona mit voller Wucht zu Tage treten. Deshalb sollte man Hilfen nicht rundweg ablehnen auch für Branchen, die viele nicht als "systemrelevant" betrachten.

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