Eingang Oberstufenzentrum Kommunikations-, Informations- und Medientechnik, Osloer Straße Berlin-Wedding. (Quelle: rbb/Abendschau)
Video: Abendschau | 12.11.2020 | Olaf Sundermeyer | Bild: rbb

Berufsschullehrer an Berliner OSZ - Ein Corona-Leugner macht Schule

Die Berliner Schulaufsicht prüft nach Informationen von rbb24 Recherche den ersten Fall eines Lehrers, der öffentlich Corona leugnet. Er bezeichnet Masken als "moderne Hakenkreuze". Schüler wollen seinen Unterricht boykottieren. Von Olaf Sundermeyer

Rüdiger Borrmann stellt sich am besten selbst vor. "Mein Name ist Borrmann. Ich bin Lehrer. Ich habe eine besondere Verantwortung für das, was gerade passiert. Und ich glaube, wir sehen gerade einen Demokratie-Notstand", sagt der Berufsschullehrer mit sonorer Stimme in einem seiner zahlreichen Youtube-Videos, die er seit dem Lockdown im Frühjahr in hoher Frequenz für einen eigenen Kanal produziert. In dem Video spricht er von "Medial geschürter Massenhysterie, Willkür der politischen Entscheidungen, massiver Einschränkung der Grundrechte" und von "Zensur der Meinungsfreiheit".

"Es gibt hier weit und breit keinen Virus"

An einem Oberstufenzentrum (OSZ KIM) im Berliner Ortsteil Wedding unterrichtet der gelernte Elektroingenieur Auszubildende in technischen Medienberufen im Umgang mit dem Internet. Die Schule hat ein strenges Hygienekonzept, um nach dem Lockdown im vergangenen Schuljahr wieder Schüler in ihren Räumen in der Osloer Straße unterrichten zu können. Maskenpflicht inklusive.

Aber Borrmann hält nichts davon. "Maske tragen ist dumm! Maske tragen ist ein absolutes No-Go! Und in einer Situation, in der wir uns gerade befinden, ist es noch dümmer", sagt er in einem seiner Videos, in dem er Corona gänzlich leugnet. "Es gibt hier weit und breit keinen Virus. Vor was wollen Sie sich schützen", sagt er, und erklärt die Maske zum "modernen Hakenkreuz". In Argumentation und Wortwahl folgt er damit der Bewegung der "Querdenker", die Deutschland seit einigen Monaten mit ihren Anti-Corona-Protesten überzieht.

R. Borrmann, Lehrer am OSZ KIM, Osloer Straße Berlin-Wedding. (Quelle: rbb/Abendschau)R. Borrmann ist Lehrer am Oberstufenzentrum in Berlin Wedding.

Beschwerden an die Schulaufsicht

Aus Sorge um ihre Gesundheit, und weil sie sich von ihm unzulässig politisch beeinflusst sehen, haben sich gleich mehrere Schüler schriftlich an die Schulleitung gewandt, in Briefen und verschiedenen E-Mails, die rbb24 Recherche vorliegen. Ebenso gibt es Beschwerden an die "Schulaufsicht berufliche Schulen" bei der Berliner Senatsverwaltung.

Bislang blieb der Schülerprotest aus ihrer Sicht folgenlos, berichten sieben Schüler aus drei unterschiedlichen Klassen im Interview. Die Schüler möchten aus Angst vor schulischen Konsequenzen anonym bleiben. Der Redaktion sind ihre Namen bekannt. Ihr wesentliches Anliegen ist, dass ihr Lehrer sein Verhalten ändert.

Einzelne Schüler sind der Meinung, dass er gar nicht mehr unterrichten dürfe. "Bei uns gab's den Kommentar: 'Ihre Masken müssen Sie nicht tragen, denn Corona gibt's im Sommer ja gar nicht'", berichtet ein Schüler über Rüdiger Borrmann. "Das sind Kommentare, die ich auch in großem Maße gefährlich finde." Eine Schülerin berichtet, dass Rüdiger Borrmann von seinem Sohn erzählt habe, mit dem er zusammen lebe, und der positiv getestet worden sei. "Dabei hat er sich darüber lustig gemacht, dass man ja nicht so laut reden sollte, weil er dann zu viele Aerosole im Raum verteilt. Und falls wir zufälligerweise schwerkranke Eltern haben, dann ist es nicht zu schlimm. Das ist ja nur eine Grippe."

Oberstufenzentrum auf der Osloer Straße in Berlin Wedding. (Quelle: rbb/Abendschau)

Politische Links in Telegram-Channel

Seit dem Lockdown im Frühjahr sei Corona Dauerthema im Unterricht von Lehrer Borrmann, sagen seine Schüler. Für das Home-Schooling hatte er eine Chat-Gruppe einrichten lassen, über die er seine Schüler laufend mit seinen Corona-Wahrheiten konfrontierte.

Einer der Schüler erinnert sich daran, dass er immer mehr "politische Links" in den Chat "gepackt" habe, darunter auch Videos des staatlichen russischen Propagandasenders "Russia Today" und von Ken Jebsen alias Ken FM, der auf Youtube Halbwahrheiten und Verschwörungsmythen verbreitet.

Als sich die Schüler gegen solche Inhalte in dem Klassen-Chat wehrten, lud Borrmann sie schließlich dazu ein, seinen "Telegram-Kanal abonnieren zu können", wie es in einem Schreiben an seine Schüler vor Beginn der Sommerferien heißt. Dort teilt Borrmann neben den Demonstrationsankündigungen der Querdenker auch die Nachrichten des rechtsextremen Corona-Leugners Attila Hildmann, der unverhohlen zu Gewalt und Umsturz aufruft.

Borrmann beruft sich auf Meinungsfreiheit

Die Schüler von Klassenlehrer Rüdiger Borrmann wollen nun seinen Unterricht boykottieren. Einige werden darin von den Betrieben unterstützt, in denen sie ihre praktische Ausbildung machen. Auch sie sehen ein Gesundheitsrisiko in dem Lehrer, der Corona leugnet, für ihre Auszubildenden und ihre übrige Belegschaft.

Rüdiger Borrmann möchte sich zu den Vorwürfen seiner Schüler nicht öffentlich äußern und beruft sich auf seine Meinungsfreiheit. Die Gelegenheit zu einer Stellungnahme lehnt er in einem freundlichen Telefonat ab. In einem langen Monolog weist er noch auf die angebliche Manipulation durch die öffentlich-rechtlichen Medien hin und bekennt sich zu den Zielen und Inhalten der "Querdenker"-Bewegung. Sich selbst nennt er allerdings einen "Einzelkämpfer".

Berliner Schulaufsicht hat "dienstrechtliche Prüfung" eingeleitet

Auch die Schulaufsicht und die Schulleitung des Oberstufenzentrums "OSZ KIM" möchten sich zu den Vorwürfen gegen Borrmann nicht äußern. Schulleiter Helmut Jäger antwortet schriftlich, dass ihm "Äußerungen zu Personalangelegenheiten nicht möglich sind". Es sei aber "zu klären, inwiefern Äußerungen einer Lehrkraft außerhalb des Schulbetriebs vom Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sind, oder ob hier schon die Grenze des Hinnehmbaren überschritten ist".

Ähnlich äußerte sich der Berliner Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf Nachfrage. GEW-Geschäftsführer Markus Hanisch sagte, dass "sich Lehrkräfte durch ihr gesamtes Verhalten zu den Grundlagen unseres demokratischen Rechtstaats bekennen" müssten. Dies gelte auch außerhalb des Dienstes. "Das Betreiben und Bewerben eines Youtube-Kanals mit Verwendung des eigenen Namens lässt sich nur schwer als private Meinungsäußerung erklären", so Hanisch weiter.

Die Senatsbildungsverwaltung teilte dem rbb am Donnerstag mit, sie könne sich zwar zu einzelnen Personalangelegenheiten nicht äußern, dulde jedoch nicht, "dass Hygienemaßnahmen an Schulen unterlaufen werden." Es gäbe zudem klare und verbindliche Regelungen, die alle einzuhalten haben. Man werde es auch nicht hinnehmen, "wenn Lehrkräfte sich über diese Regelungen hinwegsetzen". Allgemein gelte: "Wenn die Senatsbildungsverwaltung von problematischen Fällen Kenntnis erlangt, lässt sie das dienstrechtlich prüfen. So haben wir das auch in der Vergangenheit gehandhabt." Nach rbb-Informationen wurde eine "dienstrechtliche Prüfung" gegen den Berufsschullehrer eingeleitet.

Sendung: Abendschau, 12.11.2020, 19:30 Uhr

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Beitrag von Olaf Sundermeyer

83 Kommentare

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  1. 83.

    Liebe Heike,
    ich hoffe du meinst das nicht ernst.
    Du wirfst also den Schülern vor den Lehrer zu verurteilen und verurteilst selbst die Schüler in völliger Ignoranz der Situation?
    Die Schüler haben seit Monaten versucht den Treiben ein Ende zu setzen nur fühlten sich weder Senatsverwaltung noch Schulleitung dazu in der Lage etwas zu unternehmen. Es wäre deren verdammte Pflicht solche Vorfälle zu verhindern. Dass sich die Schüler dann irgendwann an die Medien wenden ist ja wohl mehr als verständlich.

  2. 82.

    "...Da er mit seinem infizierten Sohn im selben Haushalt lebt, hätte er selbstverständlich in Quarantäne gehen müssen...."

    Scheinbar hat diesbezüglich niemand eine Quarantäne verhängt. Genau das ist das eigentliche Problem. Das System in ganz Deutschland funktioniert einfach nicht, und niemand versucht, diesen Fehler zu beheben. Aber auf Leute, die sich kritisch äußern, wird mit dem Finger gezeigt.

  3. 81.

    Als Lehrkraft trägt er privat auch Verantwortung, und wenn er gegen die Grundlagen des demokratischen Rechtsstaates bewusst verstößt, muss er seiner beruflichen Existenz "beraubt" werden.

  4. 80.

    Sollte dies stimmen, dass die Schulleitung bisher nichts unternommen hat, lässt dies evtle Rückschlüsse zu, dass sie der selben Meinung ist wie Herr Borrmann und müsste weitere Konsequenzen nach sich ziehen. Großes Fragezeichen .

  5. 79.

    Lieber Moritz,
    möglicherweise haben Sie hier einen entscheidenden Satz geschrieben : "... aus der Bahn geworfen ...". Leider kommt niemand der Corona-Hardliner auf den Gedanken, dass der Lehrer psychisch erkrankt sein könnte und sich die Depression auf diese Weise ihren Weg gebahnt hat. Dass der Lockdown psychische Folgen hat, wird wohl keiner bezweifeln und ich denke, dass viele Leute schon mit kleineren Problemen beim Therapeuten sind.

  6. 78.

    Ganz sicher ist es nicht die Aufgabe eines Lehrers seine persönliche Meinung als Lehrmeinung zu sehen. Nein er sollte seinem Lehrauftrag nachkommen.Dafür bekommt er seine Entlohnung.
    Gleiches gilt aber für Verfechter von rot - grünen ,kommunistischen oder religiösen Ideologien.
    In jedem Fall sollten Berufsschüler bereits in der Lage sein sich ein eigenes Meinungsbild zu erarbeiten.
    Das ist jedoch eher gehemmt weil bereits in der bisherigen Bildungskarriere so furchtbar viel schief lief. Diese Gesellschaft braucht aber willige Mitläufer die dann zu geistigen Brandstiftern mutieren. Unter dem Motto zu Allem bereit aber zu nix fähig,

  7. 77.

    Aber der Mann verletzt doch in beeindruckender Weise den Beutelsbacher Konsens!
    Entsprechend dem 'Beutelsbacher Konsens' ist es begrüßenswert, wenn Leher*innen im Unterricht politische und gesellschaftl. Ereignisse kontrovers diskutieren (lassen). Und selbstverständlich kann die Lehrkraft auch Positionen in die Diskussion der Schüler*innen einbringen, die dort vielleicht unberücksichtigt geblieben sind.
    Der im rbb-Beitrag kritisierte Lehrer hat jedoch nicht ausgewogen unterschiedliche Meinungen zu Pandemieschutz-Konzepten diskutiert, sondern eine einseitige Position bezogen und die Gegenposition (Maske tragen) explizit als "dumm" diffamiert. Das ist pure Propaganda und eben nicht Beutelsbacher Ausgewogenheit der Argumente!
    Und der 'Hakenkreuz-Vergleich' verbietet sich ja wohl von selbst.
    Zugute halten kann man ihm allenfalls, dass er seinen Schüler*innen - vermutlich unbeabsichtigt - eine Lehreinheit in Medienkritik gegeben hat: Glaube nicht jeden Unsinn, der durchs Internet spukt.

  8. 76.

    Nachdem ich mir 128 relevante Videos bei YouTube, einige bei Bitchute und auch den höchst irritierende Telegram-Kanal dieses Herrn angeschaut habe, habe ich Anzeige bei der Polizei erstattet.

    Es wäre schön, wenn es mir andere gleich tun würden.

    Als Privatmensch kann er seine eigene, freie Meinung haben. Auch wenn sie noch so falsch und lebensgefährlich ist.

    Aber als Lehrer des Landes Berlin ist er an das Schulgesetz gebunden, dort insbesondere an § 67. Das in Verbindung mit den Grundrechten der Schüler - das hier so oft erwähnte GG gilt nämlich auch für die - rechtfertigt diesen Schritt aus meiner Sicht mehr als ausreichend.

    Eine Lehrkraft, die sich derart radikalisiert und den Boden des Grundgesetzes eindeutig verlassen hat, darf nicht weiter im Dienst des Landes Berlin stehen, schon gar nicht als Autoritätsperson vor Schülern. Punkt.

  9. 75.

    Das Verbreiten von Lügen und extremistischen Positionen hat nicht das Geringste mit "Meinung" zu tun. Und Verschwörungstheorien sind auch keine "Kritik".

  10. 74.

    Allein das Auffordern, sich gegenseitig zu infizieren und den Unterricht dazu zu missbrauchen, extremistische Parolen zu verbreiten, macht ihn nicht nur ungeeignet für den Beruf, sondern auch zum Straftäter.

  11. 73.

    Erschreckend, wie viele Kommentatoren hier kein Problem damit haben, dass dieser Lehrer die jungen Menschen einer erheblichen Gesundheitsgefahr aussetzt! Da er mit seinem infizierten Sohn im selben Haushalt lebt, hätte er selbstverständlich in Quarantäne gehen müssen.

    Ich habe selber in der Schulleitung eines OSZ gearbeitet - es wäre für mich unvorstellbar gewesen, meine Schüler*innen in Gefahr zu bringen. Wenn die Senatsschulverwaltung nicht reagiert, hätte ich halt die Polizei gerufen, um die jungen Menschen in meiner Obhut zu schützen.

  12. 71.

    Wie die Schüler sich verhalten ist völlig daneben...da gibt es wohl andere Wege
    Da bekomme ich Angst vor der Zukunft

  13. 70.

    Die Schüler eines OSZ sind in aller Regel volljährig; die Eltern sind dann nicht mehr am Schulleben beteiligt.

    Die erwachsenen Schüler haben jedoch selber seit Monaten auf die Missstände hingewiesen - ein Skandal, dass der Lehrer nicht sofort zur Ordnung gerufen wurde und weiter unterrichten durfte, obwohl er mit seinem Covid-19-positiven Sohn im selben Haushalt lebt.

    Offenbar spricht er im Unterricht auch noch bewusst laut und ohne seine Schüler*innen durch eine Maske vor seinen Aerosolen zu schützen. Das ist glasklar eine Körperverletzung, die schon vor Monaten nicht nur dienstrechtlich, sondern auch strafrechtlich hätte verfolgt werden müssen.

  14. 68.

    Der Beutelsbacher Konsens wird doch nur dann erfüllt, wenn auch kritische Ansichten berücksichtigt werden.
    Gerade dann, wenn sie wie bezüglich der Corona-Massnahmen nicht nur von Randgruppen, sondern aus der Mitte der Gesellschaft kommen.
    Wenn Wirtschaftsverbände und Wissenschaftler Kritik üben, welche von einem mittleren zweistelligen Prozentanteil der Bevölkerung geteilt wird, dann ist solche Kritik im Rahmen eines ausgewogenen, sachlichen, zum mündigen Bürger erziehenden Unterrichts auch zu behandeln.

    Ganz offen ist noch, ob die dienstrechtlichen Untersuchungen nicht vielleicht ergeben werden, dass der Lehrer durch die Einhaltung der Pflicht, die Kritik an den "Corona-Massnahmen" den Schülern gegen in nicht-diffamierender Weise zu vermitteln, den Beutelsbacher Konsens vorbildlich eingehalten hat.

    Dass Kritik an den "Corona-Massnahmen" dazu führt, dass hier nach der Vernichtung der beruflichen Existenz des "Corona-Leugners" gerufen wird, finde ich jedenfalls beklemmend.

  15. 67.

    Ich stelle mir gerade vor, ein Lehrer oder eine Lehrerin würde öffentlich per Internetforum dazu aufrufen, Verkehrsregeln dergestalt zu missachten, dass auf das Vorfahrt-Achten-Schild zu pfeifen sei, ebenso wie in anderen Fällen auf die Regel Rechts vor Links. Damit sollten Menschen "konditioniert" werden, was ja sogar nicht einmal grundsätzlich falsch ist, denken wir an die nahezu Vollbeampelung von Städten.

    Es ist einen Unterschied zwischen Äußerung und Beförderung von Kritik und gemeingefährlichem Verhalten.

  16. 66.

    Es tut mir leid, aber sehr viele Lehrer beeinflussen die Kinder zur Energiewende positiv, obwohl der ueberstuerzte Atomausstieg auch umstrittenen ist. Gegen diese eindeutige politische einseitige Beeinflussung der Schüler regen sie sich nicht auf. Wenn ein Lehrer aber kritisch zur Coronapandemie ist und dies seinen Schülern vermitteln will, fordern sie maximale Konsequenzen. Für mich messen sie mit zweterlei Masse.

  17. 65.

    Keiner darf wegen seines Geschlechts, seiner politischen Auffassung.... diskriminiert und benachteiligt werden. So sinngemäß steht es im Grundgesetz.
    Man möge persönlich zu der Auffassung des Lehrers ja unterschiedlicher Meinung sein. Aber ein Berufsverbot zu fordern und ein Entfernen von der Schule geht zu weit. Leider ist es in der Gegenwart nicht der erste Fall, wo dies passieren könnte. Erinnert sei an der Fall des Präsidenten des Theaterverbandes, der seinen Job verlor, weil er sich öffentlich mit einem Politiker der AfD getroffen hat. Auch an verschiedenen Universitäten und Hochschulen wurde gegen Angehörige des Lehrkoerpers vorgegangen weil sie mit der legalen und zugelassenen Partei AfD sympatisierten oder deren Mitglied sind oder waren. Man muss einem Teil der Bürger schon attestieren, dass sie aus der Geschichte nichts gelernt haben. Es ist leider Mode geworden, für jemandem deren Meinung nicht gesellschaftlich konform ist persönlich durch Berufsverbot maximal zu vernichten. Was kommt als Nächstes, Sippe haft?
    Damit keine Missverständnisse aufkommen, selbstverständlich muss man sich mit diesen Auffassungen auseinander setzen, aber nicht mit beruflicher Vernichtung. Soweit wie ich weiß, ist die Querdenkerbewegung zwar umstritten, aber nicht verboten. Der Lehrer tut also nichts illegales.

  18. 64.

    Schön, dass der RBB gegen anders denkende hetzt. Ja, das scheint tats. mal ein "Corona-Leugner" zu sein. Wenn er aber seinen Unterricht liefert, sollte ihm die Meinungsäußerung doch möglich bleiben, auch wenn sie nicht linientreu ist.
    Die Behauptung, der betr. Lehrer entspr. damit der Argumentation der Querdenker stimmt ja wohl nicht, weil diese nicht das Virus oder dessen Ausbreitung bezweifeln, sondern die Eindämmungsmaßnahmen für nicht verhältnismäßig halten.

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