Kostenlose Corona-Tests - Mehr als fünf Millionen Bürgertests in Berlin - fast alle in privaten Stationen

Mit dem 'Bürgertest' haben alle Einwohner Deutschlands die Möglichkeit, sich kostenlos auf eine Infektion mit dem Corona-Virus testen zu lassen. (Quelle: dpa/Christoph Hardt)
Bild: dpa/Christoph Hardt

Seit Anfang März sind in Berlin gut 5,2 Millionen Corona-Bürgertests gemeldet worden. Davon entfielen knapp 4,8 Millionen auf privat betriebene Teststationen, die übrigen auf senatseigene Testzentren, wie ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung am Montag mitteilte. "Der Tagesspiegel" (Montag) hatte zuvor über die Zahlen berichtet.

Die Tests sind für die Bürger kostenlos. Der Bund übernimmt die Kosten für mindestens einen Schnelltest pro Bürger und Woche. Die privaten Teststellen erhalten 18 Euro pro Test.

Taskforce wegen Betrugsfällen

In einigen Bundesländern gibt es erste Ermittlungen wegen Betrugsverdachts. Deswegen haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Länder am Montag im Kampf gegen Schnelltest-Betrüger auf eine neue Taskforce geeinigt. Das erfuhr "Business Insider" aus Kreisen der Gesundheitsministerkonferenz.

Demnach soll unter anderem eine neue Rechtsverordnung stärkere Kontrollen von Schnelltestbetreibern ermöglichen. Außerdem soll in der Verordnung die Höhe des Betrags angepasst werden, die Betreiber von Testzentren pro Schnelltest bekommen. Statt der bisherigen 18 Euro sollen nun zwölf Euro im Gespräch sein.

Sendung: Inforadio, 31.05.2021, 6 Uhr

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10 Kommentare

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  1. 10.

    Wie viel Einwohner hat Berlin? Wie viele sind doppelt getestet worden? Um wie viel Prozent müssen die Zahl nach unten korrigiert werden? Erkrankte/ geheilte. Sind jetzt alle Berliner getestet worden? ich habe noch ein Paar Fragen allerdings würden die vielleicht die Kategorie Verschwörung oder Querdenker befeuern?

  2. 9.

    Wie zu lesen ist, will man den Betrug durch den Vergleich von Testlauf und getesteten Personen, wobei die Möglichkeit zu prüfen, ob eine reale Person getestet wurde, nicht möglich ist, da der Test nicht personalisiert erfasst ist, stoppen. Ein Test kostet im Ek 1 Euro, gezahlt wird nur für die Anschaffung zurzeit 6 Euro, also vor Steuern 5 Euro Gewinn. Jetzt noch schnell die Anzahl der gekauften Tests mit angeblichen Personen auf Gleichstand bringen, und 23 Euro pro Test sind erwirtschaftet. Und das alles mit ein wenig Fleißarbeit. Soviel zum Thema "schlanker Staat, Abgabe hoheitlicher Aufgaben und Kosteneinsparung. Hier wird Steuergeld verbrannt. Und das einzige was den Verantwortlichen bis jetzt einfällt, ist, sich gegenseitig die Verantwortung zuzuschreiben.

  3. 7.

    Die Verfahrensweise bei den privaten Teststellen verführt ja geradezu, sich zu bereichern auf Kosten der Steuerzahler. Wenn gründliche Kontrolle fehlt, dann darf man sich nicht wundern, dass einige private Betreiber ihren "Goldesel" gefunden haben. Ich hoffe nur, dass die Sanktionen hart ausfallen, mit den Ängsten der Menschen Gewinn zu machen, ist das Allerletzte

  4. 6.

    Das entspricht 75 Millionen verbranntes Geld.

  5. 5.

    Letztes Jahr wurde ausschließlich in Arztpraxen und Krankenhäusern, bei Symptomen getestet. Teils wurden sogar Leute mit grippalen Symptomen gar nicht getestet.
    Jetzt wird an jeder Ecke getestet, fast alle Infizierten ohne Symptome werden aufgedeckt, die Anzahl der positiven Tests ist auch nicht höher.
    Das heißt doch, daß es jetzt viel weniger Infizierte gibt als letztes Jahr. Die Tests kosten Milliarden, sofort damit aufhören!

  6. 4.

    Warum man hier nicht von Anfang an auch an Betrugsprävention gedacht hat kann ich absolut nicht nachvollziehen. Wo es einfach Geld gibt, gibt es immer auch "Optimierer". Dabei hätte man doch einfach den Personalausweis oder die Krankenversichertenkarte abgleichen können. Dann könnte man hier auch jederzeit die Ergebnisse nun bei den Krankenkassen mal gegenchecken können. Eine Telematikeinheit wie beim Zahnarzt oder Arzt plus EDV und fertig.

  7. 3.

    Mir fehlt eine wichtige Info,wie viele waren positiv usw?
    Wenn man das auf Deutschland hochrechnet,sind das 100 Millionen,also knapp 2 Milliarden Euro Kosten.
    Ich erinnere da gerne nochmal an die Ausgaben für die Masken:

    https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/masken-aktion-gutscheine-101.html

    Da kann man ja froh sein,dass nicht jeder seinen Test in Anspruch nimmt..
    Nur wie lange soll das so weitergehen?

    Wenn man dann noch bedenkt,dass ein Hausarzt nur 20 Euro pro Impfung bekommt..

  8. 2.

    Das ist wie mit den Kliniken, wenn der Staat seine Aufgaben in private Hände überträgt, dann zählt der maximale Profit und nicht der Mensch. Dazu kommen dann noch die schwarzen Schafe, die ihren Gewinn durch Betrug aufbessern.
    Wann begreifen unsere Politiker das endlich?
    Daseinsfürsorge ist Aufgabe des Staates und gehört nicht in private Hände.

  9. 1.

    … also hält man weiterhin an der Maßnahme fest.... getreu dem Motto einmal eingeführt wird es schon irgendwie gegen irgendwas helfen :D

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