Stiko rät zu Impfung - Bundeselternrat befürchtet nach Impf-Empfehlung Mobbing in Schulen

Symbolbild: Schülerinnen und Schüler gehen vom Schulhof hintereinander ins Schulgebäude. (Quelle: dpa/A. Dedert)
Audio: Inforadio | 17.08.2021 | Interview mit Ines Weber | Bild: dpa/A. Dedert

Der Bundeselternrat hat zum Thema Kinderimpfung vor möglichen Folgen für die Atmosphäre in Schulklassen gewarnt. Zuvor hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) nach Auswertung neuer Daten empfohlen, auch Kinder ab zwölf Jahren gegen Corona impfen zu lassen. Im rbb sagte Vorstandsmitglied Ines Weber am Dienstag auf die Frage, ob sie eine Zweiklassengesellschaft befürchte: "Hoffen wir, dass das nicht passiert und dass die Kinder dann auch keinem Mobbing ausgesetzt sind."

Ein Zweiklassengesellschaft könne entstehen, wenn Geimpfte nach einem Coronafall in der Klasse nicht in Quarantäne müssten. Problematisch sei auch, dass die Schulen erst einmal erfahren müssten, wer geimpft ist und wer nicht. Weber regte darum an, weiter alle Kinder - geimpfte und ungeimpfte - zu testen.

Die Schulen seien nur teilweise auf das neue Schuljahr unter Pandemie-Bedingungen vorbereitet, kritisierte Weber. So gebe es vielerorts noch nicht genügend Luftfilter.

In einigen Bundesländern läuft das neue Schuljahr bereits, andere sind noch in den Sommerferien.

Sendung: Inforadio, 17.08.2021, 09:00 Uhr

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