33. Spieltag | Union reist nach Leverkusen - Die Möglichkeit, noch einmal "anzugreifen"

Sebastian Griesbeck, Trainer Urs Fischer und Sheraldo Becker auf dem Trainingsplatz / IMAGO / Contrast
Bild: IMAGO / Contrast

Nach der deftigen 0:3-Niederlage gegen Wolfsburg hat der 1. FC Union Berlin am Samstag (15:30 Uhr) gegen Leverkusen die nächste Chance, der Qualifikation für die Europa Conference League ein großes Stück näher zu kommen. Von Lukas Scheid

Das Personal

Pünktlich zum Saisonfinale lichtet sich das Lazarett beim Bundesligisten 1. FC Union wieder. Vor dem Spiel bei Bayer Leverkusen (Samstag, 15:30 Uhr) kehrte Sheraldo Becker nach dreimonatiger Verletzungspause in dieser Woche zurück ins Mannschaftstraining. Er könnte laut Trainer Urs Fischer "eine Option" sein, sagte er am Donnerstag. Auch Taiwo Awoniyi und Robert Andrich, der zuletzt wegen einer Verletzung am Zeh fehlte, haben ihre Schmerzen inzwischen "im Griff", berichtete Fischer und dürften in den Kader zurückkehren. Max Kruse könnte nach Oberschenkelproblemen sogar wieder ein Kandidat für die Startelf sein.

Für Grischa Prömel, Leon Dajaku und Anthony Ujah dürfte die Saison jedoch gelaufen sein. Sie seien aufgrund ihrer Verletzungen nicht eingeplant für das Quarantäne-Trainingslager, welches am Samstag nach der Partie gegen Leverkusen beginnt. Dementsprechend werden die drei Spieler auch im letzten Saisonspiel gegen Leipzig nicht zur Verfügung stehen.

Es fehlen: Jakob Busk, Grischa Prömel, Florian Hübner (alle musk. Probleme), Anthony Ujah (im Aufbautraining), Leon Dajaku (Fußverletzung) und Cedric Teuchert.

Die Form

Union hat alle seine Saisonziele erreicht und schnuppert dennoch am 7. Platz in der Bundesliga und der damit verbundenen Qualifikation für die neugeschaffene Europa Conference League. Die 0:3-Niederlage gegen Wolfsburg war ein Rückschlag – allerdings ein verkraftbarer, da auch Unions ärgster Konkurrent um Rang sieben, Borussia Mönchengladbach, sein Spiel verlor.

Die Art und Weise, wie Union in Wolfsburg verlor, sollte den Köpenickern jedoch zu bedenken geben. Der Auftritt war blutleer, ideenlos und unkonzentriert. "Die Basics musst du in jedem Spiel abrufen. Das haben wir nicht hinbekommen, darüber waren wir alle selbst erstaunt. Solche Spiele gibt’s, wir haben angesprochen und thematisiert", wies der Trainer jedoch den Weg für die kommende Herausforderung. Im Hinblick auf die Qualifikation für das europäische Geschäft sagte er: "Wir haben die Möglichkeit, noch einmal anzugreifen und freuen uns auf die Herausforderung."

Der Gegner

Leverkusen braucht noch Punkte, um sich sicher für die Europa League zu qualifizieren. Mit einem Sieg wären sie sicher dabei, daher werde Leverkusen "alles daran setzen, da oben zu bleiben und den Platz zu festigen", beschrieb Fischer die Motivation des Gegners. Dazu kommt eine bestechende Form der Rheinländer, trotz des schmeichelhaften 0:0 im letzten Spiel gegen Werder Bremen. Aus den letzten fünf Spielen ging nur eines verloren – und das war gegen Bayern.

Urs Fischer führt die Wiedererstarkung auf die Umstellungen des neuen Trainers der Leverkusener zurück. Das System habe sich durch Hannes Wolf verändert, erklärte er. "Sie spielen mit Viererkette gegen den Ball und Dreierkette mit dem Ball." Man sehe seine Handschrift, analysierte er. Um dieses System in den Griff zu bekommen, müsse seine Mannschaft es "besser machen, als im letzten Spiel."

Unioner im Fokus

Joel Pohjanpalo, der lange mit seinen Chancen im Sturm der Unioner haderte, hat sowas wie eine Wiedergeburt erlebt, als er mit seinen drei Treffern das gegen Bremen vor zwei Wochen im Alleingang entschied. Er wird an seine alte und womöglich neue Wirkungsstätte in Leverkusen zurückkehren. Der Finne ist nur bis Ende der Saison ausgeliehen. Über ein mögliches Kaufangebot von Seiten der Köpenicker ist noch nichts bekannt. Pohjanpalo könnte sich also vor den Augen seiner beiden potenziellen künftigen Arbeitgeber für eine Rückkehr nach Leverkusen oder einen Verbleib bei Union bewerben. Für diese Aufgabe sei er bereit, teilte Fischer diesbezüglich mit.

Sendung: rbb24, 13.05.2021, 21:45 Uhr

Beitrag von Lukas Scheid

1 Kommentar

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  1. 1.

    Pillendreher04 - 1.FC Union Berlin 0:3!
    Davon zwei Eigentore von Jonathan Tah, der sicher nach dem Spiel wieder ins bereitwillig hingehaltene Mikro erzählt, er hätte von jemandem irgendwas gehört...

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