Fußball-Regionalliga der Frauen - Union feiert zweistelligen Kantersieg gegen Türkiyemspor

So 12.11.23 | 15:51 Uhr
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Unions Spielerinnen jubeln über einen Treffer (Archiv). Quelle: imago images/Matthias Koch
Bild: imago images/Matthias Koch

Die Fußballerinnen des 1. FC Union Berlin haben in der Regionalliga Nordost einen klaren Sieg gefeiert. Die Tabellenführerinnen besiegten den drittplatzierten Türkiyemspor mit 11:2 (7:0).

Lisa Heiseler brachte die Köpenickerinnen bereits in der achten Minute in Führung. Wenig später sorgten Dina Orschmann (13.), Sophie Trojahn (27.) und Sarah Abu Sabbah (29., 33.) bereits früh für klare Verhältnisse. Athanasia Moraitou (35.) mit einem verwandelten Stafstoß und Anouk Blaschka (41.) erhöhten bis zur Halbzeit noch auf 7:0.

Union auch in Halbzeit zwei treffsicher

Nach der Halbzeit ging das Torfestival munter weiter. Abu Sabbah erzielte nur drei Minuten nach Wiederbeginn ihren dritten Treffer für die Köpenickerinnen. Nach einer guten Stunde machte dann auch Orschmann ihren zweiten Treffer (62.). Im Anschluss durften dann auch mal die Gäste: Lena Pflanz erzielte das 1:9 (65.). Danach ging es dann allerings wieder auf der anderen Seite für Union weiter. Pia Metzger sogte in der 71. Minute für das 10:1 und ein zweistelliges Ergebnis. Wenig später erhöhte Nour Youssef (81.). Sally Schwedler gelang kurz darauf noch der zweite Treffer für Türkiyemspor (82.), das 2:11 bedeutete zeitgleich den Endstand.

Hertha macht es schnell klar

Nach zuvor zwei Niederlagen in Folge waren auch die Frauen von Hertha BSC erfolgreich. Im Heimspiel gegen den Bischofswerdaer FV holte die Mannschaft von Trainer Manuel Meister einen 3:0-Erfolg. Die Treffer von Lilli Genthe (4.), Anouk Westphal (10.) und Elfie Wellhausen (33.) fielen dabei alle in der ersten Halbzeit. In den vorigen Spielen hatten die Berlinerinnen gegen eher defensiv eingestellte Gegner noch Probleme, Tore zu erzielen.

Dementsprechend zufrieden zeigte sich Hertha-Trainer Meister auch im Gespräch mit rbb|24: "Das war ein sehr, sehr souveräner Auftritt von uns. Ich glaube Bischofswerder hat nicht einmal aufs Tor geschossen im gesamten Spiel." Grund zur Kritik gab es da kaum, einzig das fehlende vierte Tor könne man bemängeln. Andererseits sei es wichtig gewesen, dass auch Spielerinnen, die ansonsten noch nicht so viel Einsatzzeiten bekommen hätten, in der zweiten Halbzeit auf ihre Spielminuten gekommen seien. "Ist doch völlig normal, dass die noch nicht so den Rhythmus haben", so Meister.

Turbine Potsdam gewinnt

Die zweite Mannschaft von Turbine Potsdam konnte sich ebenfalls über einen Sieg freuen. Die Brandenburgerinnen gewannen beim Tabellenletzten FFC Fortuna Dresden mit 5:1 (2:0). Emily Lemke (4.) und Nathalie Bretschneider (17.) brachten ihre Mannschaft schnell in Führung. Noch vor der Pause erzielte Bretschneider ihren zweiten Treffer und das 3:0 für Turbine - so ging es in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel sorgte Lemke früh für das 4:0 und die Vorentscheidung in einem einseitigen Spiel (48.). Marlene Hesse gelang zwar der Ehrentreffer für Fortuna (63.), doch gefährlich wurden die Gastgeberinnen Potsdam nicht mehr. Der dritte Treffer von Lemke (89.) bedeutete den 5:1-Endstand.

Berolina verliert, Viktoria-Spiel abgesagt

Die abstiegsbedrohten Fußballerinnen von Berolina Mitte mussten derweil eine weitere Niederlage hinnehmen. Bei Carl Zeiss Jena II verloren die Berlinerinnen mit 1:4 (1:1). Im ersten Durchgang brachte Emily Reske (8.) die Gastgeberinnen aus Thüringen früh in Führung. Zur Halbzeit stand es nach einem Treffer von Anna Jane Loftus (29.) allerdings noch unentschieden. Nach dem Seitenwechsel sorgten dann aber Anna-Sophie Berk (62.), Lauré Frießleben (63.) und Kerstin Breker (77.) für den deutlichen Sieg für Jena.

Die Partie von Viktoria Berlin gegen den 1. FFV Erfurt musste abgesagt werden. Zu viele Spielerinnen der Gäste fielen krankheits- oder verletzungsbedingt aus. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

7 Kommentare

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  1. 7.

    Danke bald sind es 64.000 wenn es in der Bundesliga besser läuft. "Sind die "Iron Ladies" ein 'Hipster'-Club? Ich weiß es nicht", erklärte die Union Verteidigerin Marie Becker, ehemalige deutsche Jugendnationalspielerin, die vor zwei Jahren zu Union Berlin wechselte, über den Aufstieg von Union im Männerfußball und den daraus resultierenden Kult, der den Verein mittlerweile auch außerhalb Deutschlands zu einem Publikumsliebling macht.

    "Das wird ihm wahrscheinlich nicht gerecht, denn es war mal ein richtiger Arbeiterverein. Er war sehr traditionell und das ist auch heute noch der Kern des Vereins. Die Fans kommen, egal was passiert, und wenn wir ein wichtiges Spiel haben, kommen sie genauso zu uns wie zu den Männern."

    "Alles wird geteilt. Jedes Mitglied hat ein Mitspracherecht, sie kommen zusammen und diskutieren über wichtige Themen. Jedes Jahr werden im Stadion Weihnachtslieder gesungen, um die Gemeinde zusammenzubringen, denn die Gemeinde ist wichtiger Teil des Vereins.

  2. 6.

    Das digitale Club-Modell der FC Viktoria 1889 Frauen steht auf völlig anderen Füßen. Um weiter mehr Mitglieder zu erreichen, wurde nach dem Narrativ dem Frauenfußball mehr Sichtbarkeit und Wahrnehmung zu gegen ein neues Narrativ erfunden: der Game Changer Club. Der Game Changer Club gibt allen Fans die Möglichkeit, aktiver Supporter zu werden und sich gemeinsam für mehr Chancengerechtigkeit im Fussball einzusetzen.

    Neben einem digitalen Mitgliedsausweis gibt es ein Welcome Package, Rabatt auf Merchandising, exklusive Einladungen zu Club-Events und vieles mehr. Wir werden den Game Changer Club nach und nach mit Leben füllen. Es erinnert ein wenig an den Bertelsmann Buchclub, den meine im Kaiserreich geborene Großmutter so liebte.

    Es wird langsam klar, dass das Viktoria Management sich weniger um strukturelle Lösungen der zukünftigen bundesligareifen Stadionfrage kümmert. Hier hofft man wohl spekulativ wohl eher auf die emotionale Nähe zur Berliner Politik und deren Subventionen

  3. 4.

    Die Coolness der Union Frauen scheint schier unendlich zu sein. Sie gleicht einem Intercity ohne Störungen und Pünktlichkeit.. Die Herbstmeisterschaft ist ihnen nicht mehr zu nehmen. Mit der jordanischen Nationalspielerin Sarah Abu Sabbah stellen die Eisernen Ladies die Torjägerin der Regionalliga mit 18 Toren. Der libertäre Konkurrent FC Viktoria 1889 Berlin liegt in der Jagd um die Torjägerkrone durch Kim Gina Luisa Urbanek mit 11 Toren dahinter.

    Das Potential des Spitzenreiters aus Köpenick liegt im Besitz von fast 50.000 Mitgliedern, die alle ein Mitspracherecht bei der Führung des Vereins haben. Als das Hauptstadion des Vereins, das Stadion An der Alten Försterei - das gelegentlich von den Frauen genutzt wird - vor einigen Jahren saniert wurde, halfen 2.300 Mitglieder von Union Berlin bei den Arbeiten tatkräftig mit.

  4. 2.

    Frauen gewinnen 11:2. Männer verlieren 4:0. Über vierzig Kommentare bei den Männern, ein Kommentar bei den Frauen (Stand 12.11. 23:17). Noch Fragen?

  5. 1.

    Das ist wahrlich "Eisern" :-).

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