Hotspot Südbrandenburg - Corona-Inzidenz überschreitet in Cottbus die 1.000er Marke

Di 30.11.21 | 11:40 Uhr
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In der Cottbusser Innenstadt sind immer wieder Flüchtlinge und Deutsche aneinandergeraten (Bild: dpa)
Audio: Antenne Brandenburg | 30.11.2021 | Daniel Friedrich | Bild: ZB

Nirgendwo in Brandenburg sind die Corona-Inzidenzen so hoch, wie im Süden des Landes. Alle Landkreise haben einen Wert weit über 1.000. Nun hat ihn auch Cottbus überschritten. Für den Krankenhauschef ist das keine Überraschung.

Die kreisfreie Stadt Cottbus hat die Marke von 1.000 bei der Corona-Inzidenz überschritten. Nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts haben sich innerhalb einer Woche 1.027,4 Menschen neu mit dem Virus infiziert - gerechnet auf 100.000 Einwohner [kkm.brandenburg.de].

Damit liegen nun alle Landkreise in Südbrandenburg und Cottbus über dem Wert von 1.000. Corona-Hotspot ist weiterhin der Elbe-Elster-Kreis, der an Sachsen und Sachsen-Anhalt angrenzt. Hier lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag bei 1.619,4.

Situation seit Monaten vorhersehbar

Für den Geschäftsführer des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus, Götz Brodermann, kommen die aktuell hohen Inzidenzen nicht überraschend. "Was für viele frustrierend ist: Die Prognosen, für die Szenarien, die wir heute sehen, gibt es seit drei, vier Monaten."

Es habe aber keiner hingeschaut, alle hätten sich um andere Dinge gekümmert, so Brodermann. "Jetzt gucken wieder alle auf die Kliniken - aber keiner hat irgendetwas getan oder geholfen."

Am Dienstagvormittag lagen in den 168 Intensivbetten in den vier Südbrandenburger Landkreisen und der kreisfreien Stadt Cottbus 48 Corona-Patienten. Insgesamt 24 Intensivbetten waren noch frei [intensivregister.de]. In der vergangenen Woche kam es vor, dass im Landkreis Oberspreewald-Lausitz und im Nachbarkreis Elbe-Elster zeitweise alle Intensivbetten belegt waren.

Täglich müssen Patienten verlegt werden, hieß es am Montag von der koordinierenden Leitstelle Lausitz in Cottbus. Die Lage in den Krankenhäusern bezeichnete die Leitstelle als "dramatisch".

Krankenhaus-Alarmwert überschritten

Mit Blick auf die Lage in ganz Brandenburg hat der Anteil der Corona-Patienten in den Intensivbetten der Krankenhäuser den Alarmwert von 20 Prozent überschritten. Das zeigen die Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Dienstag. Die Quote lag demnach bei 21,2 Prozent. Die Hospitalisierungsrate lag bei 5,33. Die Zahl gibt an, wie viele Corona-Infizierte pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche ins Krankenhaus mussten.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg ist die Warnampel auf Rot. Der Wert ist am Dienstag auf 727,8 gestiegen (Montag: 725,6). Das ist im Ländervergleich die dritthöchste Inzidenz nach Sachsen und Thüringen.

Was Sie jetzt wissen müssen

Sendung: Antenne Brandenburg, 30.11.2021, 8:30 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Kann ja nun nicht mehr lange dauern bis alle durchgeseucht sind, inklusive Dunkelziffer. Ich bins jedenfalls. Erst geimpft und dann erkrankt und genesen. Werde natürlich noch Boostern.

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