Schwerer Schaden - Hackerangriff auf IT-Anlage der Stadtverwaltung in Angermünde

Symbolbild: Hände beim Tippen und auf einem Laptop (Quelle: dpa/Andreas Pörtner)
Bild: dpa/Andreas Pörtner

Nach einem Hackerangriff auf die IT-Anlage der Stadt Angermünde (Uckermark) ist die Verwaltung aktuell nicht mehr digital erreichbar. Wie eine Stadtsprecherin am Dienstag mitteilte, sind sämtliche Leitungen unterbrochen. Alle Verwaltungsdienste müssen bis zum 7. April eingestellt werden, da die Technik durch die Attacke stark beschädigt wurde, hieß es.

Zum einen sind die Mitarbeiter derzeit nicht per E-Mail erreichbar, es können auch keine Termine vereinbart werden. Von der Störung betroffen ist auch die Telefonanlage aller Außenstellen, das Stadtarchiv, zwei Horte sowie die städtischen Kitas.

Am Mittwoch soll im Angermünder Rathaus wieder gegen Corona geimpft werden. Allerdings kann aufgrund der technischen Probleme nicht auf die Termin- und Wartelisten zugegriffen werden. Wer dort bereits drauf stand, sollte sich am Dienstag noch einmal telefonisch bei der Stadtverwaltung melden.

Ursache der massiven technischen Störungen ist nach Angaben der Sprecherin ein Verschlüsselungsvirus. Eine Spezialfirmen sei bereits mit der IT-Abteilung an der Störungsbeseitigung dran.

Sendung: Antenne Brandenburg, 30.03.2021, 13:30 Uhr

6 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 6.

    "Vielleicht ist Angermünde auch ein Fall von Spearfishing wäre ungewöhnlich, aber möglich. "

    So ungewöhnlich ist das nicht kommt schon vor. Hatte aber auch schonmal eine Fake Bewerbung auf eine Ausgeschrieben Bewerbung. Alles in Ordentlichem Deutsch, Anschrieben mit Foto, normaler Emailadresse und Telefonnummer, Lebenslauf der Sinn macht, nur die Zeugnisse waren in einer Word (doc) Datei. Diese wurde aber Standardmäßig entfernt, gelöscht. So das die Kollegin den betreffenden Anrufen musste, der leider Opfer eines Identitätsdiebstahls wurde. So gut gemachte und genau angepasste Sachen sind zwar selten, aber kommen vor.

  2. 5.

    Nur gut, dass sie wissen wie das läuft. Das angesprochene Emotet kann zum Beispiel Module nachladen. Einige von diesen Suchen auch nach Backup-Routinen um die Backups dann mit zu verschlüsseln.

    Vielleicht ist Angermünde auch ein Fall von Spearfishing wäre ungewöhnlich, aber möglich.

    Hinzu kommt, dass die IT Abteilungen der Gemeinden meist klein sind und Updates auch nicht den Betrieb gefährden dürfen (Verfügbarkeit der Dienste) oder man an Dienstleistern hängt.

    Sieben Tage über Ostern ist keine schlechte Zeit, das Kammergericht Berlin ist da deutlich schlechter gewesen.

  3. 4.

    Willkommen im Neuland und Fax country Deutschland, hat sicherlich auch Vorteile dass wir so rückständig sind, in dem Fall natürlich nicht, schätze mal dass es um Emotet geht, nichts neues sollten Profis eigentlich schon längst im Griff haben.

  4. 3.

    Das Problem sitzt 50 cm vor dem Bildschirm.

  5. 2.

    @rbb Können wir aufhören Verschlüsselungsviren als "hackerangriff" zu bezeichnen? Da hat niemand angegriffen, es hat nur jemand auf eine E-Mail geclickt und der Admin hat es versäumt Updates einzuspielen. Und wenn es eine Woche dauert das Problem zu beheben hat der Admin auch versäumt ordentliche Backups zu machen.

  6. 1.

    Warum heißt eine fahrlässig verursachte Virusinfektion Hackerangriff? Es wird doch suggeriert, dass jemand gezielt einen Rechner angreift, aber es ist doch i.d.R. die Unachtsamkeit der Nutzer (Frauen mitgemeint), die eine Verschlüsselungssoftware auf dem Rechner installieren lassen.

Nächster Artikel