Symbolbild: Homeschooling am 20.04.2020. (Quelle: dpa/Dominic Lipinski)
Audio: Antenne Brandenburg | 01.07.2020 | Dilan Polat | Bild: dpa/Dominic Lipinski

300 Euro ab September - Warum nicht alle Eltern gleichermaßen vom Kinderbonus profitieren

300 Euro pro Kind sollen in diesem Jahr an Familien ausgezahlt werden. Das Ziel: Belastungen durch Corona auffangen, Konjunktur ankurbeln. Doch: Wie sind die Konditionen genau? Und was sagen Betroffene dazu?

Das ist geplant

Um Belastungen durch die Corona-Krise auszugleichen, hat die Bundesregierung die Zahlung eines sogenannten Kinderbonus' in Höhe von 300 Euro vereinbart.

Der Kinderbonus soll an das Kindergeld gekoppelt und in zwei Teilen im September (150 Euro) und Oktober (150 Euro) ausgezahlt werden. Auch für später in diesem Jahr geborene Kinder soll der Bonus fließen.

Mit der Grundsicherung soll der Kinderbonus nicht verrechnet werden. Bei Eltern mit einem höheren Einkommen wird er hingegen mit dem steuerlichen Kinderfreibetrag verrechnet.

Bei getrennt lebenden Eltern bekommt der alleinerziehende Elternteil den Kinderbonus ausgezahlt. Der andere Elternteil, der Mindestunterhalt oder mehr zahlt oder das minderjährige Kind hälftig betreut, darf dann laut Familienministerium 150 Euro von seiner Unterhaltszahlung abziehen. [bmfsfj.de]

Lebt das Kind in einem Wechselmodell steht laut einem BGH-Urteil von 2016 ebenfalls jedem Elternteil die Hälfte des Kindergelds zu, auch wenn es üblicherweise nur an einen Elternteil ausgezahlt wird. Dasselbe dürfte dann auch für die Auszahlung des Kinderbonus gelten. Zudem wird der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende von rund 1.900 Euro auf rund 4.000 Euro für dieses und das kommende Jahr in etwa verdoppelt. [Informationen des Bundesministeriums für Familie zum Kinderbonus]

Und so kommt der Kinderbonus an bei ... Familien mit mittlerem Einkommen

Familien mit Kindern waren durch die Schließung von Kitas und Schulen in den vergangenen Monaten sehr belastet. Nadine Bloy aus Königs Wusterhausen beispielweise konnte ihren zweijährigen Sohn nicht in die Kita geben - während sie im Home-Office weitergearbeitet hat. "Eigentlich habe ich erst arbeiten können, wenn mein Mann wieder zuhause war und sich um den Kleinen gekümmert hat", resümiert Bloy.

Der Kinderbonus soll laut Bundesfamilienministerin Franziska Giffey eine Art Aufwandsentschädigung für diese Mehrbelastung darstellen. Das empfindet Nadine Bloy anders: "Es heißt ja nicht umsonst Konjunkturpaket. Es soll die Wirtschaft ankurbeln. Es soll nicht eine Unterstützung für Familien sein, sondern es soll wieder in den Wirtschaftskreislauf fließen."

Nadine Bloy hat allerdings nicht vor, das Geld auszugeben. Die Bloys haben ein mittleres Einkommen, so dass von dem Kinderbonus nicht viel übrig bleibt. Denn der Bonus wird bei der Steuer mit den Kinderfreibeträgen verrechnet. Je höher das Familieneinkommen, desto weniger profitiert sie von Kinderbonus.

Doch Nadine Bloy empfindet den Kinderbonus auch aus einem anderen Grund als Augenwischerei: "Gebt das Geld nicht den Eltern. Auch für Eltern mit niedrigem Einkommen sind 300 Euro nicht die Welt. Den Eltern bringt es viel mehr, wenn ihr in Kitas und Schulen investiert. Wenn man sich mal anschaut, wie Schulen ausgestattet sind, das ist so schlimm. Digitales Lernen ist da gar nicht möglich."

... Familien mit vielen Kindern

Nach Regierungsangaben sollen die 300 Euro extra pro Kind gezielt Familien mit niedrigen Einkommen unterstützen. Familie Model aus Schönefeld freut sich über den Kinderbonus: Bei sechs Kindern bekommt sie 1.800 Euro vom Bund. Jacqueline Model sieht das als Schmerzensgeld an: "Es hat so viele Nerven gekostet mit den Kindern zuhause. Allein das Home-Schooling bei Kindern, die alle in verschiedenen Klassenstufen sind. Da war auch nicht die Zeit, dass ich hätte mit jedem Einzelnen seine Aufgaben machen können."

Allerdings versteht Jacqueline Model nicht, warum der Kinderbonus erst ab September ausgezahlt wird: "Warum kommt das Geld nach den Sommerferien? Das ist Quatsch. Warum nicht davor, so dass man das Geld als Urlaubsgeld hätte nutzen können?" Auch wenn sich Jacqueline Model über den Kinderbonus freut, hat sie nicht das Gefühl, dass Familien in Deutschland wirklich gesehen und unterstützt werden: "Eigentlich müssen heutzutage beide Eltern arbeiten gehen, um einen gewissen Lebensstandard zu haben, um mal in den Urlaub fahren zu können. Und sogar das reicht ja nicht aus, wenn eine Mutter Teilzeit arbeiten geht. Damit es reicht, müssen einfach die Löhne hoch."

... bei Alleinerziehenden

Gerade während der strikten Corona-Maßnahmen war die Betreuung für Alleinerziehende schwer zu stemmen. Maria Simon aus Königs Wusterhausen hatte aber viel Zeit mit ihrer 14-jährigen Tochter: "Wir haben ausgemistet und sind Projekte zusammen angegangen, die schon länger anstehen. Aber es stimmt schon. Gerade Mütter hatten eine Dreifach-Belastung: Auf einmal mussten wir nicht nur Mutter, sondern auch noch Lehrerin und Erzieherin sein."

Über die 300 Euro freut sich Maria Simon. Allerdings wird der Kinderbonus hälftig mit dem Kindesunterhalt verrechnet: Das bedeutet, dass 150 Euro der Unterhaltszahler bzw. die Unterhaltszahlerin bekommt.

Birgit Uhlworm, Vorsitzende des Vereins für Alleinerziehende Shia, sieht darin eine "Ungleichbehandlung". "Generell werden Familien in diesem Land selten mitgedacht", sagt Uhlworm. "Zu Corona-Zeiten wurde dann viel über Familien geredet, aber niemand hat mit den Familien geredet und sie gefragt, was sie denn wirklich brauchen."

Alleinerziehende sollen darüber hinaus unterstützt werden, indem der Entlastungsbetrag von derzeit 1.908 Euro auf 4.000 Euro für die Jahre 2020 und 2021 angehoben wird.

Ungerecht findet die Lösung auch Miriam Hoheisel, Bundesgeschäftsführerin des Bundesverbands alleinerziehender Mütter und Väter "Die Kosten entstehen da, wo das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat, wo es aufwächst." Beispielsweise hätten Alleinerziehende mehr Kosten gehabt, weil das Mittagessen während der Zeit der geschlossenen Schulen ausgefallen sei. Auch Technik für Home-Schooling mussten sich viele Alleinerziehende erst anschaffen. Bei der Zerreißprobe, vor der sie die vergangenen Monate gestanden hätten, sei eine Auszahlung direkt an Alleinerziehende notwendig, so Hoheisel.

Statt des einmaligen Kinderbonus' wünscht sich der Verband der Alleinerziehenden auch eine langfristige Lösung in der Krise. Immer wieder werden Forderungen nach einem Corona-Kindergeld laut. Denn bisher könnten Eltern nur finanzielle Hilfe beanspruchen, wenn sie wegen der Kindererziehung ihrer Arbeit nicht nachgehen konnten oder können.

... bei Familien mit Grundsicherung

Bei Familien, die Leistungen nach dem SGB II bekommen, wird der Kinderbonus nicht als Einkommen gezählt. Aber auch hier, sagt Birgit Uhlworm, brauche es eine dauerhaftere Unterstützung: "Familien, die ALG II beziehen, brauchen monatlich einfach mehr Geld. Eine weitere Forderung, die wir Familienverbände schon länger haben, ist, dass Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche kostenfrei sein müssen - und das aus Gründen der Gleichberechtigung. Kinder brauchen gleiche Chancen, denn der Bildungserfolg der Kinder hängt in Deutschland vom sozialen Stand der Eltern ab."

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35 Kommentare

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  1. 35.

    Ich habe mich zur Hälfte in dieser Zeit im mein Kind gekümmert und ihn immer hin und her gefahren, da es nicht mit den öffentlichen Fahren kann. Ist Asthmatiker. Ist es dan nicht gerecht, dass ich als voll Unterhaltszahler auch hälftig an den Bonus beteiligt werde? Ich hatte auch sehr viel mehr Kosten als sonst und Schule habe ich auch zu Hause gemacht!
    Es gibt nicht immer nur ihre Situation. Daher sollten Sie nur ihre Situation anprangern und nicht verallgemeinern.
    In Ihrem und in den vielen gleichen Fällen, sollte der andere wirklich nichts bekommen!

  2. 34.

    Ich kann viele alleinerziehende Mütter oder Väter sehr gut verstehen, dass Sie sich aufregen, dass der Unterhaltszahler den hälftigen Anteil bekommt, wenn sich nachweislich dieser nicht gekümmert hat! Da muss nachgebessert wersen! Aber es gibt auch viele andere Väter, die sich um ihr Kind kümmern. Wir haben eine 14 tägige Wochenende Vereinbarung, da wir in verschiedene Städten leben. Doch in der Zeit, in der die Schule geschlossen war, habe ich meine Sohn jedes Wochenende abgeholt und wieder zurück gebracht. Das sind auch extra Kosten, wie zusätzlich Essen, Ausflüge und das Benzin für die Mehrfahrten. Auch habe ich an den Wochenenden Schule gemacht. Oft auch nicht nur das Wochenende, sondern auch mal eine ganze Woche zwischendurch. Da ist es doch mehr als gerecht, wenn ich als Vater und pünktlicher Unterhaltszahler, ebenso an dem Bonus beteiligt werde.

  3. 33.

    Glaubst du ernsthaft das die Kids wieder in die Schule dürfen?
    Die sind doch so gefährlich und Lehrer haben Angst.

    Ich bin gespannt und glaube nicht daran.

  4. 32.

    Ach nee, ich weiss wofür das Geld da sein sollte.
    Kann dir aber zu 100% versprechen, das es dafür nicht genutzt werden wird.

    Denn WIR ELTERN hatten mehr als eine Mark Einbußen....ich kenne schon 3 Mütter, die Ihren Job verloren haben, da sie die Kids betreuen.

  5. 31.

    Erst vorstrecken und dann bei der Steuererklärung wieder einkassieren. Bundesregierung at its Best!

    Und dann bleibt immer noch die Frage, ob die 300 Euro überhaupt ankommen!
    Die 1.500 Euro für die Krankenschwestern wurden ja jetzt, wo man ja nicht mehr auf die Krankenschwestern angewiesen ist, auch wieder eingezogen. Die Stoßzeit mit den überfüllten Krankenhäusern ist ja vorbei. Warum sollte man da an seinen Versprechen festhalten und den Krankenschwestern die Karotte vor die Nase halten.

    Jetzt, wo die Kinder nach den Sommerferien ja wieder in die Schulen/Kitas geschickt werden können, sind die 300 Euro ja auch nicht mehr nötig. Da wäre es ja quatsch, die noch zu zahlen.
    Zumindest, wenn man nach der Logik der Bundesregierung geht.

    Wer diese Staatsvertreter wieder wählt, ist selber Schuld, wenn das Land weiter vor die Hunde geht!

  6. 30.

    Hallo
    Hast mal überlegt Unterhalt von der Kindsmama zu bekommen?

  7. 29.

    Und übrigens, der Bonus ist kein Dankeschön an Familien oder ein Oh die Armen Homeschooling Eltern! Geschenk. Die Kohke ist dazu da, um die Wirtschaft anzukurbeln. „ Der Kinderbonus ist eine von vielen Maßnahmen des Konjunkturprogramms der Bundesregierung. Das Ziel ist es, die Wirtschaft anzukurbeln, Arbeitsplätze zu sichern und in die Zukunft zu investieren. “ Und das könnte ich auch, wenn man mir das Geld geben würde. Dazu braucht man keine Kinder. :-P

  8. 28.

    Jeder hat so seine Befindlichkeiten, aber ehrlich.... es dürften sich immer 2 Haushalte treffen, dj hättest nicht allein bleiben müssen.

    Desweiteren hatten Eltern ebenfalls mehr Kosten, viel mehr Kosten...als jemand der allein lebt.
    Mein Mann hatte 0 Einkommen ich Kurzarbeitergeld. Kurabeiträge waren zu zahlen und ja, wir mussten auch kochen. Dann beschäftige mal 2 Kids und mache dazu Homeschooling und Homeoffice und habe die ganze Zeit im Hinterkopf, das du dein Heim verlierst, weil der Haupternährer kein Einkommen mehr hat.

    Tut mir leid, das ich dir sagen möchte.....lass uns mal ne Weile tauschen, dann weisst du warum wir jammern können.

  9. 27.

    Das diese Zahlungsformen eine Frechheit und der blanke Hohn sind, da sind sich viele einig. Gut so! Was ich gerne wissen würde ist: welche Idee steckt hinter dem ganzen Mist? Das hätte ich gerne erklärt bekommen, wie Erwachsene Spitzenverdiener zu solch grotesken Hirngespinsten neigen dürfen. Mich macht diese Politik so dermaßen wütend...wütend ist gar kein Ausdruck. Es treibt mich in den Wahnsinn!!!

  10. 26.

    Der Vater meines Kindes hat seine Tochter vor über einem Jahr das letzte Mal besucht. Er kümmert sich überhaupt nicht! Wieso erhält er nun 150 Euro Kinderbonus? Für was? Er freut sich natürlich über das Geld. Seiner Tochter kann er aber "...leider nichts davon abgeben, da er es selber braucht...". Nicht einmal einen Burger essen mit seiner Tochter kann er davon bezahlen! Es ist meckern auf hohem Niveau, dessen bin ich mir bewusst. Ich freue mich natürlich auch darüber, dass der Staat diesen Bonus zahlt. Viele unterhaltspflichtige Mütter und Väter kümmern sich sicherlich auch um ihre Kinder. Hier halte ich eine Aufteilung auch für gerecht, da es dem Kind zugute kommt. Aber was ist mit den wirklich alleinerziehenden Elternteilen, die alles alleine zahlen und managen müssen, Arbeiten gehen, Steuern zahlen und ihre Kinder gut erziehen...?

  11. 25.

    Liebe Eva, ich möchte nicht deine Situation despektierlich behandeln. Es ist sicher nicht leicht als Single, aber ich glaube du kannst es dir nicht vorstellen wie es ist, wenn zwei Leute im Home-Office sind und man nebenbei seine Kinder betreuen muss. Es zerreißt einen und bringt einen in den Burnout. Darüber hinaus sind auch für Familien, die von dir genannten Kosten gestiegen plus die Kinderbetreuungskosten. Und es gibt überhaupt keine langfristige Lösung für den Herbst/Winter... Daher bitte einfach mal weiterscrollen und uns ein bisschen Jammern lassen, denn das ist das einzige was noch bleibt, wenn man nicht mehr weiter weiß. Und wir wissen nicht, wie wir weitermachen sollen.

  12. 24.

    Danke, ich sehe das genauso. Bei uns gab es in der ganzen Zeit nicht eine einzige Nachfrage seitens des anderen Elternteils und ich bin mit Homeoffice (ich sehe das in der heutigen Zeit als Luxus, aber Arbeit ist es trotzdem), Homeschooling und Umzug weit an den Rand der Kräfte gelangt. Ich würde mich freuen, für das gesamte Geld (und dies ist ja durch die Steuer schon deutlich weniger) etwas für mein Kind machen zu können. Vielleicht muss man positiv sehen, dass immerhin nicht gefragt wurde, ob denn alle Hausaufgaben pünktlich zurückgeschickt worden sind. Das muss man bei jüngeren Kindern ohne Rechner ja auch noch nebenbei machen.

  13. 23.

    Aus meiner Sicht kann es nicht in Ordnung sein, dass der unterhaltszahlende Elternteil 150 Euro von seinem Unterhalt abzieht. Die 150 Euro müssen auch von Alleinerziehenden versteuert werden, so dass weniger als 150 Euro ankommen. Ferner finde ich persönlich es nicht in Ordnung, dass der andere Elternteil Geld bekommt, wenn sich der Elternteil während des Lockdowns überhaupt nicht um das Kind/ die Kinder gekümmert hat.

  14. 22.

    Bei uns wurde auch nichts ausgesetzt. Ich streite mich seit über vier Wochen mit dem Kinterträger und der Senatsstelle über den Essenszuschuss, für Mittagessen bzw. Vespere in der Kita, das es nicht gab, weil die Kita ja geschlossen war, bzw. unser Kind nicht in die Notbetreuung durfte......
    Der Beitrag sei zu zahlen. Weiß jemand, ob es dafür eine aktuelle Regelung gibt (im Internet konnte ich nicht dazu finden) ? Für Infos vielen Dank vorab.

  15. 21.

    Meine Güte, hier wird aber im Artikel viel gejammert. Überall "das ist ungerecht", "das ist nicht fair". Freud euch doch, dass ihr überhaupt etwas bekommt. Ich bin Single und kinderlos und bekomme nix. Die allgemeine Situation und mittlerweile 16 Wochen Arbeit im Home Office belasten auch mich seelisch. Ich habe wesentlich höhere Kosten als sonst; einsparen tue ich nichts. Das Jahresabo der BVG läuft weiter und ich kann nicht mehr kostengünstig in der Kantine essen. Die Stromrechnung wird steigen, der Wasserverbrauch und damit die Nebenkosten auch. Und Menschen mit Kindern haben wenigstens die Kinder. Ich habe meine Geschwister und Eltern seit März nicht mehr persönlich gesehen. So. Jetzt hab ich auch gejammert. Und. Nützt das was? Nee, nützt nix. Also: freud euch über das, was ihr geschenkt bekommt euch und hört auf zu jammern!

  16. 20.

    Leider stimmt das nicht. Es wurden keine Essensbeiträge in unserer staatlichen Kita ausgesetzt. In anderen Bundesländer wurden die Kitabeiträge nicht für die ganze Zeit ausgesetzt sondern nur einen Teil. Und parallel sind unsere Kosten für die Babysitterin explodiert. Aber wir zahlen die 300 EUR über die Steuer zurück und können noch nicht mal die vollen Betreuungskosten ansetzen.

  17. 19.

    Vonwegen Kitabeitrag und Essengeld wurden ausgesetzt? Dazu gab es keine klaren Regelungen. Die Kitas und Schulen haben scheinbar unterschiedliche Handlungsspielraum, wir haben 15 Euro Vespergeld erstattet bekommen für die ganze Zeit.

  18. 18.

    Danke an den Staat,
    keine Unterstützung vom Kindesvater, der sein Kind das letzte mal ende letztes Jahr sehen wollte. Nicht mal ne Frage, wie es dem Kind so geht. Klar, war ne echt coole, prägende Zeit mit Homeschooling und Job. Aber alles super ohne ihn hinbekommen. Zeugnis super und dem Kind gehts prima...falls mal jemand fragt. Was ich als unverschämt sehe ist, ich denke das Geld soll den Kindern zu gute kommen und nicht den Eltern. Dann sollte es auch so sein und nicht die davon profitieren, die nichts dazu beigetragen haben.

  19. 17.

    So siehts aus. Kümmern sich 0 und werden dafür belohnt. Bei uns das gleiche Spiel. Er wohnt in NRW und hat sein Kind letztes Jahr das letzte mal gesehen. Da schwappt einen alles über. Homeschooling, Job, Verpflegung... ja wir haben es gut geschafft. Super Zeugnis...Lob von der Schule...und dann fällt einem der Staat so in den Rücken. Ich denke das Geld ist für die Kinder und nicht für die Eltern??? Irgend etwas läuft hier verdammt schief.

  20. 16.

    Auch bei uns nutzen die 300 € nicht wirklich was. Desweiteren verstehe ich nicht warum das Geld erst nach den Ferien kommt, denn finanziell geht es uns derzeit nicht gut,mein Mann versucht unsere Firma zu retten, ob es gelingt....wir wissen es nicht.

    Das Geld wird mit in den Alltag einfließen, denn unser Kind wird nach den Ferien eine Monatsmarke für den Schulweg brauchen und noch dazu müssen wir ein Tablet für den Unterricht kaufen ... 600€ das hab ich in der derzeitigen Lage nicht auf dem Konto.
    Auch ich habe nämlich Kurzarbeit, mein Mann ne kaputte Firma und noch ein weiteres Kind.

    Selbst das runtersetzen Mwst ist ein Witz, die Läden haben vorher alles erhöht.

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