Symbolbild: Zwei Biergläser stehen in einer Bar auf der Theke. (Quelle: imago images/Panthermedia)
Audio: Inforadio | 08.08.2020 | Ricardo Westphal | Bild: imago images/Panthermedia

Positiver Corona-Test - Gesundheitsamt Berlin-Mitte sucht Besucher von Neuer Odessa Bar

Das Gesundheitsamt des Berliner Bezirks Mitte sucht Personen, die sich in der Nacht vom 29. auf den 30. Juli in der Neuen Odessa Bar in der Torstraße aufgehalten haben. Wie die Behörde am Freitag mitteilte, habe sich zwischen 23 und 3 Uhr eine Person in dem Lokal aufgehalten, die anschließend positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden war.

Wer sich zum fraglichen Zeitpunkt in der Bar aufgehalten hat, werde gebeten, sich mit dem Gesundheitsamt Berlin-Mitte oder dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen. Neben Angaben zu ihrem Aufenthaltsort innerhalb der Bar sollen auch Name, Geburtstdatum, Adresse, Uhrzeit und Telefonnummer hinterlassen werden.

Listen oftmals unvollständig oder vorsätzlich falsch ausgefüllt

Aus der Mitteilung geht nicht hervor, ob es sich bei der infizierten Person um einen Gast oder einen Mitarbeiter handelt. Gaststätten, Kneipen und Lokale in Berlin sind momentan dazu angehalten, Kontaktdaten und einige persönliche Informationen ihrer Gäste in Listen festzuhalten und zu verwahren.

In der vergangenen Woche hatte das Gesundheitsamt Neukölln Besucher eines Brauhauses gesucht, nachdem 18 Corona-Infektionen mit einem konkreten Zeitpunkt und dem Lokal in Zusammenhang gebracht werden konnten. Weil Besucher sich nur unvollständig oder mit Fantasienamen in Listen eingetragen hatten, war die Nachverfolgung dem Gesundheitsamt unmöglich gemacht worden.

Zuletzt ist die Zahl der Neuinfektionen in Berlin wieder deutlich angestiegen. Am Freitag meldeten die Behörden 97 neue Diagnosen innerhalb von 24 Stunden.

Korrektur: Wir hatten in unserem Beitrag zunächst ein Bild, auf dem die Anna Hirsch Bar zu erkennen ist. In dieser Bar gab es allerdings keinen Corona-Fall. Wir haben das Foto ausgetauscht und bitten den Fehler zu entschuldigen.

Was Sie jetzt wissen müssen

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

27 Kommentare

  1. 26.

    Zur Klärung der Zuständigkeit ist die Angabe des Wohnortes erforderlich - Vor allem für nicht in Berlin ansässige Personen.

  2. 25.

    Mehr muss ich bei meiner Friseurin auch nicht angeben. Bin damit identifizierbar und erreichbar.

  3. 24.

    Mal als Anregung: vereinfachte Datenerfassung. Erlebt in der Therme Templin. Nur Vor- und Nachname, Telefonnummer oder E-Mail und die Ankunftszeit. Reicht vollkommen für eine Nachverfolgung aus, passt auf ein DIN A5 Papier oder sogar kleiner. Die Ehrlichkeit bei der Datenerfassung würde bestimmt steigen. Und für Skeptiker wegen Datenschutz: Telefonnummern und E-Mailadressen sind heute schon für fast jeden zugänglich.

  4. 23.

    Völlige Zustimmung zu Ihrem Kommentar. Das mit den Formularen ist absurd. Im Supermarkt sind 50 Leute zur gleichen Zeit, und natürlich gibt es keine Formulare. Im öffentlichen Nahverkehr auch nicht. Im Wettbüro sind vielleicht 10 Leute zur gleichen Zeit, und da muss ich jedesmal einen Wisch ausfüllen. Die Angestellten dort verwahren die Wische irgendwo. Riesige Papierstapel. Wollten wir mal Ressourcen sparen oder so, wegen Umwelt? Egal. Wisch ausfüllen für die Volksgesundheit.

    Persönlich habe ich als Mann ohne besondere gesellschaftliche Stellung zwar keine Datensicherheitsbedenken. Als Frau oder als männliche Person öffentlichen Interesses würde ich aber selbstverständlich keine persönlichen Kontaktdaten auf einem Formular angeben, von dem ich nicht weiß, in wessen Hände es gerät.

  5. 22.

    Kein Verständnis für falsche Angaben dort wird mit der Gesundheit der erlichen Gäste gespielt man sollte die Gastwirte autorisieren Ausweis zu kontrollieren zu Angabe auf richtigen Angaben zur Person.
    Hochachtungsvoll Stoll Karl-Heinz

  6. 21.

    Kommt darauf an, wie man es gestaltet. Gibt's die Bestätigung nur per Mail oder SMS und diese wäre bei Eintritt vorzuweisen, würde das den Spinnern, die sich sinnlos anonymisieren wollen, die Sache schon mal enorm erschweren. Ich weiß, auch das wäre zu umgehen, Spuren hinterließe man aber dabei doch.

  7. 20.

    Sie sind also auch so ein Intelligenter, der falsche Angaben macht. Bei einer online-Reservierung ist auf jeden Fall die e-mail-adresse wegen der Bestätigung der Reservierung bekannt.

  8. 19.

    @siehste
    Und dann?
    Weil dann jeder der online reserviert auch ganz brav alle Daten 1000% wahrheitsgemäß angibt?
    Träumen Sie weiter

  9. 18.

    Gerade noch einen guten Absacker gelesen und jetzt schon wieder dieser Quatsch mit einem deutlichen Anstieg.
    Deutlich wäre der, wenn wir uns im tausenderbereich bewegen würden, aber zwei stellig und das bei 3,8 Millionen als deutlichen Anstieg zu bewerten ist schon mehr als frech.
    Leute so kommen wir aus dieser Horror Angst Nummer nicht raus.
    Berichtet doch mal über positive Sachen, zb die Todeszahlen sind seit Wochen fast schon Monaten konstant niedrig, in den letzten Tagen ist nur einer! hinzugekommen, außerdem gibt es kaum noch schwere Fälle 99% sind nur noch milde Symptome.

  10. 17.

    Was sollen das für Gründe sein, seinen Aufenthalt zu verschleiern. Nicht Mal der Geheimdienst würde seinen Aufenthalt verschleiern, denn damit macht man sich erst Recht verdächtig. Es ist also ein mieses Verhalten gegenüber den anderen Menschen der Gesellschaft.

  11. 15.

    alles über online-Reservierungen machen, geht anscheinend nicht anders bei den vielen Blöden

  12. 14.

    Vielleicht sollte sich die Politik mal Gedanken darüber machen, dass sie mit der Nutzung dieser Corona-Gästelisten für Strafverfolgungszwecke einen massiven Anreiz zum falschen Ausfüllen dieser Listen setzt. Wenn man die Pandemie effektiv bekämpfen möchte, braucht man die Mitarbeit von möglichst allen, auch von denen, die aus guten Gründen nicht auf Listen stehen wollen, die später der Polizei in die Hände fallen könnten.

  13. 13.

    Das Problem liegt auf beiden Seiten. Die Wirte kämpfen ums Überleben und sind zudem nicht befugt, zb ihren Ausweis zu kontrollieren. Wenn sie nun also "Elfriede Meyer" eintragen, aber "Hilde Bommel" heißen, woher soll der Wirt dies wissen? Bei jedem Gast zunächst oberskeptisch sein und zur Datenkontrolle die Polizei rufen? Sie wissen wie überlastet die sind? Falls da überhaupt einer kommt, dann nach Stunden. Andererseits ist Datenschutz auch oft ein riesen Problem. Wer garantiert Ihnen die konforme Erhebung, Speicherung, Verarbeitung und Löschung? Es gibt mehrere Meldung über Datenmissbrauch. Egal, ob Schluderei oder der Barmann findet sie ganz süß und ruft mal an. Selbst bei der Polizei gab es schon Fälle. Und für alle, die nun gern wieder alles verbieten wollen: dann sagen sie, was wir mit den bald Millionen Arbeitslosen machen. Und dann sagen sie auch, was wir dagegen tun, dass Leute nun mal gesellig sind und dieses Bedürfnis immer befriedigen werden. Wenn nicht in Bars und Clubs, dann nachts heimlich am See, privat etc. Das ist doch genau so schizoid wie die Anzahl in Schwimmbädern extrem zu begrenzen und 300 Meter weiter stapeln sich die Leute am See. Völlig unregistriert und unbeaufsichtigt. Hier scheint mir mal wieder typisch deutscher Fatalismus durch.

  14. 12.

    Stimmt.
    Bleibt zu hoffen,dass sich Gästelisten-Verweigerer melden,wenn sie in der Presse lesen,dass sie zu den Gesuchten gehören.
    Wenn sie denn lesen. Solche Infos werden vermutlich nicht regelmäßig von Radiosendern oder in sozialen Netzwerken verbreitet.

  15. 11.

    Die Kneipen zu schließen ist kontraproduktiv, da sich die Partys noch mehr in den privaten Raum verlagern würden. So hat man wenigstens noch einen öffentlichen Ort, den man als Suchkriterium auch hier benennen kann.

  16. 10.

    Es ist doch schon länger klar,dass alle mitmachen müssen,sonst klappt es nicht. Das gilt für Masken,Abstand,Händewaschen und eben auch für ehrliche Eintragungen in Gästelisten. Wer das nicht macht handelt unverantwortlich und ist einfach mal Sand im Getriebe. Die Daten in den Gästelisten dienen ja der Kontaktverfolgung,wenn Infizierte identifiziert werden. Fragt sich,wieviele derer,die sich nicht oder mit falschen Daten eintragen,Angst um ihre Daten haben,nicht als Kontaktperson erkannt werden wollen oder einfach Verweigerer sind. Die Info an die CoronaWarnApp,wenn man einen positiven Test hat, ist ja auch freiwillig. Und anonym,also kein Ersatz für die Gästelisten.
    Wenn wegen solcher Vorkommnisse Lockerungen wieder zurückgenommen werden,folgt genau von solchen Leuten die nächste Demo wegen ihrer Freiheit. Absurd.

  17. 9.

    Wenn das Klientel und die Betreiber dieser Gaststätten sich nicht an die Regeln halten, dann Dicht die Dinger bevor die Verantwortungsbewussten wieder mitbestraft werden. Traurig aber wahr.

  18. 8.

    Ja, aber leider gibt es sehr viele Vollpfosten, die falschen Angaben machen.
    Und dank solcher, ich nenne sie mal anders schlau, Leute werden, bzw. könnten die Ansteckungszahlen wieder steigen und womöglich, falls es so sein sollte, was Ich nicht wünsche, mehr schwere Fälle bis hin zu Todesopfern geben.
    Im schlimmsten Fall werden dann auch Gastronomiebetriebe wieder geschlossen. Da können sich die Gastwirte dann bei diesen Leuten bedanken.

Das könnte Sie auch interessieren