Beschränkungen wegen Corona - Was in Brandenburg jetzt erlaubt ist - und was verboten

Ein Schild weißt auf die Corona-Maßnahmen in einem Impfzentrum (Quelle: dpa/Rene Traut)
Bild: dpa/Rene Traut

Das öffentliche Leben bleibt wegen der Corona-Pandemie auch in Brandenburg weiter eingeschränkt. Angesichts sinkender Infektionszahlen gelten inzwischen allerdings weitreichende Lockerungen - ein Überblick.

Zuletzt hat die Brandenburger Landesregierung am 15. Juni die Corona-Verordnung, die nun [Umgangsverordnung [landesrecht.brandenburg.de] heißt, überarbeitet und damit weitere Lockerungen auf den Weg gebracht.

Nach einem Beschluss des Bundeskabinetts gibt es außerdem weiterhin Erleichterungen für Geimpfte und Genesene. Diese Personen werden mit Personen gleichgestellt, die negativ auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 getestet sind.

Kontaktbeschränkungen

Im Öffentlichen Raum gibt es keine Kontaktbeschränkungen mehr. Es können sich wieder beliebig viele Personen treffen. Die Abstands- und allgemeinen Hygieneregeln müssen aber weiterhin eingehalten werden.

Kontaktbeschränkungen für private Zusammenkünfte und Feiern im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis gibt es nur noch in geschlossenen Räumen. Dort dürfen sich bis zu zwei Haushalte oder insgesamt bis zu zehn Personen treffen. Kinder bis 14 Jahren, Geimpfte und Genesene zählen nicht mit.

Private Feiern aus besonderem Anlass, wie zum Beispiel Geburtstage, Verlobungen, Hochzeiten, Jubiläen oder Abschlussfeiern, können mit bis zu 50 Personen in geschlossenen Räumen und mit bis zu 100 Personen unter freiem Himmel gefeiert werden.

Maskenpflicht

Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (OP- oder FFP2-Maske) im öffentlichen Raum besteht nicht mehr im Freien, nur noch in öffentlich zugänglichen geschlossenen Räumen. (detaillierte Angaben dazu in den einzelnen Bereichen)

Ausgenommen von der Maskenpflicht bleiben zum Beispiel Gehörlose oder Menschen, denen das aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist. Dies muss durch ein ärztliches Zeugnis nachgewiesen werden.

Soweit für Kinder unter 14 Jahren keine passende medizinische Maske zur Verfügung steht, müssen sie ersatzweise eine Alltagsmaske tragen.

Verstöße gegen die Maskenpflicht können in Brandenburg mit einem Bußgeld von 50 bis 250 Euro geahndet werden.

Testpflicht

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter dem Wert von 20 gilt für die Gastronomie, den Tourismus oder für Kulturveranstaltungen keine Testpflicht mehr.

Unabhängig von der Inzidenz bleibt die Testpflicht immer in Schulen, Kitas, für Besucherinnen und Besucher in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern, beim Kontaktsport drinnen, in Diskotheken und Clubs und sexuelle Dienstleistungen bestehen.

Die Testung muss über einen Antigen-Schnelltest durch geschultes Personal (etwa ein kostenfreier Bürgertest in einer Teststelle) oder vor Ort unter Aufsicht als ein sogenannter Laientest durchgeführt werden. Ein negativer Test darf maximal 24 Stunden alt sein.

Vollständig Geimpfte oder Genesene sind nach Vorlage eines Nachweises von der Testpflicht befreit. Dazu gehören der Impfpass oder ein positiver PCR-Test, der mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegt.

Schulen, Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 der Grund- und Förderschulen erhalten wieder Präsenzunterricht, ebenso wie die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, Förderschulen sowie der Schulen des Zweiten Bildungswegs.

Die Testpflicht an zwei bestimmten, nicht aufeinanderfolgenden Tagen einer Schulwoche bleibt bestehen. Geimpfte oder genesene Schülerinnen und Schüler, in der Schule Tätige und sonstige Personen benötigen keinen Testnachweis mehr.

Für Schülerinnen und Schüler in Grundschulen besteht keine Maskenpflicht mehr. Für alle Lehrkräfte und das sonstige Schulpersonal, für alle Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 (außer beim Sport und bei über vierstündigen Klausuren) sowie für alle Besucherinnen und Besucher gilt weiterhin eine Maskenpflicht in Schulgebäuden.

Während des Stoßlüftens im Klassenraum darf die Maske abgenommen werden. Für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt "geistige Entwicklung" kann die Schule aus pädagogischen Gründen eine Befreiung von der Tragepflicht zulassen.

Wandertage und Exkursionen können von Schulen und Kitas durchgeführt werden. Die Durchführung von mehrtägigen Schulfahrten bleibt untersagt.

Schulsport und Schulschwimmen ist wieder uneingeschränkt möglich. Es gibt keine Personengrenzen mehr bei sonstigen Bildungs-, Fort-, Weiterbildungseinrichtungen.

Für die Jugendarbeit gibt es ebenfalls keine Beschränkungen mehr.

Für Bildungs-, Fort-, Weiterbildungseinrichtungen (z.B. Hochschulen, Musikschulen, Kunstschulen, Fahrschulen oder Volkshochschulen) gibt es ebenfalls keine Personengrenzen mehr. Sofern zwischen festen Sitzplätzen ein Mindestabstand von 1 Meter eingehalten wird, besteht keine Maskenpflicht. Teilnehmer:innen von Präsenzangeboten müssen einmal in der Woche vor Beginn des ersten Unterrichtstags negativ getestet sein und einen Testnachweis vorlegen. Bei Einzelunterricht an Musikschulen gilt das nicht für Kinder unter 6 Jahren sowie für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

Finden Unterricht oder Lehrveranstaltungen an mehr als drei aufeinanderfolgenden Tagen statt, besteht die Test- und Nachweispflicht zweimal in der Woche.

Kitas und Horte

Die Kitas sind wieder im uneingeschränkten Regelbetrieb. Der bisherige Appell, Kinder im vorschulischen Bereich möglichst Zuhause zu betreuen, wird nicht aufrechterhalten. Die Horte und Kindertagessstätten können wieder vollumfänglich genutzt werden. Während der Sommerferien kann der Hortbetrieb in allen Landkreisen und kreisfreien Städten mit niedrigen Infektionszahlen als sogenannter Ferienhort stattfinden.

In den Innenbereichen von Kindertagesstätten sollten möglichst feste Gruppen gebildet werden. In den Außenbereichen ist dies nicht nötig. Für Kinder und Personal im Umgang mit Kindern gibt es in den Innen- und Außenbereichen der Kindertagesstätten keine Maskenpflicht mehr. Bei Kontakten zu anderen Erwachsenen (z.B. Kollegen, Eltern, Externe) muss das Personal eine medizinische Maske tragen, wenn die Abstandsregelungen nicht eingehalten werden können. In Kitas besteht auch bei einer Inzidenz unter 20 eine Testpflicht für Beschäftigte. Grundsätzlich ist allen Personen der Zutritt zu den Kindertagesstätten untersagt, wenn sie keinen Testnachweis erbringen.

Arbeitgeber: Verpflichtung zu Test-Angeboten

Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten mindestens einen Corona-Test pro Woche ermöglichen – wenn möglich im Unternehmen.

Seit dem 1. Juli müssen Arbeitgeber kein Home-Office mehr anbieten.

Dienstleistungen

Friseurbetriebe und körpernahe Dienstleistungen, also Kosmetik- und Nagelstudios, Massagepraxen, Tattoostudios, Sonnenstudios und ähnliche Betriebe sind geöffnet. Ein negativer Test ist nur erforderlich, wenn durch die besondere Art der Dienstleistung keine Maske getragen werden kann.


Sexuelle Dienstleistungen und Prostitutionsveranstaltungen sind wieder erlaubt.
Grundsätzlich gilt eine Testpflicht und das Erfassen von Personendaten. Die Maskenpflicht besteht, solang eine sexuelle Dienstleistung nicht erbracht wird.

Thermen, Solarien, Saunen, Dampfsaunen und Dampfbäder, Wellnessbäder, Schwimmhallen sowie Spaß- und Freizeitbäder können Gäste empfangen. Sie müssen mit einem individuellen Hygienekonzept folgendes sicherstellen: Steuerung des Zutritts, Erfassen der Personendaten, Mindestabstand, regelmäßiges Lüften in Innenräumen. Die Besucher:innen müssen symptomfrei sein, einen negativen Test vorlegen und in Umkleideräumen Masken tragen. Eine Personenbegrenzung gibt es nicht.

Einzelhandel

Das Einkaufen ist in allen Geschäften des Einzel- und Großhandels wieder ohne vorherige Terminvergabe möglich. Die Corona-Testpflicht entfällt. Es gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske durch alle Personen

Unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln können sich in Geschäften wieder beliebig viele Kund:innen aufhalten. Geschäfte müssen den Zutritt steuern, sicherstellen, dass das Abstandsgebot eingehalten werden kann und regelmäßig lüften. Personendaten zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung müssen nicht mehr erfasst werden.

Gastronomie

Gaststätten dürfen Gäste in Außen- und Innenbereichen ohne vorherige Terminvereinbarung empfangen. Für Außenbereiche besteht keine Test- und Maskenpflicht mehr. Gäste, die in Innenbereichen bewirtet werden, müssen dagegen weiterhin einen negativen Test vorlegen. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter dem Wert von 20 besteht auch für die Innengastronomie keine Testpflicht mehr. Halten sich Personen nicht an ihrem festen Platz auf, müssen sie eine medizinische Maske tragen. Personal ohne direkten Kontakt zu Gästen ist davon befreit.

Die Gaststätten müssen den Zutritt steuern, Kontaktnachweise führen, regelmäßig lüften und Mindestabstände einhalten.

Religiöse Feiern

Religiöse Feiern in Kirchen, Moscheen oder Synagogen, Trauungen, Taufen und Beerdigungen können unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln wieder mit Gästen stattfinden. Ausrichter müssen folgendes sicherstellen: Abstandsgebot, Steuerung des Zutritts, Erfassung der Kontaktdaten, Austausch der Raumluft in geschlossenen Räumen. Teilnehmende müssen nur in geschlossenen Räumen eine medizinische Maske tragen. Halten sie sich auf festen Sitzplätzen auf, dürfen sie ihre Maske ablegen, sofern dabei der Mindestabstand eingehalten wird.

Gemeindegesang ist bei religiösen Veranstaltungen wieder erlaubt. In geschlossenen Räumen Es gilt dann ein Abstandsgebot von mindestens zwei Metern. Auch Geimpfte und Genesene müssen ihn einhalten.

Unterhaltungsveranstaltungen und Demonstrationen

Veranstaltungen können grundsätzlich mit bis zu 1.000 Teilnehmenden stattfinden. Bei Open-Air-Veranstaltungen besteht keine Maskenpflicht mehr. In geschlossenen Räumen gilt eine Maskenpflicht und bei Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter ist zusätzlich ein Test-, Impf- oder Genesenennachweis erforderlich.

Außerdem müssen die Veranstalter Hygienekonzepte vorlegen und sicherstellen, dass sich die Teilnehmer an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln halten. Auch das Erfassen von Personendaten aller Teilnehmenden zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung muss sichergestellt werden.

Veranstaltungen ohne Unterhaltungscharakter, wie Betriebsversammlungen, Vereinssitzungen u.ä., müssen keine Termine vergeben und unterliegen auch nicht der Testpflicht.

Für Versammlungen und Demonstrationen gibt es keine besonderen Einschränkungen oder Personengrenzen mehr. Im Freien besteht keine Maskenpflicht. Allgemeine Hygiene- und Abstandsregeln müssen jedoch immer eingehalten werden

Modellprojekte

Im Rahmen von zeitlich befristeten Modellprojekten können in Gemeinden oder Gemeindeteilen abweichende Regelungen für

- Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter
- die Sportausübung
- Kultureinrichtungen und Kulturveranstaltungen

zugelassen werden. Die Modellprojekte müssen mit dem fachlich zuständigen Ministerium im Einvernehmen mit dem Gesundheitsministerium und in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt ausgewählt werden.

Ein Modellprojekt ist nur zulässig, wenn es für einen konkreten Zeitraum befristet und wissenschaftlich begleitet wird sowie ein individuelles Monitoring-Konzept vorliegt und in dem Landkreis oder der kreisfreien Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz an 14 aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 beträgt.

Sport und Sportveranstaltungen

Sportanlagen in geschlossenen Räumen wie Gymnastik-, Turn- und Sporthallen, Fitnessstudios, Tanzstudios, Tanzschulen, Bowlingcenter, Indoor-Spielplätze und vergleichbare Einrichtungen sind wieder geöffnet. Sie müssen den Zutritt steuern, Kontaktdaten erfassen und regelmäßig lüften. Sportler:innen müssen einen Termin buchen, negativ getestet sein und dürfen keine Covid-19-Symptome aufweisen. In den Umkleideräumen besteht Maskenpflicht. Kontaktsport mit mehr als 30 Sportler:innen ist nicht erlaubt.

Kontaktsport auf Sportanlagen unter freiem Himmel ist wieder ohne Personenbeschränkung möglich. Keine Einschränkungen gibt es bei ärztlich verordnetem Sport, im Trainings- und Wettkampfbetrieb und bei der Ausbildung von Rettungschwimmer:innen. Auch Schulsport und Schwimmunterricht sind wieder uneingeschränkt möglich. Sporter:innen dürfen keine Covid-19-Symptome aufweisen.

Freibäder sind wieder geöffnet. Der Zutritt ist nur für Besucher:innen ohne Symptome gestattet. Abstände müssen eingehalten werden. Die Betreiber müssen den Zutritt steuern und die Kontaktdaten erfassen. Badegäste brauchen - außer in Umkleideräumen - keine Maske tragen. In Freibädern dürfen sich zeitglich höchsten 500 Besucherinnen und Besucher aufhalten.

Kultur und Freizeit

Museen, Gedenkstätten, Galerien, Planetarien, öffentliche Bibliotheken, Tierparks, Wildgehege, Zoologische und Botanische Gärten dürfen unter Auflagen öffnen. Bei Ausstellungen in Innenräumen müssen Besucher vorab Online-Termine buchen. Zudem müssen Besucher in Innnenbereichen medizinische Masken tragen und ihre persönlichen Daten für eine Kontaktnachverfolgung hinterlegen.

Freizeitparks dürfen wieder öffnen. Für sie gelten die gleichen Bedingungen wie für Tierparks, Wildgehege, Zoologische und Botanische Gärten: Das Abstandsgebot muss zwischen allen Personen eingehalten werden, der Zutritt und Aufenthalt der Gäste muss gesteuert und beschränkt werden und Besucherinnen sowie Besucher müssen vorher einen Termin buchen, wenn sie sich nicht ausschließlich in Außenanlagen aufhalten.

Theater, Konzert- und Opernhäuser, Kinos und ähnliche Einrichtungen dürfen bis zu 1000 zeitgleich anwesende Besucherinnen und Besucher empfangen. Sofern zwischen festen Sitzplätzen ein Mindestabstand von 1 Meter eingehalten wird, besteht keine Maskenpflicht. Besucherinnen und Besuche müssen einen negativen Test vorlegen und dürfen keine Covid-19-Symptome aufweisen. Bedingungen: Terminvergabe, Erfassen der Personendaten.

Künstlerische Ensembles dürfen im Freien mit bis zu 70 und in geschlossenen Räumen mit bis zu 30 symptomfreien Personen proben. In Innenräumen muss eine medizinische Maske getragen werden, wenn es die künstlerische Darbietung zulässt. Hier dürfen keine Blasinstrumente gespielt oder gesungen werden. Beim Singen und Spielen von Blasinstrumenten im Freien muss ein Mindestabstand von 2 Metern eingehalten werden.

Messen, Ausstellungen, Spezialmärkte, Jahrmärkte, Volksfeste, Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen können wieder für den Publikumsverkehr öffnen. Veranstaltungen können grundsätzlich mit bis zu 1.000 Teilnehmenden stattfinden. Die Veranstalter müssen ein individuelles Hygienekonzept mit den gleichen Maßnahmen wie Theater und Kinos vorlegen.

Diskotheken und Clubs können wieder öffnen. In geschlossenen Räumen gilt grundsätzlich eine Testpflicht unabhängig regionaler Inzidenz, außerdem sind die Personendaten zu erfassen und pro zehn Quadratmeter begehbarer Fläche ist nicht mehr als ein Gast erlaubt.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Für Besuche in Alten- und Pflegeheimen gilt keine Personengrenze mehr.

Auch in Krankenhäusern können Patientinnen und Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohner beliebig viele Besucherinnen und Besucher empfangen. Auch hier gibt es keine Personengrenze mehr.

Besucherinnen und Besucher haben während des gesamten Aufenthalts in der Einrichtung und in den dazugehörigen Außenbereichen eine FFP2-Maske zu tragen. Außerdem benötigen Besucher einen negativen Covid-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, einen Nachweis der vollständigen Impfung oder der Genesung. Dazu müssen die Einrichtungen Besucher die Durchführung eines Antigen-Schnelltest anbieten.

Personen mit Symptomen, die auf eine Erkrankung mit Covid-19 im Sinne der dafür jeweils aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts hinweisen, sind nach wie vor vom Besuchsrecht ausgeschlossen.

Das Personal in solchen Einrichtungen hat grundsätzlich eine FFP2-Maske zu tragen. Beschäftigte müssen sich mindestens an drei Tagen pro Woche einem Corona-Test unterziehen. Die jeweiligen Einrichtungen sollen die erforderlichen Testungen organisieren.

Verkehr und Flughäfen

In den öffentlichen Verkehrsmitteln besteht die Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes, also FFP2- oder OP-Maske, sind verpflichtend. Davon ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren und Personen mit Attest oder körperlicher Einschränkung.

Die Tragepflicht gilt auch in von Publikumsverkehr zugänglichen Gebäuden von Bahnhöfen und Flughäfen sowie in Wartebereichen, wie Bahnsteigen, Bahnhofsvorplätzen und Haltestellen, sofern sich diese nicht im Freien befinden.

In Bussen und Bahnen ist der Kontakt mit den Fahrerinnen und Fahrern zu vermeiden. Allerdings ist es den örtlichen Verkehrsunternehmen in Brandenburg laut Aussage des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) mittlerweile selbst überlassen, ob sie den vorderen Türbereich von Bussen absperren.

Beherbung, Besuche, Ausflüge und Campingbedingungen

Touristische Übernachtungen sind ohne Beschränkungen möglich. Für alle Beherbergungsstätten gilt: Gäste müssen vor Beginn der Beherbergung einen Test-, Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Kinder unter 6 Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter dem Wert von 20 besteht keine Testpflicht

Dauercamping ist erlaubt. Gemeinschaftseinrichtungen auf Campingplätzen können wieder öffnen. Voraussetzung sind das Tragen einer medizinischen Maske in Innenbereichen, regelmäßiger Austausch der Raumluft und die Einhaltung des Mindestabstands.

Neben Stadtrundfahrten, Schiffsausflügen und vergleichbaren touristischen Angeboten sind auch Reisebusreisen wieder möglich. Die Anbieter:innen müssen ein individuelles Hygienekonzept erstellen, das folgendes gewährleistet: Mindestabstand, Steuerung des Zutritts, Kontaktdaten, Aufenthalt auf festen Sitzplätzen. Reisende müssen symptomfrei, negativ getestet, geimpft oder genesen sein und im Innenbereich eine Maske tragen.

Für geführte Stadtrundgänge, Wanderungen oder Radtouren gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen für den öffentlichen Raum. Veranstalter können beliebig viele Personen begleiten.

Einreise nach Brandenburg

Es gilt in Brandenburg die neue Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes. Einreisende aus Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebieten im Ausland müssen sich vor der Einreise digital unter einreiseanmeldung.de anmelden und den Nachweis der Anmeldung mit sich führen. Falls die digitale Anmeldung technisch nicht möglich ist, gibt es eine Ersatzmitteilung in Papierform.

Nach Ankunft in Brandenburg müssen Einreisende aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten sofort für für zehn Tage in Quarantäne. Diese kann mit einer negativen Testung, einem Genesenennachweis oder dem Impfnachweis (übermittelt über die Seite einreiseanmeldung.de) vorzeitig beendet werden. Nach einem Aufenthalt in einem Hochinzidenzgebiet kann eine Testung und damit Aufhebung der Quarantäne frühestens nach fünf Tagen erfolgen.

Bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet, also einem Land, in dem die besonders ansteckenden Corona-Mutationen verbreitet sind, verlängert sich die Quarantäne strikt auf 14 Tage - sie kann auch nicht abgekürzt werden. Wer genesen ist und aus einem Risiko- oder Hochinzidenzgebiet nach Brandenburg ein- oder rückreist, dabei allerdings vollständig mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff gegen das Coronavirus geimpft ist, muss sich zwar weiterhin anmelden und testen lassen, aber nicht mehr in eine zehntägige häusliche Absonderung begeben. Die letzte für einen vollständigen Schutz notwendige Impfung muss mindestens 14 Tage zurückliegen. Genesene benötigen als Nachweis einen positiven PCR-Test, der mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegt. Für Reisende aus Virusvariantengebieten gelten diese Erleichterungen nicht.

Alle Einreisenden sind generell verpflichtet, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Bei Einreise aus Risikogebieten, die nicht auf dem Luftweg geschieht, genügt es, sich bis 48 Stunden nach Ankunft testen zu lassen. Alle Einreisenden, die auf dem Luftweg einreisen egal woher, sowie Einreisende aus sogenannten Hochinzidenzgebieten, also Regionen mit besonders hohen Zahlen, sowie Einreisende aus Virusvariantengebieten Gebieten, in denen sich die neuen Virus-Mutationen verbreitet haben [rki.de] müssen zwingend bereits vor Abreise ein negatives Testergebnis vorlegen. Es darf höchstens 48 Stunden alt sein. Einreisende auf dem Luftweg, die nicht aus einem Virusvariantengebiet kommen, können statt eines negativen Testergebnisses auch einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen.

Auch die Bundespolizei kann das bei Einreise kontrollieren - wer kein negatives Ergebnis vorweisen kann, darf nicht weiter. Polen ist derzeit kein Risikogebiet mehr. Der "kleine Grenzverkehr" ohne Anmelde- Nachweis- und Absonderungspflicht ist erlaubt. Bei der Einreise aus Polen per Bahn, Auto oder Bus entfällt die Testpflicht. Wer mit dem Flugzeug einreist, muss allerdings weiterhin einen Test vorweisen. Auf umgekehrtem Reiseweg müssen die geltenden polnischen Test- und Absonderungsregeln beachtet werden. Das zuständige Gesundheitsamt darf in allen Fällen auf Verlangen das Testergebnis einsehen. Dieses muss für mindestens zehn Tage aufbewahrt werden.

Es gibt weiterhin Ausnahmen, etwa für Grenzpendler oder den Besuch von Familienangehörigen ersten Grades wie Eltern, Kindern, Ehepartnern, Lebenspartnern. Ausnahmen von der Testpflicht gibt es unter anderem für Transitreisende und "Personen im Güter- und Warenverkehr", zum Beispiel Lkw-Fahrer.

Berufspendler aus Polen und Personen, die Bildungsangebote wahrnehmen, müssen sich zweimal wöchentlich testen lassen.

Infos zu allen Einreisebestimmungen finden Sie auch hier [msgiv.brandenburg.de].

Was Sie jetzt wissen müssen

313 Kommentare

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  1. 313.

    Jetzt fehlt nur noch von Ihnen die Behauptung, dass nichts gelockert wurde.

  2. 312.

    Eine Frage zur Beherbergung: Da steht, dass touristische Übernachtungen ohne Einschränkung möglich seien. Dann folgt im nächsten Absatz die Sache mit den zwei Haushalten. Im §13 der oben verlinkten Umgangsverurnung heißt es:
    Betreiberinnen und Betreiber von Beherbergungsstätten haben auf der Grundlage eines individuellen Hygienekonzepts durch geeignete organisatorische Maßnahmen Folgendes sicherzustellen:
    die Steuerung und Beschränkung des Zutritts und des Aufenthalts aller Personen,
    die Beherbergung nur von Gästen, die vor Beginn der Beherbergung einen auf sie ausgestellten Testnachweis vorlegen,
    in gemeinschaftlich genutzten Räumen
    die Einhaltung des Abstandsgebots,
    das verpflichtende Tragen einer medizinischen Maske durch alle Personen,
    einen regelmäßigen Austausch der Raumluft durch Frischluft.
    Was ist denn nun richtig?

  3. 311.

    Und die Delta Mutation macht inzwischen 6,2% aller Neuinfektionen bei uns aus. Dem Virus ist egal, ob lila, rot oder orange regiert. Hauptsache, es kann sich schnell ausbreiten und wir wissen das und sollten es auch so nüchtern und wertfrei betrachten.

  4. 310.

    Das wird wohl nicht passieren unter der künftigen CDU-SPD-Grüne Bundesregierung mit einem Bundeskanzler Laschet und einer Gesundheitministerin Berbock.

  5. 309.

    Der Artikel beginnt mit dem Bezug auf die 100er-Inzidenz, jetzt sind wir unter 10!! Im Herbst war 35 das angepeilte (seligmachende) Ziel. Wann gibt es endlich spürbare Lockerungen und die Rückkehr zur Eigenverantwortung?

  6. 308.

    Je geringer die Indizens, umso proportional länger die Liste mit den Verboten.

  7. 307.

    Kommt es nur mir so vor oder wird die Liste der "Verbote" bei jeder Ankündigung neuer "Lockerungen" immer länger?

    Maskenpflicht beim Tag des offenen Gartens unter freiem Himmel in der Kleingartenanlage, irgendwo hörts auch mal auf.

    Die Dänen schaffen die Maskerade ab Montag ganz ab. Justizministerin Lambrecht fordert die BUndesländer auf, die Maskenpflicht regelmässig zu prüfen und wo nötig, aufzuheben.

    Daher die Frage an die Redaktion: Wann wird der ganze Unsinn endlich abgeschafft?

    Dass man sich vor einer Fahrt mit dem Reisebus, Abfahrt 6 Uhr morgens "tagesaktuell" testen lassen muss, ist nicht nur medizinischer Schwachfug sondern auch technisch unmöglich an einem Samstag oder Sonntag!

  8. 306.

    Totale Verarschung was Impftermine betrifft. Ob Impfzentrum oder Hausarzt. Ich 60 Jahre, beim Hausarzt nichtmal die 80 jährigen Verimpft. Mein Schwager in Nordfranken viele Jahre jünger wie ich hat die 1. Impfung. Es ist Wahljahr. Ich wähle wie immer.

  9. 305.

    Ich muss jetzt warum genau im Tierpark eine feinstaubmaske oder op Maske tragen?

  10. 304.

    Hallo allerseits , darf man überhaupt als zum Beispiel Niedersachsener nach Beriln Brandenburg einreisen , dort ggf sich ins Freie begeben , Fahrrad fahren ( mit o. ohne Mundmaske ?) und zwischendurch sich irgendwo hinsetzen eine Pause machen und etwas trinken und essen ?

  11. 303.

    Harald Fenske:
    "Diese Regierung kann nur noch verbieten aber es ist Ihnen scheiss egal ob wir geimmpft oder getestet werden"

    Realitätsferner Blödsinn!

  12. 302.

    Testen, testen ... dann sollte sich das mit den Kontakten in Haushalten doch erledigt haben.

  13. 301.

    Absolut unverständlich, warum Veranstaltungen bis 100 Teilnehmern oder Gottesdienste erlaubt, aber Außenbereiche von Zoos, Botanischen Gärten und Wildgehegen verboten!!! Da fehlt normal denkenden Menschen jedes Verständnis.

  14. 300.

    Absolut unverständlich, warum Veranstaltungen bis 100 Teilnehmern oder Gottesdienste erlaubt, aber Außenbereiche von Zoos, Botanischen Gärten und Wildgehegen verboten!!! Da fehlt normal denkenden Menschen jedes Verständnis.

  15. 299.

    Diese Regierung kann nur noch verbieten aber es ist Ihnen scheiss egal ob wir geimmpft oder getestet werden

  16. 298.

    Biontech und Moderna arbeiten bereits an Auffrischungsimpfungen mit Anpassungen an die Mutationen und testen mit den ursprünglichen Probanten

    Zmu Thema "mRNA - EU - Merkel/Spahn" was zum Lesen
    https://www.merkur.de/welt/corona-impfstoff-angela-merkel-deutschland-biontech-spahn-impfdosen-eu-strategie-90161026.html
    https://www.tagesspiegel.de/politik/vertraege-mit-herstellern-eu-verzichtete-offenbar-auf-bis-zu-340-millionen-zusaetzliche-impfdosen/26732914.html

    Es ist aber nicht so, dass nichts gemacht wird. Frau v.d.Leyen hat Anfang der Woche verkündet (ard) eine kurzfristige Zusatzlieferung (geplante Lieferung des 4. Quartals wird vorgezogen) von 50Mill Dosen durch Biontech erwirkt zu haben. Außerdem wird man bei zukünftigen Bestellungen, z.B. für die Auffrischungen, nur noch mNRA in Betracht ziehen.

    Und auch Biontech signalisiert Unterstützung.
    https://investors.biontech.de/de/news-releases/news-release-details/statement-zur-moeglichen-lieferung-von-zusaetzlichen

  17. 297.

    Danke für diese wichtige Info. Testen ist nur ein Blitzlicht. Das Impfen ist leieder auch mit heißer Nadel gestrickt: Ab wann lässt die Impfwirkung nach - bzw. ab wann hat man keine Antikörper mehr? Bisher keine Informationen. Ist Vorsorge getroffen worden (Impflogistik planen und bereitstellen, rechtzeitig Impfstoffe kaufen...) Mir ist NICHTS derartiges bekannt. Sollen irgendwann die Probleme wieder neu beginnen?

  18. 296.

    Das RKI hat sich zu den Antigen-Schnelltests geäußert und die Einschätzung ist nicht gut:

    https://fragdenstaat.de/dokumente/9391-31003bewertungdesrkia/

    _Ein_ negativer Schnelltest gibt also nur eine trügerische Sicherheit.

  19. 295.

    Weil rund 80 Millionen in diesem Land ebenfalls noch nicht geimpft wurden. Leichte Rechnung.

  20. 294.

    Das Lehrer vorgezogen wurden, ist wahrscheinlich eine trügerische Wahrnehmung und nein, wir stehen nicht gut da, im Land Brandenburg. Wir haben die höchste Inzidenz weit und breit. Da hilft auch kein Impfen.

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