Symbolbild: Corona Test (Quelle: dpa/Robin)
Video: Brandenburg aktuell | 28.07.2020 | Charlotte Gerling | Bild: dpa/Robin

Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten - Corona-Tests am Flughafen Tegel starten am Mittwoch

Reiserückkehrer an Flughäfen sollen auf das Coronavirus getestet werden sollen - so haben es die Gesundheitsminister entschieden. Nun steht fest: Ab Mittwoch wird das in Tegel, am Donnerstag in Schönefeld Realität - und bald wohl auch Pflicht.

Am Flughafen Tegel sollen sich Reiserückkehrer aus sogenannten Risikogebieten ab Mittwoch auf das Coronavirus testen lassen können. Wie die Senatskanzlei am Mittwochabend bekanntgab, soll die Teststelle im Terminalgebäude A gegenüber dem Gate A00 und A07 eingerichtet werden und von 8 Uhr bis 20 Uhr geöffnet sein.

Am Flughafen Schönefeld soll die Teststelle nun doch erst am Donnerstag in Terminal L öffnen. In beiden Testzentren seien zunächst nur zwei Teams tätig, im Rahmen einer Pilotphase, das Angebot soll aber später ausgeweitet werden, so die Senatskanzlei.

Die Tests in den Terminalgebäuden der Flughäfen Tegel und Schönefeld sollen für die Reisenden kostenlos sein. Derzeit sind sie noch freiwillig. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant jedoch, sie verpflichtend zu machen.

Testergebnis innerhalb von 48 Stunden

Berlins Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte die Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten am vergangenen Donnerstag für diese Woche in Aussicht gestellt. Die Umsetzung liegt in der Verantwortung der Charité. Die Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern hatte sich am Mittwoch darauf verständigt, dass Reisende aus solchen Gebieten im Ausland künftig unmittelbar nach Rückkehr auf das Coronavirus getestet werden sollen.

Wer den Test am Flughafen durchführen will, muss sich laut Senatskanzlei vorher anmelden. "Dies kann digital mithilfe einer WebApp oder manuell erfolgen." Die Abstriche würden dann vom medizinischen Personal der Charité und von Vivantes vorgenommen. "Die Übermittlung des Testergebnisses erfolgt innerhalb von 48 Stunden." Sollte der Test positiv ausfallen, werde automatisch auch das zuständige Gesundheitsamt informiert, so die Senatskanzlei.

Testpflicht könnte noch in dieser Woche kommen

Bundesgesundheitsminister Spahn hatte am Montag die Testpflicht für Einreisende aus solchen Gebieten mit hohen Fallzahlen angekündigt, die voraussichtlich kommende Woche in Kraft treten soll.

Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) zeigte sich im rbb-Interview erfreut über die Testpflicht: Sie und andere Länderminister hätten zunächst zwar rechtliche Bedenken gehabt, doch die juristische Prüfung durch das Bundesgesundheitsministerium sei positiv gewesen. Kalayci erinnerte daran, dass Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten sich in Quarantäne begeben müssen, bis das Testergebnis vorliegt. Das werde stichprobenartig kontrolliert.

Rückkehrer aus dem Auslandsurlaub können sich bereits seit dem Wochenende auf mehreren Flughäfen in Deutschland auf das Coronavirus testen lassen. Das hatten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und seine Kollegen aus den Bundesländern am Freitag beschlossen. Wer keinen negativen Befund hat, muss wie bisher für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. "Für Rückreisende aus Corona-Risikogebieten entfällt die 14-tägige Quarantänepflicht, wenn sie ein aktuelles negatives Testergebnis (ärztliches Attest nebst Laborbefund) vorlegen können", teilte die Senatskanzlei am Mittwoch mit.

Sendung: Abendschau, 28.07.2020, 19:30 Uhr

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27 Kommentare

  1. 27.

    Ich finde es super, dass es diese Möglichkeit gibt. Nur leider ist es rausgeschmissenes (unser) Geld vom Staat da ich schon seit dem 01.08 den Test gemacht habe aber keine Resultate erhalten habe. Dann kann man sich das sparen wenn man sowieso selbst in Quarantäne muss. Hoffentlich halten alle die keine Ergebnisse haben auch 14 Tage kontaktfrei aus. Schlecht organisiert und falsch investiertes Geld.

  2. 26.

    Sie denken wirklich zu einfach. Der Staat kann keine Kosten für Test verlangen, wenn der Staat gleichzeitig die Rückerstattung von den Reisen verhindert, indem der Staat keine Reisewarnung ausgibt.
    Oder mal ganz allgemein gesagt. Keiner kann Geld für eine Sache verlangen, wenn man dies selber gar nicht will.
    Was der Staat auch weiß, da der erste Test kostenlos ist. Und wenn man freiwillig noch einen Test machen will, diesen dann bezahlen soll.

    Und wie bereits schon gesagt, haben diese Test überhaupt gar keine Aussage. Erst der zweite Test bringt die Sicherheit, wenn man bis dahin in Quarantäne bleibt.
    Was der Staat selber weiß, da man nach 6 bis 7 Tagen noch einen Test machen soll.

    Und wie bereits auch schon gesagt. Die ganze Welt ist ein Risikogebiet.

    Und ihre Äußerungen für Rückholungen usw. ist doch schon wieder ein ganz anderes Thema und hat nichts mit den Test zu tun. Da ist die Sachlage ganz anderes. Natürlich kann der Urlauber nicht zum Staat sagen, bezahl das.

  3. 25.

    Die Rechtfertigung der SED für die Reisebeschränkungen war, dass diese dem Schutz der Bevölkerung dienten. Das ist genau die Argumentation einiger Leute hier. Der einzige Unterschied ist die Natur der angeblichen Bedrohung, die als Begründung herhalten muss, aber das ist ja austauschbar.

    "nur die zum Leben nötigsten Aktiväten zulässt, war und ist Deutschland sehr weit entfernt." Das war eine Adabsurdumführung, indem ich die Konsequenzen dieser Denke bis zuletzt gezogen habe: Wenn Gefahrenabwehr als Begründung für Beschränkungen akzeptiert wird, kann das beliebig weit gehen. Man könnte zB Straßenverkehr verbieten, das Stromnetz abschalten, Sport verbieten, sind ja alles Gefahrenquellen, ohne die man auch leben kann.

    Und wenn gefordert wird dass Menschen für aufgezwungene Maßnahmen zur Kasse gebeten werden, dann bedeutet das dass nur noch Wohlhabende reisen können, also ein Zwei-Klassen-Grundrecht.

  4. 24.

    Nun, die DDR wurde von einer Pandemie des Ausmaßes eines Covid-19 Virus nicht herausgefordert. Die Menschen sind (und wären) damals nicht auf die Straße gegangen, weil ihnen aus Gesundheitsschutz relevanten Gründen irgendetwas an Freiheiten genommen wurde.

    Sie jammern auf sehr hohem Niveau - denn von einer Lebenseinschränkung, die nur die zum Leben nötigsten Aktiväten zulässt, war und ist Deutschland sehr weit entfernt. In anderen ebenfalls liberalen Demokratien, wie bspw. Frankreich, Italien oder Spanien waren die Einschränkungen für die Bevölkerung weitaus eklatanter als bei uns. Und dort wo anfangs aus politischen Gründen verharmlost wurde - bspw. GB oder USA - musste nach katastrophalen Auswirkungen dieser Fehleinschätzung umgelenkt werden.

    Und Ihre Aussage bzgl. des "Angseinjagens und Unterwerfens", strahlt m. E. eine gewisse zur Spitztüte geformten Alu'rei aus.

  5. 23.

    Gegen diese Art ungebetener Fürsorge sind die DDR-Bürger 1989 auf die Straße gegangen. Mit dem Argument der Vorbeugung gegen irgendein Risiko könnte man das ganze Land stilllegen und alle Aktivitäten verbieten die nicht unmittelbar dem Überleben dient. Aber das ist halt in einer liberalen Demokratie nicht statthaft, und ein solches Leben wäre vielleicht hypersicher aber nicht lebenswert. Ich bin entsetzt dass so viele hier bereit sind, sich der Obrigkeit zu unterwerfen wenn man ihnen nur etwas Angst einjagt.

  6. 22.

    Der Staat ist für die Flugsicherung zuständig, und für den Betrieb derjenigen Flughäfen die in staatlicher Hand sind.

  7. 21.

    Der Staat ist für die Flugsicherung zuständig, und für den Betrieb derjenigen Flughäfen die in staatlicher Hand sind.

  8. 20.

    Man sollte mal lieber einmal an der Ostsee massive Tests durchführen bevor die unbelehrbaren Egozentriker wie die Heringe am Strand liegend nach Berlin zurückkommen.
    Deutschland steht immerhin an Platz 18 der Welt von 218 was COVID-19-Infektionen angeht.
    Mehr wie Schweden ohne Lockdown!
    Im Herbst brauchen sie mir nicht mit erneutem Lockdown auf den Geist gehen nur weil man nicht bis zum September warten konnte. Keiner braucht hier so tun als wenn die anderen Staaten als Corona-Herde verantwortlich sind. Wir sind selbst Platz 18!

  9. 19.

    Wer wissentlich in ein Risikogebiet reist, ... soll ggf dann auch für Rückholung, Tests, Quarantäne, ... bezahlen.

  10. 18.

    Auch wenn Sie noch so häufig mit dem Fuss auf den Boden stampfen, es geht den Staat sehr wohl etwas an, wenn der Verdacht besteht, dass Urlaubsreisende mglw. gefährliche Infektionskranheiten ins Land bringen.

  11. 17.

    echt wie toll, es ist also die pflicht des startes das die flugzeuge fligen und nicht die aufgabe der fluggeselschaften?
    der stat hat eine schutzpflicht gegeüber seinen bürgern und ein blick in das seuchenschutz gesetz hilft ihnen sicher das zu verstehen das man masnamen ergreifen muß wen unvernimpft und eigensinn menscheleben gefärden.

  12. 16.

    Mehrere Wochen zu spät, und was ist mit der Party - L.m.a.A Scene (z.B. Hasenheide)?

  13. 15.

    Sie denken da etwas zu einfach. Denn mit ihren Worten gesagt, ist es genauso unglaublich das Politiker prinzipiell nichts für den Test bezahlen müssen. Wovon auch. Der Steuerzahler zahlt dies so oder so.

    Des weiteren. Die ganze Welt ist ein Risikogebiet, auch Deutschland. Oder sollen jetzt auch die Hotspots ihrer Meinung nach die Tests bezahlen? Dann drücken sie mal die Daumen das ihr Wohnort nicht auch eines Tages einer ist.

    So viel zu ihrer klare Kante zeigen.

  14. 14.

    Unglaublich! Da sind Menschen die in Risikogebieten reisen und dann bei Rückkehr kostenlos getestet, ... werden. Neuseeland zB hat da einen besseren Weg/Lölsung, da werden die Kosten auf die Rückkehrer umgelegt. Wann wird hier endlich mal klare Kante gezeigt. Unglaublich!

  15. 13.

    Es geht den Staat nichts an, in welches Gebiet seine Bürger reisen oder aus welchem sie zurückzukommen geruhen. Da hat er sich nicht einzumischen und nicht hineinzuregulieren, zu verbieten, zu testen, zu quarantänieren oder sonstwas. Die einzige staatliche Aufgabe dabei ist, für eine reibungslose Abwicklung des Flugverkehrs zu sorgen.

  16. 12.

    jetzt testen wo alles wieder zu spät ist ?
    super einmal bundesverdienstkeke mit schokofüllung bitte, für diese idee. Und noch einen drauf für dieses unferandwortliches verhalten einiger soll dann auch noch die allgemeinheit aufkommen .
    hunderte sind schon wieder da und verbreiten unwissentlich das virus was ist mit denen wie will man diese leute kontroliren?
    einfach ohne worte diese inkompetens.

  17. 11.

    Icke ... Alles viel zu spät. Die Meisten sind schon wieder hier. Da hätte eigentlich die Quarantäne von Anfang an mehr geholfen. Ein Test ist eben nur eine "Eintagsfliege"

  18. 10.

    dass Urlaubsrückkehrer*innen getestet werden finde ich völlig richtig. Dass die die Kassen bezahlen, während Bürger ohne Symptome für einen Test diesen aus eigener Tasche bezahlen müssen, finde ich allerdings nicht gerecht. Da muss nachgebessert werden, damit jede und jeder die gleiche Möglichkeit hat. Ein Screaning zu dem in Freiwilligkeit aufgerufen würde, könnte weiteren Infektionsgeschehen zuvorkommen

  19. 9.

    Wie hier die neuen DDR Verhältnisse gefeiert werden, jagt mir ein Schauer über den Rücken.

  20. 8.

    Ja, das habe ich auch schon gedacht, fast Alle sind zurück und aber schnell noch die Letzten testen ;)

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