Corona-Regeln an Berliner Schulen - "Man hätte nicht zum Regelbetrieb zurückkehren dürfen"

Do 27.08.20 | 07:06 Uhr
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Schüler betreten am 10.08.2020 mit Mundschutz den Eingang zum Rheingau Gymnasium in Berlin. (Bild: dpa/Kay Nietfeld)
Bild: dpa/Kay Nietfeld

Der Unterricht läuft in Berlin seit drei Wochen wieder regulär. Doch die Corona-Regeln lassen sich oft nur schwer durchsetzen: Zum Beispiel gilt die Maskenpflicht auf dem Schulflur, nicht aber im Hort. Ein Blick auf einen Schulalltag voller Widersprüche. Von Markus Pohl, Silvio Duwe, Susett Kleine und Jenny Barke

Schulbeginn an der Bruno H. Bürgel Grundschule in Berlin-Lichtenrade. Bereits beim Einlass werden die Klassen separiert. Über unterschiedliche Eingänge kommen die Schüler ins Gebäude. Der elfjährige Yannis und seine Klassenkameraden nehmen den Hintereingang. Yannis hat seine Maske zu Hause vergessen. Wie ihm geht es einigen Schülern, deshalb lagert die Schule einen kleinen Vorrat an Einwegmasken, die die Lehrer allmorgendlich verteilen.

Denn der Berliner Musterhygieneplan sieht eine Maskenpflicht auf den Gängen der Schulen vor, ebenso wie auf den Toiletten. Im Klassenraum der 6c angekommen, darf Yannis die Maske wieder absetzen. Wann die Pflicht gilt und wann nicht, kann sich der Elfjährige nicht so recht merken. "Wenn man auf die Hofpause muss und man es vergisst, wird man angemeckert. Das ist auch nicht cool, weil ohne ist es einfach entspannter", sagt Yannis.

"Theorie und Praxis sind weit auseinander"

Den Klassenraum teilt sich Yannis mit 23 Kindern, die dicht nebeneinander sitzen, sowie zwei Lehrern - ohne Masken. Damit sich möglicherweise gefährliche Aerosole nicht so gut verbreiten können, muss nach Vorgaben des Senats ein kompletter Luftaustausch ermöglicht werden. Fenster auf, heißt es. Doch selbst in der Bruno H. Bürgel Grundschule mit vergleichsweise guten Lüftungsmöglichkeiten lässt sich das für Klassenlehrererin Bianca Pohler nicht einfach umsetzen: "Ich habe nur ein geöffnetes Fenster, weil für die anderen keine Fenstergriffe vorhanden sind. Die fehlen, weil sie irgendwann aus Sicherheitsgründen abmontiert wurden", sagt Pohler.

Stattdessen steht nun immer die Tür offen, um die Luftzirkulation zu ermöglichen. Wie sich das der Senat vorgestellt habe, sei vielleicht eine gute Idee gewesen, sagt die Grundschullehrerin. "Aber das klappt in der Praxis einfach nicht. Da sind Theorie und Praxis weit auseinander."

"Maske auf" im Schulgang, "Maske ab" auf dem Schulhof

Weil der Musterhygieneplan an der Schulausstattung scheitert, hat sich Bianca Pohler schon jetzt für einen freiwilligen Coronatest in einer und in vier Wochen angemeldet. Sie hofft, dass die Ergebnisse nicht nur etwas über ihre Gesundheit, sondern auch über die der Schüler aussagen: "Ich vermute, dass es bald zu irgendwelchen Fällen kommt, ob es in meiner Klasse ist oder im Kollegium oder in den anderen Klassen. Dass wir jetzt noch so weiter unterrichten, kann ich mir nicht vorstellen, dass es so lange hält."

Nach dem Unterricht mit seiner Klassenlehrerin geht es für Yannis in die große Pause. Auf dem Weg zum Schulhof gilt die Maskenpflicht. Dort angekommen darf sie wieder abgenommen werden. Hier kann Yannis ohne Einschränkung mit anderen Schülern spielen, auch aus anderen Klassen und Stufen, Abstand muss nicht eingehalten werden. "Am Anfang habe ich ein bisschen drauf geachtet", so der Sechstklässler. Doch inzwischen würde er lockerer damit umgehend, weil in der Schule kaum einer auf den Abstand achte.

Nur bestimmte Klassen dürfen zusammen essen

In der großen Pause geht Yannis in die Kantine. Hier trifft er wieder mit Maske auf seine Mitschüler, die er ohne Maske auf dem Hof gesehen hat. Nur bestimmte Klassen dürfen momentan zusammen essen, um eine Verbreitung von Corona zurückverfolgen zu können. Doch Bestimmungen wie diese reichten nicht, erklären die Sechstklässler.

Noah Maximilian war zu Schulbeginn zum Beispiel auf eine sehr strenge Maskenpflicht vorbereitet, auch im Unterricht und auf dem Hof. "Aber wie ich jetzt sehe, wie es so ist, finde ich schon, dass die Maßnahmen strenger gemacht werden sollten", sagt Noah Maximilian. Auch der elfjährige Jacob Leonardo ist skeptisch: "Als ich erfahren habe, dass die Schule wieder losgeht, habe ich zu meinem Vater gesagt, nach zwei Wochen ist die Schule wieder zu", sagt er, während er nach dem Mittagessen den Kantinentisch abwischt.

Schulleiter: "Im Grunde genommen bräuchten wir eine Putzkolonne"

Um einer Schulschließung vorzubeugen, sollen eigentlich alle Oberflächen professionell gereinigt werden, so der Senat. Nach jedem Essensdurchgang sollen die Tische gewischt werden. Vorgaben, die allerdings absolut undurchdacht sind, denn es gibt nur eine einzige Reinigungskraft für die ganze Schule, erzählt Schulleiter Jens Otte. Hier müssen sogar die Kinder mithelfen. "Im Grunde genommen bräuchten wir eine Putzkolonne, die das hier macht zur Mittagszeit und vorher und nachher die Toiletten und Waschräume reinigt. Denn eine Kraft kann das bei einer so großen, weitläufigen Schule gar nicht alleine schaffen."

Yannis hat Schulschluss und kann nach Hause fahren. Doch andere Schüler bleiben noch für ein paar Stunden im Hort. Und hier wird es erst recht widersprüchlich: Das mühsame Separieren der Klassen während der Schulzeit wird hier aufgehoben. Und eine Maskenpflicht gilt ebenfalls nicht mehr. "Wir haben gar keine Möglichkeit, die Klassen zu separieren, weil wir dafür gar nicht das Personal haben. Im Grunde hätte man nicht zum Regelbetrieb zurückkehren dürfen", sagt die koordinierende Horterzieherin Angela Zimmerer. Die Klassen, die am Vormittag noch durch getrennte Eingänge die Grundschule betreten haben, treffen somit im Hort wieder zusammen. Das gut gemeinten Pandemie-Konzept wird damit ad absurdum geführt.

Sendung: Das Erste, 27.08.2020, 22:05 Uhr

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41 Kommentare

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  1. 40.

    Die verschiedenen vorgenannten Einflüsse und deren Kombinationsmöglichkeiten machen die Komplexität einer Risiko-Einschätzung deutlich. Daher ist eine generelle Festlegung zur Einstufung in eine Risikogruppe nicht möglich. Vielmehr erfordert dies eine individuelle Risikofaktoren-Bewertung, im Sinne einer (arbeits-)medizinischen Begutachtung.

    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html

    Das zum Thema der pauschalen Generalisierung irgendwelcher Risikogruppen.

  2. 39.

    Ich glaube im allgemeinen wird sowohl von Schulleitungen, als auch Eltern und Medien vergessen, dass man unter den Bedingungen der sogenannten Corona-Hygieneregeln nicht von Regelbetrieb sprechen kann. Wir dürfen nie vergessen, dass wir uns immernoch und auf bisher unbestimmte Zeit in einem Ausnahmezustand befinden und deshalb all diese Massnahmen fahren, Massnahmen, die mit Maskentragen, Bewegungssteuerung und -einschränkung, Separierung von Gruppen, Abstandsempfehlungen und und und niemals als Normalität angesehen werden dürfen.

  3. 38.

    "Man hätte nicht zum Regelbetrieb zurückkehren dürfen."

    Wer sagt das? Wieso auch nicht? Wann hören die Medien endlich auf, nach noch strengeren Maßnahmen zu rufen? Wann fragen Sie, ob die Einschränkungen zu weit gehen? Wann hinterfragen Sie endlich einmal?

  4. 37.

    Ja bei uns in der Schule ist es auch so... der hygieneplan kann vorne und hinten nicht durchgesetzt werden. Auch die sozusagenen Kinder der Risikogruppen können nicht zuhause bleiben da es keine Lehrkräfte gibt die sie unterstützend beschulen können. Also gehrn auch diese Kinder dicht an dicht mit den anderen Kindern zur Schule.. unsere Frau Bildungssenatorin sagt dazu nichts....es wird alles nur beschönigt...es geht hier eben nicht mehr um den Schutz und die Gesundheit der Kinder und Eltern sondern nur noch um Wirtschaft.
    Und zu SuperSpread: 2 bestätigte Fälle sind eine Dunkelziffer...diese Kinder wurden zufällig privat getestet..denn ansonsten wird kein Kind getestet... alle meine Freundschaften haben Fälle in den Schulen, es wird bloß nicht an die grosse Glocke gehangen... an diesen Kinderm hängen Klassenkameraden, Familienangehörige... der Weg zur Verbreitung ist frei.

  5. 36.

    Wann der elfjährige die Maske aufsetzen muß, kann er sich nicht merken.
    Qualifikation Gymnasium würde ich meinen...

  6. 35.

    Oh zwei "bestätigte" Corona-Fälle. - Das heißt rein garnichts,
    außer das zig Schüler nicht zur Schule gehen dürfen, was widerum Stress
    für deren Eltern bedeutet und diese dann auch nicht arbeiten können.
    Von den psychischen Langzeitschäden für insbesondere die jüngeren Schüler
    ganz zu schweigen. Durch Masken- und Distanzwahn.
    Wir werden hier vorgeführt wie Hunde, hauptsache wir zerfleischen uns schön gegenseitig
    in der Diskussion, wie sinnvoll Masken oder Luftzirkulationen in Innenräumen sind.

  7. 34.

    Der ganze Hygieneplan hinkt hinten und vorne. Wir haben bereits zwei bestätigte Coronafälle an der Schule und das ist vermutlich erst die Spitze des Eisbergs, denn viele Testergebnisse stehen noch aus. Die Hälfte des Kollegiums ist in Quarantäne, ebenso die Klassen 2-4. Die Klasse fünf muss wegen fehlender Lehrer Zuhause bleiben. Und von den Geschwisterkindern der betroffenen Klassen, die weiter in die Schule gehen dürfen, will ich gar nicht erst anfangen. Der Schulbetrieb kann so nicht funktionieren und die Kinder stecken sich aufgrund der nicht sicheren Bestimmungen gegenseitig an.

  8. 33.

    Ja...besonders wenn man die Scheeres damit konfrontiert kommt keine Antwort...Stillschweigen ist Ihre devise.

  9. 32.

    Das größte Menschenexperiment findet momentan in den Schulen statt, während Frau Scheeres mit mehr als 1,5 m Abstand vom Rathaus aus zusieht. Wo bleibt die Fürsorge Lehrer* innen und Schüler *innen gegenüber?

  10. 31.

    Vielen Dank für das Aufgreifen des Themas. Das ganze Konzept ist nur Schein, so auch meine Erfahrung. Allerdings neben einem Kind auf einer Schule, wo es auch ziemlich genauso abläuft, kann ich beim anderen Kind nur sagen: Wenn Schulleitung und Lehrer es ernst meinen mit dem Schutz der Kinder, finden sich auch Regeln, die sinnvoll über die wenig durchdachten Minimalvorgaben des Senats hinausgehen.

  11. 30.

    Es ist einfacher, sich an vorgegebene Regeln zu halten, als gemeinsam mit dem Lehrerkollegium und den Eltern eigene Schritte zu gehen. Das liegt daran, dass man versäumt hat, die praktische Ebene mit einzubeziehen, sondern die Vorgaben fast ausschließlich von Theoretikern ausgearbeitet wurden.

  12. 29.

    Die Schulen sollten sich verpflichten, strenge Trennungen einzelner Lerngruppen auch im Nachmittagsbereich durchzusetzen, um die Durchmischung der Schüler möglichst gering zu halten. Das ist schon kaum realisierbar, völlig absurd ist hierbei jedoch die bestehende und "von oben" verordnete Schwimmpflicht, bei der sich nicht nur Lerngruppen, sondern verschiedene Schulen in Umkleidekabinen und unter den Duschen begegnen... das soll mal einer unter Hygienegesichtspunkten erläutern.

  13. 28.

    Ist ja schön wie die Regeln hier beschrieben werden. Ich schildere den Vorgang auf unserer Schule... keine Extra Eingang oder Ausgang... Kinder werden nicht aufgefordert Hände zu waschen... Kinder sitzen dicht an dicht 32 Schüler zusammen in ei Raum... Fenster werden nur geöffnet wenn die Lieben Kleinen nicht frieren, denn manche Eltern finden es schlimm bei 25 Grad das Fenster zu öffnen... Schulleitung wollte wegen beengten Verhältnissen Maskenpflicht auch im Unterricht, wurde dann aber von der Schulrätin angemahnt das er dies nicht dürfte... also obliegt das auch nicht an der Schulleitung der seine Schule am besten kennt... die Klassenräume werden von mehreren Klassen benutzt....
    Ich finde die Verhältnisse furchtbar und bin für strengere Regeln... es werden doch in den Nachrichten nur die Musterschulen gezeigt...die realität in Berlin sieht anders aus!

  14. 27.

    genauso sieht es aus.
    Außerdem finde ich es erschreckend wie "hörig" alle sind. Nicht falsch verstehen !!! Ich bin absolut AHA und halte mich an alle Regeln.
    Aber sind Schulleiter und Lehrer nicht in der Lage, nach dem Gedanken, dass der Musterhygenieplan in der Praxis nicht umsetzbar ist, einen oder mehrere weitere Gedanken hinzuzufügen - Was könnte an unserer Schule funktionieren ? Es macht keinen Sinn, die Kinder in der Klasse zu trennen, aber im Hort und auf dem Hof nicht - also ändern wird die Hof- und Hortregeln. Warum sollte der Lehrer nicht hinter eine Scheibe sitzen ? Machen wir getrennte Pausenzeiten? Wie machen es andere Schulen ? - oder was auch immer, aber ich habe das Gefühl, dass Meckern geht, aber weiterdenken klappt irgendwie nicht, weil es gibt ja keinen Plan für alle.

  15. 26.

    Die ganzen Regelungen sind nicht bis zu Ende gedacht, ob in der Schule oder anderswo. Teilweise lassen sie sich in der Praxis nicht umsetzen, egal wo (ob Gaststätte, Schule...). Die Reinigung an Schulen ließ meist schon früher zu wünschen übrig. Jede Schule macht ihr Ding, keiner macht es wirklich richtig. In anderen Bereichen ist es nicht anders.

    Wir "fahren auf Sicht" aber "Sicht" hat keiner mehr. Jedes Land, jeder Kreis, jede Stadt andere Regelungen und dann noch alle paar Wochen anders. Da braucht sich auch keiner Wundern, dass die Regeln nicht eingehalten werden, nicht eingehalten werden können. Wir sind Menschen und keine Computer...

  16. 24.

    "Wir haben gar keine Möglichkeit, die Klassen zu separieren, weil wir dafür gar nicht das Personal haben. Im Grunde hätte man nicht zum Regelbetrieb zurückkehren dürfen"

    Wieso "im Grunde"? Wenn die vorgesehenen Maßnahmen nicht umgesetzt werden können, dann ist ein Regelbetrieb an dieser Schule nicht möglich. Punkt. Das liegt dann aber in der Verantwortung des Schulleiters, nicht des Senates. Mir ist schleierhaft, wieso die Schulleiter vor dem Senat so kuschen. Haben die Angst um ihren Job? Ich denke, daß da einige Schulleiter bereits mit einem Bein im Knast stehen.

  17. 23.

    Wahrheit tut manchmal weh. Auch die Berufsbildenden Schulen haben Probleme. An einer renomierten berufsbegleitenden Schule für Erzieherinnen nimmt an durch fehlenden Mundschutz und Mindesabstand im Unterricht billigend in Kauf, dass im Falle einer Ansteckung mit Corona, andere Einrichtungen durch Ansteckung mit einbezogen werden.Anweisung des Senats. Ohne Worte.

  18. 22.

    Das ist doch leicht zu finden .... wenn man es will
    https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2020-08/corona-sonderweg-schweden-schulen-offen-virusuebertragung-kinder

  19. 21.

    Wieder ein Kommentar, der nicht von mir stammt! Würden Sie sich bitte endlich ein neues Pseudonym zulegen, ich habe keine Lust mehr, ständig mit Ihnen verwechselt zu werden. Ich schreibe schon seit Jahren unter diesem Kürzel beim RBB Kommentare!

  20. 19.

    Präsenzunterricht, Plexi-Trennscheiben an jedem Doppeltisch und allgemeine Maskenpflicht vom Betreten bis zum Verlassen der Schule – so einfach könnte es gehen. Aber seit Monaten wird gejammert, wie unzumutbar es sein soll, ein paar Stunden am Tag Maske zu tragen. Alle Leute aus "Maskenberufen", die ich kenne (Lackierer, Zahnarzthelferin, Tischlerin), greifen sich da an den Kopf. Also: Masken auf und nicht dauernd nörgeln. Das ist doch peinlich vor allen Leute in den Ländern, wo es (aus gutem Grund) wirklich schwere Einschränkungen im Alltag gibt.

  21. 18.

    Vielen Dank an alle Lehrer und Erzieher, die das Beste aus der Situation machen und das Wohl der Kinder und den Spaß am Lernen und Spielen im Vordergrund sehen. An alle Lehrer und Erzieher, welche Jammern und Schulschließung fordern kann man nur sagen, bleibt zu Hause geht zum Amt und meldet euch arbeitslos. Wer kein Bock auf Kinder hat soll zu Hause bleiben.

  22. 17.

    Da schreiben 4 Personen an dem Artikel,hätte da wenigstens einer mal recherchieren können,wieso es in anderen Ländern ohne solche abstrusen Maßnahmen funktioniert?

  23. 15.

    Sieht man sich auf den Senatsseiten die Tabelle an, die die täglichen Positivtests den Altergruppen zuordnet, so sind seit Wochen die Altersgruppen zwischen 20 und 49 Jahren weit vorn. Bisher also kein Grund zur Panik in den Schulen.

  24. 14.

    Bei uns hat Homeschooling richtig gut funktioniert in Verbindung mit Telearbeit. Es war eine schöne Abwechslung zu sehen, was und vor allem wie heute etwas beigebracht wird. Schade, dass die Zeit so kurz war. Jetzt fährt meine Frau wieder jeden Morgen zur Schule um das Kind abzuliefern. Das nervt viel mehr, weil dass immer in Stress ausartet.

  25. 13.

    Warum gibt es eigentlich keine Putzkolonnen für Schulen? Schulen waren bereits vor Corona in einem katastrophalen hygienischen Zustand! Warum lassen wir das unseren Kindern - der Zukunft dieses Landes - antun? Warum wird hierfür kein Geld zur Verfügung gestellt, dafür aber an anderer Stelle mit vollen Händen ( z.B. Flughafen, Betrug mit den Corona - Hilfen in Millionenhöhe!) völlig sinnlos zum Fenster rausgeschmissen?
    Und warum wird schon wieder das Drohszenario beschworen, dass Schulen bald wieder schließen müssen? Ist da vielleicht der Wunsch der Vater des Gedankens - Ferien bis es irgendwann mal eine Impfung gibt? Denn digitaler Unterricht Fehlanzeige! Auch die Sommerferien wurden im Bildungsbereich von den wenigsten Schulen genutzt, alternative Wege der Wissensvermittlung zu entwickeln.
    Eine Schande für ein „scheinbar“ so hochentwickeltes Land wie Deutschland! Aber immer weiter so - wir kriegen dieses Land schon noch klein!

  26. 12.

    Dieses ständige Gejammer unmotivierter Lehrer kann ich nicht mehr hören. Dafür dass wieder alle Kinder zur Schule gehen, passiert doch recht wenig. Und wer infiziert ist, fällt auch nicht gleich tot um. Es gibt ein Recht auf Bildung und eine Schulpflicht. Mit potenziellen Ansteckungsgefahren müssen auch andere Berufsgruppen umgehen, dies gehört zum Beruf- und Lebensrisiko. Mir tun die Schüler leid, die es mit solch einfallslosen, demotivierten und problemzentrierten Lehrkräften zu tun haben...

  27. 11.

    Die Schulen sind hinsichtlich der Lüftungsmöglichkeiten noch auf einem "mittelalterlichen" Stand. (Genau wie, in einem anderen Beitrag beschrieben, die Bahn mit ihrer Kupplung.)
    Oder wurden neue Schulen mit Lüftungsanlagen, mit Wärmerückgewinnung, gebaut?
    Was soll es erst ab Herbst werden?

  28. 10.

    Die Inkompetenz der Verantwortlichen macht einen sprachlos. Auch an berufsbildenden Schulen, iclusive berufsbegleitenden Erzieherschulen, gelten in der Klasse weder Abstandsregeln, noch Mund- und Nasenschutzpflicht. Man geht bewusst das Risiko ein, dass die Teilnehmer im Corona-Ansteckungsfall, möglicherweise , gleich 24 Einrichtungen infizieren. VVersteckt wird das mangelnde Verantwortungsgefühl hinter der Aussage: Anweisung des Senats.

  29. 9.

    Also erstens müssen nun auch Lehrer und Schüler langsam begreifen, dass wir mit dem Virus leben müssen und uns nicht ewig abschotten können.
    Das heißt es ist eben ein sinnvoller Umgang mit dem Massnahmen notwendig und man sollte nicht ständig immer alles in Zweifel stellen und apocalyptic und fatalistisch argumentieren, dass ja eh alles umsonst ist.
    Keine der Zahlen gibt zurzeit irgendein heftiges Geschehen her.
    Was auf jeden Fall notwendig ist ist eine gute Lüftungsanlage, die sollten dringend in den Schulen installiert werden, gerade im Hinblick auf den Winter.
    Was dagegen totaler Quatsch ist, die ständige Reinigung und desinfizierung von Flächen, das wurde jetzt schon mehrfach bewiesen und dargestellt, das eine schmierinfektion so gut wie nicht möglich ist.

  30. 8.

    Ja, so ist es. An Grundschulen.
    Bei den weiterführenden Schulen mit differenziertem Unterricht (verschiedene Fremdsprachen, E/G-Kurse, Naturwissenschaften...) ist schon innerhalb der Schulzeit die Durchmischung erreicht. Jede Stunde anderer Sitznachbar ohne Maske.

    Für den Winter wurde Mantelpflicht angekündigt. Fenster sind die ganze Zeit offen. Sollte man die Bestuhlung auf den Schulhof bringen??

  31. 7.

    Prima! Ich bin da ganz anderer Meinung und ich bin Lehrer. Mir geht es um unsere Kinder, denen Bildung und soziales Leben angedeihen soll. Auch sehe ich mich nicht gefährdet, obwohl schon bald 60. Angst, Übertreibung und Beschuldigungen bis ins Lächerliche bringen nicht weiter. Regelbetrieb an Schulen für unsere Kinder alsbald!

  32. 6.

    Was gäbe es denn für eine vernünftige Alternative? Wieder Schule zu Hause mit Präsenztagen an der Schule? Dadurch wieder die Gefahr von sozialen Verwerfungen, unzureichende Wissensvermittlung usw. zu Lasten von Kindern und Eltern. Mal ganz davon abgesehen, das Frau Scheeres in den Ferien ihre Hausaufgaben schlecht gemacht hat. Es mangelt an den Schulen weiter an Konzepten, an technischer Ausstattung, sie wurden erneut ziemlich allein gelassen und sollten binnen 3 Tagen selbst alles organisieren. Und wie sollen Eltern das wieder alles stemmen?

  33. 5.

    Wie so oft weiß man, dass man dem eigenen Anspruch nicht gerecht werden kann, also sucht man sich erstmal Sachen raus wo eine Umsetzung funktioniert....auf dem Klo...Maskenpflicht....für sich allein betrachtet ...mag es vielleicht Sinn machen ...in Kombination mit den Hort regeln ist dies dann aber ohne wirklichen Sinn und nutzen.
    Aber was soll der Senat machen ....sagen ok wir sehen ein die Regeln sind Quatsch....in der Schule verzichten wir auf Masken ?
    Dann kommt als nächstes der Bäcker ....wieso sollen meine Kunden die sich locker an Anstandsregeln halten können und sich nur 5 Minuten im Laden aufhalten eine Maske tragen ?
    Also hält man krampfhaft an sinn-und zwecklosen Maßnahmen fest und findet zumindest in He. Lauterbach jemanden der das Ganze auch noch irgendwie versucht zu rechtfertigen.
    Mal schauen wann die bösen Schüler die auf den Fluren die Maske nicht vorschriftsmäßig tragen schuld sind ..... irgendeine Gruppe ist ja immer Schuld.

  34. 4.

    Der Regelbetrieb ist einfach notwendig und wichtig für die Zukunft unserer Kinder.
    Berlin und Brandenburg rangieren beim Lernstandsvergleich der Länder schon auf den letzten Rängen und marode Schulen gibt es nicht erst seit Corona. Nun wird sichtbar, was marode Bildungspolitik angerichtet hat. Hoffentlich wird nun endlich gegengesteuert und das Geld, was in so manchen sinnlosen Projekt verbrannt wurde wird endlich für unsere Kinder eingesetzt.
    Kleinere Klassen, mehr qualifizierte Lehrkräfte und vor allem vernünftige Schulgebäude sind dringend gegeben. Digitalisieren allein bringt gar nichts. Solange kann man nur auf die Achtsamkeit und Verantwortung der Eltern und Lehrer hoffen.

  35. 3.

    Ich möchte nur kurz erwähnen, dass dies NICHT überall so ist! An unserer Grundschule klappt es. Wir haben Maskenpflicht auch auf dem Hof, weil man dort eben die Durchmischung nicht verhindern kann. Auch im Hort sind die Kinder nach Klassen getrennt. Vielleicht liegt es ja an den einzelnen Schulen? Ich finde die Aussage dass man keinen Regelbetrieb fahren kann zu verallgemeinert und nicht gerechtfertigt, es gibt viele Schulen die ihren eigenen Hygenieplan haben und in denen es scheinbar gut klappt.

  36. 2.

    Ich bin Lehrerin an einer Berliner Grundschule und bedauere die so einseitige Darstellung. An meiner Schule sind wir, Lehrer, Eltern und Schüler sehr zufrieden, dass die Schule geöffnet hat, auch unter erschwerten Bedingungen. Es ist bei uns lange Tradition, dass die Schüler die Tische nach dem Essen putzen. Die meisten Kinder haben nach eigenen Aussagen und der der Eltern keine erheblichen Probleme mit dem Tragen der Maske und geöffnete Türen sind für uns auch kein Problem.
    Das Auf- und Ab der Masken beherrschen die Kinder, auch die Erstklässler, nach zwei Tagen wie automatisch.
    Also vielleicht auch nochmal woanders fragen, ehe man so pauschalisiert.

  37. 1.

    Die sich ständig beschwerenden Lehrer und Erzieher sollten mal zur Kenntnis nehmen, daß viele andere auch arbeiten und arbeiten müssen.

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