Archivbild: Sandra Scheeres (SPD), Bildungssenatorin von Berlin, sitzt im Abgeordnetenhaus auf der Regierungsbank. (Quelle: dpa/C. Soeder)
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Schule in Berlin-Kreuzberg - Bildungssenatorin zeigt sich bestürzt über Tod eines Lehrers

Nach dem Tod eines Lehrers, der sich mit dem Coronavirus infiziert hatte, hat sich Bildungssenatorin Scheeres betroffen gezeigt. Die Berliner Bildungsverwaltung kündigte an, es werde Gespräche mit Gesundheitsamt geben.

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat sich bestürzt über den Tod eines Lehrers gezeigt, der sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. "Es ist furchtbar", teilte sie mehreren Medien in einem Statement mit. "Der Tod dieses engagierten und von allen sehr geschätzten Lehrers zeigt uns einmal mehr, wie schrecklich dieses Virus ist."

Lehrer unterrichtete Klasse mit mehreren Corona-Fällen

Der Mann arbeitete an einer Schule in Kreuzberg. In einer Klasse, in der er unterrichtete, gab es unter Schülern mehrere Corona-Fälle berichtet der "Tagespiegel". Zudem soll ein weiteres Mitglied des Lehrpersonals positiv getestet worden sein. Der Lehrer wurde dem Bericht zufolge am 10. November unter Quarantäne gestellt. Er verstarb demnach am Donnerstag im Krankenhaus.

Man werde den Fall auch am Montag mit verschiedenen Akteuren wie Schulleitung und Gesundheitsamt nochmal besprechen, sagte ein Sprecher der Senatsbildungsverwaltung am Sonntag. Zuvor wurde unter anderem die Frage thematisiert, wo sich der Mann angesteckt haben könnte. An den allgemeinbildenden Schulen in der Stadt sind derzeit rund 370 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet, wie aus der Online-Übersicht der Bildungsverwaltung hervorgeht.

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89 Kommentare

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  1. 89.

    " hatte schon Politiker in Berlin und Brandenburg angeschrieben. "

    und ?? haben Sie eine Antwort bekommen ? ich vermute nicht

  2. 88.

    Man hofft ja immer, dass da einer kommt, vom RKI oder der Leopoldina, und der Sch. das Förmchen oder Schüppchen aus der Hand nimmt - und den Sandkastenakrobaten kurz erklärt, dass sie jetzt zum Sandmann heimgehen müssen. Aber da kommt niemand... wenn ich das Verbot des Teilungsunterrichtes bedenke, und das Präsenzunterrichtgebot, dann muss ich irgendwie auf nem anderen Stern im Paralleluniversum leben, oder die eben - nicht ich. Der Senat muss in Wandlitz leben. Oder so. Auf jeden Fall aber nicht dort, wo es infizierte Schüler gibt.

    Und wo im Frühjahr bereits Teilungsunterricht stattfand. Bei geringeren Fallzahlen....

  3. 86.

    Wie ich gestern bei SPON gelesen habe, plant die Senatsverwaltung, den Schulen auch nach den Ferien Hybridunterricht nur dann zu gestatten, wenn die lokale Inzidenz bei über die 200 liegt. Dabei ist es egal, dass viele Schulen mit viel Aufwand und Engagement daran arbeiten, mangelnde Voraussetzungen in der digitalen Ausstattung zu kompensieren und den Schüler*innen qualitativ hochwertige Lernangebote zu machen: Das Primat des Präsenzunterrichts wird gegen jede wissenschaftliche Evidenz und den gesunden Menschenverstand verteidigt, der Arbeitsschutz bleibt auf der Strecke. Dass nun in geringen Mengen ffp2-Masken an die Kolleg*innen verteilt werden sollen ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Was wir brauchen ist das Vertrauen unseres Arbeitgebers und ein Bekenntnis zu echtem Gesundheitsschutz in Bildungseinrichtungen und den gibt es nur mit Wechselunterricht! Fr. Scheeres: Setzen Sie nicht die Loyalität Ihrer Beschäftigten aufs Spiel! Berlin hat schließlich Lehrermangel..

  4. 85.

    Frau Scheeres go home and never come back! Sie sitzen schön warm im Rathaus und entscheiden hinter Ihrer Plexiglasscheibe über Lehrer*Innenleben.
    Herr Müller, entlassen Sie endlich diese Frau!

  5. 84.

    vermutlich die gleichen Politiker, die zwar zugeben, Gras geraucht zu haben, im Halbsatz aber erwähnen, sie hätten "gar nicht inhaliert". Jo. Alles klar, alles verstanden.

  6. 83.

    Ich bin Lehrer an einem OSZ mit geteilten Klassen, springe von Teilgruppe zu Teilgruppe und halte die ILLUSION eines regulären Unterrichts aufrecht. Ich darf an dieser Stelle erinnern, dass unsere oberste Dienstherrin vor nicht allzu langer Zeit äußerte, dass "Schulen sichere Orte seien, an denen INFEKTIONSKETTEN UNTERBROCHEN WERDEN".

    Mit derselben intellektuellen Präzision kommt sie, die oberste Dienstherrin, ihrer Fürsorgepflicht nach, so dass es mir als reine Notwehrmaßnahme nur übrig bleibt seit Monaten FFP2-Masken ständig im Schulgebäude zu tragen. Immerhin sollen diese ja nun umsonst ausgeteilt werden.

  7. 82.

    In der Klasse des verstorbenen Familienvaters und Lehrer gab es mehrere infizierte Schüler, seine Co-Lehrerin wurde ebenfalls infiziert. Und was heißt „privat“ infiziert? Wie kommt denn das Virus in den privaten Bereich? Von außen, in diesem Fall aus der Schule.
    Im Übrigen sollten Sie mal das Wort Empathie nachschlagen. Scheint für Sie ein Fremdwort zu sein. Oder lechzen Sie nur nach Aufmerksamkeit?

  8. 81.

    Wie wird man denn nun solche „Verantwortlichen“ wie Frau Scheeres los? Wir reiben uns hier auf. Aber die Dame lacht sich in den Schlaf. Es ist ein Elend!

  9. 78.

    Weshalb fällt denn keinem/r Leser/Leserin auf, dass der Lehrer im Kommentar von Nr. 57 bereits in den ersten Deutschstunden irgendwie abhanden gekommen sein muß? Anders lassen sich die drei Fehler in einem Satz wohl kaum erklären: Komma fehlt, das ist hier kein Relativsatz und muß dass heißen und als Personalpronomen genügt er und Großschreibung ist dabei gar nicht erforderlich.

  10. 77.

    Wann wehren sich die Lehrer und Eltern gegen das Ausnutzen der Schulen zur Verwahranstalt halbwüchsiger Pubertierender? Was ermächtigt/befähigt das BM und das Schulamt den Empfehlungen des RKI nicht zu folgen? Wenn es "schief" geht dann ist wer genau verantwortlich? Na klar, das Gesundheitsamt und der Schulleiter. Wenn das so ist, wozu benötigt man dann ein BM oder ein Schulamt? In der Krise zeigt sich deutlicher das man an Verwaltung einsparen kann: Schulen können/sollen gefälligst selbst Honorarnotbetreuungskräfte "suchen" und eigene Medienentwicklungspläne schreiben. Kompetenzlose verzögernde Unterschriften braucht man nicht - und seitenlange Lüftungsanweisungen auch nicht.

  11. 75.

    Ich sehe das wie sie und hatte schon Politiker in Berlin und Brandenburg angeschrieben. Die Aussage: Plexiglasscheibe reicht.... ich habe das schriftlich

  12. 74.

    In Berlin sind bereits 3 Lehrer/ Erzieher an Corona verstorben.Egal welchen Beruf jemand hat, jeder Tote ist einer zu viel.
    Hier geht es nur darum, dass den Verantwortlichen endlich die Augenbinde abgenommen wird und sie begreifen, dass Schulen und Kitas eben doch Infektionsherde sind.
    In meiner Kita sind 10 von 20 Erziehern an Corona erkrankt. Eine davon immer nch schwer.

    https://www.news4teachers.de/2020/11/rki-statistik-drei-erzieher-lehrer-sind-vergangene-woche-an-corona-gestorben-spd-deutlich-hoeheres-infektionsrisiko-fuer-lehrkraefte/

  13. 73.

    Frau Scheeres hat lediglich ein Anerkennungsjahr als Erzieherin absolviert.

    "Ausbildung

    1991 schloss Sch. die Kollegschule mit dem Abitur ab und absolvierte ein Anerkennungsjahr als Erzieherin im Kinderspielhaus, einer offenen Freizeiteinrichtung des Jugendamts Düsseldorf. Nach der Ausbildung zur Staatlich anerkannten Erzieherin studierte sie Pädagogik an der Heinrich-Heine-Universität ihrer Heimatstadt (Diplom 1999)."

  14. 72.

    So sieht es aus.
    Wenn es schon so einen Artikel gibt,erwarte ich zusätzliche Informationen.

  15. 70.

    Wie den Wechselunterricht organisieren?Jugendclubs,Kirchengemeinden,viele andere Jugendverbände haben gerade Platz (vieles muss ja ausfallen) UND pädagogisches Personal.Dort könnten Kinder ihre Aufgaben im Wechselunterricht betreut erledigen.Sicher nicht alle, aber viele Eltern sind auch in der Lage,dies zu bewältigen und haben verständnisvolle Arbeitgeber.Für viele andere wäre es eine Lösung (gewesen).Wäre man mit denen vor 4/5 Monaten ins Gespräch gegangen, hätte Konzepte erarbeitet,die Finanzierung geklärt...
    Wir haben einige PCs organisiert, einige Laptops gekauft, werden aber irgnoriert,das hier eine Lösung geboten wird.Nur uns bekannte Eltern werden,wenn nötig und dann noch rechtlich zulässig, darauf zurückkommen. SOOO schwer ist es nicht,wenn man mal mit Fachleuten vor ORt reden würde.

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