Bundestagswahl - 25 Abgeordnete aus Brandenburg ziehen in den Bundestag ein

Olaf Scholz, Kanzlerkandidat der SPD, aufgenommen im Rahmen seines Besuches beim Maedchentreff Zimtzicken in Potsdam, 14.09.2021. (Quelle: dpa/Florian Gaertner)
Audio: Inforadio | 27.09.2021 | Torsten Sydow | Bild: dpa/Florian Gaertner

Im Zuge des Wahlerfolgs von SPD-Kanzlerkandidat Scholz gibt es auch für alle Direktkandidaten der märkischen SPD nach der Bundestagswahl Grund zum Jubeln. Dagegen wird die CDU-Landesgruppe im Bundestag mehr als halbiert.

Nach der Bundestagswahl werden voraussichtlich wieder 25 Abgeordnete aus Brandenburg in den Bundestag einziehen. Dies seien ebenso viele wie nach der Bundestagswahl 2017, teilte Landeswahlleiter Bruno Küpper am Montag mit.

SPD schickt zehn, AfD fünf

Allerdings kehren sich die Machtverhältnisse zwischen den Abgeordneten der SPD und der CDU um: Die SPD wird mit zehn direkt gewählten Abgeordneten im Bundestag vertreten sein, darunter auch Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Nach der Wahl 2017 waren es vier SPD-Vertreter.

Die Brandenburger CDU war nach 2017 mit neun direkt gewählten Abgeordneten im Bundestag vertreten, jetzt können nur vier Vertreter über die Landesliste der Partei einziehen. CDU-Spitzenkandidat Jens Koeppen wird erneut im Bundestag sein, Saskia Ludwig (CDU-Listenplatz 7) hingegen hat es nicht geschafft.

Die AfD kann voraussichtlich fünf Abgeordnete über die Landesliste in den Bundestag schicken, bei FDP, Grünen und Linke wären es jeweils zwei. So sind unter anderem Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock, AfD-Fraktionschef Alexander Gauland, die FDP-Landesvorsitzende Linda Teuteberg und Anke Domscheit-Berg (Linke) wiedergewählt. Für die Linke zieht auch der ehemalige Landesfinanzminister und Landtagsabgeordnete Christian Görke in den Bundestag ein.

Das sind die Bundestagsabgeordneten für Brandenburg

In den Wahlkreisen gewählt:

Sonja Eichwede (SPD)

Ariane Fäscher (SPD)

Simona Koß (SPD)

Sylvia Lehmann (SPD)

Wiebke Papenbrock (SPD)

Mathias Papendieck (SPD)

Olaf Scholz (SPD)

Maja Wallstein (SPD)

Hannes Walter (SPD)

Stefan Zierke (SPD)

Über die Listenplätze:

Knut Friedrich Alexander Abraham (CDU)

Annalena Baerbock (Grüne)

Friedhelm Boginski (FDP)

Anke Domscheit-Berg (Linke)

Uwe Feiler (CDU)

Alexander Gauland (AfD)

Hannes Gnauck (AfD)

Christian Görke (Linke)

Michael Kellner (Grüne)

Norbert Kleinwächter (AfD)

Jens Koeppen (CDU)

Steffen Kotré (AfD)

Jana Schimke (CDU)

René Springer (AfD)

Linda Teuteberg (FDP)

In Brandenburg hatte die SPD nach dem vorläufigen Ergebnis bei der Wahl mit 29,5 Prozent die meisten Stimmen errungen, gefolgt von der AfD mit 18,1 Prozent und der CDU mit 15,3 Prozent. Dahinter folgen FDP (9,3 Prozent), Grüne (9,0 Prozent) und Linke (8,5 Prozent).

Die Wahlbeteiligung lag mit landesweit 75,6 Prozent etwas höher als vor vier Jahren, als 73,7 Prozent der Wahlberechtigten teilnahmen. Die Zahl der Briefwähler stieg von 21,5 Prozent im Jahr 2017 auf 35,1 Prozent, also etwa um 60 Prozent.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 27.09.2021, 19:30 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Der neue Bundestag hat ab jetzt 735Sitze. Das sind 26 Sitze mehr und kotet ohne Aufwandsentschädigung und ohne Diätenerhöhung jährlich etwa 3.125.000 € zusätzlich. Die vorherige Koalition hat es nicht fertiggebracht , das bundeswahlgesetzt zur Einhaltung der Sitze eine Änderung zu beschließen. Wer sägt auch schon an dem Ast, auf dem er sitzt? Die Teuerungsmaschine für die Bürger hat schon begonnen. Strom in Brandenburg wird noch pauschal durch Digitalzählereinbau teurerer und der öffentlich rechtliche Rundfunk lässt grüßen.