Viele neue Gesichter - 29 Abgeordnete aus Berlin sitzen im neuen Bundestag

Kevin Kuehnert, SPD, aufgenommen im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung der SPD auf dem Bebelplatz in Berlin, am 27.08.2021. (Quelle: dpa/Florian Gaertner)
Bild: dpa/Florian Gaertner

Einen Abgeordneten mehr als bisher schickt Berlin nun in den Bundestag. Elf Parlamentarier schieden aus, zwölf sind neu im Parlament vertreten – darunter auch der noch Regierende Bürgermeister Michael Müller sowie Ex-Juso-Chef Kevin Kühnert.

Im neuen Bundestag werden 29 Abgeordnete aus Berlin vertreten sein. Das ist ein Mitglied mehr als bisher. 11 Abgeordnete schieden aus, zwölf sind neu im Parlament vertreten.

Den größten Zuwachs hat dabei die Landesgruppe der Grünen. Sie gewinnen drei Berliner Abgeordnete hinzu, unter anderem die Landesvorsitzende Nina Stahr. Den bisherigen vier grünen Parlamentariern gelang der Wiedereinzug ins Parlament, unter anderem der früheren Bundesministerin Renate Künast und der Kreuzbergin Canan Bayram.

SPD-Bundestagsfraktion fast völlig ausgetauscht

Mit fünf Abgeordneten, und damit einem weniger als bisher, ist die Berliner CDU im Bundestag präsent. Sie verlieren drei bisherige Mandatsträger, darunter den langjährigen Reinickendorfer Abgeordneten Frank Steffel sowie Landeschef Wegner, der als Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl antrat.

Neu im Bundestag vertreten ist unter anderem der Marzahn-Hellersdorfer Direktmandats-Gewinner Mario Czaja. Er nahm den Wahlkreis der langjährigen Linken-Abgeordneten Petra Pau ab.

Die Berliner Landesgruppe der SPD-Bundestagsfraktion ist fast völlig ausgetauscht. Nur die Kreuzberger Abgeordnete Cancel Kiziltepe ist wieder dabei. Der Pankower Bundestagsabgeordnete Klaus Mindrup verfehlte dagegen den Wiedereinzug. Neu im Bundestag vertreten sind unter anderem der derzeit noch Regierende Bürgermeister Michael Müller, der Spandauer Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank sowie der frühere Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert.

Das sind die Bundestagsabgeordneten für Berlin

In den Wahlkreisen gewählt:

Canan Byaram (Grüne)

Mario Czaja (CDU)

Hakan Demir (SPD)

Stefan Gelbhaar (Grüne)

Monika Grütters (CDU)

Gregor Gysi (Linke)

Thomas Heilmann (CDU)

Helmut Kleebank (SPD)

Kevin Kühnert (SPD)

Gesine Lötzsch (Linke)

Michael Müller (SPD)

Hanna Steinmüller (Grüne)

Über die Listenplätze:

Andreas Audtresch (Grüne)

Gottfried Curio (AfD)

Götz Frömming (AfD)

Cansel Kiziltepe (SPD)

Ottilie Klein (CDU)

Annika Klose (SPD)

Daniela Kluckert (FDP)

Renate Künast (Grüne)

Lars Lindemann (FDP)

Jan-Marco Luczak (CDU)

Pascal Meiser (Linke)

Christoph Meyer (FDP)

Petra Pau (Linke)

Lisa Paus (Grüne)

Nina Stahr (Grüne)

Beatrix von Storch (AfD)

Ruppert Stüwe (SPD)

Gysi und Pau wieder mit dabei

Die Linke verliert ihre Abgeordneten Stefan Liebich und Evrim Sommer. Liebich war nicht wieder angetreten, Sommer gelang der Wiedereinzug nicht. Zu den übrigen vier Mandatsträgern, die weiterhin einen Sitz im Bundestag haben, gehören Gregor Gysi und Petra Pau. Pau zog über die Landesliste ein, nachdem sie erstmals kein Direktmandat erlangen konnte.

Bei der Berliner FDP-Landesgruppe sind weiterhin FDP-Landeschef Christoph Meyer und Bundesvorstandsmitglied Daniela Kluckert vertreten. Ausgeschieden ist der Steglitz-Zehlendorfer Abgeordnete Hartmut Ebbing, neu zog Generalsekretär Lars Lindemann ein.

Auch die AfD ist mit drei Abgeordneten im Deutschen Bundestag vertreten und damit mit einem Mitglied weniger als bisher. Ausgeschieden ist die Abgeordnete Birgit Malsack-Winkemann. Gottfried Curio, Götz Frömming und Beatrix von Storch zogen erneut ins Parlament ein.

Sendung: Inforadio, 27.09.2021, 15:10 Uhr

9 Kommentare

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  1. 9.

    Ich habe mit der Annika Klose von der SPD zusammen studiert und ihren Werdegang verfolgt. Früher eine sehr engagierte, aber oft naive Frau. Außer Parteipolitik hat die aber noch nie was gemacht, keinen richtigen Beruf gelernt. Wie soll so jemand die Bevölkerung vertreten? Sie hat doch von normalen Menschen und deren Problemen, von richtiger Arbeit keinen Schimmer! Der SPD-Filz funktioniert in Berlin offenbar sehr gut. Jetzt hat sie mit den Jusos zehn Jahre weit links geblinkt und kann dann bald satt von den Diäten recht in die Koalition mit der FDP abbiegen.

  2. 8.

    Ja für klein Kevin freue ich mich auch . Der ist gut . Auch für Stefan Gelbhaar . Der ist such gut .

  3. 7.

    Herr Kühnert ist ja nicht dumm. Im gegenteil. Mit seinem familiären Backround hatte er es wahrscheinlich nur nicht nötig, ernsthaft für seinen Lebensunterhalt zu arbeiten und sich stattdessen anderen Ambitionen gewidmet. Glück für den, der das kann. Studium abgebrochen, dann mal hier mal da gearbeitet. Aber eines muss ich ihm lassen: kommunikativ ist er gut und die Ansichten/Meinungen, die er in seinem jungen Alter hat, entsprechen größtenteils auch meiner.
    Und falls bei Ihnen der Neid aufkommt: Jeder hat die Möglichkeit, in eine Partei seiner Wahl einzutreten, sich in seinem Wohnumfeld zu engagieren und sich später als Abgeordneter seines Bezirkes aufstellen zu lassen. Auch das muss erarbeitet werden und fällt nicht vom Himmel. Ich wünsche mir jedenfalls, dass er, genau wie Herr Gysi, das Abgeordnetenhaus mit Beiträgen ordentlich aufmischt. Es müsste mehr von ihnen geben.

  4. 6.

    "29 Abgeordnete aus Berlin sitzen im neuen Bundestag" - bleibt nur zu hoffen, dass sie nicht nur sitzen und sich den Arsch platt drücken, sondern für ihr Geld auch was tun.

  5. 5.

    Der Mann ist und bleibt ein Schwätzer. Leider habe wir in vielen Positionen zu viele davon. Egal in welcher Partei. Da hilft auch die Lebenserfahrung nicht viel weiter.

  6. 4.

    Aber zum Glück ist er nicht dämlich. Er hat eine gute Schulausbildung und das Leben lehrt noch vieles mehr.

  7. 3.

    Na, gut. Er hat sich schließlich probiert für ein Studium, in das er sich eingeklagt hat. Hat er zwar abgebrochen um in ein Callcenter zu arbeiten. Weil ihm Reden besser liegt.

  8. 2.

    Ohne Berufsabschluss kann man übrigens auch CDU-Generalsekretär und Bundestagsabgeordneter oder sogar österreichischer Bundeskanzler (ÖVP) werden und entsprechende geistige Ergüsse kundtun. Und ja, auch dafür bekommt man viel Geld, falls Sie neugierig sind.

  9. 1.

    Nun hat es Herr Kühnert endlich geschafft. Ohne berufliche Ausbildung zieht er in den Bundestag ein und kann dort weiter seine geistigen Ergüssen kundtun und bekommt dafür auch noch sehr viel Geld.