Bundestagswahl - SPD holt alle Direktmandate in Brandenburg

Olaf Scholz, Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat, winkt neben Hubertus Heil (r), Bundesminister für Arbeit und Soziales und stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD während der Wahlparty im Willy-Brandt-Haus. (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
Video: Brandenburg aktuell | 27.09.2021 | Sebastian Schiller | Thomas Bittner im Gespräch | Bild: dpa/Britta Pedersen

Ganz Brandenburg ist bei der Bundestagswahl SPD-rot, sowohl bei den Erst-, als auch bei den Zweitstimmen. In Südbrandenburg allerdings war das Rennen um zwei Direktmandate extrem knapp - dort war die AfD besonders stark.

Die SPD hat bei der Bundestagswahl am Sonntag alle zehn Brandenburger Direktmandate geholt. Das geht aus den Daten des Landeswahlleiters nach vollständiger Auszählung hervor.

Demnach geht auch der Wahlkreis 65, Elbe-Elster - Oberspreewald-Lausitz II, an die SPD. Dort ist das Ergebnis extrem knapp: AfD-Kandidat Silvio Wolf mit 25,0 Prozent der Erststimmen und der SPD-Kandidat Hannes Walter mit 25,4 Prozent liegen fast gleichauf.

Im Wahlkreis 64, Cottbus -Spree-Neiße, war das Rennen ähnlich knapp. Dort liegt die SPD-Kandidatin Maja Wallstein mit 27,6 Prozent vor AfD-Kandidat Daniel Münschke mit 25,7 Prozent.

Knapper Sieg gegen CDU in Märkisch-Oderland - Barnim II

Knapp hat die SPD-Kandidatin Simona Koß auch den Wahlkreis Märkisch-Oderland - Barnim II mit 24,7 Prozent gewonnen. Hier gewann sie äußerst knapp gegen Sabine Buder von der CDU mit 23,4 Prozent der Erststimmen.

Scholz gewinnt gegen Baerbock

In den sieben anderen Brandenburger Wahlkreisen siegte die SPD deutlicher bei den Erststimmen.
Im prominenten Potsdamer Wahlkreis 61 landete Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD) deutlich vor Konkurrentin Annalena Baerbock (Grüne). Scholz kam auf 34 Prozent der Erststimmen, Baerbock lag bei 18,8 Prozent.

Wahlsieg für SPD bei Zweitstimmen

Insgesamt ist ein Wahlsieg der SPD bei der Bundestagswahl in Brandenburg zu verzeichnen: Mit Auszählung aller Wahlbezirke liegen die Sozialdemokraten mit knapp 29,5 Prozent der Zweitstimmen deutlich vor der zweitplatzierten AfD mit 18,1 Prozent, wie der Landeswahlleiter am Sonntag auf der Internetseite [wahlergebnisse.brandenburg.de] mitteilte.

Die CDU kommt auf Platz drei mit 15,3 Prozent der Zweitstimmen. Dahinter folgen die FDP (9,3), die Grünen (9,0) und die Linke (8,5).

Sendung: Brandenburg aktuell, 26.09.2021, 19:30 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Also an den von Ihnen so genannten extremen Rändern sehe ich ziemlich kleine Zahlen auch für brandenburgische Verhältnisse. Links und rechts.
    Ansonsten fördert die Ansicht das zweistellige Wählergruppen am Rande stehen, genau deren Argumentation. Das ist kein Rand sondern Teil der Gesellschaft, mit dem man sich auseinander setzen muss und den man auch Ernst nehmen sollte.
    Gut an dem gesamten Wahlergebnis ist doch die Möglichkeit verschiedener Optionen und nicht die Vorhersehbarkeit der letzten Wahlen.
    Im Vergleich zu anderen Ländern in Europa hat Deutschland eine beeindruckende Mehrheit gewählt, die sich europäische, ökologische und soziale Grundwerte auf die Fahnen schreibt. Typen wie Trump, Johnson, Orban oder PIS sind bei uns sehr weit weg von der Macht. Auch in Brandenburg.
    Um Mitteldeutschland muss man sich zukünftig in Berlin wohl etwas mehr kümmern.

  2. 6.

    Die "Woidschke-Meinung", dass seine Politik die "Rechten" verhindern wird, ist gescheitert. Im Gegenteil. Die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft an Rändern scheint im Bund gestoppt und das ist die gute Nachricht, um zu hoffen, dass die extremen "Linksgrün*innen" bis "Düsterrot*innen" bis zu den Rechten auch in Brandenburg zurückgedrängt werden können, was am linken Rand gelinkt, kann auch an der anderen Seite gelingen, wenn...

  3. 5.

    Gähn. Jetzt wird wieder eine Verschwörung gewittert. Denn sonst hätte die AfD selbstverständlich viiiel mehr Stimmen erhalten. Ach, was sag ich; die Wahl gewonnen hätte sie. Jawoll.

  4. 4.

    Gähn. Jetzt werden mal wieder verschwörerische Gründe gesucht, warum die arme AfD benachteiligt wurde und sonst natürlich viiiiel mehr Stimmen bekommen hätte.

  5. 3.

    Die Wahllokale befanden sich aber alle schon innerorts in gewachsenen Strukturen und leicht erreichbar für die Bevölkerung. Da konnte jeder, der es wollte, bequem hingehen. Oder radeln.
    Also das kann keine Ausrede sein. Die Wahlbeteiligung sagt ihr Übriges aus.

  6. 2.

    Warum soll es auf dem Dorf keinen Briefkasten geben??? Also ich wohne auf dem Dorf, und stellen Sie sich mal vor, da gibt es sogar 2 Briefkästen.....

  7. 1.

    In vielen AfD Hochburgen wurden ja auch die Wahllokale verringert. Natürlich mit einleuchtendem Grund, der aber anderswo kein Grund war. Der rbb berichtete unter anderem letzten Monat.
    https://www.rbb24.de/politik/wahl/bundestag/beitraege-2021/brandenburg-weniger-wahllokale-mehr-briefwahlbezirke.html
    Klar konnte man noch wählen, war aber mindestens unbequemer. Und ob es da in jedem Dorf einen Post-Briefkasten gibt ?

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