750 Kilo Trauben aus der Klosteranlage - Hobby-Winzer in Neuzelle verzeichnen gute Weinernte

Di 27.09.22 | 10:09 Uhr
Wein schneiden (Quelle: rbb)
Bild: rbb

Der Scheibenberg ist das einzige Brandenburger Weinbaugebiet in einer ehemaligen Klosteranlage. Seit 20 Jahren pflegen die Hobby-Winzer wieder eine Tradition, die Zisterzienser-Mönche begründeten.

Die Kloster-Winzer in Neuzelle (Landkreis Oder-Spree) haben in diesem Jahr eine ertragreiche Ernte. Die 22 Mitglieder des gemeinnützigen Vereins haben Ende September den Wein der späten Sorten gelesen. Rund 750 Kilogramm Trauben seien zusammengetragen worden. In der Schau-Kellnerei Grano (Spree-Neiße) würden sie zu geschätzt 850 Flaschen Wein verarbeitet, sagte die Vereinsvorsitzende Cornelia Schwarz. Insgesamt stehen auf dem 1,3 Hektar großen Scheibenberg auf dem Gelände der ehemaligen Klosteranlage Neuzelle 420 Rebstöcke mehrerer Weißwein- und einer Rotweinsorte.

Im Land Brandenburg wird nach Angaben des Agrarministeriums auf etwa 30 Hektar Wein angebaut. 80 Prozent davon bewirtschaften Einzelunternehmern, ein Fünftel Weinbauvereine. Zu den bedeutendsten Anbaugebieten gehören der Wachtelberg in Werder (Havel) und mehrere Regionen in der Lausitz.

Wein aus Zisterzienser-Tradition

Die Neuzeller Kloster-Winzer betreiben den Anbau auf dem Scheibenberg nicht kommerziell, sondern pflegen eine Tradition, die einst von den Zisterzienser-Mönchen begründet worden war. Den Wein aus Neuzelle gibt es nur in der Touristen-Information des Klosters zu kaufen oder direkt beim Winzer-Verein, der Führungen über den Weinberg mit anschließender Verkostung anbietet.

Sendung: Antenne Brandenburg, 27.09.2022

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