Archivbild: Waldrodung und Bauarbeiten auf dem Tesla-Gelände in Grünheide, Brandenburg. (Quelle: imago images/T. Lehder)
Bild: imago images/T. Lehder

Stopp am Freitag - Nabu dringt auf Verzicht von Rodung auf Tesla-Gelände

Nach dem gerichtlichen Rodungsstopp von Wald auf einem Teil der Baustelle des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide (Oder-Spree) dringt der Naturschutzbund (Nabu) auf eine generelle Beendigung der Arbeiten. "Tesla müsste intensiv darüber nachdenken, ob sie nicht darauf verzichten können, die Flächen zu roden", sagte die Landesgeschäftsführerin des Nabu Brandenburg, Christiane Schröder.

Nabu und Grüne Liga teilten auch mit, es gehe nicht darum, die Ansiedlung zu verhindern. Aber Klima- und Artenkrise seien gleichwertig. "Muss da wirklich alles plattgemacht werden?", so Schröder am Samstag.

Weil Tesla eine Sicherheitsleistung von 100 Millionen Euro nicht rechtzeitig beim Landesamt für Umwelt hinterlegt hat, ruhen die Bauarbeiten zurzeit.

30 Kommentare

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  1. 30.

    Ach ja?
    Mit wie vielen Gemeindevertretern haben Sie denn gesprochen, oder wie viele Gemeindevertreter haben das überhaupt zugelassen?

  2. 29.

    Ich finde auch, dass weder für Tesla noch für irgendwelche Trassen, Straßen oder Autobahn Anschlüsse Wald gefällt werden sollte. Es sollte beendet werden. Das, was schon vernichtet worden ist reicht absolut aus und sollte als schlechtes Beispiel dienen, was im Namen der Energiewende herhalten musste. Im übrigen offenbart sich immer mehr die Dimensionen der Fehlplanungen (erstmal Tatsachen schaffen, dann planen) die Bevölkerung für dumm verkaufen (dreifache aufforstung?) und die Bedingungen für die vorzeitigen Genehmigungen (auf fragwürdiger Grundlage) nicht komplett einhalten bzw einfordern (Sicherheitsleistung die bis heute nicht gezahlt wurden). Ganz zu schweigen vom angeblich hervorragenden Umweltschutz. Über die widerrechtliche B Plan Änderung, die mit Beschluss Legalität herstellen soll.... ?unglaublich.

  3. 28.

    TESLA schaffte es aber die "Neumanns" zu verscheißern und an die auch Aktien zu verkaufen. Aber uns doch nicht, die genau verfolgten wie Tesla den Hasenlauf haben wollte.

  4. 27.

    Ich stehe für die demokratischen Mehrheit in Grünheide ein. Das Abstimmungsergebnis zum Bebauungsplan war eindeutig.

  5. 26.

    Was soll denn das nun wieder ? Warum leben sie überhaupt noch in Berlin und schindern nicht im Tagebau? Egal ob Kalk oder Kohle. Wofür sind sie gesellschaftlich nützlich oder gewesen ? Spendieren sie etwa die so lange Wasserleitung für Tesla aus EHst ? Ohne die geht nur Mindestprogramm. Jeder Tropfen unseres guten Wassers ist für Tesla zu schade. In BB werden jetzt Golfplätze nie mehr bewässert. Was sagt "ihr Volk" dazu ?

  6. 25.

    30 % Auspendler reicht für den Spitzenplatz unter allen Bundesländern. Brandenburg profitiert dabei von der Nähe zu Berlin. Andernfalls würde wie in den anderen neuen Ländern die Menschen weiterhin gleich ganz abwandern.

  7. 24.

    Der lokale Wasserversorger hat allerdings frühzeitig kommuniziert, dass es für den beantragten Bau der Fabrik in diesem Industriegebiet genügend Wasser gibt mittlerweile auch einen Vertrag mit dem Vorhabenträger geschlossen.

    Dass es im Raum Erkner, Füdersdirf und Grünheide nur sehr wenige Menschen gibt, die Ihre Meinung teilen, hat die WSE auch mit Veröffentlichung des durchschnittlichen Wasserverbrauch der privaten Anschließen bewiesen. Der lag bekanntlich voriges Jahr mehr 50% über dem Landesschnitt. Anders als Sie denken, sind die Sie nicht "das Volk".

  8. 23.

    "...Tesla forstet deutlich mehr als vorgeschrieben..."
    Wahrscheinlich waren Sie während der Erörterung der UVP in der Stadthalle Erkner in dem Moment nicht dabei, als Herr Riederer (Tesla) die Abkehr von der großspurig angekündigten 3fachen Aufforstung bekanntgab.
    Jetzt wissen Sie es, falls Sie mal wieder jemand danach fragen sollte.

  9. 22.

    NABU und Grüne Liga konnten den ökologischen Wert dieses Kiefernackers vor Gericht über weite Strecken nicht belegen

  10. 21.

    Im Überfluss? Wovon träumen Sie? Sicher ist so ein Kiefernwald ökologisch nicht so gut, wie ein naturnaher Mischwald, aber er hat immer noch einen erheblichen ökologischen Wert. Besser jedenfalls als Industriebrachen, ob von Tesla oder anderen.

  11. 20.

    Es gibt nicht nur " Andrea" in Grünheide. Das wäre ja katatrophal. Die anderen wissen wie man heute den Nutzforst umgestaltet. Nicht Kahlschlag und dann kleine Laubsetzlinge, die es schwer haben bei Trockenheit. Durchforstung und natürliche Umwandlung oder vorgezogene; aufgeschulte Jungbäume ( Laubbäume ) dazwischen pflanzen. Auch Bäume leben und kommunizieren. Soll ich mehr Nachhilfe geben ? Dort in GH ist das Wasserproblem das Hauptproblem. Davon wissen sie wirklich nix ?

  12. 19.

    Ein Weltkonzern, der noch nie wirklich schwarze Zahlen schrieb und seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Solche Investoren hatten wir in Brandenburg schon oft. Die Schäden durfte dann der Steuerzahler bezahlen.

  13. 18.

    Natur- und Umweltschutz ist Menschenschutz. Sie hätten in der Schule besser aufpassen sollen, vor allem in Bio. Der NABU hat für die Menschen in Deutschland mehr getan, als manch selbsternannte Menschenrechtsorganisation, die Politik und die Wirtschaft.

  14. 17.

    Der Mensch in seiner Unfertigkeit der Erkenntnisse aber auch mit seinen Bedürfnissen, behindert oder priorisiert einzelne Individuen. Dort in Grünheide wurde über 70 Jahre Monokultur betrieben. Die Böden sind dort schon immer miserabel. Ohne den Eingriff des Menschen wäre dort kein "Wald" entstanden. Gleichzeitig wird hier in Dt. Holz aus allerlei Herrenländer gebraucht und verarbeitet.z.B. Romänische und Brasilianische Urwälder. Die TransportFrage muss gelöst werden. Fahrrad und Eisenbahn decken nicht alles ab. Der eigenständige Fortgang der Bewohner des Waldes korrespondieren nicht mit den gesetzl.Möglichkeiten Arbeiten (Holzernte)dort zu verrichten. Das Wasserproblem Verbauch Versickerung Einleitung ist nicht gelöst. Davor sind schon EU Verordnungen, da selbst Regenwasser von Hausdächern bereits als kontaminiert gelten.

  15. 16.

    Es ist schon ein Unterschied, ob ich in der Wüste von Nevada ohne Hemnisse von heute auf morgen eine Fabrik baue oder in Mitteleuropa. Die ersten Urteile pro Natur geben die Richtung vor - und das ist gut so!

  16. 15.

    Diese Dauerquerulanten vom NABU sollten wegen ihrer menschenverachtenden Haltung in Grund und Boden schämen. Da werden eine handvoll Lurche und eine Kiefernplantage über das Schutzgut Mensch gestellt. Für die vielen, mit Lärmterror überzogenen Menschen im Umkreis des BER hat der NABU NICHTS(!!!) unternommen. Wahrscheinlich übersteigt das ihre soziale Kompetenz.

  17. 13.

    Sie sollten sich, bevor Sie sich aeussern erst einmal informieren. Die Löhne die Tesla anbietet liegen ueber dem Tarifvertrag. International gesehen sind die deutschen Bruttoeinkommen im oberen Durchschnitt. Das Problem ist, dass vom Brutto zu wenig Netto bleibt. Dies ist aber eine Frage von nationaler Steuerpolitik. Ihre alleinige ideologische Argumentation hilft da nicht weiter

  18. 12.

    Der Strom kommt aus der Steckdose und wir alle können von staatlichen Leistungen leben. Ich möchte das nicht und bin für die Arbeitsplätze bei Tesla

  19. 11.

    Fachkräftemangel kann man mit entsprechenden Löhnen beheben. In Deutschland besteht ja immer noch ein Wettbewerb im Lohndumping. Nicht umsonst sind die deutschen Löhne die miesesten unter den entwickelten europäischen Ländern.

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