Protest von Klima-Aktivisten in Berlin - Ist das Mittel der Straßen-Blockade ausgereizt?

Di 09.05.23 | 05:54 Uhr | Von Wolf Siebert
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Klimaaktivisten der "Letzten Generation" haben sich auf die A100 geklebt. Aufnahme vom rbb Verkehrsflieger am 04.05.2023 in Berlin. (Quelle: rbb/Tino Schöning)
Audio: rbb24 Inforadio | 09.05.2023 | Wolf Siebert | Bild: rbb/Tino Schöning

Seit Monaten kleben sich Aktivisten der "Letzten Generation" auf Straßen in Berlin - zuletzt besonders oft. Für sie ist es ein Protestmittel, nachdem moderatere gescheitert waren. Doch ein Großteil der Bevölkerung lehnt die Aktionen ab. Eine Zwischenbilanz von Wolf Siebert

Es ist der 17. April 2023. Eine Woche vor Beginn der verstärkten Straßenblockaden in Berlin. Lilly Schubert ist 24 Jahre alt und eine der Pressesprecherinnen der "Letzten Generation". Sie war schon bei Greenpeace und "Fridays for Future" aktiv. Ihre Sorge: Wenn die globale und die deutsche Klimapolitik das 1,5 Grad-Ziel verfehlen, dann wird das unumkehrbare Folgen haben: "Das löst langfristig gesehen Hungersnöte aus, erst in anderen Ländern, dann auch hier, weil wir abhängig sind von Importen; das löst gigantische Migrationsbewegungen und Bürgerkriege aus. Und letztlich einen völligen Kollaps von dem, was wir als Wohlstand und als soziale Systeme kennen."

Für manche ist das "Klima-Hysterie". Andere wie der "Weltklimarat" warnen: Wir haben nur noch wenig Zeit, um zu verhindern, dass es langfristig zu einem Klima-Kollaps kommt. Lilly zählt auf, was die "Letzte Generation" alles unternommen hat, um die Bundesregierung aufzurütteln: Hungerstreik 2021, Gespräch mit Kanzler Scholz, kleinere Blockaden - vergeblich, deshalb die Dauer-Blockaden in Berlin: "Das Problem ist, dass wir politisch gesehen keinen Plan haben, wie wir das 1,5 Grad-Ziel einhalten können. Und dieses Ziel werden wir bis 2030 reißen. Aber jedes Grad mehr ist menschlich gesehen eine Katastrophe: Jedes Grad mehr bedeutet, dass Tausende Menschen jedes Jahr sterben werden."

Lilly Schubert, "Letzte Generation", am 7.05.2023 in Berlin. (Quelle: rbb/Wolf Schubert)Lilly Schubert ist eine der Pressesprecherinnen der "Letzen Generation".

Das Anliegen der Blockierer rückt in den Hintergrund

Am 24. April setzen sich an 42 Orten in der Stadt Aktivistinnen und Aktivisten in neonfarbenen Westen auf die Straßen, kleben sich fest und blockieren den Autoverkehr. Viele Autofahrer reagieren genervt: "Das ist wirklich nicht okay: Gucken Sie mal, wie weit der Stau reicht! Viele müssen doch zur Arbeit", sagt ein Passant. Auch eine Frau ist empört: "Ich bin fürs Klima und für Umweltbewusstsein. Aber das hier: die Leute zu nötigen, nein, tut mir leid, das dürfen die nicht machen."

Ein anderer Autofahrer sagt: "Ich habe zum Glück keine Termine. Aber ich habe volles Verständnis für die Aktion. Wie wollen wir es denn sonst lernen? Wann soll sich denn was ändern?"

Einer der Aktivisten sagt: "Hier zu sitzen ist für alle unangenehm, auch für mich. Aber was wirklich unangenehm ist, wenn der nächste Hitzesommer Berlin aufheizt und Menschen sterben, das ist unangenehm, und deshalb protestieren wir hier auf den Straßen." Durch den Ärger über die Blockaden gerät das Anliegen der Blockierer bei vielen Bürgern aber in den Hintergrund.

Ein Aktivist der Protestbewegung "Letzte Generation" wird am 24.04.2023 mit einer Schlagbohrmaschine bei einer Klebeaktion von der Strasse am Ernst-Reuter-Platz in Berlin entfernt. (Quelle: Imago Images/Florian Gaertner)Mit einem Schlaghammer versucht die Polizei, einen Demonstranten von der Straße zu lösen

Straßenblockaden: Ist das ziviler Ungehorsam oder Extremismus?

Die CDU bezeichnet die "Letzte Generation" als "extremistisch", die FDP hält sie für "totalitär". Stehen Aktivisten, die Straßen blockieren auf einer Stufe mit Reichsbürgern, und der RAF? Greifen die Blockierer den Staat an oder doch eher das Auto als Freiheitssymbol des vergangenen Jahrhunderts: "Freie Fahrt für freie Bürger" war die Parole - wer das heute antastet, der gilt offenbar schnell als Extremist.

Auf den Straßen hat das Folgen: Auf der A100 kommt es zu ersten Fällen von Selbstjustiz, Autofahrer ziehen Aktivisten an den Haaren von der Straße, auch vor dem Schloss Charlottenburg gibt es rabiate Szenen. Bevor Schlimmeres passiert, warnt die Sprecherin der Berliner Polizei vor Selbstjustiz: "Wir wollen nicht sehen, dass Menschen selbst Hand anlegen. Davor können wir nur warnen. Bitte bewahren sie die Ruhe, wir kümmern uns und sind ziemlich schnell vor Ort. Wer Selbstjustiz übt, kann sich strafbar machen."

Der dritte Tag der verstärkten Straßenblockaden. In den Medien tobt der Meinungskampf: Pro & Contra Präventivgewahrsam für Blockierer. Andere fordern Freiheits- und nicht nur Geld- oder Bewährungsstrafen. Ein Berliner Gericht verurteilt eine Aktivistin der "Letzten Generation" zu vier Monaten Haft. Die junge Frau hatte sich u.a. in der Berliner Gemäldegalerie an einem kostbaren Bild festgeklebt. Das Urteil soll wohl abschreckend wirken, sagen Experten.

In derselben Woche bahnt sich eine andere juristische Entscheidung an. Im sogenannten "Dieselskandal" soll der frühere Audi-Chef nur eine Bewährungs- und eine Geldstrafe bekommen, Voraussetzung ist sein Geständnis.

Die Methoden sind zu radikal. Die Letzte Generation spricht nicht für die Mehrheit der Bevölkerung.

Julia Hensen, Verhaltensökonomin

Anfang Mai gehen die Straßenblockaden in die zweite Woche. Laut dem aktuellen "ZDF-Politbarometer" lehnen 82 Prozent der Befragten die Blockade von Hauptverkehrsstraßen ab. Julia Hensen, Verhaltensökonomin am Deutschen Institut für deutschen Wirtschaft, deutet im rbb die Ablehnung so: "Die entsteht, wenn die Freiheit des Einzelnen ohne sein Zutun eingeschränkt wird. Wenn sie sagen, dass Berlin lahmgelegt wird, dann werden die meisten Menschen damit nicht abgeholt. Die Methoden sind zu radikal. Die "Letzte Generation spricht nicht für die Mehrheit der Bevölkerung, und das ist in einer Demokratie wichtig."

Ist der Protest der "Letzten Generation" also kontraproduktiv? Professor Felix Anderl aus Marburg, der in der "Konfliktforschung" arbeitet, sieht das nicht so: "Die moderaten Teile der Bewegung profitieren eigentlich davon, wenn die Radikalen delegitimiert werden. Weil sich die Moderaten dann als die Vernünftigen darstellen können. Das kann man gut auf die Klimabewegung übertragen, wo "Fridays for Future" eher die moderate Flanke ist und die "Letzte Generation" eher die radikalere. Eine aktuelle Studie aus England ergänzt diese These: Selbst dort, wo radikale Klimaproteste abgelehnt werden, sei das Bewusstsein, mehr für den Klimaschutz tun zu müssen, gewachsen.

Treffen mit Verkehrsminister Wissing

An Tag 9 der Straßenblockaden trifft Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) Aktivisten der "Letzten Generation". Wissings grüner Koalitionspartner wirft ihm vor, beim Klimaschutz auf der Bremse zu stehen, ein Tempolimit auf Autobahnen lehnt er ab. Im Anschluss tritt nur Lea Bonasera von der "Letzten Generation" vor die Presse. Die Straßenblockaden sollen weitergehen: "Ich vergleiche das mit Gewerkschaftsstreiks: Ohne Streiks kein gutes Ergebnis bei Tarifverhandlungen. Das ist auch unser Ansatz. Natürlich werden wir den weiterverfolgen, bis wir eine ehrliche, gute und entschlossene Klimapolitik haben."

An Tag 12 fordert Umweltministerin Steffi Lemke von den Grünen mehr Tempo bei Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr. Sonst ließen sich die Klimaziele nicht erreichen. Dabei hatten die Grünen vor kurzem der Aufweichung der Klimaschutzziele zugestimmt. Unklar bleibt, wann von Olaf Scholz der versprochene "Klimawumms" kommt, wie die Koalition ihre ehrgeizigen Klimaziele erreichen will.

Und die "Letzte Generation"? Auch wenn sie sich öffentlich weiter blockadebereit gibt, kann sie die ablehnende Haltung in der Bevölkerung nicht einfach ignorieren. Die Klima-Aktivisten werden deshalb neue Protestformen finden müssen, um die Bevölkerung insgesamt mitzunehmen auf dem Weg zu besserem Klimaschutz. Das Mittel der Blockaden scheint ausgereizt zu sein.

Sendung: rbb24 Inforadio, 09.05.2023, 09:00 Uhr

Beitrag von Wolf Siebert

59 Kommentare

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  1. 59.

    Kurzum: Ich sympathisiere mit den Maßnahmen der LG. Es passiert zu wenig im Klimaschutz. Wie immer wird bisher nur Lobbypolitik betrieben.

  2. 58.

    "-> Niemand außer Ihnen denkt das."

    Wollen Sie wieder mal festlegen, was ich und alle Anderen zu denken haben?
    Das ist wohl ein wenig anmaßend!

  3. 57.

    Vielleicht sollte man mit der Explosion der Weltbevölkerung anfangen, immer mehr Urwälder abholzen damit Weide- und Sojaflächen entstehen. Wir können mit unserem kleinen Land und sog. Energiewende nicht die Welt retten.

  4. 56.

    Zum Glück sind diese finsteren Zukunftsvisonen nur in einer Traumwelt vorstellbar.

  5. 55.

    Und das ist richtig. Denn es zeigt sich, wie schwierig es ist, als Staat damit umzugehen. Für die Zukunft muss das anders gelöst werden. Anderenfalls kommen auch andere Gruppen auf solche Ideen.

  6. 54.

    ...und wer dem in einer vom GG definierten pluralen Gesellschaft nicht zustimmt und Kritik! äußert, bedient natürlich "rechte Narrative"... Mir wird schon schlecht, wenn ich mir den sehr "demokratischen" Aufbau der LG und deren Finanzprotagonisten näher anschaue - immer gemessen, am eigenen laut postulierten sehr hohen moralischen Anspruch...was ja auch inzwischen leider für die Posten"versorgung" innerhalb der grünen Führungsriege gilt. Wahrscheinlich will man mit der CSU konkurrieren.

  7. 53.

    Geht der Plan tatsächlich gut auf? Ich sehe kaum Diskussion über den Klimaschutz und noch weniger Ergebnisse. Statt dessen rückt die Diskussion darüber, wie man mit der LG verfahren sollte, in den Mittelpunkt.

  8. 52.

    Sie: " Aber es ist nicht das Allheilmittel, um die Welt zu retten."
    -> Niemand außer Ihnen denkt das.

  9. 51.

    a.) Die richtigen (auch symbolisch-radikalen) Entscheidungen treffen. Übermotorisierte Privat-KFZ sind sinnlos auf Strassen mit Tempolimit. Militärhaushalte gehen über in Infrastruktur für klimaneutralen ÖPNV. Sozial gerechte Weltwirtschaftsordnung, statt mit Krieg für Dominanz, Sieg, Konkurrenz, Handelswege kontrollieren, für kurzfristige Rendite der Wenigen alles Schrotten.

    b.) So schlicht falsche Frage. Realpolitik hält und hielt sich in den wenigsten Zentralfragen an Mehrheiten. Zudem hat noch niemand versucht, mit den richtigen Entscheidungen Mehrheiten zu gewinnen.

    c.) Nicht so wichtig, wenn die zentralen Fragestellung tatsächlich angegangen werden. Ist man da redlich bemüht, glätten sich auch die schlimmsten Differenzen.

  10. 50.

    Es fallen einem auf Anhieb tausend Dinge ein, die passieren könnten, es aber nicht tun. Einige, wie das geforderte Tempolimit, lassen sich von heute auf morgen umsetzen. Andere, wie ein Verbot des Verkaufs von Verbrennern, ein stark beschleunigter Ausbau erneuerbarer Energien, oder das Dämmen von Gebäuden, dauern ein paar Jahre länger. Vor allem gilt es den Schaden der Merkel Jahre wieder aufzuholen.

  11. 48.

    "Ich glaube schon, dass es ausgereizt ist. Man sollte jetzt die nächste Stufe wählen."
    Und die wäre? Was schwebt ihnen denn so vor?

  12. 47.

    Die Ärzte flogen legal, die "Aktion" der Letzten Generation ist illegal Wer an der Privatfliegerei etwas ändern will, muss sich demokratische Mehrheiten suchen anstellte den Straftätern der Letzten Generation zuzujubeln. Auch wenn Ihnen deren Motive gefallen, setzt das Artikel 3 Grundgesetz nicht außer Kraft. Und wenn Sie sich schon mal über unsere Verfassung als wesentlichen Baustein der FDGO informieren, informieren Sie sich bitte im Artikel 20, von wem die Gewalt ausgeht und wie die auszuüben ist. Tipp: Nicht mit Straftaten wie von der Letzten Generation praktiziert und auch nicht über einen Gesellschaftsrat.

  13. 46.

    „ "Hier zu sitzen ist für alle unangenehm, auch für mich. Aber was wirklich unangenehm ist, wenn der nächste Hitzesommer Berlin aufheizt und Menschen sterben, das ist unangenehm, und deshalb protestieren wir hier auf den Straßen."
    Ich glaube, die haben nicht kapiert, dass sich vom rumsitzen nichts ändert.
    Unternehmt doch selbst mal was, statt immer wieder für mehr CO2-Ausstoß zu sorgen. Und im Sommer könnt ihr den gefährdeten Menschen gern Hilfe leisten. Es gibt so viel zu tun, auch, dass man nicht mehr mit Einmalbecher- und -Ver-packungen rumrennt, Müll sammeln in den Parks und Stränden/Ufern, die ihresgleichen hinterlassen haben. Tretet doch endlich mal positiv in Erscheinung!

  14. 45.

    Ich glaube schon, dass es ausgereizt ist. Man sollte jetzt die nächste Stufe wählen.

  15. 44.

    "Warum passiert einfach nichts für Klimaschutz?" Was genau sollte denn "passieren"? Die geforderten Maßnahmen sind nicht zielführend, bauliche Massnahmen sind teilweise angeordnet, müssen aber umgesetzt werden, vor der Abschaffung fossiler Brennstoffe braucht es Alternativen und Druck in Form von früheren Terminen nutzt nichts, Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Wenn jeder Einzelne für sich Maßnahmen ergreift, die für ihn persönlich machbar sind, wäre schön viel zu bewegen, aber dazu müsste man ggf. die Komfortzone etwas verkleinern.

  16. 43.

    "Die Politik reagiert ja weiterhin nicht angemessen auf den Klimawandel."
    a) Was wäre denn nach Ihrer Meinung angemessen?
    b) Wäre Ihr angemessenes Handeln auch mehrheitsfähig in unserer Demokratie?
    c) Wäre Ihr angemessenes Handeln auch von den Forderungen der diverses Protestgruppen gedeckt oder gibt es da Differenzen?

  17. 42.

    Darf ich die Frage, ob nicht gelesen, zurückgeben? Wo schrieb ich, ein Tempolimit solle nicht sein? Ein Tempolimit ist ein winziger Teil des Klimaschutzes, muss also sein. Aber es ist nicht das Allheilmittel, um die Welt zu retten. Da sollte den Klimaklebern doch Intelligenteres einfallen.
    Dass das Klimagerät aus gesundheitlichen Gründen angeschafft wurde, ist Ihre Interpretation. Im Kommentar steht nichts davon.

  18. 41.

    Ja, genau. In den Öffis sind diese ganzen Menschen, die sonst gar nicht in meiner Blase sind und die leben mir dann dort ihre Lebenswirklichkeit vor und ich kriege das dann mit. Wie soll ich denn da bitte schön weiterhin mein Berlin, wie ich es mir einbilde, für echt halten? Am Ende krieg ich da noch Verständnis für meine Nachbarn! Da kann man ja gleich sein Kind auf eine öffentliche Schule schicken oder in den Park gehen.

    Deswegen: Nur mit dem Auto in den Park und auf gar keinen Fall nicht aussteigen!

  19. 40.

    Genau das ist der Punkt. Wie weit dürfen Proteste gehen? Der Staat muss die Mehrheit auch vor der Minderheit schützen. Daher bitte schneller und entschiedener eingreifen. Und schärfer sanktionieren, die LG ist zu extrem.

  20. 39.

    Haben Sie den Tenor des Beitrages nicht gelesen oder wollten ihn ggf. gar nicht lesen?
    Das Gerät ist vom Beiträger durch nur aus blanker Not angeschafft worden, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. So hatte er das auch geschrieben und das recht direkt.

    Also ist kein Widerspruch in der Argumentation.

    In sich widersprüchlich ist hingegen die Argumentation, weil eine Tempobegrenzung "nur" einen Teil zur Belastung vermindern könne, sie deshalb nicht sein soll. Nichts gibt es, was alleine alles löst. Eine Tempobegrenzung ist aus zwei Gründen erforderlich: Abseits vom Klima für die Verkehrssicherheit, weil es gerade die überbordend schnell Fahrenden sind, die die Szenerie und dene gleichmäßigen Autoverkehrsfluss ad absurdum führen, zum Zweiten, weil durch dieses "Aufmischen" abrupte Abbrems- und Wiederbeschleunigungsvorgänge provoziert werden, die ohne das so nicht stattfinden würden. Genau DAS treibt die Belastung in die Höhe.

  21. 38.

    Die sogenannte letzte Generation kämpft auf unseren Straßen, opfert Hautfetzen, Zeit und Nerven. Was haben sie erreicht? Im Grunde gar nichts. Viel Platz in den Medien, aufgeregte Diskussionen, Millionen von Euro verschwendet für die Polizeieinsätze, Gerichte, Anwälte usw.. Vor allem haben sie viel Co2 produziert, durch die vielen Staus und gefahrenden Umleitungen.
    Doch darf sich ein Staat erpressen lassen? Ich finde darf er nicht und darum Schluss damit.

  22. 37.

    Hoffentlich ist der üble Spuk bald vorbei und wir können wieder unsere Strassen nutzen.Mittlerweile ist es eine Strafe in Berlin zu leben. Warum muss Protest so viele schädigen? Für mich ist das Thema Umweltschutz dadurch mega-negativ besetzt.

  23. 36.

    Also, die Kostenfrage ist ja nun sehr persönlich. Ich zB hab mit dem Unterhalt fürs Auto keine Probleme. Es ist halt wesentlich angenehmer mit dem Auto als in einer überfüllten U oder S Bahn. Die Busse sind ein Thema für sich….. Entscheidend ist auch, dass ich mit den Öffis ebenfalls Wartezeiten habe. Umsteigen usw. Das vergisst man oft im Vergleich zum zähflüssigen Autoverkehr. Und im Auto werde ich weder angebettelt noch stinkt es nach Essen usw.

  24. 35.

    Jedes stark stinkende Mittel sollte an Bord eines jeden Fahrzeuges sein. So wie Warnwesten auch. Wenn Asphalt stinkt kann es sehr umweltfreundlich sein. Wer hätte das gedacht?

  25. 34.

    Wenn man wenigstens mal erfahren dürfte worum es denen wirklich geht. Ihre "Forderungen" (die es ja auch noch nicht soo lange gibt) sind Copy & Paste aus dem Internet und mehr oder weniger sinnfrei ...

  26. 33.

    Wer seine Hände auf der Straße einmauert, soll sich auf eigene Kosten vom Beton befreien lassen.

  27. 32.

    " Nennt sich Arbeitsrecht und bei zu spät kommen drohen Vertragsstrafen, Abmahnung bis hin zur fristlosen Kündigung."
    Tja das dürfte den Klebern egal sein ob ein Familienvater gekündigt wird oder z.B. ein Arzt zu spät ins Krankenhaus oder in die Praxis kommt. Es sind ja nicht sie die leiden müssen. Man kann nur hoffen das sich durch die neue Regierung in Berlin endlich etwas ändert!

  28. 31.

    Das Tempolimit ist ebenso wie das Neun-Euro-Ticket nur für die Galerie, damit nicht so genau hingeschaut, was die sonst auch noch fordern. Allein schon deren Gesellschaftsrat wäre in mehrfacher Hinsicht verfassungsrechtlich bedenklich. Dazu kommt deren permanent Lüge, dass die Aktivisten friedlich seien. Seit wann trifft das auf Straftaten zu?

  29. 30.

    Na hoffentlich ist das Mittel noch nicht ausgereizt, sonst werden zwangläufig radikalere Protestformen kommen. Die Politik reagiert ja weiterhin nicht angemessen auf den Klimawandel.

  30. 29.

    Und können Sie, oder irgendjemand mir sagen, wo das Geld für alle Leistungen des Staates herkommen soll, wenn wir alles lahmlegen und die Industrie abwandert???

  31. 28.

    Der Grundtenor des Kommentars stimmt. LG trifft mit ihren Aktionen Menschen, die die tägliche Welt am laufen halten.
    Politiker und Unternehmensführer, die es eigentlich treffen sollte, lehnen sich bequem zurück,- wenn sie überhaupt am Straßenverkehr teilnehmen, werden sowieso elegant an Aktionsschwerpunkten vorbeigeleitet. Die Absicht von LG, Druck von unten aufzubauen, wird, zumindest hier in Deutschland, nicht funktionieren.

  32. 27.

    Also ich beantworte mal Ihre Fragen, obwohl Sie das Meiste davon gar nichts angeht.
    Man kann nicht jede Strecke mit U- und S-Bahn erreichen. Wo mein Auto war? In der Garage. Wer sein Auto nicht verkauft, wenn er sich schon die "Mühe" der Abmeldung macht? Ich.

    Mit dem 2. Absatz Ihres Kommentars gehe ich konform.
    Die Flugzeugschmiererei letztens kann ich sogar verstehen. Die Maschine gehört 6 Ärzten, die just for fun mal kurz damit nach Berlin geflogen sind. Also echte Klimaschädlinge.

  33. 26.

    Sie: "Nachdem ich mit den Öffentlichen immer wieder von diesen Leuten behindert wurde, habe ich mein Auto wieder angemeldet. Nun umfahre ich den "Klima"-Protest."
    -> Okay herzlichen Glückwunsch. Ihre Aussage macht eigtl nur Sinn, wenn Sie zuvor den Bus benutzt haben, korrekt? Alle anderen öffentlichen Verkehrsmittel fahren ja und kommen problemlos überall durch. Und sind sie dadurch nun wirklich schneller am Ziel mit Auto? Geht das nicht ins Portemonnaie bei den aktuellen Benzinpreisen?

  34. 25.

    Warum nur glauben die Aktivisten, ein Tempolimit sei der heilige Gral? Das ist nur ein Teil vom benötigten Klimaschutz. Ein Klimagerät ist eher klimaschädlich. Sie wollen ein Tempolimit und im gleichen Atemzug schädigen Sie das Klima mit Ihrem Gerät. Passt nicht zusammen.
    NY kann man als Beispiel schlecht heranziehen. Dort ist die hohe Luftfeuchtigkeit entscheidend.

  35. 24.

    Dieser inflationär angewandte Begriff ist schon mal völlig unpassend. Hass ist etwas anderes.
    Und mit diesen leeren Worthülsen "Man muss nicht einverstanden sein, aber der Hass ist mir zu kurzsichtig." kann kein Mensch, der im Stau steht und deshalb seinen Arbeitsplatz, einen OP-Termin, einen Handwerker-Termin usw. usw. nicht erreichen kann, etwas anfangen.

    Lasst diesen Quatsch, die Autofahrer zu behindern und für noch mehr Umweltverschmutzung zu sorgen, dann bekommt Ihr auch Unterstützung.

  36. 23.

    Welche Strecke nahmen Sie und welche nehmen Sie jetzt? Kann nicht nachvollziehen, warum sie nicht auf S-Bahn und U-Bahn ausweichen. Wo war Ihr Auto während der Abmeldung? Wer verkauft denn sein Auto nicht, wenn er sich die Mühe macht, es abzumelden?

    Mich nerven die Blockaden, weil sie auch Busfahrende und Tramfahrende mitnötigen und behindern. Der Protest trifft undifferenziert einfach alle. - Farbschmierereien müssen mit Tausenden Litern Frischwasser bereinigt werden. - Ein Baum wurde gefällt, der gut fürs Klima gewesen wäre. Man blockierte ein E-Auto-Rennen. Viele Aktionen sind sinnbefreit. Kümmert euch um Flugzeuge, um rückständige Industrie, um Autoherstellerj!

  37. 22.

    Je häufiger die Kleberkleber auftreten, desto schneller gewöhnt man sich daran; wie an steigende Höchsttemperaturen.
    Ich habe gelernt die Klimakleber wie einen Verkehrsunfall in meine Termine "einzuplanen" bzw. entsprechende Telefonnummern mitzunehmen um meine Verspätung an Ziel anzukündigen.

    Solange noch genügend Sauerstoff in der Luft ist, Wasser kein knappes Gut ist und Drogen verfügbar sind, sehe ich kein Problem für die Zukunft der Menschheit.
    Medikamentenknappheit? Egal. Das ist ein Problem des Systems und nicht des Einzelnen; wie das Klima. Der Einzelne wird schon reagieren, wenn er die Folgen spürt ... zB. durch Kauf einer Klimaanlage.

  38. 20.

    In anderen Ländern und auch innerhalb Deutschlands sind die Aktionen weniger störend. Was machen also andere besser als Berlin? Da sollte Berlin sich mal überlegen, wie die Störungen schneller unterbunden werden können. Darüber sollten wir diskutieren.

  39. 18.

    Anscheinend kennen Sie nicht die Grenze zwischen zivilen Ungehorsam und Straftaten. Wer andere Nötigt oder Sachbeschädigung durchführt disqualifiziert sich selber. Zudem LG predigt Waser und säuft selber Wein. Es sei hier an die Flugreisen von LG-Mitgliedern nach Asien erinnert oder meinen Sie Sekundenkleber werde ohne CO²-Aufwand hergestellt. Wenn LG Respekt will, dann sollen die Mitglieder erstmal selber ihren CO²-Abdruck verringern, bzw da ansetzen wo sehr viel CO² emittiert wird.

  40. 17.

    Dieser inflationär angewandte Begriff ist schon mal völlig unpassend. Hass ist etwas anderes.
    Und mit diesen leeren Worthülsen "Man muss nicht einverstanden sein, aber der Hass ist mir zu kurzsichtig." kann kein Mensch, der im Stau steht und deshalb seinen Arbeitsplatz, einen OP-Termin, einen Handwerker-Termin usw. usw. nicht erreichen kann, etwas anfangen.

    Lasst diesen Quatsch, die Autofahrer zu behindern und für noch mehr Umweltverschmutzung zu sorgen, dann bekommt Ihr auch Unterstützung.

  41. 16.

    Meine bescheidene Meinung, die Aktivisten der Letzten Generation nehmen sich die falschen Zielobjekte vor. Wir Bürger, Arbeitnehmer, Rentner sind weiche Ziele. Die Unternehmen, die Produkte Herstellen, die die Klimaerwärmung echt vorantreiben sollten das Ziel der Proteste(Die CDU bezeichnet die "Letzte Generation" als "extremistisch", auch meine Meinung) sein. Ich kann mir kein Elektroauto leisten. Erstens viel zu teuer, zweitens die Infrastruktur für E-Autos ist mehr als mangelhaft. Ich bin Pendler und mein Auto steht unter der Laterne, jede Nacht eine Andere. Ich kann nicht jeden Morgen oder Abend eine Ladesäule suchen.

  42. 15.

    Herr Habeck hat genauso wenig Zustimmung zu seinen Heizungsplänen,wie die letzte Generation zu ihren Klimabedenken.Läßt Herr Habeck deshalb ab von Plänen die für Normalbürger einfach unbezahlbar sind.Ein Ausbau des ÖPNV wäre dagegen leicht möglich wenn man nur wollte,wie es z.B.Frankreich beweist.Aber in der Politik gibt es nur Autos und Fajrradfahrer,daß man in einer Straßenbahn viele Auto- oder Fahrradfahrer bequem elektromobil befördern könnte spielt einfach keine Rolle in der Diskussion.

  43. 14.

    Endlich mal einer, der sagt wie es ist. Aber offensichtlich arbeiten die Klimaktivisten nicht und können es offensichtlich nicht nachvollziehen.

  44. 13.

    Ganz ganz schade, was diese "Letzte Generation" mit ihren Straßenblockaden für einen nicht wieder gutzumachenden Schaden angerichtet hat. Selbst Menschen, die mit ihrem eigenen Verhalten einen Beitrag für Klimaschutz zu leisten, werden behindert und verärgert. Nachdem ich mit den Öffentlichen immer wieder von diesen Leuten behindert wurde, habe ich mein Auto wieder angemeldet. Nun umfahre ich den "Klima"-Protest.

  45. 12.

    Bitte nicht immer das Pferd von hinten aufzäumen! Es gibt Regeln und Gründe warum die Leute sauer sind. In aller erster Linie, und keine Ahnung warum das nie zur Sprache kommt, statt anderer Ausflüchte, weil sie nicht aus Spaß unterwegs sind!!! Sondern einen Vertrag zu erfüllen haben, bei dem sie das Wegerisiko tragen. Nennt sich Arbeitsrecht und bei zu spät kommen drohen Vertragsstrafen, Abmahnung bis hin zur fristlosen Kündigung. Das ist doch mal der springende Punkt an erster Stelle!

  46. 11.

    Mit den Straftaten und Ordnungswidrigkeiten Blockaden, Nötigungen und Sachbeschädigungen wird man nichts erreichen. Mit den als Erpressungen formulierten Forderungen wird man erst recht nicht durchkommen. Autofahrer und Pendler wird man nur zum teilweisen Verzicht vom Automobilen zum Öffentlichen Nahverkehr durch bessere Verbindungen vom Umland in die Stadt Berlin und umgekehrt gewinnen. Ob 9–Euro oder 0–Euro, das nützt gar nichts! Zum Umsteigen bewegt man nur durch pünktliche komfortable Bahnverbindungen. Wenn die Aktivisten weiter indoktrinierte Straftaten begehen, müssen die Gesetzgebungen ausgeschöpft werden. Höhere Geldstrafen, Einträge in das Führungszeugnis, keine Möglichkeit in den Beamtenstatus und Öffentlichen Dienst zu gelangen. Und bei unbelehrbaren Wiederholungstätern auch Monate im Gefängnis.

  47. 10.

    Ehrlich? Es interessiert mich nicht mehr. Ich nehme es wie aktuelle Verkehrsstörungen. Irgendeine Baustelle oder eine Demo usw., in Berlin ist ja immer etwas.

  48. 9.

    Viel Erfolg an die LG! Wenn man sich das ZDF Video „Letzte Generation vs. Unternehmer“ anschaut, dann wird auch der letzter Person klar, wem unsere Unterstützung gelten muss. Ich würde es auch begrüßen, wenn sich LG in ihrem Protest noch mehr großen Emittierern widmet, wie Yes-Man in den 2000ern. Trotzdem, wie Menschen anderen, die sich für uns alle einsetzen, so viel Hass entgegenbringen können, lässt mich sprachlos. Man muss nicht einverstanden sein, aber der Hass ist mir zu kurzsichtig.

  49. 8.

    Danke für das Engagement! Die Aktivisten sprechen mir aus dem Herzen. Warum passiert einfach nichts für Klimaschutz? Wir nehmen den Kindern und Enkeln die Zukunft.

  50. 7.

    Ich finde gut, dass durch diese Art der Demo mal grundsätzlich diskutiert wird, welche Form des Protests noch verhältnismäßig ist. Auch dass wir nun über die Ausweitung des Polizeigewahrsams reden ist gut. Letztendlich sollte diskutiert werden, welche Mittei der Abwehr gegen solche Radikalen eingesetzt werden könnten, der gute alte Wasserwerfer zB. oder das Entfernen vor dem Ankleben, liesse sich alles für künftige Demos anpassen. Und natürlich wie Demonstranten zum Schadensersatz herangezogen werden müssen. Der Staat muss seine Wehrhaftigkeit überprüfen.

  51. 6.

    "......lehnen 82 Prozent der Befragten die Blockade von Hauptverkehrsstraßen ab."
    82% sind ein klares Ergebnis in einer Demokratie, damit dürfe klar sein wie die Meinung der Bürger lautet.
    Dank an den rbb für den guten und n.m.M. objektiven Bericht!

  52. 5.

    Ein merkwürdiger Artikel. Es geht bei den Protesten doch nicht um Punkte oder Beifall. Ziel ist Klimaschutz. Und um das zu erreichen, sind solche "disruptiven" Proteste auch sehr effektiv. Die Störung ist Teil der Strategie. Die kontroverse Debatte daraus ist Teil des Plans. Das Thema Klimaschutz dauerhaft präsent zu halten und damit permanenten Druck auf die Politik zu erzeugen, ist Teil des Plans. Er geht bisher sehr gut auf.

  53. 4.

    Der Text erfasst gut das Problem: Zunächst und als aller Erstes muss man solidarisch sein mit dem entschlossenen Widerstand. Gegen eine umfassende Mobilisierung eines rechten, eines reaktionären Mainstreams. Der sich in der Sache nicht stellen will. Mit dieser Machtbehauptung plus Ignoranz, seit Jahrzehnten alle Wendepunkte, Zeitenwenden verpasste.
    Heute weiss man noch mehr, als die Klügsten vor 50 Jahren schon wussten. Der(Neo)Kolonialismus, Installation des ausbeuterische Weltwirtschaftssystems, die Dominanz Europas und seiner nordatlantischen Ausgründung als Führung, haben der Welt nicht nur keine Demokratie gebracht. Keine Verhältnisse geschaffen, aus denen man nicht flüchten muss. Sie basiert zudem auf 200 Jahren Verbrennung von fossilen Rohstoffen. Aufgestapelt zur klimatödlichen Konzentration. Und keine sozialistische Regierung machte es da besser, Das ist die extremistische Wirklichkeit.

    Ist das Konsens, kann man solidarische Kritik an der Taktik der LG üben.

  54. 3.

    Habe schon im letzten Sommer eine Klimaanlage gekauft. Aber das löst das Problem nicht sondern verschärft es eher, wie in NYC im Sommer zu fühlen. Die Mehrheit der Bevölkerung unterstützt die Tempolimit Forderung schon lange. Warum handelt die Regierung hier für eine Minderheit, die weiter rasen und klimagefährdend unnötig Öl verbrennen will? Statt das Klima im Sinne der Mehrheit zu schützen?

  55. 2.

    Es kommt immer besser, wenn man in eine Diskussion mit Vorschlägen anstelle von Forderungen geht.
    Die Vorschläge waren ja diskussionswürdig. Aber Erpressung in einer Demokratie ist schon ma einl vorzeitiges Aus für Diskussionen

  56. 1.

    Also bei mir ist der Zorn über die Straftäter der LG mittlerweile der Gleichgültigkeit gewichen.

    Die Justiz arbeitet langsam, aber relativ sicher.

    Bei Wiederholungstätern verschärfen sich die Strafrahmen, daher wirbt LG auch für frische, neue Leute, die strafrechtlich unbelastet sind.

    Das ist ein Ausnutzen naiver Dritter zum Eigenschutz.

    Die LG wird das alles selbst aussitzen.

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