Verhandlungen fortgesetzt - Beschäftigte von Thyssenkrupp in Eberswalde kämpfen um ihre Arbeitsplätze

Stahlarbeiter prüft die Stahlqualität nach dem Abstich. (Quelle: dpa/Roland Weihrauch)
Audio: Antenne Brandenburg | 13.11.2020 | Torsten Glauche | Bild: dpa-Symbolbild/Roland Weihrauch

In Eberswalde (Landkreis Barnim) werden am Freitag die Gespräche zwischen der Geschäftsführung, dem Betriebsrat der Firma Thyssenkrupp Rothe Erde GmbH und der IG Metall fortgesetzt. Das Wälzlager-Werk mit 80 Beschäftigten in Eberswalde soll Ende 2021 geschlossen werden. IG Metall und Betriebsrat wollen den Standort erhalten.

80 Jobs in Gefahr

Seit September kommen die Beteiligten regelmäßig zu Gesprächen zusammen, um auszuloten, ob und wie das Werk inklusive der 80 Arbeitsplätze erhalten werden könnte. Betriebsrat und Belegschaft hatten dafür nach Gewerkschaftsangaben ein Konzept erarbeitet. Die IG Metall zeigt sich auf Nachfrage vom rbb vorsichtig optimistisch, geht jedoch davon aus, dass noch ein langer Kampf nötig sein wird.

Die Konzernleitung von Thyssenkrupp Rothe Erde hatte die geplante Schließung des Werkes mit einem gestiegenen Preisdruck begründet. Auftraggeber bevorzugten Billiglohnländer wie Indien oder China. Zudem würden die in Eberswalde gefertigten Blattlager für Windenergie von ihren Maßen her kaum noch verwendet.

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.11.2020

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