Baustelle für die Tesla-Gigafactory in Grünheide nahe Berlin. (Quelle: snapshot/Future Image/T.Bartilla)
Audio: Antenne Brandenburg | 11.01.2020 | Michel Nowak | Bild: snapshot/Future Image/T.Bartilla

"Giga-Factory" in Grünheide - Tesla führt Einstellungsgespräche für E-Auto-Fabrik

Für das geplante Tesla-Werk bei Grünheide werden nach rbb-Informationen aktuell Einstellungsgespräche geführt. Die Bandbreite der Berufe ist dabei sehr groß, sie reicht von Logistikern über Qualitäts-Ingenieure bis zu Werksärzten. Bereits seit September kooperiert die Arbeitsagentur mit Tesla, um die Bewerbungsverfahren möglichst effizient zu gestalten.

Bewerbungsgespräche online

Nach Aussagen von Interessenten finden die meisten Gespräche online statt. Einen Vertrag bekommen potenzielle Arbeitnehmer erst nach mehreren Runden angeboten. Einzelne Bewerber beklagen allerdings Ungereimtheiten und fehlende Rückmeldungen.

Tesla bietet vergleichsweise gute Löhne von mindestens 2.700 Euro brutto monatlich für einfache Tätigkeiten wie beispielsweise in der Lagerhalle oder Logistik. Neben Bewerbungen über die Arbeitsagenturen, sind Bewerbungen online und über die Tesla-Internetseite möglich. Für die meisten Stellen werden fließende Deutsch- und sehr oft auch gute Englisch-Kenntnisse vorausgesetzt.

Führungskräfte niedriger bezahlt

Auch Ingenieure und Manager stellt das Unternehmen jetzt vermehrt ein. Nach Insider-Berichten liegen die Gehälter hier jedoch teils unter dem Marktniveau.

Führungskräfte können aber offenbar Aktienpakete des Konzerns erhalten. Zudem lockt offenbar die Mitarbeit an einem sich entwickelnden Standort mit neuen Energie-Technologien. Der US-Konzern will in Grünheide bereits im Sommer mit 7.000 Beschäftigten Elektroautos produzieren.

Sendung: Antenne Brandenburg, 11.01.2021, 14:10

22 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 22.

    "In einer Branche mit bekannt tiefen Tarifgehältern".

    So, so! Es ist Ihnen doch unbenommen, eine Arbeit bei Tesla anzunehmen, nur sollten Sie sich nicht anmaßen, über Löhne anderer Firmen zu urteilen. Den Verdienst können Sie selbst ausrechnen und bei entsprechender Eignung sind jederzeit Lohnsteigerungen möglich.

    Bei Bewerbern, die allerdings auf einer "ausgefüllten" Landkarte nicht in der Lage sind, ihren Wohnort fehlerfrei zuzuordnen, bei denen lohnt auch eine Umschulung nicht.

  2. 21.

    Bekannt niedrigen Löhnen? Sind Sie ganz sicher, eine von unseren Stellenausschreibungen gelesen zu haben?

    Es gab Leute, die haben sie gelesen und auch problemlos unsere Kontaktdaten gefunden. Schön wäre es nun auch, endlich mit vollem Einsatz anfangen zu können, dann könnte man die Internetadresse auch mit Angeboten füllen und einen Telefonbucheintrag vornehmen. Für eine zur Zeit in der " Warteschleife" arbeitende Belegschaft und immer wieder verschobene Eröffnungstermine ist die jetzige Internetpräsenz ausreichend.

  3. 20.

    Herr Robert ich frage sie, was haben ihnen die Menschen dieser Region getan, dass sie durch ihre Argumentation dazu beitragen, unbedingt deren Lebensumfeld zu zerstören. Ich möchte auch, dass die hier lebenden Menschen ihren Unterhalt verdienen können. Das sollte aber möglich sein, ohne Raubbau an unserer Natur zu begehen, ohne die Lebensgrundlage wie Wasser, atembare Luft und Ernährungsgrundlagen zu zerstören und auch ohne den die Menschen gefährdenden Klimawandel zu forcieren. Die sogenannten Fortschrittstechnologien, auch Teslas, sind immer kritisch zu betrachten, denn wenn man die Firmen nicht geordnete Bahnen vorgibt und manchmal Zügel anlegt, endet die Entwicklung oft in einer Katastrophe, wie die Vergangenheit zeigt. Wenn es ihnen hier nicht gefällt, dann wandern sie aus. Es gibt genug Plätze auf der Welt, wo sie ihrem technischen Fortschrittfimmel ausleben können, z.B. Fremont und nehmen sie Herrn Neumann und Herr Josti mit, damit die hier keinen weiteren Schaden anrichten.

  4. 19.

    Geld ist in der Tat nicht alles. Wie ich Ihnen schon im vergangenen Winter dargelegt hatte, spiele auch weiche Faktoren eine Rolle. Will man lieber bei einer kleinen unbekannten Firma ohne Homepage und Telefonbucheintrag in einer Branche mit bekannt tiefen Tarifgehältern arbeiten oder bei einem grossen Konzern, der statt Geld mit Aktien lockt und dabei trotzdem hohe Löhne im Vergleich zum Rest des Bundeslandes zahlt?

  5. 18.

    Erläutern Sie bitte den Unterschiede zwischen 18.000.000 andernorts gebauter PKW zu 17.500.000 andernorts gebauter PKW Plus 500.000 aus dem Industriegebiet Freienbrink ib Bezug auf die von Enrico Pelocke wiederholt geäußerte Kritik an zugeparkten Gehwegen. Würden Sie gegen eine Schuhfabrik argumentieren, weil Fußgänger mit deren Produkte auf Radwegen laufen?

    Immerhin haben Sie erkannt, dass z.B. bei der Bahn oder der BVG unregelmäßige Arbeitszeiten angesagt sind. Mein Vater hatte bei der BVG eine Acht-Tage Woche gehabt: Am ersten Tag fing er spät abends an, an nächsten Tag etwas früher etc . Am sechsten Tag hatte er früh morgens am Steuer des DD gesessen und anschließend zwei Tag frei. Da sind natürlich drei regelmäßige Schichten besser. Man munkelt übrigens, dass des Nachts die Patienten im Krankenhaus auch betreut werden.

  6. 17.

    Wie kommen Sie eigentlich auf den schrägen Gedanken, dass vor allem die PKW aus dem Industriegebiet Freienbrink zukünftig die Straßen verstopfen würden?
    Die 500.000 E-SUVs/Autos im Jahr werden wohl kaum nach China ect.Exportiert?
    Man könnte natürlich auch darüber nachdenken, warum diese Menschen lieber bei Teslaarbeiten würden als "als Triebfahrzeugführer, Busfahrer, Zugbegleiter, Fahrzeug- oder Gleisinstandhalterbei den Verkehrsunternehmen, in der Pflege und im Gesundheitswesen"
    Weil Tesla in 3.Schichten Arbeitet?

  7. 16.

    Herr Pelocke, ich kann Sie beruhigen. Wer einen Job liebt mit gewerkschaftlicher Führsorge, Vorschriften für jeden Handschlag, Kündigungsschutz wird gerne bei der Deutschen Bahn bleiben. Wer jung ist und die Herausforderung sucht ist bei Tesla gerade richtig.
    Im Augenblick baut Daimler Arbeitsplätze ab und bei Opel, sowie Zulieferfirmen wackeln die Jobs. Die werden dann in die Region ziehen und dem armen Gerhard auf die Pelle rücken!

  8. 15.

    Ich habe jemanden im Bekanntenkreis mit abgeschlossen Master und mehrjähriger Berufserfahrung in ihrem Bereich und demnächst bei Tesla anfängt. Der Verdienst liegt ebenfalls über Durchschnitt und über dem vorher verdient wurde. Natürlich gibt es in Deutschland Regionen in denen man deutlich mehr verdienen kann. Liegt doch der Schnitt in Hessen doppelt so hoch wie in Brandenburg.

    Die Situation in den USA einfach auf das Werk hier übertragen ist ein bisschen einfach. Sinnvoller wäre ein Vergleich zu Firmen in Deutschland die bereits zu Tesla gehört. Es gab das übliche Geplänkel aber von den Szenarien die die beschreiben, habe ich noch nicht gelesen.

  9. 14.

    "Mit genug Gehalt hat man auch keine Probleme, Bewerber zu finden".

    Stimmt nicht! Es mangelt am fehlenden Interesse und abnehmender Allgemeinbildung. Wenn ich als Arbeitgeber von der Leistung eines Arbeitssuchenden überzeugt bin, sollte eine übertarifliche Bezahlung kein Hindernis sein, bin ich aber oftmals nicht. Es fehlt auch jeglicher Wille, eine andere Berufsrichtung zu wählen, obwohl Umschulungen von den Unternehmen bezahlt werden.

  10. 13.

    Mag sein, dass Sie in der Gehaltsebene gut verdienen - das mag gerne sein. Ich meinte gehaltstechnisch die Entlohnung ab Studium aufwärts auf geringerer, marktüblicher Basis und die Art und Weise mit dem Umgang mit Bewerbern.
    Ich finde das unsozial und geringschätzend und gehe auch davon aus, dass das Betriebsklima durch die Blockade der Personalratsbildung und durch Überwachung á la Jeff Bezos seiner Mitarbenden, ziemlich ungesund sein wird.
    Allein schon die Drohung zu Anfang der Pandemie im Stammwerk in USA, wer wegen des Virus Angst um seine Gesundheit habe, der könne zuhause bleiben und wird gekündigt spricht doch Bände für seine soziale (In)Kompetenz - oder?

  11. 12.

    Um mal nur auf den Part des Artikel einzugehen. Was stört sie daran, das Tesla deutlich über dem regionalen Schnitt bezahlt? Ich würde mich zumindest nicht ausgebeutet fühlen, wenn ich dort mehr verdienen würde, als ich vergleichbaren Tätigkeiten ohne dafür quer durch Deutschland ziehen zu müssen.

  12. 11.

    Wo werden denn in Brandenburg eher Arbeitsplätze benötigt?
    Es gibt zwar Prozentual Regionen, die eine deutlich über anderen Regionen liegen, aber in Absoluten Zahlen, wird die u.a. die Uckermark nicht mit der Region Berlin und Speckgürtel konkurrieren können.
    Wenn ich als Unternehmer einen Standort suche, wird es da sein wo auch potenzielle Arbeitskräfte gibt.
    Nur zur Erinnerung, das Werk liegt nicht nur dicht an Grünheide sondern auch an Berlin. Je nachdem wo man in einem von beiden Wohnt, ist man schneller aus Berlin am Werk denn aus Grünheide.
    Wie die Region überbevölkerten werden soll, wenn man an der Stadtgrenze zu einer Stadt mit 3,7 Millionen Einwohnern baut, müssen sie nochmal erklären.


    Hier noch ein Artikel bezüglich des Arbeitsmarkts.
    https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2021/01/arbeitslosenzahlen-berlin-brandenburg-dezember-2020.html
    Arbeitsplätze werden also überall benötigt.

  13. 10.

    Wenn angeblich Gesetze umgegangen werden würden, warum klagen Sie nicht dagegen oder arbeiten wenigsten anderen zu? Dass Sie ihr Lamento auf Kommentare bei RBB beschränken, belegt, dass Sie diese Behauptung wie gewöhnlich nicht belegen können, sondern einfach mit Dreck um sich schmeißen und dabei hoffen, dass etwas kleben bleibt.

    Immerhin wiesen wir jetzt aber, was Sie unter "riesig" verstehen: 5 ha für das Umspannwerk.

    Helfen Sie uns angesichts Ihrer wiederkehrenden Dystopie aber endlich mal belastbar auf die Sprünge: Wieviel Fläche ist in der Region neu wegen Tesla für Wohnungsbau vorgesehen? Diese Region umfasst ja bekanntlich auch Berlin. Interessant übrigens, dass Sie dem Verkehrskonzept zustimmen und nur wenige Pendler aus Polen erwarten.

  14. 9.

    Geht es nur mir so bei der Bewerbung auf der Tesla HP? Ich kann kein Profil erstellen, oder geht das erst nach dem hochladen der Unterlagen?

  15. 8.

    Ich kann keine umweltfreundlichere Gestaltung der Umwelt bei Zerstörung der Umwelt durch Ausbeutung der Rohstoffe und der Menschen herleiten.
    Der Typ visioniert etwas von einer besseren Welt und zerstört die Natur wo es nur geht - siehe Rohstoffe für seine n fahrenden Elektroschrott, seine Raketenabschüsse, dieser Satellitenwahsinn - wo bitte ist da ein Gedanke an eine umweltgerechtere Gesellschaft oder Arbeitswelt?
    Es geht dem Typen nur um seinen Profit, Ausbeutung von Mensch und Natur, seine eigene Welt und nicht unserer aller Welt - siehe Gehaltstruktur für sein tolles Werk bei Grünheide.
    Musk ist seit langem kein Visionär mehr - er ist Profiteur durch Umweltzerstörung wegen der Politk, die es nicht versteht, echte umweltgerechte Politik zu machen und die Wirtschaft zum Umdenken zu bringen.

  16. 7.

    Was sie unter Kollateralschaden abtun, ist für mich eine der schlimmsten durch die Politik entschiedenen und in kauf genommenen Umwelt Katastrophe. Geht gar nicht. Eine intelligente Planung, so wie es die Gesetze auch vorsehen die gepflegt umgangen wurden, hätte das verhindert und es gäbe in Brandenburg trotzdem Arbeitsplätze. Vielleicht an einem Ort, wo sie auch benötigt werden. Nun wird mit künstlichen Druck die Region um Grünheide überbevölkert und damit die Natur regelrecht vernichtet. Man sieht es jetzt schon. Riesige Lücken im Wald. Für Umspannwerke, Klärwerke und Wohnbebauung...

  17. 6.

    Schon mal probiert die von Ihnen genannten Berufsgruppen einfach besser zu bezahlen? Mit genug Gehalt hat man auch keine Probleme Bewerber zu finden.

  18. 5.

    Marx definierte das Proletariat als Menschengruppe, die nur ihre Arbeitsleistung zu verkaufen hat. Mit der Wende brach die Nachfrage danach in den neuen Ländern zusammen und die "Proletarier" wanderten ab. Sie erwarten offensichtlich deren Rückkehr. Doch ob die dann die Linke wählen würden?

  19. 4.

    Man könnte natürlich auch darüber nachdenken, warum diese Menschen lieber bei Teslaarbeiten würden als "als Triebfahrzeugführer, Busfahrer, Zugbegleiter, Fahrzeug- oder Gleisinstandhalterbei den Verkehrsunternehmen, in der Pflege und im Gesundheitswesen", wo doch die Arbeitsbedingungen bei Tesla so schlecht sein sollen. Letzterem stimmen Sie offensichtlich nicht zu.

    Wie kommen Sie eigentlich auf den schrägen Gedanken, dass vor allem die PKW aus dem Industriegebiet Freienbrink zukünftig die Straßen verstopfen würden? Glaubt man anderen Kritikern des Werkes, würde es doch gar dazu kommen, da Tesla zu wenig nachgefragt werden würde, als dass deren Zahl sich im Vergleich zu den 18. Mio jährlich verkauften Neuwagen in Europa und den den rd. 65Mio in D. zugelassenen Fahrzeugen bemerkbar machen würde. Sie scheinen an in der Hinsicht an den Erfolg von Tesla zu glauben.

  20. 3.

    Das wäre schlimm, wenn es wirklich soweit kommt und die 7000 Ak eingestellt werden. Die fehlen dann als Triebfahrzeugführer, Busfahrer, Zugbegleiter, Fahrzeug- oder Gleisinstandhalterbei den Verkehrsunternehmen, in der Pflege und im Gesundheitswesen. Und die Autos stehen dann als Verkehrshindernisse auf Busspuren, Geh+Radwegen. Bitte tut was dagegen, daß es nicht so kommt.

Nächster Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Tafel Giga Podcast (Quelle: rbb)
rbb

rbb|24-Podcast zu Tesla | alle Folgen - Giga Grünheide - Tesla in Brandenburg

Im beschaulichen Grünheide investiert Elon Musk derzeit Milliarden, denn hier in Brandenburg entsteht die erste Tesla-Gigafactory Europas. In dem 9.000-Seelen-Ort gibt es viele, die sich auf die neue Fabrik freuen und andere, die dagegen auf die Barrikaden gehen. Im Podcast "Giga Grünheide – Tesla in Brandenburg" erzählt ein rbb-Reporter-Team Geschichten über ein Dorf, das zur Zukunft der Elektromobilität werden soll.

Boitzenburger Land solarpark statt ackerland
Georg-Stefan Russew/rbb

Boitzenburger Land - Anwohner wehren sich gegen geplanten Mega-Solarpark

Weil er Ackerbau allein nicht mehr als gewinnbringend erachtet, will ein Landwirt und Investor auf großen Teilen seines fruchtbaren Bodens im Boitzenburger Land einen Solarpark installieren. Anwohner fühlen sich "überrollt" - und fordern ein Umdenken. Von Georg-Stefan Russew